Monday, October 26, 2026

Burg Giescheid in der Eifel 2.0


Ich hatte 2019 schon einmal über die Burg Giescheid berichtet und nun war ich wieder einmal in der Nähe und dachte, es wäre günstig, dort einmal vorbeizuschauen. Die Bauarbeiten sind weiter vorangeschritten. Das schon einmal vorweg.  

Giescheid liegt etwa 650 m hoch und gehört zu Hellenthal. Damit ist der Ort eines der höchstgelegenen Dörfer mit einem tollen Rundumsicht [2]. Diegegend ist seit ca. 4000-6500 Jahren besiedelt. Aber gehen wir nicht so lange zurück, im 12 Jahrhundert n. Chr. gelangte die Gegend in den Besitz der Herren von Reifferscheid; 1195 teileten sich die Brüder Gerhard und Philipp den Machtbereich, wobei Philipp die Wildenburg und den „westlichen um die frühmittelalterliche Wehranlage auf dem "Burgkopp" bei Giescheid“ erhält [3]. Zwischen Ramscheid und Giescheid fließt der Prether Bach (mit der Prether Mühle“ und dort ist der Burgkopf, der mit 578 m unterhalb von Giescheid liegt. Diese Burg existiert nicht mehr [4].

Von oben unterhalb der Burg ins Land, 
rechts ist St. Bernhard in Hollerath zu sehen

Leider existiert die Homepage der Familie Daude nicht mehr, die über den Bau berichtete [5]. Einzige Quelle für Informationen ist der Artikel „In Hellenthal-Giescheid - Unternehmer baut sich eine Burg“ aus dem Kölner Stadt-Anzeiger [6], aber dieser Artikel ist auch schon 13 Jahre alt. Dithmar Daude ist Amateurfunker und deshalb suchte er ein hochgelegenes Grundstück. Da die Burg als Familienhaus dient und annähernd als Null-Energie-Haus geplant ist, stecken in den Türmen Wassertank von je 30.000 l. Die Burg ist aus Gasbeton und mit rötlich-braunem Naturstein verkleidet.

Man kann auf den Bildern sehen, daß die Burg deutliche Fortschritte gemacht hat im Vergleich zu [1] und den Beschreibungen von [6], aber die Einschäzung von vor 13 Jahren zeigt, um was für ein ambitioniertes Bauwerk es sich handelt, zumal wenn man es selber baut. Man kann auch sehen, wo noch verkleidet werden muß. Ich bin eher für kleinere Bauten, aber warum nicht eine Burg?! Ästhetisch mißfällt mir nur die Antennenanlage, denn sie paßt nicht zum mittelalterlichen Stil des Gebäudes. Trotzdem -: herzlichen Glückwunsch!




Links und Anmerkungen:
[1] Burg Giescheid in der Eifel
https://rheumatologe.blogspot.com/2019/01/burg-giescheid-in-der-eifel.html 
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Giescheid 
[3] https://www.hellenthal.de/rathaus/portrait/geschichte 
[4] https://www.alleburgen.de/bd.php?id=19606  
hat einen Verweis auf:
Gondorf, Bernhard: Die Burgen der Eifel und ihrer Randgebiete. Ein Lexikon der „festen Häuser“, Köln 1984. ISBN 3-7616-0723-7. 
[5] Vormals https://www.burg-giescheid.de/ 
Homepage of the German Amateurradio Station DF7KF 
https://www.df7kf.de/ gibt aber keinen Hinweis auf die Burg Giescheid. 
[6] https://www.ksta.de/region/euskirchen-eifel/hellenthal/in-hellenthal-giescheid-unternehmer-baut-sich-eine-burg-285849 

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LYRIK-Taschenkalender 2013 45. KW 26.10.2026


Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2013 herausgegeben. 17 Dichterinnen und Dichter stellten jeweils zwei Lieblingsgedichte mit Kommentar vor. Von diesen AutorInnen wählte der Herausgeber je ein exemplarisches Gedicht aus und kommentierte es. In diesen Taschenkalender habe ich nun wieder Annotierungen und Assoziationen geschrieben. Vielleicht so ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2023-2026.


45. KW 
Ulf Stolterfoht: [engelstrompete:]


Reichlich gefährlich -: vor dem Genuß von EngelsTrompete kann man nur eindringlichst warnen, da die Pfanze nur eine geringe „therapeutische Breite“ aufweist. Führt deshalb ungewollt auch mal zum Tode. 

