Sunday, May 31, 2026

Haiku for National Haiku Writing Month – May 2026 Second Half


National Haiku Writing Month has been founded by the well known haiku poet Michael Dylan Welch. The goal is to write at least one haiku a day. National Haiku Writing Month is in its 14th year. [1] I enjoy writing to the prompts on Facebook. Here are some interesting links: [2]. Our prompter this month has been Robert Kingston [3]. Robert has done so before in May 2024. Thank you for prompting, Robert!


up & down 
and up & down 
yacht in the swell  
~ Swell

land ahoy 
and no curry 
for columbus 
~ Land

lazy vacation 
kids collecting sea shells 
dad's busy, too 
~ Shell

the spring wreath is bound 
strike up music for dance 
~ Music

baroque music 
flooding inside 
rain outside 
~ Music

shifting gear 
you think of radar love 
every now and then 
~ Radar [4]

after ice 
now water lilies 
on the sauna pool 
~ Pool

entering 
the theatre of life 
acting and EXIT 
~ Theatre

ENTER 
the theatre of life 
EXIT 
~ Theatre

winking an eye 
well past sunrise
a pastime 
~ Sunrise

there she blows 
daggoo is calling 
not timmy of corpse 
~ Whale [5]

first plonk 
then balance on the plank 
and … plunk 
~ Plank

cocktails 
and umbrella drinks 
all inclusive trip 
~ Cocktail

the wind 
in the prayer flags 
still praying 
~ Wind

after sunset 
even the cherry blossoms 
turn black 
~ Sunset

sunset colors 
not watching the wayang play 
but your silhouette 
~ Sunset

still climbing 
indian rope man 
and julie of course 
~ Rope [6]

marvel at 
the gull's flight 
feeding on your snack 
~ Gull

charon's dock 
hardly to see 
but we all find it 
~ Dock






Links and Annotations:
[1] National Haiku Writing Month https://www.facebook.com/NaHaiWriMo  
[2] „To help with haiku fundamentals, please have a look at "Becoming a Haiku Poet" at https://www.graceguts.com/essays/becoming-a-haiku-poet. Please review the "Haiku Checklist" at https://www.graceguts.com/essays/haiku-checklist. I also recommend to read: https://www.nahaiwrimo.com/why-no-5-7-5 
[3] https://www.nahaiwrimo.com/meet-the-prompters/robert-kingston 
[4] Radar Love by Golden Earring
https://www.youtube.com/watch?v=ckM51xoTC2U 
[5] I added a comment:
“I have to apologize as I couldn't resist - recently there has been a fuss about a stranded whale in Germany, which had been called Timmy and is most post probably dead by now despite rescue efforts.”
[6] Julie Driscoll, Brian Auger & The Trinity - Indian Rope Man (1969)
https://www.youtube.com/watch?v=TuIFYp6hlhc 

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Altargesteck zu Trinitatis 2026


Bin ich getauft in deinem Zeichen,
Du heilige Dreifaltigkeit,
Nun bleibt es mir und kann nicht weichen
in dieser nicht und jener Zeit.
Annette von Droste-Hülshoff [1]


Der heutige Sonntag heißt Trinitatis [2]. Ich schrieb einmal: „Pfingsten ist das Fest, das den meisten Menschen, durchaus auch Christen, am wenigsten sagt“ [3], aber fragen Sie einmal ganz vorsichtig Ihre:n Nachbar:in, was denn mit dem Trinitatisfest gemeint sein soll. Nun, in katholischen Kreisen nennt man diesen Sonntag auch Dreifaltigkeitssonntag. Es geht also um den dreieinigen Gott, den Kurt Marti als „gesellige Gottheit“ beschreibt [4]. Es ist das Fest der Dreieinigkeit Gottes – ein Gott in drei Personen –, einer theologischen Idee, die der christlichen Kirche Kritik von anderen Religionen eingebracht hat, für uns selbst schwer verständlich bleibt, aber uns mehr über das Wesen Gottes vermitteln kann. In den Wissenschaften haben wir mit den drei Aggregatzuständen eines Stoffes – fest, flüssig, gasförmig – überhaupt kein Problem. Während Wasser und Eis gut erkennbar sind, ist der reine Wasserdampf unsichtbar, wir können nur Wassertröpfchen sehen, also Nebel.  Bei Trinitatis denke ich auch an Trinity, die zusammen mit Neo und Morpheus in den Matrix-Filmen auftritt [5]. In diesem Dreigestirn ist immerhin Weiblichkeit realisiert, während die Dreifaltigkeit sich vordergründig als Männerklub sehen läßt. Rätselhaft? Nein, denn Rätsel können gelöst werden, eher ein Mysterium, denn Mysterien können entdeckt und erlebt werden. Der Wochenspruch entläßt uns sehr konkret in die nächste Woche: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.“ [6]

