Thursday, January 19, 2017

Fibromyalgie ist meist heilbar mit einem 5.000 Jahren altem Rezept aus Persien




„Fibromyalgie ist meist heilbar in 3 Monaten mit einem 5.000 Jahren altem Rezept aus Persien“, behauptet jedenfalls ein Michael Peuser in einer Zuschrift zu einem Artikel der ÄrzteZeitung (1). Einerseits nimmt die Zuschrift keinen bezug auf den Artikel, andererseits macht er Werbung für sein Buch.
Man nimmt ein „5.000 Jahre altes Rezept aus Persien“ in dem Blätter der Aloe arborescens Miller, Honig und „Zuckerrohrschnaps, oder Whisky, oder Wodka oder Steinhäger“ verwendet werden. Interessant, welche Behauptungen man in die Welt setzen kann.
„Das“ Perserreich bestand von etwa 550 bis 330 v. Chr. als altpersisches Reich der Achämeniden und von ca. 224 bis 651 n. Chr. als neupersisches Reich der Sassaniden (2); also sprechen wir von 2500 Jahren. Bei den 5000 Jahren scheitert es in der Regel, aber sie wird liebend gern angeführt. Allerdings hat ca. 1400 Jahre später ein Perser, nämlich Abu Bakr Mohammad Ibn Zakariya al-Razi, als erster konzentrierten Ethanol durch Destillation von Wein (3) hergestellt. Und dann nimmt man Blätter der Aloe arborescens Miller, die natürlicherweise in Süd- und Südostafrika vorkommt (4).

Ich fasse es so zusammen: vergessen Sie diese Idee mit dem 5.000 Jahre altem Rezept aus Persien. Wenn Sie sich zu den Gefahren von Aloe vera informieren wollen, dann beginnen Sie am besten hier: (5).


Links:

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Was ist bloß los auf der A3?




Ich bin Pendler und auf die Autobahn angewiesen. Aber was man in den letzten Jahren mit der A3 gemacht hat, grenzt an Folter. Zunächst war ich recht froh, dass man die viel befahrene Strecke zwischen Dreieck Köln-Heumar und Leverkusen ausbauen will. Dann aber reichte der Ausbau bis Köln-Mülheim und wenn ich jetzt Samstag und Sonntag mittags in die Klinik will, lande ich im Stau. Warum? Das hat zwei Gründe: erstens wird auf dem Teilstück nach Leverkusen die Autobahn erweitert und zweitens beherrschen viele Autofahrer nicht das Prinzip Reißverschluss.

Nun gibt es die wichtige Einrichtung des Rastplatzes. Zwischen Kreuz Ratingen-Ost und dem Kreuz Köln-Ost waren dies Stindertal, Raststätte Ohligser Heide, Reusrather Heide und noch ein Rastplatz zwischen Leverkusen und Köln-Mülheim, der aber schon lange geschlossen bzw. nicht mehr existent ist. Der Rastplatz Stindertal wurde im Rahmen der Fahrbahnerneuerung, die jetzt auch schon gefühlte 12 Jahre andauert, geschlossen. Nun wurde der Rastplatz Stindertal auch noch geschlossen. Was meinen Sie, was für ein Gedränge bei der Raststätte Ohligser Heide nun herrscht. Ich habe auch Sicherheitsbedenken, die LKW-Fahrer Pausen einlegen müssen. Die finden aber keinen Platz mehr. Vielleicht könnte man so etwas auch in den Planungen bedenken. Aber wahrscheinlich gibt es gar keinen übergeordneten Plan.

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Wednesday, January 18, 2017

Fußreflexzonen-Pflaster


Fußreflexzonen-Pflaster - die gibt es noch nicht und wird es hoffentlich auch nie geben, da ich jetzt gerade hier die Idee für diesen Schwachsinn aufgestellt habe; denn alle Dummheit, die denkbar ist, wird auch durchgeführt.

Ich hatte bereits mehrfach über die Foot patches geschrieben, wie z.B. hier (1) oder hier (2). Oder ich habe über die Fußreflexzonenmassage geschrieben (39. „Die Reflexologie beruht auf einer absurden Theorie und es wurde nicht nachgewiesen, dass sie den Verlauf einer Krankheit beeinflusst.“ [Quackwatch]

Bisher ist noch niemand auf die Idee gekommen, diese beiden überflüssigen Methoden zu verbinden. Es gibt dann ein Fußreflexzonen-Pflaster, das genau auf den Fuß geklebt werden muss, denn an den verschiedenen Stellen sind unterschiedliche Stoffe in das Pflaster eingebracht worden, damit ganz spezifisch die Gifte aus den einzelnen Organen eliminiert werden können. Das wird teuer – das kann ich Ihnen versprechen.

„Das ist unmöglich!“ werden Sie sagen und damit haben Sie Recht. Natürlich ist das unmöglich, aber ein windiger Geschäftsmann hätte dummerweise auf so eine Idee kommen können, um vielen Menschen Enttäuschungen zu bereiten bzw. das Geld aus der Tasche zu ziehen. 

Bleiben Sie wachsam gegen Abzocke! 

Ups! Da bin ich jetzt mit meinen Fußreflexzonen-Pflaster ganz schön ins Fettnäpfchen getreten. So etwas wird bereits verhökert.
Ich lese z.B.:
„Die Fußreflexzonen - unser zweites Herz
Die Fußsohlen des Menschen gelten in Asien als das "zweite Herz des Körpers". Denn an der Fußsohle sind alle Organe mit ihren Reflexpunkten vertreten. Die Traditionell Chinesische Medizin kennt dieses Prinzip seit 5000 Jahren und betrachtet die Fußsohlen auch als "Spiegel des Körpers" sowie als "dritte und vierte Niere".“ Ja, was denn nun Herz oder Niere? 5000 Jahre sind ziemlich hochgegriffen. Etwas über 2000 Jahre ist wahrscheinlicher (4). Die TCM kennt keine Reflexpunkte. Sie kennt Meridiane (besser gesagt
經絡 oder Flussbahnen, denn dort soll das Qi fließen) und Therapie- oder Akupunkturpunkte (穴位). Ich lese über die Vorzüge von „organischem Germanium“, allerdings warnen Behörden und nicht die Pharmaindustrie vor dem Verzehr von Germanium (5), weshalb es auch nicht in Nahrungsergänzungsmitteln zulässig ist.

Bei aller Wellness! Bleiben Sie kritisch! 

Links:  


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U


Haiku after the Frost





Winter is playing
With the sky in grey and blue
Unaware of sprouts

A cold and drab day
Snow in the weather forecast
But Vivaldi’s Winter

The ice flowers
On the windshield disappear
With warm music

Scarecrow in snow
Nothing left to guard
Two foxes passing

Winter, snow
First pollination though
Antihistamine again

Moon isn’t waning
Just looking somewhere else
Syria’s Winter

Coughing and sneezing
Shivering in a blanket
Mum’s hot chicken soup



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