Saturday, April 4, 2020

Küchenschellen in der Eifel



Die Küchenschellen im Gillesbachtal sind für mich ein fester Termin in der Jahresplanung [1]. Kein Wunder, denn das Gillesbachtal liegt nur etwa 2,5 km Luftlinie von meinem Haus entfernt. Ich habe das Tal unterhalb der Eifelhöhenklinik, die vielleicht bekannter ist, gerade wieder besucht. Außerdem den Aussichtsturm am Mühlenberg, der neben der Klinik liegt. Leider hat die Klinik schließen müssen [2]. Vielleicht wird sie im Rahmen der Versorgung von Pandemieerkrankter wieder geöffnet – wer weiß.





Der Rücken, auf dem sich die Küchenschellen befinden heißt Hundsrück. Es ist das größte Vorkommen in der Eifel.
Die Küchenschelle ist eigentlich eine Kühchen-Schelle, also die Glocke, die man einer Kuh umhängt, und da hat man gleich die ungewöhnliche Diminutivform gewählt. Übrigens stehen in der Gegend Kühe mit Kuhglocken auf der Weide. Es gibt in der Umgebung nämlich den Eifeler Milchweg, der vom Kloster Steinfeld aus losgeht.
Die Gewöhnliche Küchenschelle oder Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris) gehört in die Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist in West- und Mitteleuropa verbreitet. Weitere Namen sind Wolfspfote, Bocksbart, Schlafblume und Hackerkraut [3]. Sämtliche Bestandteile der Pflanze sind giftig. Trotzdem wird sie auch als Gartenpflanze genutzt.




Der Weg ist ein Rundweg und gut ausgeschildert (Eifelschleife Küchenschellen). Manche parken in der Nähe der Kläranlage an der Straße von Marmagen nach Wahlen. Dort ist auch eine Übersicht. Oder man parkt neben der Eifelhöhenklinik in der Nähe des Aussichtsturms am Mühlenberg – dort gibt es auch Hinweise, was man rundum sehen kann. Man wandert durch die Kalkmagerwiesen, durch den Wald, viel Buchenwald mit Bärlauch, aber auch an vereinsamten Feldern und Weiden entlang. [4]




Der Rundweg führt an der Hallenthaler Mühle vorbei. Die Hallenthaler Mühle liegt ungefähr einen Kilometer vom Kloster Steinfeld entfernt. Die Mühle kann nur von außen besichtigt werden. Wanderer würden gerne dort einkehren, aber da keine Straße dorthin führt, könnte sich der Betrieb nicht tragen.

Gillenbachtal westlich vom Gillesbach in Richtung Hallenthaler Mühle 

 Panorama - am rechten Bildrand 
geht es weiter mit Zingsheim


Junger Buchenwald 

 
 Hallenthaler Mühle aus westlicher Richtung

Hallenthaler Mühle - Weg oberhalb, südliche Richtung 


Der Gillesbach darf mäandern


Links:

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FreitagsGedichte / #KurzLyrik 03.04.2020



WolkenBurg
     bitte
Tritt
Ein
In
Meine
WolkenBurg
Du
Brauchst
Auch
Nicht
Auf
Einen
RegenBogen
     Als Brücke
Warten

Last
     so lang
Schon
Trägst
Du
Diesen
Krug
Und
Weißt
BeStimmt
Nicht
Mehr
Was
     In ihm
Ist

Das fleischerne Herz
     lass
Die
Schwarze
Galle
Nicht
HinEin
In
Dein
Herz
Aus
Dem
Die
Liebe
Fließt
     Ohne
Ende

SchneeFlocken
     diese
Kleinen
SchneeFlocken
Wie
Pulver
Die
Dich
Nicht
AufBlicken
Lassen
Und
Die
Stille
Der Gräber
     Nicht
Stören

Saat der Stille
     als mich
Diese
UnBeschreibliche
Ruhe
ÜberKam
Säte
Ich
Stille
In
Die Stille
Und
Die
Nacht
Wurde nicht
     Dunkler
Mir

WinterLandschaft
     der Schnee
Kam
In
Weißen
Flocken
Die
In
Kleinen
RinnSalen
AbFlossen
Und
Die
Landschaft
Grau und
     Öde
HinterLießen

Die KupferMünzen
     mit Hüten
Und
UmGedrehten
RegenSchirmen
Fingen
Wir
Die
KupferMünzen
Die
Nun
Niemand
Mehr
Haben
Wollte
Wir
Wußten auch
     Nicht
WoZu

AnSicht
     die Gläser
Auf
Dem
Tisch
Sind
Halb
GeLeert
Aber
Im
Spiegel
Sind
Sie
Noch
     Halb
GeFüllt

Memento mori
     fülle
Den
Sand
Aus
Deiner
Urne
In
Dein
StundenGlas
Und
BeDenke
In
Der
Ewigkeit
Gibt es
     Kein
VerGessen


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Wednesday, April 1, 2020

Kurz und bündig – OP-Masken (Mund-Nasen-Schutz)



Ein Tweet von @lukasriepler [1] regte mich an, etwas zu OP-Masken zu schreiben.

Die Masken wurden zum Schutz von Patienten entwickelt. Bei Operationen kann man das Risiko von Infektionen durch Bakterien, Pilze, Viren über diese Masken vermindern. Sie behindern die Passage von Tröpfchen und damit eine Tröpfcheninfektion. Und deshalb schützen sie auch die Operierenden vor solchen Infektionen. Aber dieser Schutz liegt nicht bei 100%.

