Sunday, September 6, 2026

Altargesteck zum 14. Sonntag nach Trinitatis 2026



Die sind die Leuchten, die in dumpfen Zweifelns Nacht
Glorreich bestrahlen sollen den verborgnen Pfad;
Annette von Droste-Hülshoff [1]


Der heutige Sonntag ist der 14. Sonntag nach dem Trinitatis-Fest [2]. Dieser Sonntag soll uns an Gott und all das Gute, das von ihm kommt, erinnern. In den Texten zu diesem Sonntag kommen z.B. der dankbare geheilte Aussätzige, Jakob, der auf seiner Flucht die Himmelsleiter offen sieht, der Oberzöllner Zachäus, bei dem Jesus einkehrt, und weitere vor. Das läßt sich sehr gut am Wochenspruch ablesen: „Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ [3] 


Im Licht des Glaubens hoffe ich.
Katharina von Siena
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Ich glaube an das Licht.
Max Bollinger in: Bekenntnis

Die Lesung aus dem Alten Testament trägt die Überschrift: „Jakob schaut die Himmelsleiter“ [4]. Jakob durchquerte die Wüste und da träumte ihm: „… eine Leiter stand auf Erden, die rührte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder. Und der Herr stand oben darauf und sprach: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham, und Isaaks Gott; das Land, darauf du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben.“ Bei mir evoziert der Text Bilder wie „Jacob's Ladder von William Blake“ [5] oder auch „Jakob träumt von der Himmelsleiter“ von Ninetta Sombart [6], Bilder von göttlichem Licht, das in die Dunkelheit der menschlichen Existenz hinein reicht. Ich denke dabei auch an den Film „Jacob’s Ladder“ [7], aber das ist eine Abschweifung, die ich der Vollständigkeit halber erwähne. Die biblischen Ereignisse, von denen wir einmal Historizität annehmen, liegen über 3000 Jahre zurück. Aber wie viel Trost und Hoffnung mag der flüchtende Jakob aus dieses Worten („Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham, und Isaaks Gott; das Land, darauf du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben“) geschöpft haben?!

Die Lesung stand im Lukasevangelium [8], es handelt sich um die Geschichte der zehn Aussätzigen, die von Jesus geheilt, werden, aber nur einer, ein Samariter, bedankt sich. Die Samariter begegnen uns bisweilen in der Bibel. „Die Samaritaner oder Samariter sind eine Religionsgemeinschaft, die wie das Judentum aus dem Volk Israel hervorgegangen ist.“ [9] Für sie gelten nur die fünf Bücher Mose als kanonisch. Wo begegnen wir ihnen im Neuen Testament? Als Jesus die zwölf Jünger aussandte, befahl er ihnen, nicht in eine Stadt der Samariter zugehen [10]. Aber in dem Gespräch mit der Samariterin [11], die Jesus Wasser zu trinken gibt, entwickelt sich die Aussage, daß Jesus der Messias ist. Über den barmherzigen Samariter sprachen wir bereits vor einer Woche [12].


Zu diesem Sonntag paßt besonders gut die Geschichte von Zachäus [13], die der heutige Predigtext war. Zachäus, das heißt „der Unschuldige“ [14], ist übrigens auf dem Parament der Versöhnungskirche abgebildet (bzw. die ganze Szene). Jesus kam nach Jericho hinein und zog hindurch. Zachäus, der Oberste der Zöllner, wollte Jesus sehen, konnte es aber nicht wegen seiner kleinen Gestalt und die Menschenmenge vor ihm, die zudem dem Oberzöllner nicht wohl gesonnen war. Er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum; wir kennen Maulbeeren und Feigen, aber Maulbeerfeigen [15]? Jesus sah ihn und sprach: „Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren.“ 
Einschub: Die Augen sind die Pforten zur Seele. Wenn wir jemanden ansprechen, blicken wir ihm in die Augen. Wenn ich im Auto durch einen Ort fahre und nur den Kopf etwas wende, dann schaut mich die Person auf dem Bürgersteig ebenso an. Unsere Augen treffen sich, egal ob wir uns kennen oder nicht.
Die Menge murrte: „Bei einem Sünder ist er eingekehrt.“ Zachäus aber bekehrte sich. „Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, denn auch er ist ein Sohn Abrahams. Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.“ Auch wenn es um Vergebung und Umkehr geht, so kann man in Zachäus nun einen glücklichen und zufriedenen Menschen sehen. Er ist wieder Teil der Nachkommen Abrahams.


