Friday, March 6, 2026

FreitagsGedichte / #KurzLyrik 06.03.2026

 



KIES und Geröll. Und ein Scherbenton, dünn,
als Zuspruch der Stunde.
Paul Celan [1]

Paradies  
Am Tor 
Ich warte am Tor
Bis die Cherubim eine Pause machen 
Sie zünden sich SelbstGedrehte am FlammenSchwert an
Ich verwickle sie in ein Gespräch 
Mein Schatten 
UnBemerkt geht mein Schatten durch das Tor
Ich verLiere ihn aus den Augen 
Fluß
Die Cherubim wachen
Der Fluß plätschert
Mein Schatten steigt triefend aus dem Wasser
Täglich
Täglich wiederHole ich das Manöver 
Biete den Cherubim Zigaretten an 
Täglich bleibt mehr von meinem Schatten im Paradies 
Und dann? 
Ich Arm in Arm 
Mit den Cherubim

Zeit
    die Uhr
Schlägt
Auf
Die
Zeit
ZerTrüMMert
Tick
Tack / Tick
Tack
Sie
Zu
Sand
Zu
Staub
Zu
Zähem Öl
Wir 
Suchen die
    Ewigkeit
In Pfützen

Abend
    am Abend
Wird
Der 
KataFalk
Zu
Wasser
GeLassen
EntZündet
Er
Brennt
So
Schöner
In
Der
Dunkelheit
Bis
Auch er
    Zu
Dunkelheit wird

Stunden
    die Leinen
Hängen
Voll
Von 
Stunden
Die
Du
Aus
Dem
Fluß
Der
Ewigkeit
GeRettet
Hast
Zum
Trocknen
Und
Minuten
Liegen in
    Büchern
Platt & glett

Der Schnitter und die Schnitterin
Es ist ein Schnitter, der heißt … 
Wie heißt er doch gleich? 
Der sucht die Schnitterin
Bei den Garben
Er eilet über Feld und Flur 
Und denkt nicht mehr 
An Sichel, Korn und Garben
Da hinten klingt das Echo noch 
Von seiner lieben Schnitterin
Der Abend kommt 
Die Nacht mag gehen 
Und niemand sieht sie wieder 
Den Schnitter und die Schnitterin 

WendeHammer
    der kleine
Junge
Noch
Kann
Er 
Im
WendeHammer
Kreise drehen 
    Mit
Seinem TretMobil

Klammern
    all die
Klammern
In
Denen
Wir
[Halb-]GeSagtes
Halb-(GeHörtes)
{UnVerstandenes}
Markieren
Als
Sei
Es geSagt
    GeHört
Und verStanden

Weiter
Gib mir von den Tränen 
Die du zu viel geWeint hast 
Oder den Worten 
Die du zu wenig geSprochen hast 
Und laß den Mond weiterZiehen

Ringen
Der Eine rang mit Gott 
Der Andere mit dem Tod
Der Eine geWann, 
Der Andere verLor
Doch tot sind beide nun

Styx  
    Styx hat 
Ein 
Ufer 
VerLoren 
SoWie 
Die 
Toten 
Das 
Leben
Nun 
Treiben alle 
    DaHin
WoHin nur? 

Sterben 
    in diesem 
Dunklen 
Tann 
Starben 
Bereits 
SchneeWittchen 
Und 
Die 
Sieben 
Zwerge 
Der 
Wolf
Und
Mariechens 
Lamm 
Und nun 
    Noch 
Mein Schweigen 

Brände  
    so viele 
Brände 
Rom 
Brannte 
Edo 
Brannte 
Berlin
Dresden
Coventry 
Brannten 
Und 
Ich 
War nicht 
    Dabei -:
Gut so! 