Die „Schwarze Pille“ führte zu einer HochdruckKrise und zu einem geplatzten Aneurysma. Hirntot eingeliefert. „Er hatte eine Vision“, wurde uns übermittelt. „Man müsse die Rotation der Erde anhalten, um das Elend auf der Welt zu beenden.“ 

Weißes Blatt -: auch die Blüte der EngelsTrompete ist weiß oder manchmal auch ein wenig gelblich, so wie das Papier von alten Scharteken. 

Salbei -: ich habe immer noch nicht nachgeschaut, wie es um das Rauchen von Salbei steht. Da ich das vor mittlerweile fast 2 Jahren geschrieben hatte, habe ich natürlich mal nachGeschaut. Es ist der AztekenSalbei (Salvia divinorum), auch Götter- oder WahrsageSalbei genannt, der interessanterweise aus der Sierra Mazateca im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca stammt, den ich auch einmal besucht hatte, also jedenfalls Oaxaca. Es ist jedoch mittlerweile verboten, ihn anzupflanzen und in Verkehr zu bringen. Denn er enthält  terpenoide Salvinorine, die halluzinogen wirken. Aber das kann man alles auf Wikipedia [1] nachlesen. 

„bense - wer ist das?“ -: und ich überlegte sofort, ob mich der BriefWechsel mit Arno Schmidt genügend interessieren würde, um ihn mir zu kaufen. Wer Max Bense war, weiß Wikipedia [2]. 

sprachlabor -: ich arbeite einmal im Psycho-OP an der offenen Psyche … 

Mit dem Olymp ist das wie mit Wolke 7 -: laß es besser sein [3].  

Du, ach du 
    du, ach du 
Dein 
SchutzEngel 
Hat 
Unterricht 
Bei 
Einem 
KamikazeFlieger [4] 
Genommen 
Extra Dispens 
    Für 
Dich allein


45. KW
Kommentar: Michael Braun


Anti-bürgerliche Kultur -: bestimmt aber auch nicht so viel anders als Ost-Berlin zu dieser Zeit, als man auch alle möglichen RauschDrogen suchte, die von der Natur zur Verfügung gestellt wurden, und sie natürlich versuchte. Ziemlich sicher auch die Engelstrompete.

Ethnologisch ist nicht korrekt. Es ist nicht die Völkerkunde sondern die Volkskunde. Der Volkskundler Will-Erich Peuckert [5] hatte HexenSalbe im SelbstVersuch ausprobiert und dokumentiert, übrigens in Anwesenheit eines RechtsAnwaltes.

TM -: Transzendentale Meditation. 

TM Brueterich -: was brütet er aus? Oder ist es das politische Pendant zum schnellen Brüter?   

WiderStand
    manchMal ist
ZuViel
WiderStand
In
Den
Revolutionären
WiderStandsNestern
Und
Manches
WiderStandsKüken
Fällt
Zu
Boden
VerGeblich mit
    Seinen
Flügelchen schlagend





Links und Anmerkungen:

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Azteken-Salbei 
[2] „Max Otto Bense (* 7. Februar 1910 in Straßburg; † 29. April 1990 in Stuttgart) war ein deutscher Philosoph, Schriftsteller und Publizist. Er trat durch Arbeiten zur Wissenschaftstheorie, Logik, Ästhetik und Semiotik hervor.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Bense 
Impressives Werk! 
[3] Auch ein Max, Max Herre:
https://www.youtube.com/watch?v=7VCbxcyKTT0 
Aber ich meinte natürlich: Philipp Dittberner & Marv - Wolke 4
https://www.youtube.com/watch?v=C9HL-2IhZKg 
„Weil wir auf Wolke sieben viel zu viel verpassen“
https://genius.com/Philipp-dittberner-wolke-4-lyrics 
[4] Das RechtschreibeProgramm schlug Kamikazepfleger vor.
[5] Will-Erich Peuckert (1895-1969) war ein deutscher Volkskundler, Hochschullehrer und Schriftsteller.
https://de.wikipedia.org/wiki/Will-Erich_Peuckert 

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Sunday, October 25, 2026

Sammelsurium (318) 25.10.2026


»Ich bin kein Baum mehr
nur noch ein junges Reis!«
sang die Asche
Erich Fried [1]


RückSchau
1310 n. Chr. [2]

Heinrich VII. wird nach Italien gerufen, wird 1312 zum Kaiser gekrönt, belagert vergeblich Florenz, stirbt 1313. Älteste tschechische Reimchronik. Johanniterorder zieht von Zypern nach Rhodos. Erste SeeKarten.

