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Tuesday, March 26, 2024

War der biblische Prophet Daniel Vegetarier?

 



Dieser Tage habe ich das Buch Daniel aus der Bibel gelesen. Daniel war ein Apokalyptiker, Traumdeuter und Seher im babylonischen Exil [1], aber das liest man besser im Wikipedia-Artikel nach, denn schon die Entstehung des Buches ist interessant, insbesondere, wann es entstanden ist. Aber das interessiert uns heute weniger.

Im 1. Kapitel stieß ich auf einige interessante Verse: „Aber Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, dass er sich mit des Königs Speise und mit dem Wein, den dieser trank, nicht unrein machen wollte, und bat den obersten Kämmerer, dass er sich nicht unrein machen müsste. / Versuch’s doch mit deinen Knechten zehn Tage und lass uns Gemüse zu essen und Wasser zu trinken geben./ Und nach den zehn Tagen sahen sie schöner und kräftiger aus als alle jungen Leute, die von des Königs Speise aßen. / Da tat der Aufseher die königliche Speise und den Wein weg, die für sie bestimmt waren, und gab ihnen Gemüse.“ [2] Da dachte ich mir, ich solle einmal der Frage nachgehen, ob Daniel Vegetarier oder sogar nach dem Text Veganer gewesen war.

Ich googelte und fand dies: „Ganz zufällig sind wir in der Bibel auf die pure Vegan-Propaganda gestoßen – lest selbst, was Daniel zu der Verbindung zwischen veganer Ernährung und attraktivem Aussehen zu sagen hat“ [3]. Tja, wenn die Welt doch nur so einfach gestrickt wäre.

Ich bin dann auf ein altes Buch zurückgekommen [4]: Keith Akers: A Vegetarian Sourcebook. Er schreibt im 19. Kapitel zur jüdischen Tradition, daß der Judaismus zwar nicht Fleischessen als Sünde verbiete, aber man könne eine Hinwendung zum Vegetarismus als Ideal sehen. Interessant, aber nicht für unsere Frage, denn Daniel taucht in dem Zusammenhang gar nicht auf. Und das ist korrekt so.

Denn wenn man das ganze Buch Daniel liest, stößt man in Kapitel 10 auf folgende Verse: „Zu der Zeit trauerte ich, Daniel, drei Wochen lang. Ich aß keine leckere Speise; Fleisch und Wein kamen nicht in meinen Mund; und ich salbte mich auch nicht, bis die drei Wochen um waren.“ [5] Schon in Kapitel 1 hätte klar sein sollen, daß es nicht um Vegetarismus geht, sondern um Verunreinigung durch Essen von nicht koscherer Speise; übrigens Halal gibt es erst fast ein Jahrtausend später. Damit aber ist die Frage beantwortet: Nein, Daniel war kein Vegetarier, aber die vegane Kost war koscher und verstieß gegen keine Speisevorschrift. Gut, dann kann ich ja zu meinem veganen Mittagessen.



Links und Anmerkungen:
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel
[2] https://www.bibleserver.com/LUT/Daniel1 Dan 1,8.12.15.16
[3] https://vegan.de/2016/04/14/vegan-in-der-bibel/  
[4] Keith Akers: A Vegetarian Sourcebook. Denver 1993. ISBN: 978-0945528005. S. 161-168.
[5] https://www.bibleserver.com/LUT/Daniel10 Dan 10,2.3

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Monday, January 9, 2023

Ein Protein-Snack

 



Ich habe zu Weihnachten einen Protein-Snack geschenkt bekommen. Und ja, ich schau' dem Gaul ins Maul. Gewöhnlich esse ich keine Snacks, aber den habe ich gegessen, er hat auch geschmeckt. Aber dann las ich, was auf der Packung steht. Da stellte ich mir zwei Fragen: wie blöd kann Marketing sein? und -: darf man diese Aussage machen?

Wie blöd kann Marketing sein?
Ich las: „Extra viele Saaten / 29 % pro Packung (85 g)“. Und wieviel Prozent haben dann ein Kilo, 227 g, eine Unze, ein Karton? Ich gebe zu, daß 24,65 g ist keine griffige Angabe, wenn es um Marketing geht. Aber als Prozent pro Packung ist es nur blöd.

Darf man diese Aussage machen?
Ich las: „Naturprodukt, da ohne Zusatzstoffe“. Für mich ist so eine Art Knäckebrot kein  Naturprodukt. Ich verkürze einmal die Wikipedia-Definition [1]: „Als Naturprodukt gelten Lebensmittel, welche weitgehend in der Natur bzw. natürlich entstanden sind, in Urproduktion gewonnen wurden und ohne oder nur mit geringer Veränderung ihrer stofflichen Eigenschaften verwendet werden.“ Das trifft auf ein Knäckebrot nicht zu, denn es handelt sich um ein Fertigprodukt. Dieser Protein-Snack enthält Gerstenmalzextrakt. Malz [2] ist verarbeitetes Getreide: Reinigung, Wässerung, Keimung, Schrotung, Darren. Bei der Herstellung von Gerstenmalzextrakt [3] wird gewässert und erwärmt, Wasser entzogen und es entsteht eine „sirupöse Substanz“, die z.B. für Backmittel getrocknet wird. Ich weiß nicht, ob die Aussage rechtlich zulässig ist, sie erscheint mir aber sachlich falsch zu sein. Ich lasse das einmal von der Wettbewerbszentrale [4] überprüfen.