01010111 01101001 01101110 01100100
    der Wind 
Liest 
Aus 
Den 
Kahlen 
Bäumen 
Die 
Nullen 
Aus
Die Einsen 
    Hat 
Er schon

VerZauberung
    die Elfen 
In 
Den 
Auen 
Bandeln 
Mit 
Den 
Schatten 
An 
Die 
Der Mond 
    Aus 
Nebel zaubert  
 




Links und Anmerkungen:
[1] Aus: Paul Celan: Nacht. In: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 5. Jahrgang 1958. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 21. 
[2] This footnote is intentionally left blank. 
https://www.youtube.com/watch?v=sGb4lAiVxRk 

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Saturday, February 28, 2026

Haiku for National Haiku Writing Month – February 2026 Second Half

 

National Haiku Writing Month has been founded by the well known haiku poet Michael Dylan Welch. The goal is to write at least one haiku a day. National Haiku Writing Month is in its 15th year. [1] I enjoy writing to the prompts on Facebook. Here are some interesting links: [2]. Our daily writing prompter this month has been Michael Dylan Welch [3], NaHaiWriMo founder has been prompting for us for us every year during February since 2011. Thank you very much, Michael!


birds and sun 
vanish behind the horizon
coming home 
~ Horizon [4]

ebb and flood 
they come and go 
we stay for a while
~ Tide

above the ice 
the flickering aurora 
and a green bear
~ Aurora



the moon doesn't mind 
zenith or nadir /
why do we?
~ Zenith

getting older 
where is the zenith? 
always yet to come
~ Zenith

to the faint glimmer 
of andromeda 
i wave hello 
~ Nebula

winter's solstice 
the night is shivering 
as we embrace
~ Solstice

the mud splashes 
on a quad through the quagmire 
the frogs just watch
~ Marsh

the marsh begins 
behind the elephant fence 
the herons fly there
~ Marsh

the wet basalt 
reflects the yellow street lights 
as the storm passes 
~ Basalt 

the entomologist 
and the woman in the dunes 
sand shifting
~ Dune [5]

the fjords follow 
the plan of slarthy bartface 
we are told
~ Fjord [6] 

across the fjord 
aurora borealis
a green lantern 
~ Fjord

summer evening 
total eclipse of the moon 
a village event
~ Eclipse

the crater 
is filled by rainwater 
and happy people
~ Crater

as time goes by 
water carves the canyon 
as do tears
~ Canyon

the mountain goat 
climbs at the edge of the abyss 
life without fear
~ Abyss



 

Links and Annotations:
[1] National Haiku Writing Month https://www.facebook.com/NaHaiWriMo  
[2] „To help with haiku fundamentals, please have a look at "Becoming a Haiku Poet" at https://www.graceguts.com/essays/becoming-a-haiku-poet. And please review the "Haiku Checklist" at https://www.graceguts.com/essays/haiku-checklist.
[3] Michael Dylan Welch. NaHaiWriMo founder and daily writing prompter for February 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023, 2024, and 2025. https://www.nahaiwrimo.com/meet-the-prompters/michael-dylan-welch 
[4] Rick Daddario suggested to drop the "as we're" in the original: birds and sun / vanish behind the horizon / as we're coming home – that's a good idea, thank you, Rick!
[5] The Woman in the Dunes
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Woman_in_the_Dunes  
[6] As some readers noticed: actually I remembered wrongly from the German Slartibartfaß, but I like it better with this misspelling.

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Friday, February 27, 2026

FreitagsGedichte / #KurzLyrik 27.02.2026

 


Schnee 
An Schnee dachte ich 
Als ich die steile AufFahrt sah 
Aber hier ist noch nie Schnee geFallen 
Und wahrscheinlich hat der Schnee 
Diese Ecke der Welt völlig verGessen 
Und wird nie fallen  

WolkenBurgen
    die Wolken-
Burgen
Werden
Traum
Um
Traum
Mächtiger
Noch
Mehr
Zimmer
Und
Zinnen
Bis Regen
    Aus
Ihnen hervorBricht