Zum Gedicht „Noch“ von Ulla Hahn 

Ulla Hahn schreibt in ihrem Gedicht „Noch“: „... die grauen Haare / reiß ich noch einzeln / vom Kopf ...“ [3]. Ich meine, daß das nicht gut ist, denn man könnte auch den HaarBalg mit ausreißen. Aber das Problem hat Ulla Hahn sicherlich nicht angesprochen. 

Leidensfähigkeit 
Kann Sprache leiden? Agonie empfinden? Oder gilt das nur für Germanisten, wenn sie sich das Gewinsel der AFD anhören müssen? Alle Sprachen haben gelernt zu leiden. Die toten Sprachen haben es allerdings nicht besser.  

Früher
Wurde nicht früher in Gedichten mehr geraucht? Und mußte man nicht als Intellektueller Pfeife rauchen und CordHosen tragen oder wenigstens eine BaskenMütze? Heute setzt sich der Intellektuelle eine rote MAGA-Mütze auf, um in der Menge zu verSchwinden und ißt brav sein Müsli im Gedicht. 

Auch früher
Ich sah einige Folgen der TV-Serie „Mission impossible“ (Kobra übernehmen Sie) aus den 1960iger Jahren [4]; ja die, woher die tolle Musik von Lalo Schifrin stammt [5]. Was wurde erst da geraucht!!!

UrKnall 
Nach dem UrKnall verwandelten sich Nichts, Zeitlosigkeit, vollständige Ruhe in Chaos & Bewegung, zischten auf dem ZeitStrahl entlang. Und nun sitzt du vor der Mauer im ZenKloster und hörst auf das Schlagen der einen Hand … Alter!! 

Barock & Rokoko 
Wahrscheinlich war nach dem BArock das BArokoko aber zu lang, zu BAnal und da kam einer auf die Idee mit dem Rokoko. Und erst später kam Coco Jambo (Mister President) [6]. 

Agglutinierende Sprachen

Wenn Sie einmal Beispiele für agglutinierende Sprache nennen sollen, dann sagen Sie: „Elamitisch, Hurritisch, Sumerisch {hier gehört nun eine KunstPause hin} und natürlich Klingonisch [7]. Und warum das jetzt? Ich beschäftige mich wieder einmal intensiver mit Japanisch, das, wie Koreanisch auch, zu den agglutinierenden Sprachen gehört. Aber beide Sprachen wären in diesem Kontext zwar korrekt benannt, aber längst nicht exotisch.
まさか日本語や韓国語が異国情緒あふれる言語だと言っているわけではないですよね?[8] 

Der Konsens des Debakels 
Wir saßen zusammen und schienen uns über dies und das zu unterhalten, stellten aber fest, daß wir mit UnterBrechungen Monologe gehalten hatten, der eine hatte vom andern aber auch gar nichts mitBekommen und nun versuchten wir noch, in einem Dialog uns vorzumachen, daß wir zwei ganz normale Gespräche, aber parallel, geführt hätten. Da niemand sonst zugegen war, hatten wir schnell Konsens. 

So ähnlich wie Astrologie oder HandLesen  
Man ist überrascht, dass Kosmos die Gesellschaft für Naturfreunde, die sich eher den Naturwissenschaften verpflichtet fühlten. So ein Buch herausgebracht hatte, das eher wie Astrologie oder HandLesen anmutet [9]. Der Autor vertritt die Auffassung, daß verschiedene psychiatrische Erkrankungen am Äußeren des Menschen erkennbar seien. 

SommerZeit 
Bei jeder Umstellung das Gemeckere -: man würde ihn doch gar nicht so viel sparen. Ich hatte den Vorteil, daß ich während des BerufsLebens in der SommerZeit abends eine Stunde bekam, so daß sich eine kurze Wanerung noch lohnte. Ich war also Befürworter der Sommerzeit. Ich sagte noch gestern, ich hätte gerne eine dauerhafte SommerZeit , aber das ist wieder ser egoistisch gedacht. Die Verabredung in Sommer- und WinterZeit (bzw. NormalZeit) hilft den Menschen in Osten wie in Polen, im Westen wie Spanien, die im Bereich der MEZ liegen, denn sie hätten bei durchgehender SommerZeit im Westen im Winter erst vorMittags Licht und im Osten im Sommer schon in der Nacht. Ich bleibe dabei -: Sommerzeit ist eine gute Idee. 