Als Gesteck standen in Köln wieder einmal die Anthurien verlassen auf dem Altar. Der deutsche Name Flamingoblume und die Werbung als „echte Blickfänger“ täuschen nicht über den erbärmlichen Zustand der Pflanzen auf dem Altar der Versöhnungskirche hinweg. In Kall standen rote und flamingofarbene Rosen auf dem Altar. Innerlich wollte ich mich schon zu dem  Tipp „nehmt doch Keramik anstatt Glas“ hinreißen lassen, aber dann entdeckte ich doch noch die Nähe der Zweige im Glas zu der Plastik „Mae West“ am Effnerplatz in München [16], die ich viel zu klein geschätzt hatte.




Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß
auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未).

Links und Anmerkungen:
[1] Annette von Droste-Hülshoff: Das geistliche Jahr. Union Verlag, Berlin 1952. S. 128-129. Am XV. Sonntage nach Pfingsten.
[2] https://kirchenjahr-evangelisch.de/14-sonntag-nach-trinitatis/ 
[3] Ps 103,2 
[4] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/GEN.28 1. Mose 28,10–19a(19b–22) 
[5] Jacob's Ladder von William Blake
https://www.articelli.de/cdn/shop/files/Produktbilder-Rahmen-Mockup-Cropped-clean-A2-Hoch-450ppi-William-Blake-1799-1806-Jacobs-Ladder.jpg?v=1709136891&width=832  
[6] Jakob träumt von der Himmelsleiter von Ninetta Sombart
https://raffaelverlag.ch/wp-content/uploads/2018/07/KK_5390.jpg 
[7] „Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits (Originaltitel Jacob’s Ladder) ist ein US-amerikanischer Thriller von Adrian Lyne aus dem Jahr 1990, der mit verstörenden Bildern …“. Mit Tim Robbins in der Hauptrolle.
https://de.wikipedia.org/wiki/Jacob%E2%80%99s_Ladder_%E2%80%93_In_der_Gewalt_des_Jenseits  
[8] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/LUK.17 Lk 17,11–19 
[9] https://de.wikipedia.org/wiki/Samaritaner 
[10] Mt 10,5
[11] Joh 4,4ff.
[12] Altargesteck am 13.09.2020 13. Sonntag nach Trinitatis
https://rheumatologe.blogspot.com/2026/08/altargesteck-zum-13-sonntag-nach.html 
[13] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/LUK.19 Lk 19,1–10 
[14] Zachäus ist ein biblischer Name, der schon im Alten Testament vorkommt und von Sinn her unschuldig, rein bedeutet. Siehe auch: https://biblehub.com/hebrew/2140.htm 
[15] Ich hatte Maulbeeren [15a], Feigen [15b] und Maulbeerfeigenbaum [15c] schon einmal nachgeschlagen, denn die merkwürdige Konstruktion interessierte mich doch. Ich hatte die Erkenntnisse damals aber im Text nicht unterbringen können. Es gibt sie alle drei!
[15a] „Die Maulbeeren oder Maulbeerbäume (Morus) sind wie die Feigen (Ficus) eine Pflanzengattung in der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae).“
https://de.wikipedia.org/wiki/Maulbeeren  
[15b] „Die Feigen (Ficus) sind die einzige Gattung der Tribus Ficeae innerhalb der Pflanzenfamilie der Maulbeergewächse (Moraceae).“ 
https://de.wikipedia.org/wiki/Feigen  
[15c] „Die Maulbeerfeige (Ficus sycomorus), auch Adamsfeige, Eselsfeige oder Sykomore genannt, ist ein im östlichen Mittelmeerraum [*] und in Afrika weitverbreiteter Baum aus der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae).“
https://de.wikipedia.org/wiki/Maulbeerfeige 
[16] Die Plastik „Mae West“ [16a], wurde 2002 von Rita McBride geplant und 2011 fertiggestellt. Sie ist 52 m hoch und wird als „aus Rohren gebildetes Stabwerk in Form eines Rotationshyperboloids“ beschrieben. Mae West (1893-1980) war eine US-amerikanische Filmschauspielerin, Sängerin und Autorin  [16b]. Im Hollywood der 1930er-Jahre zählte sie zu den bestbezahlten Filmstars. 
[16a] https://de.wikipedia.org/wiki/Mae_West_(Kunstwerk)  
[16b] https://de.wikipedia.org/wiki/Mae_West 
PS. Die Rechtschreibfunktion schlug Antihuren anstatt Anthurien vor. Fehler sind aber auf jeden Fall mir zuzuschreiben.