Das ZahlenSchloß 
    das Zahlen-
Schloß 
Ist 
VerRostet 
Und 
In 
Dem 
Kasten 
Den 
Es 
VerSchließt 
Ist 
Bestimmt 
Nichts 
Mehr 
Und 
Trotzdem 
Willst 
Du 
Die 
Zahlen 
Wissen 
Um den 
    Kasten 
Zu öffnen  

Kein Kreuz 
    kein Kreuz
Schlägst 
Du 
Mit 
Deiner 
Hand 
Sondern 
BeSchreibst 
Einen 
Kreis 
Und 
Heilig 
  Heilig 
    Heilig 
Wird 
Der See  
    InMitten 
Des Waldes  

Leben
Das Auge liegt im EiSchneider
Und das Ohr am Hobel
Der Mund bleibt stumm
Der Schmerz verGeht
Das Leben geht weiter
Durch den Tod hinDurch

BeKenntnis
    du hast
Den
Namen
Und
Ein
Herz
In
Den
Sand
GeSchrieben
Bist 
In
Die
Ödnis
ZurückGekehrt
Nun
Hoffst
Du
Wind oder
    Welle
Löschen es

Shangri-la
    oberHalb vom
Nadir
Und
UnterHalb
Vom
Zenith
Ist
Dein
Reich
Der 
Mitte
Wo aber
    Ist
Dein Shangri-la?

Vom Tod
Die vom Röcheln zerHobelte letzte Stunde 
Die rauhen Lippen 
Die kraftlose Hand 
Das Dunkel ohne Grauen 
Das durchBlutete Hirn 
Ohne Gedanken 
Ohne Traum 
Aber mit Zukunft 
 
tünchen
du tünchst nicht mit kreide 
du tünchst mit einer mischung 
aus blut und kohle 
du tünchst die zelle 
und ihren bewohner  

ZerBrochen 
    die zer-
Brochenen 
Uhren 
GeBrochen 
An 
Jedem 
Schlag 
Des 
Pendels 
Jedem
SchicksalsSchlag 
Nie 
Wieder
Werden
Sie
Schlagen 
Denn diese
    Welt
Muß enden

Glanz
    sag nicht 
Daß 
Dich 
Der 
Glanz 
Der 
Polierten 
Särge 
AnZieht 
Denn 
Wisse 
Tränen 
Werden 
Von 
Ihm 
AbPerlen 
Und Sand 
    Wird 
Ihn beGraben  



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Friday, February 20, 2026

FreitagsGedichte / #KurzLyrik 20.02.2026

 


Rüssel
    der Rüssel
Des
Elefanten
Taucht
Ins
Wasser
Wie
Die Äste
Der
Weide
WellenKreise
Laufen
Aus von
    Ihnen
Und verEbben

FeigenBaum
    die Würge-
Feige
Wächst
Am
MangoBaum
UmArmt
Ihn
ErWürgt
Ihn
Ganz langsam
    Ohne
IrgendEine Hast

StandUhr
    du wiegst
Dich
Im
Takt
Des
Pendels
Der
StandUhr
Als
Sie
StehenBleibt
Wiegst du
    Dich
EinFach weiter

SchwerMut
    deine Schwer-
Mut
Wurde
GeWogen
Und
Für
Zu
Leicht
BeFunden
Was 
Für
Ein LeichtSinn
    Liegt
In diesen Worten

BildHauer
    wenn du
Alles
ÜberFlüssige
Vom
Stein
Oder
Holz
WegGeschlagen
Hast
Dann
Erscheint
Die
Statue
Die
Schon
Immer
Darinnen lag
    Oder
Aber Nichts

Dein Wort
    dein Wort
Das
Dir
Aus
Dem
Mund
EntWich
Weiter
Floß
Vom
Wind
GeTragen
Und
Fallen
GeLassen
Ich
Hörte es
    Am
Boden liegend

Dunkelheit
    wirf der
Nacht
Die
Dunkelheit
HinterHer
Wenn 
Sie
Dich
VerLäßt
Aber
BeHalte
Ihre Träume -
    Wenigstens
Dieses Mal