Wer einen veganen Protein-Snack mag, warum nicht? 

 



Links und Anmerkungen:
[1] Vollständige Definition: https://de.wikipedia.org/wiki/Naturprodukt  
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Malz
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Malzextrakt
[4] „Die Wettbewerbszentrale ist die größte und einflussreichste bundesweit und grenzüberschreitend tätige Selbstkontrollinstitution zur Durchsetzung des Rechts gegen den unlauteren Wettbewerb.“ https://www.wettbewerbszentrale.de/de/home/   
PS. Ich habe die leere Packung eingescannt, geht sicher noch besser, aber so sah meine Packung aus.

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Monday, December 19, 2022

Veganes Angeln

Der Teich im Winter (Archiv-Bild)


Wir saßen dieser Tage beim Brunch und das Gespräch kam auf den Teich, den mein Bruder angelegt hat. Der war nämlich so zugefroren, daß er es nach dem Saunagang nicht schaffte, das Eis mit den Füßen zu durchbrechen. Mein Bruder behalf sich mit kaltem Wasser. Früher hatte er das Eis schon einmal aufgehackt, aber jetzt hatte er gemeint, es wäre nicht notwendig gewesen. Ich überlegte, ob nicht ein Eisbohrer, wie er für das Angeln im Winter benutzt wird, hilfreich wäre. Man könne sich dann sogar ohne Sauna an so ein Eisloch mit der Angel setzen. Mein Schwägerin warf ein, daß es doch keine Fische im Teich gäbe. Das ließ ich nicht gelten: „Daß man keine Fische angeln kann, ist gerade der Clou beim veganen Angeln!“

Damit war es raus – veganes Angeln. Warum ist noch niemand vorher darauf gekommen? In einen Teich, in dem keine Fische sind, kann man eine Angel (ohne Köder!) hineinhängen und angeln, ohne daß ein Tier Schaden nimmt. Wahrscheinlich gibt es auch Angler, denen Köder aufziehen, Fische töten und ausnehmen viel zu ekelhaft sind und deshalb gerne vegan angeln würden. Das Faszinierende am Angeln ist das ruhige, schweigsame, meditative Sitzen mit der Angel in der Hand und nicht der Akt des Tötens. Ich hoffe, daß bald das vegane Angeln zum Mainstream gehört.



Kein Bohrkern! Eis aus einem Wassereimer auf dem vereisten Teich.


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Thursday, October 20, 2022

Habe ich Quark gelesen?

 



Ich habe den Artikel „Top fit ohne Quark?“ von Kathrin Burger gelesen [1]. Das Fragezeichen ist zu recht gesetzt. Schauen wir uns schon zu Beginn Details vom letzten Teil des Artikels unter der Zwischenüberschrift: „Hat eine vegane Ernährung Vorteile?“

Leistungssteigerung im Sport durch vegane Kost – nicht nachgewiesen
Weniger Verletzungen durch vegane Kost – nicht nachgewiesen
Schnellere Heilung von Verletzungen vegane Kost – nicht nachgewiesen
Zusammenfassend sieht die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine unzureichende Studienlage.

Es wird das Grain-Green-Bean-Konzept vorgestellt. Unter Grain finden sich alle möglichen Getreide, getreideartige Lebensmittel und Süßkartoffeln. Unter Green finden sich Kohlarten, Blattgemüse und sonstiges Gemüse. Unter Bean sind Bohnen, Erbsen, Linsen, aber auch Produkte wie Tempeh oder Tofu aufgeführt. Tun wir das denn nicht schon? Wer ißt denn nur Spinat, Brokkoli und Rosenkohl? Wer kombiniert Buchweizen mit Reis und Hirse? Mittagessen lediglich aus Erbsen, Linsen und Tempeh?

Unter der Zwischenüberschrift „Eiweiß: clever kombieren“ wird ein ähnlicher Fehler begangen wie in Frances Moore Lappé gemacht hatte [2]. Sie wollte nachweisen, daß pflanzliches Eiweiß dem von tierischer Herkunft in nichts nachstehe, und kreierte den Mythos der Notwendigkeit, pflanzliche Eiweiße kombinieren zu müssen [3]. Ich meine, daß dieser Mythos im Grain-Green-Bean-Konzept aufrecht erhalten wird. Dann wird geraten, „kritische Nährstoffe wie Eisen, Zink und Omega-3-Fettsäuren im Auge zu behalten, regelmäßig die Blutwerte kontrollieren zu lassen und bei Bedarf zu ergänzen.“ Das klingt alles andere als gesund. Das hört sich nach Risiko an.

Omega-3-Fettsäuren sind ein Problem, aber nicht nur bei Veganern! Auf dem Blog „bevegt“ berichteten die Sportler, die für den Schrot&Korn Artikel interviewt wurden; und dort lese ich: „Jede Ernährungsgruppe hat also Potenzial nach oben, aber Veganer sind (im Durchschnitt) am weitesten vom Optimum entfernt“ [4].