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Saturday, September 5, 2026

A Finnish Thriller, the Om Ah Hum Vajra Guru Padma Siddhi Hum Mantra, and the Samye Monastery in Tibet


I was just reading the thriller “The Vengeance Commission” (Koston komissio) by Taavi Soininvaara in German [1], and to my surprise, the “Om Ah Hum Vajra Guru Padma Siddhi Hum” mantra (ཨོཾ་ཨཱཿཧཱུྃ་བཛྲ་གུ་རུ་པདྨ་སིདྡྷི་ཧཱུྃ།) is mentioned on pages 207–208 [2]. This piqued my curiosity, quickly taking me from Finland to Tibet—though by that point in the story, the action had already moved through Spain, Italy (Capri), and Hungary in addition to Finland.

“Om Ah Hum Vajra Guru Padma Siddhi Hum” is the heart mantra of Padmasambhava (
पद्मसम्भव), also known as Guru Rinpoche. He lived during the 8th and 9th centuries AD and is considered the founder of Buddhism in Tibet. The word “Vajra” also appears in the name of the Tibetan form of Buddhism: Vajrayāna (वज्रयान), or the Diamond Vehicle [3]. There is little historically verified information about Padmasambhava [4]. He played a key role in the first wave of translations of Indian texts into Tibetan. In the Nyingma tradition, he is revered as a second Buddha. He is said to have had six female companions and is reputed to have subdued spirits and demons using tantric powers. I also recall a story I brought back from Paro Taktsang (Dzongkha: སྤ་གྲོ་སྟག་ཚང་)—better known as Tiger's Nest—in Bhutan, which I quote below [5].









Padmasambhava was instrumental in establishing the first Buddhist monastery, Samye, around 769 or 775. Samye Monastery (Tibetan: བསམ་ཡས་, Chinese: 桑耶寺) [6] is located south of Lhasa, near the Yarlung Valley. The monastery was destroyed during the Cultural Revolution but was rebuilt starting in 1988. I visited the monastery in 1998. What do I still remember? Back then, there were no bridges, and the settlements one can see on Google Maps today, for instance, were merely small hamlets. The Yarlung Zangbo (Tibetan: ཡར་ཀླུངས་གཙང་པོ་, Chinese: 雅鲁藏布江) is the upper reach of the Brahmaputra River [7]. In 1998, the river had burst its banks, and we made a long crossing over the water, which had a strong current. On the north side of the river, we climbed onto the back of a truck that took us to the monastery. According to Wikipedia, the first monks were ordained there in 779 AD. After the Cultural Revolution, monastic life had ceased to exist. Following his visit in 1982, Heinrich Harrer described Samye as seen from an airplane: “...a Samye of which only ruins remained. The entire monastery had been razed to the ground...” [8]. Back to my own impressions: I had noted in my travel diary at the time that we were heading toward the ferry. A car had driven into the river at the very spot where we had stopped the day before to climb a hill. As it turned out, the vehicle belonged to the solo traveler we had met in the restaurant the previous evening; she was quite unlucky and was retracing the steps of Alexandra David-Néel. We had a pleasant crossing on a small ferry boat over the Brahmaputra/Yarlung Zangbo. This was followed by a 30-to-40-minute ride on the back of a truck—navigating potholes, water, and sand dunes—to Samye Monastery. Once there, I took extensive photographs in one of the rooms until my battery was nearly dead. The figure of Avalokiteshvara, re-erected here after its destruction, is also beautiful. After visiting the monastery, the route led through the village and across the fields.

In 2023, I took all my APS [9] analog images to a professional scanning service to have them converted into digital images. The photos from my 1998 trip to Tibet were among them. Despite some compromises, I am happy with the result. The camera itself, however, was not of the highest quality. Here is a selection of these photographs.
 




