Friday, November 15, 2019

FreitagsGedichte / #KurzLyrik 15.11.2019



Lächeln
    manche
Menschen
Müssten
Sich
Auf
Den
Kopf
Stellen
DaMit
Ihre
MundWinkel
Ein
    Lächeln
Zeigen


Latte
    Jesus oder
Buddha
Oder
Wer weiß
Ich noch
Mehr
Haben
Die
Latte
Des MitLeids
So
Hoch
GeLegt
Dass
Die meisten
Menschen
Es
Gar nicht
Erst
VerSuchen
Sondern
    Drunter
WeiterMurksen


Das Blatt
    ab
Fiel
 Das     Blatt
  Vom
  Baum
   Her-
     Ab
     Vom
    Baum
    Her-
      Ab
    Fiel
      Ab
Das      Blatt


Schwerer
    was
Wiegt
Schwerer
Licht
Oder
Dunkelheit?
Aber
Wir
Können
Nur
Wissen
Was
    Im
Licht


BarFuß
    barFuß
Laufen
Wir
Über
ZerSpliTTerTes
Glas
Über
Den
Brennenden
Boden
In
Panik
    Oder
VollKommenheit


VerGeblich
    du brauchst
Mir
Kein
Geld
Geben
Für
  Das Meer
  Die Wellen
  Die SchaumKronen
  Die Brandung
Alles ist
Frei
Denn
Das Leben
    Ist
UmSonst


SandUhr des Lebens
    beFülle
Die
SandUhr
Des
Lebens
Mit
Sand
Aus
Den
Urnen
Wie
Schnell
Er
Doch
Fällt
Und
Wie kurz
    Das Leben
AnDauert


Schritte
     die Laute
Von
Schritten
  Auf Kies
  Auf Sand
  Auf Gras
  Auf Moos
Die
Riemen der
Galeere
EinGetaucht
In
AzurBlaues
Wasser
Egal
Es ist
So wie
    Ins graue
Wasser




.


Thursday, November 14, 2019

Altargesteck am 13.11.2019




Vielleicht werden Sie sich fragen: Mittwoch, der 13. November? Welchen Feiertag habe ich denn da verpasst? Gar keinen. Unsere Gemeinde feierte eine Andacht in einer der drei Kirchen der Gemeinde, der Christuskirche, da die Kandidaten für das Presbyterium vorgestellt wurden.

Im ersten Brief an Timotheus sagt Paulus im dritten Kapitel etwas zu den Personen, die ein Amt in der Gemeinde bekleiden sollen: „Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, besonnen, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren, kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat, in aller Ehrbarkeit. [1] Aha! Da geht er dahin, der Zölibat. Und weiter: „Desgleichen sollen die Diakone ehrbar sein, nicht doppelzüngig, keine Säufer, nicht schändlichen Gewinn suchen; sie sollen das Geheimnis des Glaubens mit reinem Gewissen bewahren.“

Es war eine sehr interessante Vorstellung, da sich alle Kandidaten an die Vorgabe gehalten hatten, etwas zu ihren Plänen für die Zukunft der Gemeinde zu sagen.

Beide Altargesteck sind wuchtig und leicht zugleich. Man kann Elemente erkennen, die dem Ikebana (いけばな) zuzuordnen sind. Mich ließ der obere Teil des großen Gestecks an den Roman „Ein Kirschbaum im Winter“ von Yasunari Kawabata (川端康成) erinnern. Kawabata erhielt 1968 den Nobelpreis und nahm sich 1972 das Leben. Ich wünschte, manche Gestecke könnte man konservieren – andererseits: wohin dann damit?



Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß auf einem Fahrrad
von Ai Weiwei (艾未未).

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Monday, November 11, 2019

Altargesteck am drittletzten Sonntag des Kirchenjahres



Der heutige Sonntag ist der drittletzte Sonntag des Kirchenjahres [1]. Wir nähern uns der Adventszeit. Der Wochenspruch lautet: "Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen." (Mt 5,9) [2]

Der Sonntag hatte seine ökumenischen Anklänge, denn mit der evangelischen Gemeinde begrüßten auch der katholische Pfarrer und Mitglieder der geschwisterlichen Gemeinde unsere Pfarrerin, deren Einsetzungsgottesdienst wir feierten. Mein Wunsch lautete: „Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr, …“ (Jer 29,13.14) [3]. Vielleicht schwingt da auch ein wenig der Freude mit, dass wir gesucht und gefunden haben; im Nachhinein denke ich, treffender wäre wohl gewesen: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ (Lk 11,9) [4] Andererseits als Wunsch für Pfarrerin und Gemeinde ist das Jeremia-Zitat doch besser. Gut, dass wir das haben klären können.

Das Altargesteck ist etwas spärlich an Grün, der aktuellen liturgischen Farbe. Es ist ziemlich bunt und zeigt die Vielfalt auf.



Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß auf einem Fahrrad
von Ai Weiwei (艾未未).

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