Natürlich kann man mit und ohne Quark topfit sein, wenn man trainiert. An den Enden fleischreich und fleischfrei kann es jedoch gesundheitliche Probleme geben. Aber man kann da aufpassen und Schrot&Korn verweist auf die Artikel für Sportler von proveg.com/de [5]. Außerdem sind Schritte zu vegetarischer oder veganer Ernährung sowohl gesundheitliche als auch (und vielleicht eher)  ethische Entscheidungen.

Ich hätte mir für den Artikel weniger Jubel gewünscht. Prinzipiell habe ich nichts gegen vegane Sportlerernährung. Es sollte mehr auf wissenschaftliche Nachweise hin gearbeitet werden. Das  Grain-Green-Bean-Konzept halte ich für Quark oder besser es ist überflüssig, weil man es sowieso macht.



Links und Anmerkungen:

[1] Kathrin Burger: Top fit ohne Quark? In: Schrot&Korn, 10/2022, S. 22-28.
[2] https://www.washingtonpost.com/archive/lifestyle/wellness/1998/03/24/a-little-protein-is-all-it-takes/014fc3b8-3e11-46e2-a3c2-083a27638cff/
[3] Frances Moore Lappé: Diet for a Small Planet. Ballantine Books, New York 1971. ISBN: 9780307874313.
[4] https://www.bevegt.de/omega-3-vegan/#h-essenzielle-fettsauren-linolsaure-und-alpha-linolensaure
[5] https://proveg.com/de/ bzw. https://proveg.com/de/5-pros/gesundheit/sport/vegane-sporternaehrung/ In eigener Sache: Ich bin Mitglied bei ProVeg.


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Thursday, September 29, 2022

Natto – einige Fragen und auch Antworten

 



Ich bin schon seit geraumer Zeit Natto-Esser, wie ich z.B. vor zwei Jahren hier mitteilte [1]. Ich schrieb u.a.: „Was ist nun Natto? Natto [Fußnote im Original] oder besser Nattō (納豆 oder なっとう) stammt aus Japan. Würde man die Hiragana (Silbenschrift) transkribieren, hätte man na-tsu-to-u, aber das würde ziemlich sicher falsch ausgesprochen werden, denn wer weiß schon, dass tsu das t von to verdoppelt und u das o längt?! Gekochte Sojabohnen werden mit einem Bakterium beimpft. Wenn das Natto reif ist, zieht es klebrige Fäden, ja wie Spinnfäden. Natto ist das Lebensmittel mit dem höchsten Gehalt an Vitamin K2 und zwar Menachinon-7. Unsere Darmbakterien produzieren übrigens genügend Vitamin K. Mir schmeckt Natto, ...“.

Dieser Aufkleber ist sicherlich in Japan anstatt über den deutschen üeber den englischen und französischen Text geklebt worden.

Deshalb kann man sich auch den Originaltext ansehen.


Außer Vitamin K enthält Natto noch viel mehr. Es ist eine reiche Quelle an Spermidin bzw. Polyaminen, worüber man sich auch hier im Blog informieren kann [2].
Jetzt las ich: "Übrigens: Obwohl Natto als vegan-vegetarisches Gericht gilt, enthält die beigelegte Dashi-Sojasauce klassischerweise Fisch. Um es also in eine vegane Ernährung einzubinden, solltest du diese Sauce durch „normale“ Sojasauce ersetzen." [3] Und so hatte ich es auch lange Zeit gemacht, aber die Welt ändert sich. Die Dashi-Sojasauce (だし醬油) oder Bonito Sojasauce (鰹魚醬油) enthält Bonito (Katsuo ), eine Thunfischart. Man kann über die Idee streiten, eine Zutat zu kaufen, sie dann aber wegzuwerfen. Jetzt aber ist es sowieso anders geworden.
Ich hatte heute Natto der Firma 太平納豆株式会社 [4] aus Tokyo (Vorort Sumida). Und die hat einen Aufkleber, da das Produkt bzw. die Sojasauce für den europäischen Markt ohne Tierprodukte hergestellt wurde, d.h. es enthält keinen Fisch mehr, merkwürdigerweise auch keine Algen mehr. Da wir gerade dabei sind: E296 (Apfelsäure), E100 (Kurkumin), E300 (Ascorbinsäure), E412 (Guarkernmehl) und E415 (Xanthan) sind alle vegan.

Was mögen die Motive sein? Vielleicht nicht nur den veganen/vegetarischen Markt beliefern zu können, sondern, um nicht wg. möglichem Delfinschutz oder Verordnungen der EU Kommission Probleme zu bekommen.


Auf der linken Seite trägt die Sojasauce die Aufschrift Natto-Dashi (納豆のだし).


Was ist das Besondere an Natto? Wie gesagt: mir schmeckt es. Und es könnte auch gesund sein; bereits 1592 meinte man, dies festgestellt zu haben. Mehr zu Natto, wie es hergestellt wird und viele Einzelheiten im Wikipedia-Artikel [5]. Vielleicht ein paar Einzelheiten zur Herstellung:  Sojabohnen werden gekocht und dann durch das Bakterium Bacillus subtilis ssp. natto fermentiert. Es bildet sich ein fädenziehender Schleim um die Bohnen herum. Den angeblich starken Geruch habe ich bislang bei keinem Hersteller festgestellt. Und bei fädenziehend denken wir einmal kurz an italienische Pasta oder noch besser an das Käsefondue bei Asterix bei den Schweizern [12].