Die Lesung aus dem Alten Testament steht beim Propheten Jesaja und beschreibt Jesajas Berufung zum Propheten [7]. Hier und nur an dieser Stelle ist von den Seraphim die Rede. Die geflügelten Engel haben ihren Ursprung in ihnen und den Cherubim, die an mehreren Stellen benannt sind, insbesondere werden sie in Bezug auf die Bundeslade als geflügelt beschrieben [8]. Apropos Cherubim und Seraphim, im Lied „Großer Gott, wir loben dich“, das wir heute sangen, werden die Seraphim zu Seraphinen, damit es sich auf „dienen“ reimt [9]. In der Lesung heißt es weiter: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll!“ Jesaja berichtet von einer Vision und die Stelle endet: „Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!“ Da ist Jesaja anders als Moses oder Jeremia, die erst einmal versuchen, ob sie die Aufgabe nicht annehmen müssen, oder Jona, der zu fliehen versucht.

Im Evangelium geht es um ein Gespräch zwischen Jesus und dem Pharisäer Nikodemus („ein Oberster der Juden“) [10], in dem Nikodemus an die Grenzen seiner Verständnisfähigkeit gerät, wenn man von neuem geboren werden muß, um das Reich Gottes zu sehen. Auch die erklärenden Worte Jesu Christi lassen ihn skeptisch: „Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden. Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist.“

Der Predigttext behandeln den Segen: „Und der Herr redete mit Mose und sprach: Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet: Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.“ [11] Wenn man im Internet umherschaut, dann findet man viele sperrige und ausufernde Segen, die bei bestimmten Gelegenheit auch sinnvoll sind, aber sich nicht zu spontanen Segnungen eignen. Ich meine eine kurze Form, wie:
    ∙ Der HERR segne dich und behüte dich
    ∙ Gottes Segen auf deinen Wegen
    ∙ Gottes Segen für diesen Tag
    ∙ Gott segne und behüte dich 
    ∙ Der Herr segne dich
    ∙ Gott sei mit dir
    ∙ Tschüss
    ∙ Adieu
    ∙ Tschö

Die Trinitatisgemeinde Schleidener Tal ist das Ergebnis von fast 500 Jahren evangelischer Gemeinden in der Gegend. 1542 wurde in der Schloßkirche Schleiden ein evangelischer Gottesdienst gefeiert. Um 1660 kaufte die reformierte Gemeinde von Gemünd das Pfarrhaus, das noch heute steht. Die Kirchengemeinden Gemünd, Hellenthal und Schleiden zusammen mit Kall und Heimbach fusionierten im Jahr 2007. Also haben wir mit 19 Jahren kein rundes Jubiläum. Ein rundes Jubiläum allerdings hatte Organist Werner Winkler, der seit 50 Jahren für die musikalische Begleitung der Gottesdienste sorgt. Und gerade vorbei ist der 350. Todestag von Paul Gerhardt [12].


Trinitatis hat noch die liturgische Farbe Weiß, danach folgt die Zeit mit viel Grün, aber das wird Thema in der nächsten Woche sein. Das Parament in Hellenthal zeigte überhaupt kein Weiß, dafür aber die Trinität. Das Gesteck ist ist mit viel Weiß vor Grün gestaltet und prächtig anzusehen. Das war leider nicht der Fall in Köln, wo sich der Altar mit einer Studie der Vergänglichkeit begnügen mußte.




Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß
auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未).

Links und Anmerkungen:

[1] Annette von Droste-Hülshoff: Das geistliche Jahr. Union Verlag, Berlin 1952. S. 96-97. Am I. Sonntage nach Pfingsten.
[2] https://kirchenjahr-evangelisch.de/trinitatis/ 
[3] https://rheumatologe.blogspot.com/2023/05/altargesteck-am-29052023-pfingstmontag.html 
[4] Kurt Marti: Die gesellige Gottheit: Ein Diskurs. Radius-Verlag, Stuttgart 2004. ISBN: ‎978-3871733000. „Am Anfang also Beziehung. / Am Anfang Rhythmus./ Am Anfang Geselligkeit.“
[5] Matrix ist ein Science-Fiction-Film der Wachowkis (Lana & Lilly) aus dem Jahr 1999. In den Hauptrollen: Keanu Reeves (neo), Laurence Fishburne (Morpheus), Carrie-Anne Moss (Trinity).
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Matrix 
[6] 2. Kor 13,13
[7] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/ISA.6 Jes 6,1–8(9–13)   
[8] 2. Mose 25,18
[9] EG 331 Großer Gott, wir loben dich
[10] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/JHN.3 Joh 3,1–8(9–13) 
[11] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/NUM.6 4. Mose 6,22–27 
[12] Paul Gerhardt (1607-1676) „war ein evangelisch-lutherischer Theologe und gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Kirchenlieddichter.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Gerhardt 
PS. Das Korrekturprogramm hatte für dreieinigen Gott den dreibeinigen Gott vorgeschlagen. Eigentlich weiß es so ein Programm doch viel besser als wir. Ich habe mit mir gerungen, wie Jakob am Jabbok, und bin beim dreieinigen Gott geblieben.

