Tuesday, June 22, 2010

Lodotra – meine Probleme mit der neuen Wunderwaffe gegen die rheumatoide Arthritis


Lodotra lässt sich nicht so gut in der Dosis adaptieren. Es ist eher ein Präparat für eine feste Dosis und nicht zur Dosisreduktion. Halbmilligramm Schritte sind unmöglich. Das Ziel in der Therapie der rheumatopiden Arthritis ist die Remission und dann der Erhalt mit möglichst geringer Menge an Medikatien und als erste Maßnahme sollten Glukokortikoide reduziert und abgesetzt werden.
Je nach Dosis liegt der Preis zwischen dem 4-16fachen von Decortin.
Ich finde es unpassend, wenn der federführende Rheumatologe der Studie (Chief Investigator), F. Buttgereit, auch gleichzeitig Mitglied des EULAR Komitees für die Empfehlungen zur Glukokortikoidtherapie ist. Studie unter:
http://bit.ly/9KkkcA. EULAR Recommendations unter: http://bit.ly/aJvZX0.

Die Weltneuheit ist meines Wissens immer noch nur hier in Deutschland erhältlich. Warum eigentlich, wenn es so ein wichtiges Medikament ist? http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2009-04/13617042-weltneuheit-lodotra-r-ab-sofort-in-deutschland-erhaeltlich-007.htm
Aber vielleicht gibt es ja Patienten, die von Lodotra profitieren, denn es wäre fatal, wenn der Profit nur beim Hersteller läge.



Leicht geändert und ergänzt am 09.05.2012

1 comment:

  1. Meine Behandlungsgeschichte einer aggressiv verlaufenden rheumatoiden Arthritis in jungen Jahren war auch gekennzeichnet von Auswahl und „Einstellen“ der Medikamente. Wie man sieht, immer kommt mal ein neues hinzu, aber „heilen“ tun sie leider alle nicht, sondern lassen dem Patienten und seinem Rheumatologen nur die Wahl zwischen rascherem körperlichem Verfall ohne Medikation oder verzögertem Verlauf, dafür aber mit verschiedensten Neben- und Wechselwirkungen. Aus diesem Teufelskreis wollte ich heraus und nach ca. zwei Jahren, geprägt von Schmerzen und indem ich dem Verfall und der Deformation meines Körpers zuschaute, setzte ich alle Medikamente abrupt ab und arbeitete an eigenen Übungen, um meinen Körper davon abzubringen, sich weiter zu zerstören, und sich stattdessen auf seine ihm innewohnenden Heilungsmöglichkeiten zu besinnen. Seit über zehn Jahren bin ich geheilt, aber ich stelle fest, EULAR sucht immer noch unter der Laterne, wo es heller ist, statt bei den Patenten anzufragen, die Totalremissionen vorzuweisen haben …

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