Ist etwas dran an den health claims? Es sind einige Studien gelistet (Liste Clinical Trials), die z.B. die Effekte von Natto bei postmenopausaler Osteoporose, auf postprandiale Glukosewerte, kognitive Funktion, Blutzufuhr zum Gehirn, Blutdruck, etc. untersuchten [6]. Und wenn man sich alle Studien in PubMed, die entfernt etwas mit Natto oder Natto-Extrakten zu haben, listen läßt, kommt man auf über 10.000 Studien.

In einer fünf Jahre dauernden Studie bei postmenopausalen Frauen (Die Yokogoshi Kohorten-Studie) fanden die Autoren: „Die Nahrungsaufnahme von Natto ist signifikant indirekt mit einem geringeren Auftreten von Zahnverlust bei postmenopausalen Frauen verbunden, und die systemische Knochendichte könnte ein Mediator dieses Zusammenhangs sein.“ [7]

Eine weitere Studie untersuchte ältere Männer – wieder eine Kohorten-Studie. Die Autoren schlußfolgerten: „Die gewohnheitsmäßige Einnahme von Natto wurde mit einer positiven Wirkung auf die Knochengesundheit bei älteren Männern in Verbindung gebracht, und diese Assoziation ist hauptsächlich auf den Vitamin-K-Gehalt von Natto zurückzuführen, wobei uns der Mangel an Informationen über die Nahrungsaufnahme von Nährstoffen, einschließlich Vitamin K1 und K2, daran hinderte, den Zusammenhang weiter zu überprüfen.“ [8]

Zu Polyaminen und Natto gibt es weniger. Eine Studie zeigt, daß bei Mäusen und Menschen nach dem Genuss von Natto auch der Polyamin-Gehalt im Blut ansteigt [9].

Nur zu, Natto kann man empfehlen. Und wo bekommt man es? Meine Quelle kann ich schlecht verraten, denn dann könnte es dazu kommen, daß ich leer ausgehe. Das ist wie in Bullerbü, wobei es dort um die besten Pätze für Walderdbeeren ging [10]. Da Lisa auch nachgegeben hat, werde ich es auch tun: man könnte es in asiatischen und insbesondere in japanisch oder koreanisch orientierten Supermärkten versuchen. Viel Erfolg, damit es heißt: Guess, who's coming to dinner, Natto- … [11]



Links und Anmerkungen:
[1] KeinKantinenTweet Nr. 08 vom 30.09.2020 https://rheumatologe.blogspot.com/2020/09/keinkantinentweet-nr-08-vom-30092020.html. Korrekte Schreibweise: Nattō, eingedeutscht Natto.
[2] https://rheumatologe.blogspot.com/2013/09/spermidin-polyamine-als-heilmittel.html und ein Blogpost auf Englisch: https://rheumatologe.blogspot.com/2017/01/spermidine-in-alzheimers.html  
[3] https://1mal1japan.de/japanische-kueche/natto/   
[4] Taihei Natto Co., Ltd. (太平納豆株式会社), Adresse: 東京都墨田区太平2丁目16(2-chōme-16 Taihei, Sumida City, Tokyo 130-0012, Japan). Auf Google Maps hier: 35°42'08.1"N 139°48'43.3"E https://www.google.de/maps/place/35%C2%B042'08.1%22N+139%C2%B048'43.3%22E/@35.7017313,139.8123828,457m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x0:0x1ded147b34f8f30a!8m2!3d35.70225!4d139.8120278
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Natt%C5%8D
[6] https://clinicaltrials.gov/ct2/results?cond=&term=Natto  listet 15 Sudien.
[7] Iwasaki M, Sato M, Yoshihara A, Saito T, Kitamura K, Ansai T, Nakamura K. A 5-year longitudinal association between dietary fermented soya bean (natto) intake and tooth loss through bone mineral density in postmenopausal women: The Yokogoshi cohort study. Gerodontology. 2021 Sep;38(3):267-275. doi: 10.1111/ger.12523. Epub 2021 Jan 4. PMID: 33393717. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33393717/  
[8] Fujita Y, Iki M, Tamaki J, Kouda K, Yura A, Kadowaki E, Sato Y, Moon JS, Tomioka K, Okamoto N, Kurumatani N. Association between vitamin K intake from fermented soybeans, natto, and bone mineral density in elderly Japanese men: the Fujiwara-kyo Osteoporosis Risk in Men (FORMEN) study. Osteoporos Int. 2012 Feb;23(2):705-14. doi: 10.1007/s00198-011-1594-1. Epub 2011 Mar 11. PMID: 21394493. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21394493/  
[9] Soda K, Kano Y, Sakuragi M, Takao K, Lefor A, Konishi F. Long-term oral polyamine intake increases blood polyamine concentrations. J Nutr Sci Vitaminol (Tokyo). 2009 Aug;55(4):361-6. doi: 10.3177/jnsv.55.361. PMID: 19763038. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19763038/  
[10] Das verrate ich gerne. Das kann man hier nachlesen: https://cloud7.edupage.org/cloud/Astrid_Lindgren_-_Die_Kinder_aus_Bullerbue.pdf?z%3ARuuCVURTisEVOxYoP0M4Gt1EHnNH4yL3OMTYeeDs7j24tGgBy5co%2FmWOKU0FTk2e Astrid Lindgren: Die Kinder aus Bullerbü. © Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg 1988. E-Buch als Freeware.
[11] Inspiriert von: Guess who's coming to dinner, Natty Dreadlocks von Black Uhuru https://www.youtube.com/watch?v=KWEGXb2juvM
[12] Wenn ich den Blogpost noch ein paar Mal durchlese, fällt mir bestimmt noch etwas ein. Ich finde den französischen Titel besser: Astérix chez les Helvètes!  https://www.comedix.de/lexikon/db/img/fondue.jpg
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Wednesday, March 16, 2022

