Saturday, October 1, 2022

LYRIK-Taschenkalender 2015 33. KW 28.09.2022

 



Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


33. KW
Eduard Möricke: Nimmersatte Liebe

Wer Thor schreibt, muss sich heute nicht wundern, wenn man den DonnerGott vermutet [1].

„Das Mädchen hielt in guter Ruh', / Wie's Lämmlein unterm Messer;“ -: Wenn das nicht ein foreshadowing von Das Schweigen der Lämmer ist!

Thal der Thränen.

Sieb -: Die Shadoks kennen nur einen Ausdruck für drei Arten von Sieben. 1. Ordnung: Wasser und Nudeln bleiben im Sieb. 2. Ordnung: Das Wasser fällt durch und die Nudeln bleiben im Sieb. 3. Ordnung: Wasser und Nudeln fallen durch das Sieb. Vielleicht haben wir drei Begriffe, aber der Begriff [2] der Shadoks gefällt mir besser.

Liebe
    als der
Rostige
Kahn
Mit
Den
Welken
Pflanzen
AnLandete
Freute
Es
Uns
Dennoch
Und
Wir
Gaben ihnen
    SüßWasser
Und Liebe

Liebe
    wenn die
Zunge
Schwer
Ist
Wie Blei
Aber
Man
Leicht
Wie
Ein
Schmetterling
Durch
Honig
Fliegt
Muß
Es dann
    Nicht
Liebe sein?


33. KW
Kommentar: Jan Koneffke


Wer kennt denn die „kongeniale Vertonung“ [3] von Hugo Wolf, wenn er nicht Wikipedia zu Rate gezogen hat?! Andererseits paßt der „Stachel der Wollust“ zu Novalis.

Eitel Wasser -: nicht NaturSekt!

Ewigkeit -: „Nothing lasts forever“ (Guns'n'Roses)

Schmerz
    das war
Kein
Schmerz
Mein
Herz
Im Nerz
's war
Nur
Ein
Scherz
Laß
Uns
EntFachen
Die Liebe
    Und
Die Kerz'


Links und Anmerkungen:
[1] Und dann auch noch Marvel's Mighty Thor.
[2] https://logique-shadok.skyrock.com/2164275883-Un-peu-de-logique-Shadok.html
[3] Ich muß mich zwingen, nicht kongenital anstatt kongenial zu lesen und zu schreiben.


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