Scherben [Shards]:

BandSalat – BandWurm – LindWurm 





Links und Anmerkungen:
[1] Aus: Erich Fried [1a]: Drei Versicherungen im Feuer / 2. Die Erneuerung. In: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 11. Jahrgang 1964. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 3.
[1a] Erich Fried (1921-1988) war ein österreichischer Lyriker, Übersetzer und Essayist, der ab 1938 in London im Exil lebte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Fried 
[2] Werner Stein: Kulturfahrplan. Die wichtigsten Daten der Kulturgeschichte. Von Anbeginn bis heute. Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin und Darmstadt 1946/1957. S. 576-577.
[3] Ulla Hahn: Herz über Kopf. Gedichte. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2009. ISBN: 978-3-421-06073-0. S. 53. 
[4] Kobra, übernehmen Sie (Originaltitel Mission: Impossible) ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die zwischen 1966 und 1973 entstand mit 171 Episoden, verteilt auf sieben Staffeln.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kobra,_%C3%BCbernehmen_Sie  
[5] Lalo Schifrin (1932-2025), war ein argentinisch-US-amerikanischer Pianist, Komponist, Arrangeur und Dirigent.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lalo_Schifrin  
[6] Coco Jamboo ist ein Lied [a] der deutschen Eurodance-Gruppe Mr. President, für das es auch ein Video [b] im Internet gibt.
[6a] https://de.wikipedia.org/wiki/Coco_Jamboo 
[6b] Mr.President - Coco Jamboo (1996) [Official Video] 
https://www.youtube.com/watch?v=EScLmWJs82I 
[7] https://de.wikipedia.org/wiki/Klingonische_Sprache 
[8] [Sie wollen doch nicht etwa behaupten, daß Japanisch oder Koreanisch exotische Sprachen sind, oder?]

[9] Dr med. et phil. Gerhard Venzmer [9a], Körpergestalt und Seelenanlage. Kosmos, Franck'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1930. Natürlich in Fraktur. 
[9a] Ich habe dann doch einmal nachgeschaut:
Gerhard Venzmer (1893-1986) war ein deutscher Mediziner und Schriftsteller. Ab 1928 war er bei Kosmos beschäftigt, so daß sich so die Buchveröffentlichung erklärt. 1933 trat Venzmer der SA bei. 1934 forderte er eine „zielbewusste Eugenik“. Medizinhistorisch ordnete man ihn als „Propagandisten der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik“ ein
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Venzmer 

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Altargesteck zum 21. Sonntag nach Trinitatis 2026


Der Sonnenstrahl, ein gold'ner Spieß
Prallt von des Sees kristall'nen Flächen
Und, schwirrend um den Marmorflies.
Palastes Mauern will durchstechen.
Annette von Droste-Hülshoff [1]


Der heutige Sonntag ist der 21. Sonntag nach dem Trinitatis-Fest [2]. Der Wochenspruch lautet: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ [3] In der Bergpredigt heißt u.a.: „Liebet eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen“. Feindesliebe? Und dann so radikal wie von Jesus Christus gefordert? Darf sich die Ukraine verteidigen? Oder wir? Ein klares Dilemma. 

In der Lesung aus dem Alten Testament geht es um den Brief Jeremias an die Verschleppten in Babel. Man kann ihn auch als Epistel lesen und Predigttext ist er aktuell auch noch. Er verkündet Gottes Auftrag an die Weggeführten: „Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte … Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum Herrn; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl.“ [4] Hat das einen Bezug zum Thema des 21. Sonntags nach Trinitatis? Selbstverständlich! Es geht nicht darum, in Babel einen Aufstand anzuzetteln, sondern sich dem Feind friedlich zu nähern und die Zeit verstreichen zu lassen, die Gottes Plan vorgesehen hat. Es geht um die Gratwanderung zwischen Integration und Wahrung der eigenen Identität. Jochen Cornelius-Bundschuh sagte zum Thema „Suchet der Stadt Bestes...“: „Das Beste der Stadt misst sich daran, ob und welchen Platz die Armen in ihr haben, ob gut für die Kranken und für die Sterbenden gesorgt ist, ob die Fremden und Flüchtlinge zu ihrem Recht kommen und gastfreundlich aufgenommen werden.“ [5] 


