aktuell aber war ein ganz anderer Gottesdienst, denn es ging um das Leseprojekt „Ein unauslesbares Buch“, bei dem fast 60 Gemeindeglieder begonnen hatten, die gesamte Bibel innerhalb von zweimal sechs Monaten (jeweils im Winter) durchzulesen. Freundlicherweise hatte die TeilnehmerInnen Texte zur Verfügung gestellt, die während des Gottesdienstes verlesen wurden.
Die Lesung stammte aus dem Alten Testament. Es war fast das gesamte Kapitel 8 [3]. Interessanterweise wird die Information, daß sich das gesamte Volk am Wassertor versammelt hatte gleich zweimal erzählt. Wir erfahren, daß Mattitja, Schema, Anaja, Uria, Hilkija und Maaseja zu Esras Rechten, aber zu seiner Linken Pedaja, Mischaël, Malkija, Haschum, Haschbaddana, Secharja und Meschullam standen. Außerdem unterwiesen die Leviten Jeschua, Bani, Scherebja, Jamin, Akkub, Schabbetai, Hodija, Maaseja, Kelita, Asarja, Josabad, Hanan, Pelaja das Volk im Gesetz. Das mag jetzt verwegen klingen, aber im Gottesdienst hat es hervorragend gepaßt.
Jesus vergleicht seinen Kreuzestod mit einem Samenkorn, das ersterben muss, damit Neues wächst und vielfache Frucht bringen kann. Gottes Zusage steht bei Jesaja und war Teil der Lesung aus dem Alten Testament: „Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer.“ [4]
Das Altargesteck erinnerte mich an die Hängenden Gärten von Babylon, also eines der Sieben Weltwunder des Altertums, mir besser als die Hängenden Gärten der Semiramis bekannt. Vielleicht aber kam die Assoziation zustanden, weil ich gerade ein Buch über die Sieben Weltwunder lese [5]. Sagen wir es gnadenlos: das Gesteckt war angetrocknet. Vor der Kirche waren schönere Blüten zu sehen.
auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未).
Links und Anmerkungen:
[1] https://kirchenjahr-evangelisch.de/laetare/
[2] https://www.bibleserver.com/LUT/Jesaja66 Jes 66,10 und auf Latein so: laetare ierusalem. et conventum facite omnes qui diligitis eam. gaudete cum laetitia, qui in tristitia fuistis. ut exsultetis, et satiemini ab uberibus consolationis vestrae.
[3] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/NEH.8 Neh 8,1-10
[4] https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lesen/LU17/ISA.54/Jesaja-54 Jes 54,7–10
[5] Irving L. Finkel: Die Hängenden Gärten von Babylon. In: Peter A. Clayton und Martin J. Price (Hrsg.): Die Sieben Weltwunder..
Reclam, Leipzig 2000. ISBN: 3379017019. S. 56 ff.
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