Links and Annotations:
[1] Taavi Sioninvaara: Finnisches Requiem. Aufbau Verlag, Berlin 2006. ISBN: 3-7466-2190-9. Original title: Koston komissio. English Translation of the title: The Vengeance Commission. The book has only been translated into German.
[2] https://www.rigpawiki.org/index.php?title=Vajra_Guru_mantra 
and for very interested souls: https://www.facebook.com/jorlek3/posts/guru-rinpoches-principal-mantra-is-om-ah-hung-benza-guru-pema-siddhi-hung-which-/25612478701710041/ 
[3] https://en.wikipedia.org/wiki/Vajrayana 
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Padmasambhava and 
https://en.wikipedia.org/wiki/Padmasambhava 
[5] Paro Taktsang Dzongkha: སྤ་གྲོ་སྟག་ཚང་) is better known as Tiger's Nest in the west; for more name look up the Wikipedia article, from which I take much of the information [a]. Padmasambhava (Guru Rinpoche) meditated and practiced in one of the 13 caves (Taktsang Senge Samdup cave), later the monastery complex was built around this cave on the cliffside of the upper Paro valley in 1692 and by and by it became a sacred Vajrayana Himalayan Buddhist site. On April 19, 1998 (2 1/2 years before I visited Taktsang for the first time [b]) a fire broke out in the main building of the monastery complex. The cause of the fire is unclear, but an electrical short-circuiting or flickering butter lamps were discussed. But everything has been reconstructed.
A legend tells us, that Padmasambhava (Guru Rinpoche) flew from Singye Dzong to these caves on the back of a tigress. I've found a picture from a trip to Tibet in 2018, which illustrates this legend. In an alternative legend a former wife of an emperor transformed herself into a tigress and carried Guru Rinpoche on her back from Tibet to the Taktsang and so the place got its name.
[a] https://en.wikipedia.org/wiki/Paro_Taktsang 
[b] https://rheumatologe.blogspot.com/2020/09/glimpses-into-bhutan-in-year-2000_10.html  
The Tiger's Nest or Taktsang near Paro in Bhutan 
https://rheumatologe.blogspot.com/2023/05/the-tigers-nest-or-taktsang-near-paro.htm
[6] https://en.wikipedia.org/wiki/Samye 
[7] https://en.wikipedia.org/wiki/Yarlung_Tsangpo 
[8] Heinrich Harrer: Wiedersehen mit Tibet. Bertelsmann Lizenzausgabe von Pinguin-Verlag, Innsbruck 1983. No ISBN. Cited in [6]  Harrer, Heinrich (1985) [1984]. Return to Tibet: Tibet After the Chinese Occupation. Harmondsworth: Penguin Books. ISBN 9780140077742
[9] Advanced Photo System 
https://en.wikipedia.org/wiki/Advanced_Photo_System  


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Friday, September 4, 2026

FreitagsGedichte / #KurzLyrik 04.09.2026


Hier ist das Löchlein Loch wie rot
Der Schlüssel hängt in seinem Sack
Es flattert flattert wieder
Feuerlein spielt Ringelreihn
Fritz Pratz [1]


Schatten
    unsere Schatten 
Trafen 
Sich 
In 
Der 
MittagsSonne
Während wir 
    Uns 
Verpaßt haben 

HalbSchatten
    sie sprachen 
MitEinander 
Im 
HalbSchatten 
Dein 
Schatten 
Und 
Mein 
Schatten 
Aber 
Sie flüsterten 
    Doch 
Sehr leise 

Kratzen 
    ich hör' 
Ein 
Kratzen 
Und 
Denke
Es 
Sei 
Der 
Mond 
Am 
Fels
Doch 
Der 
Liegt sanft
    In 
Prallen Wolken

VerWeilen 
Laß mich ein Weilchen noch 
An diesem Ort verWeilen 
Treib mich nicht fort
Aus diesem SehnsuchtsTal
Und zum Moment sag doch 
Daß er verWeilen möge 
Für dich wie auch für mich 
Für's ErdenRund erst recht 

ZurückKehren
    immer wieder 
Kehren 
Wir 
Zurück 
Nach 
Haus 
Zu 
GeDanken 
ErInnerungen
Und auch 
    Gott 
Zu dir 

AbreißKalender
    achtLos werfen 
Wir 
Die 
Tage 
Fort 
Vom 
AbreißKalender
Und 
Das 
Ist 
Nicht 
Völlig 
Falsch 
Wenn 
Wir 
Alle 
Sammelten
So 
Wäre ihre 
    Last 
Zu groß 

TrostWald 
    im herbst-
Lichen 
Dunkeln 
Heult 
Der 
Wind 
Durch 
Den 
TrostWald 
Und 
RegenTropfen 
Mischen 
Sich mit 
    Tränen
So tröstlich 

Glanz 
    die Sonne 
Ist 
Schon 
Hinterm 
Horizont
Aber 
Du 
Wirst 
Eins 
Mit 
Ihrem 
Goldenen Glanz
    In 
Der TürÖffnung

Troll 
    manchMal 
Fühle 
Ich 
Mich 
Wie 
Ein 
Troll
Der
Im 
SonnenLicht zum 
    Fels 
ErStarrt ist

Rose
    der Duft 
Der 
Rose 
Steht 
Noch 
In 
Der 
Gruft
Und 
Du 
Küßt 
Einen kalten 
    Mund 
So inBrünstig 

Tomaten 
    so reifen 
Tomaten 
Im 
SpätSommer 
Schnell
Damit 
Nicht der 
    Herbst 
Sie bekommt 