Frangipani
    die weiße
Blüte
Der
Plumeria
AbGeworfen
Duftet
Sie
Noch
Auf
Dem
Boden
Für
Eine
Weile
Doch
Das Weiß
    Färbt
Sich schwarz

Sturm
    draußen heult
Der
Sturm
Und
Du
Gehst
Hinaus
Mit 
Der 
SturmLaterne
Sieh
Zu
Daß
Der
Sturm
Dir nicht
    Deinen
Schatten entReißt




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Tuesday, February 17, 2026

Haiku for National Haiku Writing Month – February 2026 First Half


 
National Haiku Writing Month has been founded by the well known haiku poet Michael Dylan Welch. The goal is to write at least one haiku a day. National Haiku Writing Month is in its 15th year. [1] I enjoy writing to the prompts on Facebook. Here are some interesting links: [2]. Our daily writing prompter this month is Michael Dylan Welch [3], NaHaiWriMo founder has been prompting for us for us every year during February since 2011. Thank you very much, Michael!

drizzle collecting
on the banana leaves
then falls off
~ Drizzle 

the sled just passed
though the embers are dying
it's still warm
~ Embers

an icicle
on a stalactite
slipping off, now
~ Icicles 

angry clouds
thunder and lightning
we're ready for it
~ Lightning

fog wafting
across the cemetery
can't hide the Tears
~ Fog

Mount Yasur
red lava flowing
we run, run, run
~ Lava

zephyr blowing
across the daisies
ready for spring
~ Zephyr

no greenhouse
for my saplings
but still i care
~ Sapling

no greenhouse
for my saplings
but still i care
~ Saplings

no greenhouse
for my saplings
but still i care
~ Root

withering petals
of your birthday bouquet
I'll keep it
~ Petals

end of winter
the willow is weeping
silently as we
~ Willow

listening to
an evergreen in the radio
heartwarming
~ Evergreen

at the edge
of winter turning into spring
half opened blossoms
~ Blossom





Links and Annotations:
[1] National Haiku Writing Month https://www.facebook.com/NaHaiWriMo  
[2] „To help with haiku fundamentals, please have a look at "Becoming a Haiku Poet" at https://www.graceguts.com/essays/becoming-a-haiku-poet. And please review the "Haiku Checklist" at https://www.graceguts.com/essays/haiku-checklist.
[3] Michael Dylan Welch. NaHaiWriMo founder and daily writing prompter for February 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023, 2024, and 2025. https://www.nahaiwrimo.com/meet-the-prompters/michael-dylan-welch 

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Friday, February 13, 2026

FreitagsGedichte / #KurzLyrik 13.02.2026

 



In der Wüste 
Der Tod war mein Gast 
In der Wüste am Feuer 
Und ich lud ihn ein 
Mit mir einen Tee zu trinken 
Der Tod kam ohne Sense 
Und setzte sich zu mir 
Der Tod sprach mit leiser Stimme 
Er redete freundlich mit mir 
Und dann ging er
Hinaus in die Nacht 
Und nahm seine Sense mit   

Helden
    von Helden
Lobebæren
Jeder
Comic
Ist
Voll
Davon
Und
Dann
Lassen
Wir
Sie
Ziehen
In die
    Kälte
Des Todes

GaLeere
    wir sitzen
Auf
Charons
GaLeere
Und 
Schweigend
Rudern
Wir
Charon
Setzt
Über
Aber
Kein
Ufer
Weit und
    Breit
Nur Leere

Malen 
An die beschlagene FensterScheibe 
Malst du mit dem Finger ein Herz 
Auf die schmutzige Heckscheibe 
Malst du mit dem Finger PIG 

JahresZeiten 
Die Zeit ist gekommen 
Daß der Baum seine Blätter verLiert 
Um das prächtige Weiß des Schnees tragen zu können 
Die Zeit ist gekommen 
Daß wir AbSchied nehmen 
Und all unsere Liebe war nicht vergebens