Veganer Brotauftrich von Tofu Life

 



Veganer Brotauftrich ist teuer, wieso eigentlich? Angebot und Nachfrage vielleicht. Aber immerhin gibt es solche Aufstriche und obwohl es einfach ist, sich selbst so etwas herzustellen, ziehen viele Menschen es vor, sich ein Fertigprodukt zu kaufen. So sah ich denn auch vor einigen Wochen ein Angebot bei ALDI und zwar die „Vegane Bio Pastete“ von Tofu Life. Es gab drei Sorten in 125-g-Dosen:

    • Bauernschmaus

    • Herzhaft-Würzig

    • Paprika-Zucchini-Tomate

    Weitere Sorten wären noch:

    • Hummus

    • Champignon-Shiitake

    • Naturell

    • Paprika-Cashew

    • Pastasciutta


Ich habe nun die Sorte Paprika-Zucchini-Tomate probiert und sie hat den Geschmackstest bestanden. Nun sind aber auch 35g Fett in 100g. Beim Bauernschmaus sind es 13g Fett in 100g. Die Sorte Herzhaft-Würzig enthält 6,9g Fett auf 100g. Ob die mit weniger Fettanteil auch schmecken, muß ich noch probieren.


Die "Vegane Gourmet-Pastete mit Paprika, Zucchini und Tomate" hat als Hauptkomponente Sonnenblumenöl. Nun ist Sonnenblumenöl ein hochwertiges Öl, aber ... Sonnenblumenöl besteht zu einem hohen Teil aus Linolsäure (eine omega-6-Fettsäure) und hat kaum Linolensäure (eine omega-3-Fettsäure). Die vegane Ernährung hat bereits einen zu hohen Anteil an omega-6-Fettsäuren, so daß schon aus diesem Grund ein anderes Öl wünschenswert wäre und das auch in geringerm Anteil. Paprika, Zucchini und Tomate verbinde ich mit den Ländern der Mittelmeer Raumes, warum also nicht Olivenöl? Die Zutatenlisten der drei Produkte, die ich erworben hatte, ist mir auch zu lang.


Und dann sind die Bio Pasteten auch noch in praktischen Aluminium-Dosen verpakt. Ich würde durchaus auf etwas Komfort verzichten wollen, wenn man dafür kein Aluminium mehr verwenden würde.


Ich begrüße, daß es vegane Aufstriche beim Discounter gibt, aber hätte noch einige Vorschläge:

    • Zutatenliste verschlanken

    • Raps- oder/und Olivenöl anstatt Sonnenblumenöl verwenden

    • ggf. Fettanteil reduzieren

    • Verpackung ohne Aluminium

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Thursday, December 16, 2021

„Was kommt in den Topf?“

 

Unter der Rubrik „Also neulich ...“ im Schleidener WochenSpiegel fragt sich Michael Nielen [1]: „Was kommt in den Topf?“ Es geht natürlich um Weihnachten und folgendes Problem: „Der eine mag dies nicht, der andere das nicht, der dritte ist Vegetarier, der vierte vegan.“ Die Lösung ist als Frage formuliert: „Wie wäre es mit dem Pizzataxi?“

Meine Antwort darauf ist. Nein! Das ist jetzt herb für das Pizzataxi, das selbstverständlich seine Daseinsberechtigung hat. Hier aber steht es für das Verdrängen bzw. Aufschieben des Problems. Ich selbst bin zu einer Zeit Vegetarier geworden, als dies noch nicht im Mainstream angekommen war, also Anfang/Mitte der 1990er Jahre. Und eines Weihnachten war klar, daß ich kein Fleisch mehr esse, aber die Ente könnte ich doch zerteilen. Nein, das konnte ich nicht. Vielleicht dachte man, wer in der Anatomie einen Menschen zerlegt hat, der könne auch Tiere zerlegen. Aber gerade die Nähe des Menschen zum Tier macht so ein Handeln unmöglich. Das ließ sich dann aber klären. Die Familie wurde nicht bekehrt, aß aber interessanter in den nächsten Jahren peu à peu immer weniger Fleisch, denn man sah ja, es geht auch ohne und diese vegetarischen Speisen schmecken verdammt lecker.