Pflaumen
    die ersten 
Pflaumen 
Sind 
Reif
Zum fortWerfen 
    InKlusive 
Ihrer Würmer

Schwester Almuth 
    während das 
Telefonats 
Kam 
Schwester 
Almuth 
Polternd 
Bei 
Meinem 
Freund 
Ins 
Haus 
Und 
Ich 
Hörte 
Jede Zigarette 
    In ihrem 
Heiseren Rufen 

ZwischenMenschlich 
    gerne lesen 
Wir 
Zwischen 
Den 
Zeilen 
Und 
Setzen 
Uns dann 
    Zwischen 
Die Stühle  




Links und Anmerkungen:

[1] Aus: Fritz Pratz [1a]: Gebt acht, die Blesse grast sich übern Rain. In: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 9. Jahrgang 1962. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 120. 
[1a] Fritz Pratz (1927-2014) war ein deutscher Erzähler, Lyriker, Essayist, Hörspielautor und Gymnasiallehrer.
U.a.: https://geheli.de/autoren/pratz-fritz.html und https://www.vrm-trauer.de/traueranzeige/fritz-pratz (kein Wikipedia-Eintrag)
[2] This footnote is intentionally left blank. 
https://www.youtube.com/watch?v=sGb4lAiVxRk  

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Wednesday, September 2, 2026

Gedichte anläßlich der Reise durch die Mongolei im Juli 2026 – Teil 6


Die Gedichte hier haben nicht unbedingt mit der Mongolei zu tun, aber sie sind während einer sehr beschwerlichen Reise vom Nordwesten des Landes bis zurück nach Ulaanbaatar (Улаанбаатар) entstanden. Gerade der Bereich im Nordwesten ist noch sehr ursprünglich mit wenigen Ger Camps [1] ausgestattet, so daß man zelten muß. Unsere Zelte wurden mehrfach niedergeweht. Im Wüstensand sind die Furgons [2] stecken geblieben oder die Route mußte geändert werden, da Gebiete unter Quarantäne standen. Oft gab es tagelang keine Elektrizität und schon gar keinen Internet-Zugang. Es war eine sehr schöne Reise. Hier aber geht die lyrische Reise weiter.


Stimmen
    da sind
Stimmen
Vor
Dem
Ger
Die
Nicht
Weichen
Wollen
Aber
Der Regen
   Spricht
In Tropfen

Blicke
    wir blickten
Auf
Vom
Teller
Und
Über
Den
TellerRand
Dein
Schweigen
GeRann
Und dann -:
Der Kristall
    Unseres
Schweigens
 
MittagEssen beim Kadaver
Ich folgte dem Flug des Geiers
Mit Händen und Augen
Doch er hatte kein Ziel
Der Kadaver war schon abgenagt

Die UmHerIrrenden
    in den
Dünen
Der 
Nacht
Irren
Die
Wanderer
Mit 
StirnLeuchten
Sie Bräuchten
    Sie
Nur ausSchalten

SchlammFluten

Wir fahren mit den SchlammFluten
Der Regen Prasselt herAb
Die Münder schweigen eine Weile
Die Angst erGreift unsere Herzen
Tief wühlt sich ein Rad
In den Schlamm und unsere Seelen
Dann stoppt der Regen
Das Wasser rauscht zu Tal
Das Schweigen weicht
Wir fassen neuen Mut und Hoffnung

Stille, gebohnert
    wir schreiten
Durch
GeBohnerte
Gänge
Leichten 
Schritts
Stellen 
Uns
Auf
Als
Chor
Und
Treten ohne
    Gesang
Wieder ab

NachtRitt
    Yak oder
Rind
Im
Geröll
Klingen
Die
Schritte
Gleich
Laß
Mich
Das 
Pferd
Der
Nacht
BeSteigen
Hengst oder
    Stute
Ist egal

Lehre
    du leerst
Deine
Hohle
Hand
Von
Wasser
Luft
Ideen
Gefühlen
Und lehrst
    Sie
Zu empfangen

VerTrauen
    du kannst
Den
SandUhren
Nicht
Trauen
Mal
VerLieren
Sie
Zeit
Mal
VerLieren
Sie
Sand
Aber
Laß die
    Ewigkeit
Das entScheiden
 
 



Links und Anmerkungen:

[1] Ger Camps bestehen aus Gers (die Jurten der Mongolen) und sanitären Anlagen. Hierzu aber habe ich schon einmal geschrieben:
Mongolia – Staying in the Ger 
https://rheumatologe.blogspot.com/2022/10/mongolia-staying-in-ger.html 
Mongolia – Some Petroglyphs in the Orkhon Valley https://rheumatologe.blogspot.com/2024/04/mongolia-some-petroglyphs-
in-orkhon.html