Was wäre nun, wenn alle Menschen Masken tragen würden? Ja, es ist ein zusätzlicher Nutzen da. Man kommt nicht mit den Händen in die Mund-Nase-Region und verbreitet weniger Viren über Tröpfchen bzw. Schmierinfektion, wenn man unerkannter Virenträger ist. Andererseits schützt man sich auch selbst, da eher keine Sekrettröpfchen an die Schleimhäute gelangen und man nicht unbedachterweise mit der kontaminierten Hand die Mund-Nase-Region anfasst.

OP-Masken werden nach einmaligem Gebrauch entsorgt. Sie sind bereits ein knappes Gut. Die Frage muss gestellt werden, ob OP-Masken nicht besser dem professionellen Bereich vorbehalten bleiben und im öffentlichen Bereich Stoffmasken getragen werden sollten? Solche Stoffmasken kann man selbst herstellen [2].

Mehr zu OP-Masken auf Wikipedia [3].

Links:

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Sunday, March 29, 2020

Die Kapelle von Felser



Oft sind es die kleinen Dinge, die lohnenswert sind; so auch der Besuch der Kapelle von Felser. Felser ist ein kleiner Ort, der zwischen Sistig und Reifferscheid in der Eifel liegt. Man kann den Ort und die Kapelle anlässlich einer Wanderung durch die Sistiger Heide besuchen.

Die Kapelle entstand durch einen Kapellenbauverein, der 1989 gegründet worden war. Im September 1990 wurde mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen. Der Archtitekt Dipl. Ing. Karl-Josef Ernst hatte den Bau unentgeltlich begleitet, wie auch Einwohner von Felser unentgeltlich beim Bau der Kapelle halfen. So konnte man im Juli 1991 das Richtfest feiern. Im Mai 1992 wurden Kapelle und Altar geweiht. So erklärt sich auch, dass jedes Jahr am letzten Wochenende im Mai das Kapellenfest stattfindet.

Die Kapelle ist der Maria Königin gewidmet. Eine entsprechende barocke Figur war stark beschädigt und musste erst restauriert werden; auch das erfolgte ohne Bezahlung. 

Viel Erholung und innere Einkehr bei Ihner Wanderung! 



Eine der restaurierten Figuren



Kapellenfenster


Kreuz auf dem Weg von Felser in die Sistiger Heide
 


Links:

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Jumping Into Spring 29.03.2020



Dew laden sunshine
The perfume of honeysuckle
And you’re still yawning

Raindrops
Running down the window
Southwards

Early morning sun
Poking through the shutters
And the robin sings

Sudden frost
The violet crocus
In decay now

Heavy clouds
Flowers dip their heads
Commuters, too

A heavy morning
Meadow in grayish green
Blackbirds still asleep

One cicada
Keeps singin’ in the rain
No dance, though

A softer breeze
Flowers blooming again and
Silence vanishes

Sky in pastel
The air feels wintry still
But birds twitter spring


 

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Saturday, March 28, 2020

Der Arnika-Weg – Wandern in der Sistiger Heide



Der Arnika-Weg ist ein Geheim-Tipp. Eigentlich sollte ich ihn nicht verraten … ich mache es aber trotzdem.

Der Weg liegt bei Sistig / Diefenbach / Krekel und führt durch die Sistiger / Krekeler Heide. Dieser Wanderweg führt vom Ausgangspunkt auch wieder zu ihm zurück, nach etwa 6 km. Man kann die Wanderung in Sistig beginnen ( bei den Parkplätzen zwischen Sportplatz und Gemeinschaftsgrundschule an der Pfarrer-Berens-Straße).


Was kann man sehen? Borstgraswiesen, die in der Landschaft renaturiert wurden. Dafür wurden Fichtenwälder vorzeitig abgeholzt. Hier sieht man je nach Jahreszeit Ginster, Orchideen, Arnika, Enzian und weitere mehr. Man sieht bisweilen Rehe oder Rotwild, sehr häufig aber Bussarde und Milane. Wildschweine gibt es auch, aber ich habe nur Spuren von ihnen bislang gesehen. Füchse habe ich allerdings schon gesehen. Und Leute, die einen Wolf fotografieren wollten. Dafür ist dann aber doch zu viel Betrieb.


Die Strecke ist einfach zu gehen, aber nicht barrierefrei. Und der Weg kann teilweise auch sehr feucht sein. Über Bäche oder Sumpfgebiete führen Stege. Wenn die Feuchtigkeit von oben kommt, gibt es auch eine Schutzhütte.

Viel Spaß!

Nach der Schneeschmelze



Steg über Sumpfgebiet

Teilweise ist der Weg gewunden und gemulcht


 Ein Bussard über der Heide

 An den dunklen Stellen ist es nicht feucht, 
da wimmeln Ameisen


Birkenhaine sind ebenfalls vorhanden


 Aus dem Buch in der Schutzhütte





Links:
Hier steht eine gute Wegbeschreibung, falls Sie sich nicht auf die Markierung allein verlassen möchte: Gudrun Klinkhammer - Zum renaturierten Borstgrasrasen in der Eifel
Und hier können Sie Einzelheiten zu Flora und Fauna nachlesen:

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