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Saturday, May 30, 2026

Die Pfarrkirche St. Antonius in Kreuzberg 2.0


Über die Pfarrkirche St. Antonius in Kreuzberg habe ich bereits vor etwa fünf Jahren berichtet [1], aber der aktuelle Besuch hat sich für mich gelohnt. Kreuzberg gehörte früher zu Wahlen, das aber 1969 nach Kall eingemeindet wurde. Kreuzberg wurde 1972 nach Hellenthal umgegliedert. Die Ortschaft hat 102 Einwohner und liegt 578 m hoch [2].


Die Pfarrkirche ist Antonius dem Wüstenvater (auch Antonius der Große oder der Einsiedler genannt) geweiht [3]. Sie ging aus einer barocken Saalkirche (17. Jahrhundert), von der heute noch der Chor erhalten ist, hervor. Ab dem  17. Jahrhundert gehörte der Ort zur Pfarre Wildenburg. Im 19. Jahrhundert wurde die Erhebung zur Pfarre abschlägig entschieden, allerdings gab es dann bei einem erneuten Antrag (1950) einen positiven Entscheid, so daß 1953 Kreuzberg eigenständige Pfarre wurde. Zur Pfarre Kreuzberg gehören noch einige Weiler und die Pfarre Wildenburg ging in ihr als Pfarrvikarie auf. 1925 erweiterte man die Kirche nach Westen und errichtete einen neuen Glockenturm. Die Schäden des 2. Weltkrieges hat man bis 1956 beheben können. In den 1960er Jahren hat man den zu kleinen Teil zwischen Chor und Glockenturm abgerissen und durch ein breiteres Kirchenschiff ersetzt. Je nachdem von welcher Seite man die Kirche betrachtet, sieht sehr verschieden aus. Von oben (Google Maps z.B. [4]) wirkt sie ein wenig wie ein Stealth Bomber oder der Millinium Falke.



Es gibt vier Fenster im Chor von zwei Künstlern. Einzelheiten dazu kann man sich auf der Seite der Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e.V. [5] ansehen. Die beiden Chorfenster von Hermann Gottfried aus dem Jahr 1963 (die heilige Barbara und der heilige Aloiyius von Gonzaga) empfand ich vor fünf Jahren als ganz nett. Dieses Urteil aber hat sich gewandelt. Ich finde sie heute sehr ansprechend. Hermann Gottfried [6] wurde bekannt durch seine Arbeiten am Straßburger Münster. Er lebte lange in Herkenrath (Stadtteil von Bergisch-Gladbach), dem ich seit der Kindheit verbunden bin.
Die beiden anderen Fenster zeigen den heiligen Antonius und den heiligen Hubertus) und haben für mich eine besondere Ausstrahlung. Diese beiden Fenster wurden von Franz Melchior geschaffen. Die Autoren von Wikipedia vermuten die 1920er Jahre, aber die Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e.V. läßt dies offen. Stilistisch aber könnte die Annahme der 1920er Jahre stimmen. Franz Melchior selbst ist ebenfalls interessant. Er hat keinen Wikipedia-Eintrag, was mich verwundert. Er wurde 1881 geboren und hat sein Geschäft Anfang der 1950er Jahre an einen Namensverwandten (Sohn?) übertragen. Er hatte sich gegen das NS-Regime, Hitler und den Krieg
geäußert, was ein Metzger belauscht und zur Anzeige gebracht hatte [7]. Schließlich wurde er 1943 von einem Sondergericht aufgrund des Heimtücke-Gesetzes – dieses Gesetz ist selbst die größte Heimtücke – zu einem Jahr und vier Monaten Haft verurteilt. Die Untersuchungshaft wurde angerechnet, aber die hatte nur neun Tage betragen. Die Haft wurde allerdings immer wieder „zur Erledigung kriegswichtiger Glaserarbeiten“ aufgeschoben, bis sich das durch Kriegsende erledigt hatte, bzw. durch die nachfolgende Amnestie. 


Über die Orgel findet sich kein Eintrag im OrganIndex. Im Wikipedia-Artikel das Instrument auf das Jahr 1959 datiert. „Es besitzt eine elektropneumatische Traktur und 10 Register auf zwei Manuale und Pedal verteilt.“ [3] In der Opusliste des Hellenthaler Orgelbauers Weimbs erscheint es als Opus 40 aus dem Jahr 1958 mit 11 Registern [8]. Die Orgel ist durch die weit ins Kirchenschiff reichende Empore nicht gut zu sehen.