[2] Furgons sind geländegängige Fahrzeuge und haben kaum Elektronik sondern alles ist Mechanik, so daß die Fahrer Reparaturen während der Tour durchführen können. Der russische Begriff Furgon (фургон) bedeutet Kastenwagen oder Transporter, auch der Begriff Buchanka (Буханка) – Laib Brot wird benutzt. Die korrekte Bezeichnung ist UAZ-452 (russisch УАЗ-452), also ein Kleintransporter des sowjetischen/russischen Herstellers UAZ, der seit 1965 gebaut wird. Übrigens wurde ein Motor auf dieser Reise neben den Zelten völlig auseinander genommen.
https://de.wikipedia.org/wiki/UAZ-452 

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Tuesday, September 1, 2026

LYRIK-Taschenkalender 2013 39. KW 01.09.2026


Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2013 herausgegeben. 17 Dichterinnen und Dichter stellten jeweils zwei Lieblingsgedichte mit Kommentar vor. Von diesen AutorInnen wählte der Herausgeber je ein exemplarisches Gedicht aus und kommentierte es. In diesen Taschenkalender habe ich nun wieder Annotierungen und Assoziationen geschrieben. Vielleicht so ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2023-2026.


39. KW 
Sabine Scho: glacier


„ … der umge- / kippte saft …“ -: merkwürdig, ich dachte zuNächst an Saft, der anGefangen hatte zu gären, dabei ist das Glas umGekippt und der Saft färbte das TischTuch oder so ähnlich. 

Ob der umGekippte OrangenSaft im Schnee so ausSieht wie Urin -: wer weiß, wer weiß?   

Blau des Gletscher

    mit dem
Blau
Des
Gletschers
VerSuchst
Du
Die
Frucht
Der
Liebe
Zu
Nähren
Das muß
    Doch
SchaffBar sein

Curaçao 
    ob Papiamento
In
Blau
GeSchrieben
Wird
Und
BlauMeisen
Zwischen
Den
Palmen
HerumFliegen
WerWeiß?
Ich war
    Noch
Nicht dort


39. KW
Kommentar: Martina Hefter


NeonBar -: muß es in etlichen GroßStädten gegeben haben. In Köln jedenfalls gab es sie. 

Changieren -: nicht nur die Farbe von Stoffen changiert, das gibt es auch bei chemischen Reaktionen, vielleicht auch bei Drinks. 

Martina Hefter so: „Obwohl der Curaçao auch ohne mich eine Farbe hat, ist etwa türkis erst dadurch, dass ich ihn anschaue.“ Also ich kann den Blue  Curaçao so lange anschauen, wie ich will, er bleibt blau für mich. Wikipedia: „Heute stehen mit Blue Curaçao gefärbte Cocktails sinnbildlich für die Trinkkultur der 1980er Jahre; ein bekanntes Beispiel ist der von Charles Schumann 1978 kreierte Swimming Pool.“ [1] Oder der Blue Lagoon Cocktail [2]. Und daß in Gedicht wie Kommentar ein OrangenLikör mit OrangenSaft gemixt wird, kommt mir ebenfalls merkwürdig vor.

Blaues Licht
    aus dem 
Bild
Des 
Gletschers
Strahlt
Blaues 
Licht
Wie
Aus
Dem
Cocktail
Dann
Noch
Das blaue 
    Licht
Von Rambo





 


Monday, August 31, 2026

Haiku for National Haiku Writing Month – August 2026 Second Half



National Haiku Writing Month has been founded by the well known haiku poet Michael Dylan Welch. The goal is to write at least one haiku a day. National Haiku Writing Month is in its 14th year. [1] I enjoy writing to the prompts on Facebook. Here are some interesting links: [2]. Our prompter this month has been Mark Stuart Farrar [3], who had done so previously in March 2023, June 2024, and December 2025. Thanks a lot for prompting, Mark! I enjoyed it very much.