Die Mehrheit muss sich gar nicht nach dem Veganer oder der Vegetarierin richten, aber für alle sollte etwas da sein. Es gibt genügend Speisen, die alle mögen. Darüber aber muss man vorher reden. Und dann kann es Speisen geben, die nur die eine oder der andere mögen [2]. Auch gut. Und wenn man zu dem Schluß kommt, daß man nicht kochen und deshalb doch bestellen will, dann und erst nach diesem Prozess wäre auch das Pizzataxi in Ordnung.


Links und Anmerkungen:
[1] https://wi-paper.de/show/71e5881a0b18/epaper Schleidener WochenSpiegel Nr. 50, 15.12.2012, S.1
[2] Ich habe Verständnis, wenn diese Speise nicht jeder mag: https://rheumatologe.blogspot.com/2017/07/cockroaches.html Da der Text auf Englisch ist, hier eine Übersetzung des Rezepts:
Gebratene Kakerlaken (红炒蟑螂)
Wok erhitzen, Sojaöl und ein paar Tropfen Sesamöl hinzufügen, gehackte rote scharfe Chilischote und gehackten Knoblauch dazugeben, eine halbe Minute rühren, dann die getrockneten Kakerlakenkörper hinzufügen, eine Minute unter Rühren braten, dann Soja hinzufügen Sauce, MSG und nur wenig Wasser, Hitze reduzieren, mit einem Deckel abdecken, 1-2 Minuten köcheln lassen, wieder erhitzen und gehackte Frühlingszwiebeln dazugeben, eine weitere Minute anbraten. Heiß servieren und genießen.
[3] Bild von Hans Braxmeier über https://pixabay.com/de/photos/pizzaschachteln-schachteln-358029/

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Monday, September 7, 2020

Vergleich von üblicher und veganer Kost im Deutschen Ärzteblatt

 


Das deutsche Ärzteblatt veröffentlichte gerade eine Studie zum Versorgungsstatus mit Vitaminen und Mineralstoffen bei veganer Ernährungsweise im Vergleich zu „üblicher Kost“ [1]. Die Studie ist gut durchdacht und professionell durchgeführt worden. Die Autoren schlussfolgerten: „Trotz geringer natürlicher Aufnahme von Vitamin B12 bei Veganern war die Versorgung zwischen den Veganern und Mischköstlern vergleichbar gut. Dies könnte an der hohen Supplementierungsrate liegen. Zudem ist nach den vorliegenden Ergebnissen auf die Jodversorgung der Bevölkerung insbesondere bei veganer Ernährungsweise zu achten.“

Als Limitation der Studie sehen die Autoren die geringe Anzahl an Teilnehmern. In beiden Gruppen waren es je 36, wobei die Aufteilung nach Geschlechtern gleich gewesen ist. Die Notwendigkeit weiterer Studien mit höherer Anzahl an Teilnehmern wird gewünscht. Ein gute Vergleichbarkeit der beiden Gruppen wurde durch folgende Faktoren erreicht: „Matchen nach Geschlecht und Alter, den kurzen Rekrutierungszeitraum und das Einschlusskriterium eines BMI unter 30 kg/m
2.“

Ein statistisch signifikanter Unterschied der beiden Gruppen ergab sich lediglich beim Gebrauch von Supplementen bei 35 von 36 in der Gruppe Vegan gegenüber 12 von 36 in der Gruppe Mischkost (P<0,0001). In der Gruppe Mischkost galt als ein Einschlusskriterium: drei Portionen Fleisch oder zwei Portionen Fleisch und zwei Portionen Wurst pro Woche. Der durchschnittlich Verzehr an Fleisch liegt bei etwa 60 kg pro Jahr [2]. Es kann demnach sein, dass die Gruppe Mischkost der Studie eher das Ziel der Deutschen Gesellschaft für Ernährung mit 300-600 g pro Woche [3] als der Bevölkerungsdurchschnitt erreicht. Andererseits ist diese Gruppe dann aber besser vergleichbar. Dieses Problem der Vergleichbarkeit der Gruppen und Widerspiegelung der Ernährungswirklichkeit müsste in einer weiteren Studie diskutiert werden.<

Gehen wir nun auf einige statistisch signifikante Unterschiede in den biochemischen Basisdaten und den ausgewählten Vitaminen und Mineralstoffen der Studie ein.
Gesamt-Cholesterin und LDL-Cholesterin lag bei der Gruppe Vegan niedriger. Die Gruppe Mischkost lag mit einem Durchschnittswert von 204 mg/dL allerdings auch nicht wesentlich über der 200 mg/dL Grenze. Über diese Grenze wird viel gestritten. Hier ist das nicht notwendig.
Bei Folat und Vitamin K1 lag die Gruppe Vegan auf einem höheren Niveau, aber auch die Gruppe Mischkost lag im statistischen Normbereich.
Bei Vitamin A lag die Gruppe Mischkost auf einem höheren Niveau, aber auch die Gruppe Vegan lag im statistischen Normbereich. Hier hätte ich mir Angaben über den Spiegel an ß-Karotinoiden gewünscht.
Bei Alpha-Tocopherol, Vitamin B2 und B3 lagen die Gruppe Mischkost höher, aber beide Gruppen sicher im Normbereich.
Die Gruppe Vegan hatte eine niedrigere Kalziumausscheidung (Dank an das Autorenteam – Kalzium richtig zu schreiben wird oft nicht erreicht).
In Bezug auf Eisen gab es keinen statistisch signifikanten Unterschied bei den untersuchten Gruppen, wobei allerdings ein Trend zu einem niedrigeren Niveau in der Gruppe Vegan erkennbar ist. Das Autorenteam diskutiert andere Studien, u.a. eine Schweizer Studie, die bei 11 % der Veganer aber auch auch bei 8 % der Mischköstler eine Unterversorgung mit Eisen beobachtet hatte.

