Friday, June 14, 2019

Der Jüdische Friedhof in Blumenthal



Vorige Woche hatte ich die Gelegenheit den Jüdischen Friedhof von Blumenthal zu besuchen. Blumenthal gehört zu Hellenthal und liegt in der Eifel. Der Friedhof wurde 1949 restauriert. Während der Nazi-Zeit verloren fast alle jüdischen Mitbürgen (bis auf zwei) der Gemeinde ihr Leben – und gerade die liegen nicht hier beerdigt. Der Friedhof wurde von 1894 bis 1937 genutzt. Es stehen dort noch 46 Grabsteine (Mazewot - מצבות).


Der Jüdische Friedhof liegt am Zengelsberg, etwas verborgen, aber auffindbar. Ein Hinweisschild leitet den Besucher über ein Privatgrundstück.


Die Juden in Hellenthal sind bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts verbürgt, allerdings siedelten sich nur wenige Familien dort an. Um 1900 lebte wahrscheinlich die höchste Anzahl dort, also auch die Zeit in der dieser Friedhof entstanden war. Nach dem Ersten Weltkrieg brach durch die Abtretung Eupen-Malmedys die Wirtschaftsgrundlage vieler jüdischer Händler weg, so dass die Anzahl durch Wegziehen abnahm. „Bereits im Jahre der NS-Machtübernahme war die Synagoge in Blumenthal Ziel antisemitischer Hetze; so wurden die Außenwände mit NS-Parolen beschmiert und Fensterscheiben eingeworfen.“ „In der Nacht vom 9./10.November 1938 setzten Nationalsozialisten, darunter auch der Amtsbürgermeister von Hellenthal, das Blumenthaler Synagogengebäude in Brand. Alle jüdischen Bewohner Blumenthals und Hellenthals wurden festgenommen …“ Damals lebten noch etwa 80 Juden in Hellenthal.


1988 wurde der Gedenkstein mit folgender Inschrift aufgestellt:

„Sie legten an dein Heiligtum Feuer, entweihten die
Wohnung deines Namens bis auf den Grund (Psalm 74,7)

Seit Jahrhunderten bestand in Hellenthal und
 Blumenthal eine große jüdische Gemeinde.
 Ihre Synagoge befand sich in Blumenthal.
 Die jüdischen Mitbürger fielen der Verfolgung
durch das nationalsozialistische Regime zum Opfer.
Ihre Synagoge wurde im November 1938 zerstört.

Diese Gedenktafel wurde gesetzt von der Gemeinde
 Hellenthal im Jahre 1988, den Toten zum
 Gedenken, den Lebenden zur Mahnung."


Links:

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FreitagsGedichte / #KurzLyrik 14.06.2019



Glühend
    nachts
Wenn
Die
Weißen
Kiesel
Unter
Den
HeckenRosen
AnFangen
    Zu
Glühen


VerLoren
    ich hatte
Eine
VerSchluss-
Kappe
VerLoren
Und
Fand sie
Wieder
Später
Denn
Nichts
Geht
VerLoren
Keine
VerSchlussKappe
Und
Erst recht
    Nicht
Der AtomMüll


Tode, grausame Tode
    warum
romantisieren
wir
Die
Grausamen
Tode
Eines
Schinderhannes
    Oder
Einer Jeanne d'Arc?


Wolken
    Wolken
EntLang
Der Hoch-
SpannungsLeitung
AufGereit
Bereit
Für
Donner
    Regen
Blitze


Das Paradies
    auch wenn
In
Eden
Kein
Sturm
Braust
Das
Paradies
Wird
Jetzt
doch
Nur
Ein
    Dschungel
Sein


Dornig
    Hand auf's
Herz
Du
Hast
Den
DornenZweig
In
Deiner
Hand
GeDrückt
Damit
Es
Blutet
Da
Du
Den
    Schmerz
Brauchtest


ErZählBar
    natürlich
kannst
Du
Versuchen
Die
UnEndlichkeit
Zu
Zählen
Aber
Wie
Weit
Glaubst
Du denn
    Zu
Kommen?


AusGeben
    die Münzen
Klimperten
Die Scheine
Raschelten
Und
Dann
Hattest
Du
Keine
GenehmigungZeit
Mehr
Zum
AusGeben
Des
Geldes
    Zum
AusGeben


BernStein
    die Zigarren-
Kiste
Mit
Den
Bilden
VerBlasst
Polaroid
SepiaFarben
Du
Schaust
Sie
An
Dein Leben
In
    BernStein ge-
Gossen


WeiterAtmen
    wir haben
Den
Atem
So
Oft
Und
So
Lange
AnGehalten
Höchste
Zeit
Weiter
    Zu
Atmen
 
RIP Gerlind Reinshagen („Atem anhalten“)




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