Der heilige Antonius lebte von ca. 251 bis 356 [9]; der Zeitpunkt seines Todes war bekannt und sein Alter soll da 105 Jahre, wie bei Kirk Douglas („Spartacus“) [10], betragen haben, so daß man zurückgerechnet hat. Er war in die Wüste hinausgezogen und gilt als einer der Väter des Mönchtums. Wen das Thema mehr interessiert, der kann über ihn, Pachomius, Simeon und weitere bei Hans Conrad Zander nachlesen [11]. Vielleicht so viel: Antonius hatte ein duales System für sich etabliert. Er war wg. der Einsamkeit in die Wüste gezogen, hatte dann doch zu viel geredet und fühlte sich von den Menschen belästigt, die sich das anhören wollten. Darauf hin verließ er Pispir (heute Al Mayr, bzw. östlich davon) und ging nach Kolzim (westlich vom heutigen Zafarana, an der Tankstelle „Chill out“ vorbei), denn da konnten ihn die Jünger abschirmen. Und dann ging er alle halbe Jahre zurück nach Pispir, um dort wieder über seinen Kampf mit den Dämonen zu berichten.

Der hl. Hubertus (von Lüttich) wurde um 655 in Toulouse geboren und starb am 30.05.727 bei Brüssel. Er hat als Attribut ist einen Hirsch mit einem Kruzifix im Geweih [12]. Nach einer Version der Hirschlegende ließ sich Hubertus nach „der Erscheinung eines Kruzifixes im Geweih eines gejagten Hirsches taufen und schwor der Jagd ab und wurde vom leidenschaftlichen Jäger zum Nichtjäger“. Aber eigentlich war Hubertus gar kein Jäger, sondern bekämpfte den noch gegenwärtigen heidnischen Kult um Diana, der antiken Schutzgöttin der Jagd. Dies und weitere Einzelheiten zu der Hirschlegende kann man im Wikipedia-Artikel nachlesen [12] und ich halte Hubertus für den ersten prominenten Jagdgegner. Ich habe mich vor über 15 Jahren als Jagdgegner geoutet – Lustig ist die Jägerei / Piff! Paff! – [13]. Ich möchte aber Förster etc. außen vor lassen.

Aloysius von Gonzaga war ein italienischer Jesuit und lebte von 1568 bis 1591. Er kümmerte sich intensiv um Pestkranke, infizierte sich selbst und starb mit 23 Jahren. Papst Benedikt XIII. hat ihn 1726 heiliggesprochen. Und was es mit den blau-weißen Turnschuhen und einem blau-weißen Fußball (FC Schalke 04) auf sich hat, müssen Sie im Wikipedia-Artikel [14] nachlesen.

Der Besuch lohnt sich, auch oder gerade weil kein markierter Wanderweg dort vorbeiführt.




Links und Anmerkungen:
[1] https://rheumatologe.blogspot.com/2021/12/pfarrkirche-st-antonius-in-kreuzberg.html 
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzberg_(Hellenthal) 
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/St._Antonius_der_Einsiedler_(Kreuzberg) 
[4] 50.448854992320854, 6.501041640392223
[5] Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e.V. 
https://www.glasmalerei-ev-web.de/pages/b2720/b2720.shtml 
[6] Hermann Gottfried (1929-2015) war ein deutscher Künstler und Glasmaler.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Gottfried 
[7] https://rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/franz-melchior-aeusserte-sich-gegen-das-ns-regime-und-den-krieg/DE-2086/lido/dc00020482 
[8] https://weimbs.de/orgeln/opusliste/ 
[9] https://de.wikipedia.org/wiki/Antonius_der_Gro%C3%9Fe 
[10] Kirk Douglas (1916-2020) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Schriftsteller. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Kirk_Douglas 
[11] Hans Conrad Zander: Als die Religion noch nicht langweilig war. Die Geschichte der Wüstenväter. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2002. ISBN 3-462-02982-7.
[12] https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_von_L%C3%BCttich 
[13] Lustig ist die Jägerei / Piff! Paff!
https://rheumatologe.blogspot.com/2010/08/lustig-ist-die-jagerei-piff-paff.html  
[14] https://de.wikipedia.org/wiki/Aloisius_von_Gonzaga 

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Friday, May 29, 2026

FreitagsGedichte / #KurzLyrik 29.05.2026

 


Die Wand ergraut,
das Fenster erblindet,
die Langeweile
hockt auf meinem einzigen Stuhl.
Werner Lutz [1]


Lupinen 
    laß uns 
Von 
Lupinen 
Sprechen
Ihrem 
Schwachen 
Feuer 
In 
Der 
Dämmerung 
Südlich 
Der 
Stadt und 
    Östlich 
Der Berge

