Sunday, June 24, 2018

Altargesteck 4. Sonntag nach Trinitatis



Heute ist der 4. Sonntag nach Trinitatis [1]. Die liturgische Farbe ist Grün. Das Altargesteck ist mit zwei Hauptfarben, nämlich Gelb und Grün, gestaltet. Es geht um Großzügigkeit und Nachsicht.

Die entsprechende Stelle findet sich im Alten Testament – im 1. Buch Mose (Genesis) [2]: „Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, …“ sagte Josef zu seinen Brüdern, denn die wollten ihn zunächst töten, verkauften ihn dann aber in die Sklaverei nach Ägypten [3]. So hat sich Josef nicht an seinen Brüdern gerächt, sondern: „Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen.“


Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未).

Links: 

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Saturday, June 23, 2018

Der alte Hartmann und sein Auto


Eines Tages besuchte ich meine Freunde in Köln-Zollstock und endlich traf ich den alten Hartmann, denn ihm gehörte damals das Haus auf dem Gartengrundstück. Er werkelte an seinem genialen Regenwasser-Ablaufsystem, das über unterirdische Röhren den Garten mit Wasser versorgte. Irgendwo war etwas verstopft. Aber das interessierte an diesem Tage überhaupt nicht. Ich wollte mehr über sein altes Auto erfahren.

Ich hatte nämlich früher das Auto vom alten Hartmann entdeckt. Es stand in einem maroden Schuppen am Rande des Grundstücks. Der Schuppen war mit Knöterich überwachsen und das Dach teilweise eingebrochen. Das Auto, ein uraltes Modell, kurz vor Schrottreife erworben, war noch intakt, wenn man von den platten Reifen absah. Was aber hatte es auf sich mit dem alten PKW?

Nun konnte ich endlich den alten Hartmann befragen. Die Idee für das Auto im Schuppen reifte kurz nach dem 2. Weltkrieg in ihm. Er malte sich aus, dass es unweigerlich wieder zu einem Krieg kommen würde, so wie es nach dem 1. auch den 2. Weltkrieg gegeben hatte. Er überlegte sich, dass der Staat im Kriegsfall die privaten PKWs requirieren würde. Aber von seinem Auto im Schuppen wusste der Staat nichts. Damit wollte er nachts über die grüne Grenze nach Belgien und dann weiter nach Frankreich fahren. Kein schlechter Plan. Zu unserem Glück fiel der Krieg aber bislang aus.

Seither zerfiel zunächst der Schuppen und dann auch das Auto. Irgendwann hatte es mein Freund auf einen Schrottplatz bringen lassen und dann den Schuppen erneuert. Vielleicht aber hätte er das Auto vom alten Hartmann, von dem der Staat nichts wusste, doch besser reparieren lassen. Wer weiß, ob wir nicht doch einst so ein Auto für die Fahrt nach Westen gut gebrauchen könnten.

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Jutta Palm stellt im Evangelischen Krankenhaus Köln-Kalk aus





Da ich dieser Tage über die Ausstellung des Kurt Sandweg Stiftung hier im St. Elisabeth Hospital in Meerbusch-Lank [1] geschrieben hatte, interessierte mich bei meinem heutigen Besuch im Evangelischen Krankenhaus Köln-Kalk die Ausstellung der Künstlerin Jutta Palm dort.

Jutta Palm stammt aus Oberschlesien und hatte ihr Examen an der Kunstakademie Düsseldorf gemacht [2]. Sie lebt als freischaffende Künstlerin in Köln-Vingst. Ihr Stil ist expressiv, farbintensiv und ausdrucksstark. Ihr Credo beschreibt die Künstlerin so:
-      Kunst im Bann der Flüchtigkeit der Zeit
-      Menschen im Klang innerer und äußerer Bewegung
-      Gesellschaftskritische Prozesse


 „Lebensrollenspiel – Lebensfantasietheaterspiel“ und „Lebensgruselvision? Nein!“

Links:
[3] Weitere Informationen: http://juttapalm.blogspot.com/   

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Friday, June 22, 2018

Friday Poems / ShortPoems 22.06.2018






Two halves
Countering to Marín Sorescu: And see, ...
    and sure
You
Are
Divided
In-
To two
Halves
One
Is
You
The other
    Is
Your shadow


Burning
    sometimes
It
Burns
In the
Stomach
As
If
You
Had
Swallowed
A fuel rod
    Of
Uranium


Red
    Red
Wine
Red
Beetroots
Red
Blood corpuscles
Red
Dress
But
Life
    Into
The blue


Shangri-la
    Shangri-la
Cell
Block of flats
Cave
Anything
Doesn’t
Matter
The
View
Is taking
Place
    In the
Cerebrum


Hunt
    the game
Tracked
By
Dog
And
Hunter
Running
Further
Further
Fur-
Ther
Running
    A ….
Way


Wind
    the wind
Carrying
To
Me
From behind
To
The scent
Of
A young
Lady
And
Out of
A car
Spounding
    Applause
Applause
Applause, applause by Sportfreunde Stiller


Shoah
    always
Just
Diligently
Cut
The
Grass
Or
Better
Tear
It out
In order
To
Not
Let it
    Cover up
The reminder


Original German Version:

Shangri-la published simultaneously on:



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