the spider's web 
between roes and boxwood 
is still empty 
~ Empty

weeds and grass 
withered in the drought 
here they are again 
~ Again

in the web 
of forgotten memories 
he's still dad 
~ Forgotten

sunshine and wind 
leaf through the trees 
i have a journal 
~ Through

roger taylor [4]
still the best singing 
galileo, galileo 
~ Still

the old pond 
quite busy as usual 
reflecting frog watchers  
~ Quite

after midnight 
even the skyscrapers loose 
light by light 
~ After

sepia pictures 
pals from school days 
all fading away 
~ Fading 

again and again 
crow against red kite 
no peace in sight 
~ Against

the lotus blossom 
just started blooming 
under some raindrops 
~ Recently

intersecting contrails 
not exactly ninety degrees 
but a cross 
~ Exactly

the fen still burns [5]
the air is filled with smoke 
despite the rain 
~ Despite

almost empty 
the rail replacement bus 
near the terminus 
~ Almost

old cherry tree 
instead of blossoms 
snowflakes fall 
~ Instead

the nightingale 
sings into the afterglow 
suddenly 
~ Suddenly

four deer 
stopping in the twilight 
the dog passes 
~ Unnoticed





Links and Annotations:
[1] National Haiku Writing Month https://www.facebook.com/NaHaiWriMo  
[2] „To help with haiku fundamentals, please have a look at "Becoming a Haiku Poet" at https://www.graceguts.com/essays/becoming-a-haiku-poet. Please review the "Haiku Checklist" at https://www.graceguts.com/essays/haiku-checklist. I also recommend to read: https://www.nahaiwrimo.com/why-no-5-7-5 
[3] https://www.nahaiwrimo.com/meet-the-prompters/mark-stuart-farrar  
[4] Roger Meddows Taylor (born 1949) is an English musician, songwriter and record producer. He played drums and has been a backing vocalist for the rock band Queen. 
https://en.wikipedia.org/wiki/Roger_Taylor_(Queen_drummer) 
[5] The High Fens in Belgium (near the border to Germany) are burning. The area concerned measures 3200 m² (about 7900 acres). 

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Sunday, August 30, 2026

Altargesteck zum 13. Sonntag nach Trinitatis 2026


„O laß auf meine Stirne träufen,
du Starker, deiner Weisheit Tau!
Laß mich den rechten Stein ergreifen
Zu deines Tempels Ew'gen Bau.“
Annette von Droste-Hülshoff [1]
 

Der heutige Sonntag ist der 13. Sonntag nach dem Trinitatis-Fest [2]. Der Wochenspruch lautet [3]: „Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Stopp! Ich bin schon wieder zu weit, denn den Gottesdienst am Samstag in Köln hätten wir auch anders feiern können. Wir sprachen zwar vom Vorabend zum 13. Sonntag nach Trinitatis 2026, aber der Tag hat sein eigenes Proprium. Das Fest am 29. August heißt „Tag der Enthauptung Johannes des Täufers“ und interessanterweise würde es auch am Samstag gefeiert, wenn der 29.08. auf einen Sonntag fallen würde [4].

Das Evangelium für den „Tag der Enthauptung Johannes des Täufers“ steht für 2026 im Markusevangelium [5]. Es erzählt die Geschichte, wie es dazu kam, daß der Kopf von Johannes dem Täufer auf einer Schale vor Herodes und seine Geburtstagsgäste gebracht worden ist. Da war der Tanz der Tochter der Herodias – der Name ist biblisch nicht überliefert, aber der jüdische Historiker Flavius Josephus hat ihn mit Salome bezeichnet. Salome erbittet auf Anraten der Mutter Herodes als Geschenk für ihren Tanz das Haupt von Johannes dem Täufer. Die ganze abgründige Tragödie fand im Schloß Machaerus statt, über das ich schon einmal berichtet habe [6].

Zurück zum 13. Sonntag nach Trinitatis 2026. Wie lautete doch gleich der  Wochenspruch [3]: „Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Ein Gesetzeslehrer fragte Jesus: „Wer ist denn mein Nächster?“ Jesus antwortete mit dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter [7]. Ich bin früher einmal der Frage, ob der barmherzige Samariter Single war, so intensiv nachgegangen, daß man mich fragte, ob ich eine Obsession zum barmherzigen Samariter hätte. Nein, hatte ich nicht, aber das Problem hatte einen Freund beschäftigt und nachfolgend mich. Ziemlich sicher war der barmherzige Samariter verheiratet – das nur nebenbei. Für das Gleichnis ist es völlig unbedeutend und dieses selbst ist eines der bekanntesten überhaupt. Die Stelle im Lukasevangelium endet so: “Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste geworden dem, der unter die Räuber gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen!” „Wer ist mein Nächster?“ Das ist gar nicht so einfach zu sagen und schnell sieht man ein scheinbar unlösbares Problem. Kann und muß ich mich um sämtliches Leid kümmern? Das geht überhaupt nicht, ist aber gleichzeitig im Rahmen eines Alles-oder-Nichts-Prinzips auch eine hervorragende Ausrede, überhaupt nichts zu tun. Nein, in der Regel merken wir schon, wer unser Nächster ist und wann wir uns schamvoll abwenden. Ein noch schwierigeres Problem findet sich in der Feindesliebe.