Dunkel 
    das Dunkel 
Der 
Nacht 
Wogt 
Mit 
Dem 
Meer 
Und
Wir
Blicken
In die
    Leere
Unserer Augen 

Stunde um Stunde
    mit den Händen
Schöpften
Wir
Gierig
Aus
Den 
Stunden
Nur
Minuten
Und
Es blieben
    Uns
Bloß Sekunden

SchlafLos
    wieder eine
SchlafLose
Nacht?
Vielleicht
Kann 
Ich
Dir 
Helfen
Du
Sollst
Die Schafe
    Zählen
Nicht Scheren

GrauBlau
    deine grau-
Blaue
Iris
UmRahmt
Ein
Schwarzes
Loch
In 
Das
Ich mich
    Hinein-
               |
               |
               |
               |
Ziehen lasse

Das Pendel

Das Pendel der Uhr schwingt
Hin und her 
Von SchwerMut zu MißMut 
Und wieder zurück
Und hin und her
Zwischen MißMut und SchwerMut
Kein Tick und Tack 
Kein Tick und Tack 
Nur hin und her 
Hin und her 
Dann ein Stöhnen 
Und vielleicht noch eine Uhrzeit 
Für den NotArzt

Herz (aztekisch)
Trägst du dein Herz am rechten Fleck?
Aber sicher!
Gut, gut!
Dann kann man es dir auch herausReiß-ß-ß-ß-en

Wind 
    aus großer 
Ferne 
Kommt 
Der 
Wind 
Und 
Doch 
Findet 
Er 
Dein 
Haar 
Um in 
    Ihm 
Zu spielen 
 

 
.
 

Sunday, February 8, 2026

Altargesteck am Zweiter Sonntag vor der Passionszeit – Sexagesimä 2026



Mit Sexagesimä [1] wird einer der Sonntage der Vorfastenzeit benannt, vom Namen her bedeutet er, daß es noch etwa 60 Tage bis Ostern sind. Der Sonntag wird auch zweitletzter Sonntag vor der Fastenzeit genannt. Der Fokus liegt im Hören auf Gottes Wort. So paßt sich schon der Wochenspruch gut ein: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht.“ [2] Außerdem trägt der Sonntag noch den Namen Exsurge, wahrscheinlich nur, damit es noch komplizierter wird, das kommt von: „Exsurge, quare obdormis, Domine“ / „Wach auf! Warum schläfst du, Herr?“) [3]  

Die Lesung aus dem Evangelium erfolgte aus dem Lukasevangelium und zwar das Gleichnis vom Sämann [4]. In der Auslegung heißt es dann: „Das aber auf dem guten Land sind die, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld.“ [5] Und dort steht auch: „Wer Ohren hat zu hören, der höre!“

Der Predigttext behandelt die Berufung zum Propheten, so wie es der Prophet Hesekiel (Ezechiel) berichtet [6]. Hesekiel muss eine Schriftrolle („r außen und innen beschrieben“) essen und sie schmeckt süß wie Honig. Dieses Essen einer Schriftrolle wird in der Offenbarung des Johannes wieder aufgegriffen, aber dort schmeckt die kleine Schriftrolle zwar süß, ist aber bitter im Magen [7]. Beide Text in der Bibel sind apokalyptische Visionen, die in bildhafter Sprache geschildert werden.

Die liturgische Farbe hat von Weiß nach Grün gewechselt. Ein Gesteck hatten wir nicht, aber einen bescheidenen Strauß, der in Richtung Fastenzeit weist.



Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß
auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未).

Links und Anmerkungen:
[1] https://kirchenjahr-evangelisch.de/sexagesimae/  
[2] Hebr 3,15 
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Fastensonntag 
[4] https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lesen/LU17/LUK.8/Lukas-8 Lk 8,4–8
[5] Lk 8,9–15 
[6] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/EZK.2 und https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/EZK.3 Hes 2,1–5(6–7)8–10; 3,1–3
[7] https://www.bibleserver.com/LUT/Offenbarung10 Offb 10,9-10

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