Pudel 
    mit einem 
Pudel 
Vor 
Der 
HundeSchule
Sie 
Trägt 
Pumps
Der 
Pudel
Schleifchen 
Und 
Ich 
Warte noch 
    Bis 
Zum HorrorFilm 

SpurWechsel
    Spur-
Wechsel 
Auf 
Dem 
Meer
Die 
Wellen kommen 
    Immer 
Noch vorAn

SchachBrett 
    auf meinem 
SchachBrett 
Schwimmen
Das 
BlauWalPaar
Die 
Quallen
Die 
SeePferdchen
Und 
Der 
Hai 
Und 
WellenSchlag 
    Mißt 
Die Zeit

Dichter
    ihr Dichter 
Schreibt 
HeldenGedichte 
Vom 
Tod 
An 
Der 
Front
Denn 
Die
BeNötigen wir 
    Bald 
Wieder einmal   

Grönland 
Da war dieser Inuit aus Grönland
Der so vortrefflich 
Über Gärten schrieb 
Und mit dem warmen Strom 
Pflanzte er im Süden des eisigen Landes 
KokosPalmen 
DattelPalmen
Später auch Bananen
Grönland, Grünland, grünes Land 
Und der Weizen wiegt sich im Wind 
Wie einst in der Ukraine 

MannschaftsBus
Nach dem Spiel 
Im MannschaftsBus 
Wird gejohlt und geschrien
Gelacht und manchmal geweint
Dann aber füllt sich alles
Hüllt sich alles in Schlaf
Bis auf den Fahrer … hoffentlich

Gedichte 
    auch wenn 
Gedichte 
Auf 
Dem 
Papier 
Enden
So 
Gehen sie 
    Doch 
Immer weiter

Mehr noch 
    laß die 
Wörter 
Wie 
Blut 
Auf's 
Papier 
Tropfen
Um 
Sich 
In 
Einem 
Rinnsal 
Der 
Zeit 
Zu verLaufen
    Und 
Zu trockenen

AutoBahn 
    die Lava
Fließt 
Über 
Die 
AutoBahn 
Und 
Asphalt 
VerDampft teilWeise
    Wie 
Heftige Liebe 

GeZeiten
    die GeZeiten 
Kommen 
Und 
Gehen 
Im 
Kreis
Immer 
Wieder
Aber 
Das 
Leben 
Ist 
Ein 
Strahl
Der kommt
    Bleibt 
Und geht

Traurig 
    der Wind 
An 
Der 
FelsKüste 
Ist 
Nicht 
Traurig
Er 
Ist 
Feucht 
Und 
Kalt
Die 
Kälte 
Zwischen uns 
    Aber 
Ist traurig 

Das Tal 
Still liegt das Tal 
Mit Bach und Wiesen 
Der Wind weht nur 
Um Bäume und Büsche zu bewegen 
Es sind Häher in der Luft
Eines Häher's tué 
Die Mäuse aber sieht man nicht 
Von Mäusen und Menschen sieht man nichts
Gerade eben im Tal
 



Links und Anmerkungen:
[1] Aus: Werner Lutz [1a]: Verschlossen. In: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 7. Jahrgang 1960. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 201.
[1a] Werner Lutz (1930-2016) war ein Schweizer Dichter, Maler und Grafiker.
https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Lutz 
[2] This footnote is intentionally left blank. 
https://www.youtube.com/watch?v=sGb4lAiVxRk 

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Monday, May 25, 2026

Altargesteck zu Pfingstmontag 2026


Wo bleibt der Tröster, treuer Hort,
Den scheidend doch verheißen du den Deinen?
Annette von Droste-Hülshoff [1]


Pfingsten ist das Fest, das den meisten Menschen, durchaus auch Christen, am wenigsten sagt [2]. Wir erinnern uns an die Ausschüttung des Heiligen Geistes, aber bei Ausschüttung denken viele eher an Dividenden. Vielleicht schüttet Gott an jedem Pfingsten seine Dividenden aus. Die Kirche feiert zu Pfingsten Geburtstag. Der Heilige Geist ist schwer zu verstehen, vielleicht am besten noch als die göttliche Kraft, die vieles bewegen kann. Es geht um vielfältige Begabungen, die in den Gemeinden vorhanden sind. Der Wochenspruch lautet: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.“ [3] 

Der Gottesdienst fand bei prächtigem Wetter auf dem Harperscheider evangelischen Friedhof statt. Auffallend viele Besucher trugen auch rote Kleidung, also in der liturgischen Farbe des Festes. Während man manchen Orten sogar die Pfingstlesung in verschiedenen Sprachen vortragen läßt, hatten die KonfirmandInnen die Aufgabe übernommen „Frohe Pfingsten“ in weiteren Sprachen zu wünschen: 
Fijne Pinksteren!
Glad pingst!
Happy Pentecost!
Buona Pentecoste!
Joyeuse Pentecôte !
Felicem Pentecosten!
¡Feliz Pentecostés!
Καλή Πεντηκοστή!
... und ich hätte noch gerne gehört [4]:
聖霊降臨祭、おめでとうございます!
五旬節快樂!
성령 강림절을 축하합니다!