Was kann man ableiten?

Beide Gruppen können durch eine Erhöhung der Jodzufuhr profitieren: etwa durch konsequenten Gebrauch von Jodsalz, Algen (Salat oder Sushi) und Jod Supplementation.
Die Selenversorgung kann man durch Zugabe ein bis zwei Paranüssen täglich verbessern.
Die Eisenversorgung kann man durch gleichzeitige Aufnahme von Vitamin C und das Vermeiden von phytinhaltigen Nahrungsmitteln sowie Kaffee oder Tee verbessern.

Fazit in Abwanderung eines Slogans von Dale Carnegie:
Sorge Dich nicht, sondern lebe vegan!


 

Links und Literaturangaben:

[1] Weikert, Cornelia; Trefflich, Iris; Menzel, Juliane; Obeid, Rima; Longree, Alessa; Dierkes, Jutta; Meyer, Klaus; Herter-Aeberli, Isabelle; Mai, Knut; Stangl, Gabriele I.; Müller, Sandra M.; Schwerdtle, Tanja; Lampen, Alfonso; Abraham, Klaus: Versorgungsstatus mit Vitaminen und Mineralstoffen bei veganer Ernährungsweise.
Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 575-82; DOI: 10.3238/arztebl.2020.0575


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Monday, June 15, 2020

Ernährung – Wissen was stimmt


„Ernährung – Wissen was stimmt“ ist ein Buch aus dem Herder Verlag von Ulrike Gonder. Ich habe es gelesen. Das ist nichts besonderes, denn ich lese täglich Bücher. Aber ich habe mich geärgert, so dass ich ein paar Sätze dazu schreiben muss.

Der Herder Verlag ist mir eher aus der Richtung Theologie, Religion, Spiritualität ein Begriff, aber er verlegt auch Bücher zu Pädagogik, Geschichte, Besser Leben und weiteren Bereichen mehr. Ulrike Gonder ist diplomierte Ökotrophologin - deshalb habe ich das Buch überhaupt in die Hand genommen.

Frau Gonder versucht uns zu vermitteln, was Fleisch, Milch, Eier und Fisch zur gesunden Ernährung beitragen. Fetter Fisch wird uns näher gebracht. „Bestenfalls bei gepökelten und stark erhitzten Fleisch- und Wurstwaren“ ließen sich negative Hinweise zur Gesundheit finden. Eine reichliche Zufuhr von (tierischem) Eiweiß zusammen mit einer guten Mineralstoffversorgung soll Senioren vor Osteoporose schützen. Das gerade ist nicht der Fall. Betrachten wir einmal traditionell lebende Naturvölker. Die Inuit haben den höchsten Verzehr an Eiweiß, auch an Kalzium nehmen sie ernorme Mengen zu sich und haben eine ungewöhnlich hohe Zufuhr an Vitamin D. Und sie haben den höchsten Grad an Osteoporose.

Sie führt Kalzium und Kalium aus Milch an. Ja, Kalzium ist in der Milch, aber auch Phosphat und Eiweiß, so dass das schöne Kalzium wieder ausgeschieden wird. Kalium ist in der Milch, aber vegetabile Nahrungsmittel enthalten deutlich mehr. Das ist doch ökotrophologisches Basiswissen!

„Zudem ist eine streng vegane* Kost für Schwangere und Kinder gefährlich, ...“. Was ist der Unterschied zwischen streng vegan und vegan? Der ist so wie der Unterschied zwischen schwanger und streng schwanger. Vielleicht meint Frau Gonder den Unterschied zwischen vegan und vegetarisch; aber das ist jetzt Spekulation von mir. Schwangere und Kinder können sich gefahrlos vegan ernähren.

„Die gesundheitlichen Vorteile, die in vielen Vegetarierstudien zutage traten, lassen sich weniger auf den Verzicht von Fleisch zurückführen als vielmehr auf eine insgesamt gesündere Lebensweise im Vergleich zu Durchschnittsbürgern: ...“. Frau Gonder hat die Studien nicht genau gelesen. Der Effekt des Verzichts auf Fleisch, Fisch und weitere tierische Bestandteile ist ein zusätzlicher Faktor, der von den anderen unabhängig ist.

Dann werden Lektine in Vollkorn bemüht, die in Weißmehl weitgehend nicht vorhanden sind. Für die Lektine im Weizenvollkorn ist bislang keine Schädigung nachgewiesen worden, insbesondere da sie hitzesensibel sind. Wegen des Gehalts an Lektinen auf Vollkornbrot zu verzichten, ist an den Haaren herbeigezogen.

