Sunday, January 19, 2020

Altargesteck am 2. Sonntag nach Epiphanias 2020




Epiphanias ist das Fest der Erscheinung des Herrn und so erklärt sich die Zeit nach dem 6. Januar als Epiphaniaszeit. Heute feiern wir den 2. Sonntag nach Epiphanias. Die Kernaussage geht auf die Hochzeit in Kana zurück: Jesus zeigt im Wunder, dass Wasser zu Wein wird, seine Vollmacht und offenbart die Herrschaft und Herrlichkeit Gottes. [1] Der Wochenspruch lautet: „Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.“ (Joh 1,16)

Der Predigttext für den heutigen Sonntag steht bei Jeremia im 14. Kapitel [2]: „[…] Die Erde ist rissig, weil es nicht regnet auf das Land. […] Selbst die Hirschkühe, die auf dem Felde werfen, verlassen die Jungen, weil kein Gras wächst. Die Wildesel stehen auf den kahlen Höhen und schnappen nach Luft wie die Schakale; ihre Augen erlöschen, weil nichts Grünes wächst.“ Das Buch Jeremia wird auf etwa 627-585 v. Chr. datiert. Hat es uns nach 2600 Jahren noch etwas zu sagen. Wahrscheinlich mehr als uns lieb ist. Denken wir an die Buschfeuer und Dürre in Australien, die wilde Kamele in besiedelte Gebiete treibt, wo man sie erschießt.

Die liturgische Farbe ist weiterhin Weiß. Weiß ist das Sinnbild für Licht. Weiß ist die liturgische Farbe der Hochfeste wie Ostern und Weihnachten und ihrer Zeiten. Oh, da fällt mir gerade auf – da hing doch glatt das grüne Tuch mit dem Zachäus auf dem Baum. Na gut, nobody is perfect.

Das aktuelle Altargesteck ist alles andere als weiß, es sehr bunt. Und wer letzte Woche schon dabei war, der sieht, dass unser Altargesteck nicht ausgetauscht worden ist. Ich habe nur die ökumenische Kerze davor gerückt.[3] Beim Abendmahl halten wir übrigens ökumenische Gastfreundschaft – niemand ist am Tisch des Herren unwillkommen.



Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß auf einem Fahrrad
von Ai Weiwei (艾未未).

Links:

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Saturday, January 18, 2020

Autos und Leute




Wie die Menschen so sind. Ich fahre heute in ein Parkhaus und da sehe ich ein Sportauto, das zwar nicht verkehrswidrig geparkt war – und doch, es erregte meine Aufmerksamkeit.

Hier parkt jemand, um sein Auto zu zeigen und er parkt es so, dass zwei weitere Parkplätze nicht genutzt werden können, denn wenn rechts und links von ihm geparkt wird, kann er nicht mehr heraus. Manche Menschen brauchen das. Ich nehme an, dass es sich um jemanden mit wenig Selbstwertgefühl handelt.

In den letzten Wochen war eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h auf Autobahnen wieder einmal Thema. Nicht 100 km/h wie in Norwegen oder 120 km/h wie in Irland, 130 km/h wie in den meisten Ländern der EU. Wahrscheinlich geht es eben nicht nur darum, sein Auto zu zeigen, man muss auch schnell fahren. Schneller Fahren birgt aber auch mehr Gefahr. Weniger Geschwindigkeit hieße auch weniger Verkehrstote. Langsameres Fahren hieße aber auch weniger Schadstoffe, wie z.B. CO2.

Vielleicht könnte eine Selbstwertinitiative ein Schritt in die richtige Richtung sein:
·         Sich nicht mit anderen vergleichen
·         Den Perfektionismus ablegen
·         Etwas mehr an sich selbst als an andere denken
·         Sich etwas wert sein
·         Sich Träume erfüllen
·         Usw.

Dann spart man sich so ein Auto. Oder halt, wenn es der Traum ist … Aber dann parkt man es anders.

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Tuesday, January 14, 2020

Altargesteck 1. Sonntag nach Epiphanias 2020



Epiphanias ist das Fest der Erscheinung des Herrn und so erklärt sich die Zeit nach dem 6. Januar als Epiphaniaszeit. Jetzt feierten wir den 1. Sonntag nach Epiphanias. Die Kernaussage geht auf die Taufe Jesus durch Johannes im Jordan zurück, nach der eine Stimme aus der Wolke rief: „Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!“ [1] Jesus hat in der Folge selbst nicht getauft, aber er gab den Befehl dazu: „Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Mt. 28, 18-20) [2] Der 1. Sonntag nach Epiphanias ist als Erinnerung der eigenen Taufe gedacht.

Die liturgische Farbe ist weiterhin Weiß. Weiß ist das Sinnbild für Licht. Weiß ist die liturgische Farbe der Hochfeste wie Ostern und Weihnachten und ihrer Zeiten.

Das aktuelle Altargesteck ist alles andere als weiß, es sehr bunt. Fast schon frühlingshaft – draußen Blühen z.B. die Gänseblümchen und weitere Blumen. Vielleicht ist aber das bunte Gesteck schon als Hinweis auf die nahende Karnevalszeit zu werten, denn die Session ist in Köln bereits in vollem Gange.


Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß auf einem Fahrrad
von Ai Weiwei (艾未未).

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Friday, December 27, 2019

Pjöngjang und Düsseldorf




Pjöngjang und Düsseldorf sind sehr verschieden - 
trotzdem ...

Pjöngjang, die Hauptstadt der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea), hat etwa 3,3 Millionen Einwohner. Man kann sie kurz besuchen und wenn man alles richtig gemacht hat, darf man sie auch verlassen. Dummheiten können einen in Lebensgefahr bringen. Kaum eine Stadt ist so dunkel, sobald die bunten Propaganda-Lichter abgeschaltet worden sind. 





Aber auch Düsseldorf hat abends trotz der Lichter auch viel Dunkelheit über dem Rhein zu liegen. Düsseldorf hat etwa 620.000 Einwohner.
Auch wenn Pjöngjang und Düsseldorf sehr verschieden sind, hatte mich doch eine gewisse Ähnlichkeit von Fotos, die ich in beiden Städten gemacht hatte, dazu bewegt, sie zusammen zu veröffentlichen.

Im Morgennebel über den Taedong Fluss fotografiert - 
das könnte sogar dem Geheimdienst gefallen - 
so im Geheimen, wenn es niemand sonst bemerkt 

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