Die alte Kanzel und der Orgelprospekt sind weiterhin zu sehen.

Links Harperscheid, rechts Kyoto.

Die evangelische Kirche ist säkularisiert, aber aufgrund des Denkmalschutzes sind im Innern noch Teile des Kirchraums erhalten. Die Glocken sind nicht im Turm sondern auf dem Friedhof unter einer Überdachung, die mich an japanische Glocken erinnerte.

In der Lesung aus dem Alten Testament hören wir, wie Gott auf die Klage von Moses  reagierte: „Ich vermag all das Volk nicht allein zu tragen, denn es ist mir zu schwer.“ [5] Und so geschah dann: „Da kam der Herr hernieder in der Wolke und redete mit ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig Ältesten. Und als der Geist auf ihnen ruhte, gerieten sie in Verzückung wie Propheten und hörten nicht auf.“

In der Epistel geht es im 1. Brief an die Korinther um die verschiedenen Gaben, die aber nur einem Geist entsprechen [6]. Hier ist auch von Zungenrede (Glossolalie) die Rede, wenn auch das altgriechische γλωσσῶν Sprachen meint. Aber Paulus hat ausgeführt, daß er die Zungenrede meint, er sie aber nicht schätzt, es sei denn, jemand würde sie übersetzen.

Das Evangelium erzählt von den Jüngern, die hinter verschlossenen Türen aus Furcht vor den Juden sitzen. Da kommt Jesus und grüßt sie: „Friede sei mit euch!“ Dann „blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist!“ [7]

Altes Foto der evangelischen Kirche in Harperscheid

Das Altargesteck ist voll der liturgischen Farbe Rot, der Farbe des Heiligen Geistes. Außerdem war es eine Augenweide. Nach dem Gottesdienst gab es Kaffee und Kuchen in der ehemaligen Kirche, die schon erheblich umgebaut ist und bei der sich der neue Besitzer noch nicht endgültig für die weitere Nutzung entschieden hat. Er hat bereits über seine Ideen dazu berichtet, die ich als sehr vielversprechend innerlich bewertete, aber da wird er selbst erst noch klären müssen, was davon auch finanzierbar ist. Ich wünsche jedenfalls viel Erfolg!
 



Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß
auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未).

Links und Anmerkungen:

[1] Annette von Droste-Hülshoff: Das geistliche Jahr. Union Verlag, Berlin 1952. S. 92-93. Am Pfingstsonntage nach.
[2] https://kirchenjahr-evangelisch.de/pfingstmontag/ 
[3] Sach 4,6b
[4] Zugegeben, es ist etwas übertrieben.
[5] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/NUM.11 4. Mose 11,11–12.14–17.24–25(26–30)
[6] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/1CO.12 1. Kor 12,4–11
[7] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/JHN.20 Joh 20,19–23 

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Sunday, May 24, 2026

Altargesteck zu Pfingstsonntag 2026



Wo bleibt der Tröster, treuer Hort,

Den scheidend doch verheißen du den Deinen?
Annette von Droste-Hülshoff [1]

«Der heilig Geist wird kommen
und würken durch sein Macht
und Gott wird an sich nehmen
Fleisch und Blutes Kraft.» [2]

Pfingsten wird gerne als das Fest der christlichen Kirche bezeichnet, und da ist vieles Wahres dran, denn man kann es als Erinnerung an die Geburt der christlichen Kirche auffassen, aber noch besser kann man in ihm das Fest des Heiligen Geistes sehen. „Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.“ [3] So ein Brausen hörte ich, als vor zwei Tagen hinter meinem Stall saß und in das Tal und nach Kloster Steinfeld hin blickte, dann aber sah ich auf, und siehe, ich sah einen Bienenschwarm an der Weide und dann zwischen Haus und Stall vorbeiziehen.  Die Jünger überkam damals die Kraft des Heiligen Geistes, der sich wie Flammen auf sie senkte. Im Wochenspruch hören wir: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.“ [4] Da wird bereits alttestamentarisch auf das Pfingstwunder, das Ausgießen des Heiligen Geistes, hingewiesen. 

Im Evangelium geht es um „Die Verheißung des Heiligen Geistes“, denn Jesus Christus will uns nicht als Waisen zurücklassen, sondern er gibt einen Tröster, den Geist der Wahrheit. Diese Textstelle endet mit: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“ [5]

Als Epistel hörten wir aus der Apostelgeschichte die Stelle, die als „Das Pfingstwunder“ bezeichnet wird. Die Apostel reden in den verschiedenen Sprachen: „Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia, Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Römer, die bei uns wohnen, Juden und Proselyten, Kreter und Araber: Wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes verkünden.“ [6] Man verdächtigte die Jünger, „voll süßen Weins“ zu sein. Das aber stellte Petrus in seiner Predigt richtig.

