Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2013 herausgegeben. 17 Dichterinnen und Dichter stellten jeweils zwei Lieblingsgedichte mit Kommentar vor. Von diesen AutorInnen wählte der Herausgeber je ein exemplarisches Gedicht aus und kommentierte es. In diesen Taschenkalender habe ich nun wieder Annotierungen und Assoziationen geschrieben. Vielleicht so ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2023-2026.
28. KW
Volker Sielaff: Licht
„... genagelt / ans Kreuz ...“ -: das ist wie ein Kneifen, das einem die Wirklichkeit offenbart.
„einen Gekreuzigten sahen ...“ -: ich sah einmal ein Foto von zwei Frauen im TrümmerFrauenOutfit, die vor einer Kirche den Jesus am Kreuz schräg über die Treppen hielten und ihn mit einem Schlauch abSpritzten.
Kreuze
die Kreuze
Lagen
ZerBrochen
Am
Boden
Und
Den
Heiland
Hatte
Man
Von
Der
Wand
GeNommen
Was
Aber
Ist
Das
Für
Ein
Sieg
Der in
Die
Hölle führt
Nicht die Kreuzung ist heiter sondern die Auferstehung. Paulus im Brief an die Philipper: „Freut Euch!“
28. KW
Kommentar: Michael Braun
Museumsbesuch -: Der Panther im Jardin des Plantes, Paris von Rainer Maria Rilke
„Augen für das, was wir nicht sehen“ -: hier muss man, wie es St. Exupéry ausdrückte, mit dem Herzen sehen.
In Kirchen ist es häufig dunkel, um nicht im KunstLicht zu sitzen. Die Kerze oder das ÖlLicht könen der Kontemplation zuGerechnet werden.
Das Heilige wird durch den HeiligenSchein verDeutlicht.
.


No comments:
Post a Comment