Den Ökobauern wird eine schlechtere Ökobilanz vorgeworden, da die Tiere länger leben. Diese Aussage nenne ich pervers. Nach dieser Logik müsste man die Tiere direkt nach der Geburt töten. Ach ja, macht man ja, jedenfalls mit männlichen Küken.

„Ganz wegdenken lassen sich Fast Food & Co. aus unserem modernen Leben kaum.“ Doch, doch, darauf könnte man problemlos verzichten, aber Frau Gonder meint, man könne ja zu „Fertiggerichten, die echte Butter, richtige Gewürze, nennenswerte Mengen Fleisch ...“ greifen. Und dafür ist ein Ökotrophologie-Studium notwendig?

Bei den anschließenden Hinweisen auf gesunde Ernährung wird einfach alles genannt, bei den Fetten mit der Einschränkung, dass sie ungehärtet sein sollen, und bei Getreideprodukten, dass sie traditionell verarbeitet sein sollen. Süße Teilchen? Genussmittel sollen "mit Augenmaß" genossen werden. Und alles darf nach „Appetit, Verträglichkeit und Geldbörse“ entschieden werden.

Ich kann das Buch nicht empfehlen. Und deshalb geht es mir jetzt besser.

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Saturday, September 7, 2019

Sammelsurium (185) 07.09.2019



MantanusStraße vom BahnHofsVorplatz 
in Richtung KeupStraße


FahrRad, Abfall und vegane Kost
Der junge Mann parkte sein FahrRad so, dass es den halben Eingang vom BackWerk versperrte. Immerhin aß er vegan am Tisch hinter mir. Schließlich ging er hinaus und entsorgte den PappBecher; das war nun blöd, nicht das Entsorgen sondern der PaaBecher, denn es gibt PorzellanTassen („mugs“) mit dem Aufdruck KÖLN (ja, in Kapitälchen) und einer Silhouette Kölns, von der Schäl Sicks aus gesehen. Umständlich wie ein alter Mann machte er sich an der Kette zu schaffen, lässt den Schlüssel fallen, hebt ihn auf, holt ein PapierTaschenTuch heraus, schnäuzt sich die Nase und entsorgt das PAPIER-TASCHEN-TUCH. Hier ist eindeutig VerbesserungsPotential festzustellen.

Ein anderer junger Mann
Auch im BackWerk -: ein anderer junger Mann setzte sich mit seiner Freundin an den Tisch vor mir. Dafür holte er sich einen Stuhl und plazierte ihn etwas ungeschickt, so dass der DurchGang hinter ihm eng wurde. Nach einiger Zeit kommt ein alter Mann, ein griesGrämiger ZeitGenosse, von hinten und schnauzt ihn an, weil er nicht unBehindert durchKommt. Völlig überFlüssig, denn der junge Mann hatte es weder wahrgenommen noch absichtlich zum Schaden anderer gemacht. Gut, dass es sich nur um zwei Männer und nicht zwei Nationen handelte.

Wo bitte geht es zur KeupStraße?
Ich saß auf dem BahnHofsVorPlatz Köln-Mülheim. Der Mann schräg neben mir wurde von einem SchwarzAfrikaner in sehr gutem Deutsch angesprochen: „Wo bitte geht es zur KeupStraße?“ Die KeupStraße ist durch den NSU Anschlag und Birlikte [1] bekannt. Der Mann schaute auf seinem Handy nach und wies in die entgegenGesetzte Richtung, also die MontanusStraße in Richtung FrankfurterStraße. Ich schritt ein, denn man muss in Richtung Bergisch-Gladbacher-Straße. Da aber beharrte der andere Mann auf seiner falschen Meinung. Moderne Technik muss man auch anwenden können. Die Meinung des OrtsKundigen setzte sich durch.

TierMilchFreie Milch
Bei der SojaMilch war es nicht möglich, sich gegen die Lobby der MilchIndustrie durchzusetzen. Danach kamen andere weiße, milchartige Getränke hinzu und wir haben nun: Soja Drink, Mandel Drink, Hafer Drink, Hafer Nilk. Aha, Hafer Nilk oder Hafer Milk. Warum nicht … xxx-Wilch mit dem invertierten M? Eben solange es keine freie Sprache gibt, die als Aufdruck xxx-Milch erlaubt.
Noch eine Idee -: oder Vilch mit dem veganen/vegetarischen V?
OT: der Vegetsar hält sich für den obersten Vegetarier.

DB BahnHof Köln-Mülheim
Gerade ist ein Zug angekommen. Eine Frau in einem roten Kleid geht zur BusHalteStelle und ruft sich dann ein Taxi per Handy, das auch innerhalb einer halben Minute da ist. Ein Pärchen entscheidet sich, zu Fuß zu gehen, nachdem der FahrPlan konsultiert wurde. Die KVB (Kölner Verkehrs Betriebe) fährt schon, aber eben viel zu selten.

Die KVB-HalteStelle am 
 BahnHofsVorPlatz Köln-Mülheim


Links:

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