Die Lesung aus dem Alten Testament behandelt den Turmbau zu Babel. Als die Menschen einen Turm bauten fuhr der Herr hernieder und sprach: „Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen ...“. Und der Herr verwirrte ihre Sprache, daß „keiner des andern Sprache verstehe“ [7]. So wird die verwirrte Sprache zu Pfingsten von Gott wieder funktionsfähig gemacht. 

In der Versöhnungskirche habe wir durch zwei Lektoren den Text aus der Apostelgeschichte [6] vorgetragen und die Gemeinde rezitierte dazwischen Teile aus einem Gebet von Jörg Zink.

In Kall beschäftigten wir uns mit einem Bild von Salvator Dali, das es auf einer Karte zur Gestaltung von Gottesdiensten gibt [8]. Dali hatte dieses Bild als Auftragsarbeit für seinen Freund Giuseppe Albaretto geschaffen; es gibt insgesamt 105 Motive. Der Heilige Geist regnet auf die grauen Köpfe hinab und teilweise lassen sich Flammen (Gelb-Orange-Rot) erkennen und die Farbe Blau, die einen Neubeginn symbolisieren soll. Manche Köpfe ragen Zahlen und zwar die Eins bis Zwölf, wobei neben Matthias auch Judas (Schwarz) dargestellt sein soll. Man kann einen Wanderstab entdecken, der den Aufbruch der Kirche symbolisieren könnte. Ich sehe noch eine Gestalt mit ausgebreiteten Armen. Aber ich entdeckte auch den Kopf einer Taube, einen Kakadu, einen Fisch, einen Schnauzer (Hund) und einen Seelöwen und ein Kaninchen, die wahrscheinlich in der Symbolik nicht intendiert waren.

Das Altargesteck in Köln vertrocknete bereits. In Kall konnten wir uns an einem prächtigen Gesteck erfreuen, das in der aktuellen liturgischen Farbe gehalten war. Die große Blüte in der Mitte zeigt mit den Blütenkelchen eine Flamme. Kunststück! Es handelt sich ja auch um eine Paeonia lactiflora „Flame“. Herzliche Dank dafür! Die liturgische Farbe Rot ist für Pfingsten sowie für besondere Feste, die mit dem Wirken des Heiligen Geistes oder der Kirche an sich zu tun haben, gedacht [9].   





Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß
auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未).

Links und Anmerkungen:
[1] Annette von Droste-Hülshoff: Das geistliche Jahr. Union Verlag, Berlin 1952. S. 92-93. Am Pfingstsonntage nach.
[2] Es flog ein Vögelein leise: W II, Nr. 883, nach: Schöne Christenliche, catholische Weinächt oder Kindtleß Wiegen Gesang. Augsburg 1590. In: Eberhard Haufe (Herausgeber): Deutsche Mariendichtung aus neun Jahrhunderten. Union Verlag, Berlin 1961. S.178 und S. 400.
[3] https://kirchenjahr-evangelisch.de/pfingstsonntag/  
[4] Sach 4,6b
[5] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/JHN.14 Joh 14,15–19(20–23a)23b–27 
[6] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/ACT.2 Apg 2,1–21 
Das ist schon eine Herausforderung für die LektorInnen! Ähnliche Texte, die auch in den Gottesdiensten verlesen werden, steh zum Beispiel beim Propheten Nehemia.

[7] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/GEN.11 1. Mose 11,1–9
[8] Karte "Pfingsten", Apparuerunt illis dispertitiae linguae, Salvador Dalí, 1964, Field 69-3/5-22; Magni luxus ad personam © Salvador Dalí, Fundació Gala-Salvador Dalí / VG Bild-Kunst Bonn 2022; Foto: Josef Nannemann ©Hg.: Gottesdienst-Institut der ELKB
https://shop.gottesdienstinstitut.org/bildmedien-und-kunst/karte-pfingsten-salvador-dali.html  
[9]
https://de.wikipedia.org/wiki/Liturgische_Farben 

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Saturday, May 23, 2026

Sammelsurium (305) 22.05.2026


[da] fällt
Herbstregen fahl
und unaufhörlich und
läßt das neblige Gehölz
in die Tiefe des Sees versinken
Kitagawa Fuyuhiko [1]


RückSchau

1526 n. Chr. [2]

„William Tyndale (* ~ 1492, † 1536) übers. nach seiner Bekanntschaft mit Luther in den Niederlanden d. Neue Testament ins Englische“.
In der Übersicht datiert der Wikipedia Artikel seine Geburt als „um 1494“, schreibt später jedoch: „zwischen 1484 und 1496“.
Tyndale [2a] arbeitete an seiner Bibelübersetzung , als er an der Universität Wittenberg (1524/1525) immatrikuliert war.