Der aktuelle alttestamentliche Text zur Lesung spricht „Von der Heiligung des Lebens“ [8]; ein längerer Text aus dem 3. Buch Mose 8 (Levitikus). Dort heißt es: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott.“ Der Text wirkte bei der Lesung gestückelt, aber das ist der Auswahl aus dem langen Text geschuldet. Ich halte ihn weiterhin für so grandios, daß ich es aufgreifen möchte, denn diese Stelle hat mich schon lange beschäftigt. Im Glaubensbekenntnis heißt es [9]: „Ich glaube an den Heiligen Geist, / die heilige christliche Kirche, / Gemeinschaft der Heiligen, /...“. Ich fragte mich, was denn die Gemeinschaft der Heiligen sei. Wer sind die Heiligen? Die Märtyrer? Die Heiligen, die von der römisch-katholischen Kirche bestimmt worden sind? Nein, wir alle sollen heilig sein, um Gottes Plan erfüllen zu können. Dafür stellt der weitere Text praktische Regeln auf, wie „Du sollst nicht unrecht handeln im Gericht“, „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ oder „Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken“. Kann man dem gerecht werden? Kann man in einer religiös pluralistischen Gesellschaft (Agnostiker, Muslime, Juden, Christen, Atheisten, Buddhisten etc.) heilig leben? Vielleicht unterscheiden wir uns, wenn wir das versuchen. „Dem jüdischen Religionswissenschaftler Pinchas Lapide wird die Erkenntnis zugeordnet: 'Entweder nimmt man die Bibel wörtlich - oder ernst! Beides zusammen geht nicht.'“ [10] Nehmen wir die Bibel ernst und lassen uns von der Not unseres Nächsten anrühren.

Der Text der Epistel steht im 1. Brief des Johannes und da geht es um „Die Liebe Gottes und die Liebe untereinander“ [11]. Im Prinzip ein schöner Text, der aber 15mal Liebe in sechs Versen unterbringt und somit fast zum Zungenbrecher für die vorlesenden PrebyterInnen wird, zumal einmal nicht von lieben sondern leben die Rede ist. Dem Brief fehlen die üblichen Rahmenstücke (Briefeingang – und -schluß), aber es handelt sich doch um einen Brief [12]. Der Brief leitet das Liebesgebot von der zuvorkommenden Liebe Gottes ab. Gottes Liebe gilt jedem, ob man sich nun darauf einläßt oder nicht, erfahrbar wird sie aber erst, wenn man sie zuläßt.

Das Altargesteck in Köln stand frisch und (nichtssagend) bunt auf dem Altar in der Ferne, denn der Gottesdienst wurde am Taufbecken in fast calvinistischer Kargheit gefeiert. In Hellenthal gab es Blumen auf dem Altar zu sehen; man hat aber besser zum Schutz der Augen weggesehen. Schon eine Vase oder Keramikkrug anstatt eines Glasgefäßes hätten zu einer deutlichen Verbesserung geführt.




Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß
auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未).

Links und Anmerkungen:
[1] Annette von Droste-Hülshoff: Das geistliche Jahr. Union Verlag, Berlin 1952. S. 126-127. Am XIV. Sonntage nach Pfingsten.
[2] https://kirchenjahr-evangelisch.de/13-sonntag-nach-trinitatis/ 
[3] Mt 25,40b
[4] https://kirchenjahr-evangelisch.de/tag-der-enthauptung-johannes-des-taeufers/ 
[5] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/MRK.6 Mk 6,14–29 
[6] Machaerus Castle – Where Herod Antipas had John the Baptist Beheaded 
https://rheumatologe.blogspot.com/2021/11/machaerus-castle-where-herod-antipas.html 
[7] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/LUK.10 Lk 10,25–37 
[8] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/LEV.19 3. Mose 19,1–3.13–18.33–34 
[9] Evangelisches Gesangbuch. Gütersloher Verlagshaus 1996. ISBN: 978-3579000435. S. 1309.
[10] Jürgen Kaiser: Pure Provokation. Zentraler Eckstein. In:
zeitzeichen 8/2024, ISSN: 1616-4164. S. 59.
[11] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/1JN.4 1. Joh 4,7–12
[12] Hans Conzelmann und Andreas Lindemann: Arbeitsbuch zum Neuen Testament. 11. Auflage. Verlag Mohr Siebeck, Tübingen 1995. ISBN: 3-8252-0052-3 (UTB). S. 377 ff.

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