LuftKampf 
Da keckerten die Krähen und die Milane schrien zwischen Fichten und Birken. Dann war TotenStille und ein halber Kadaver fiel aus einer Fichte zwei Meter neben mir zu Boden. Die Milane aber brüten weiter und die Krähen schweigen dazu. 

Die Füchse 

Ich sah eine Füchsin mit zwei Jungen hinter einer StraßenBegrenzung bei einem Hof zwischen Steinfelderheistert und Rinnen. Eigentlich hätte ich drei Junge sehen müssen, aber wahrscheinlich war eines noch im Graben versteckt. Meine Schwägerin meinte, die Füchsin würde ihren Jungen das ÜberQueren der Straße beiBringen. Nun, mir sind sie nicht ins Auto gelaufen, denn sie  warteten, bis ich vorbei war. 

LandKarten und MAGA
Für MAGA-Anhänger sehen LandKarten wie Rorschach-Tests aus; aber selbst den würden sie nicht bestehen. Ceterum censeo: es heißt Golf von Mexiko.

Die Alten und der Tod 
Gut, die Alten sollen die Löffel abgeben, aber die bräuchte man für's Gras sowieso nicht. Wie soll man ohne Zähne ins Gras beißen?

EinGeständnis
Ich gebe es zu -: bei Mondrian denke ich auch an Mondamin, bei Kunst an KunstHonig, bei Kultur an KulturBeutel.  

PostKarten
Ich las gerade wieder einmal von einem Foto, daß es wie von einer PostKarte aussehe. Aber wo gibt es noch PostKarten?

Angenehm mild
„Die Temperaturen bleiben angenehm mild bei 8° bis 13° C.“ OT Radio 700 (Eifel-Radio)

Jugend
Ich las gerade das Buch von Juliane Koepcke „Als ich vom Himmel fiel – Wie mir der Dschungel mein Leben zurückgab“ [3]. Im BildTeil fiel mir ein Foto auf, das zunächst im Stern veröffentlicht worden war. Mehr noch fasziierte mich die BildUnterschrift: „Hinter den Spiegel geblickt; meine Jugend ist zu Ende.“ Es ist ein sehr aussageKräftiges Bild, aber der STERN war damals auch etwas anderes und hatte mit Rolf Gillhausen (stellvertretender STERN-Chefredakteur) jemanden, der auf gute Fotos achtete. Außerdem konnte sich der STERN die besten Fotografen aussuchen. Das Bild zeigt Juliane Koepcke im Bett, wahrscheinlich im Krankenhaus, und auf dem Nachttisch liegt ein HandSpiegel, in dem sich ein Teil ihres Gesichtes spiegelt. Ein wahnsinnig gutes Foto! Aber mich hat viel mehr die Aussage angesprochen, daß mit diesem Ereignis ihre Jugend zu Ende war. Juliane Koepcke und ich sind beide 1954 geboren und so  habe ich überlegt, was war denn Beginn 1972 mit mir? Nein, meine Jugend war nicht zu Ende. Einer meiner Großväter muß zu dieser Zeit etwa in Köln gewesen sein und er sagte zu seinen drei Enkeln: „Ihr habt eine sonnige Jugend.“ Ja, das hatten wir. Und ich meine Jugend dauerte bis zum Abitur.  

Scherben [Shards]
Wenn die Gondeln Gaudi tragen




Links und Anmerkungen:
[1] Aus: Kitagawa Fuyuhiko [1a]: Hiei-San. Zitiert in: Annelotte Piper: Ein japanischer Dichter der Gegenwart. Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 6. Jahrgang 1959. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 502-529 / 529 .
[1a] Kitagawa Fuyuhiko (北川冬彦) bzw. Taguro Tadahiko (田畔忠彦) war ein japanischer Lyriker und Filmkritiker; er lebte von 1900 bis 1990.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kitagawa_Fuyuhiko    
[2] Werner Stein: Kulturfahrplan. Die wichtigsten Daten der Kulturgeschichte. Von Anbeginn bis heute. Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin und Darmstadt 1946/1957. S. 722.
[2a] https://de.wikipedia.org/wiki/William_Tyndale 
[3] Juliane Koepcke: Als ich vom Himmel fiel. Wie mir der Dschungel mein Leben zurückgab. Die wahre Geschichte eines Überlebenskampfs im Urwald. Piper Verlag, 2012 (2018) München. ISBN : ‎ 978-3492274937. Bildteil S. [14/15]. 
[4] „Rolf Gillhausen (* 31. Mai 1922 in Köln; † 22. Februar 2004 in Hamburg) war ein deutscher Reportagefotograf und Journalist.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Gillhausen  

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