Der Text aus dem Evangelium steht im 5. Kapitel des Matthäusevangeliums [6]. Es ist der Text, von dem der Vers „Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, ...“ sicherlich bekannt ist. Es geht ums Vergelten und die Textstelle zitiert zunächst aus dem Alten Testament: „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“ [7] Das ist für mich ein schlechtes Zitat, da ich da unweigerlich an einen Western denken muss, in dem jemand mit Sprachfehler (Xchan um Xchan) sagte [8]. Das war das Gesetz, das die Spirale nach immer mehr gegenseitiger Vergeltung beenden sollte. Jesus Christus aber lehrt die völlige Abkehr von der Vergeltung. Die Textstelle geht weiter unter dem Titel „Von der Feindesliebe“ und wieder erfolgt ein Verweis auf das Alte Testament: „Du sollst deinen Nächsten lieben.“ [9] Dies aber schloß den Feind nicht ein. „Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen.“ Und: „Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben?“ Es geht nicht um ein feiges Hinnehmen von Aggression sondern um ein mutiges Eintreten für den Frieden: „Der russische Präsident bleibt bei seinem Versuch, seine Interessen und die seiner Clique ohne Rücksicht auf das Völkerrecht, ohne Mitleid mit seinen eigenen Soldatinnen und Soldaten und ohne Skrupel gegenüber der ukrainischen Bevölkerung durchzusetzen. Im Augenblick scheint die Logik der Gewalt alles zu bestimmen – und die Gefahr einer Eskalation des Krieges und einer Ausweitung über die ukrainischen Grenzen hinaus ist groß.“ [10] Es geht darum, dem Feind die offene Hand zu reichen. Die offene Hand symbolisiert in dem Spiel Schere-Stein-Papier das Paper, die Faust den Stein. Die Schere wird stumpf am Stein und sie zerschneidet das Papier. Das Papier aber umhüllt den Stein und gewinnt so, ohne den Stein zu zerstören. Der Text des Evangeliums ist eine Maximalforderung, auf die gilt hin zu arbeiten. Wir können das nicht schaffen, aber das entschuldigt nicht, so nah wie möglich dahin zu kommen. Darf sich die Ukraine verteidigen? Sie muss es, solange Russland einen Frieden an die Annektierung von Teilen der Ukraine abhängig macht. „Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel.“ Wie handelte aber Sankt Martin? Martin von Tours, lateinisch Martinus wurde um 316/317 geboren und starb 397 bei Tours. Ihm wurde die Würde eines Heiliger als erstem Nicht-Märtyerer zugesprochen [11]. Am bekanntesten ist das Bild, auf dem er seinen Mantel mit dem Schwert teilt und die eine Hälfte einem armen, unbekleideten Mann gibt. Doch nicht den ganzen Mantel!

Das Altargesteck war in Köln war frisch und überraschend künstlerisch konzipiert, wobei violette Töne überwogen. In Hellenthal zeigte das Gesteck einen Dialog von Erntedank und Ausblick bereits auf die Adventszeit. 





Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß
auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未) [12].

Links und Anmerkungen:
[1] Annette von Droste-Hülshoff: Das geistliche Jahr. Union Verlag, Berlin 1952. S. 147-149. Am XXII. Sonntage nach Pfingsten. 
[2] https://kirchenjahr-evangelisch.de/21-sonntag-nach-trinitatis/ 
[3] Röm 12,21
[4] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/JER.29 Jer 29,1.4–7(8–9)10–14
[5] Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh (Landesbischof i.R.)
https://www.ekiba.de/detail/nachricht/id/8237-suchet-der-stadt-bestes/?cb-id=121293 
[6] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/MAT.5 Mt 5,38–48
[7] 2. Mose 21,24
[8] Eher die Westernkomödie „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ („Lo chiamavano Trinità“ - womit wir doch wieder näher am Sonntag nach Trinitatis liegen) aus dem Jahr 1970 mit Bud Spencer und Terence Hill; und da der Synchronsprecher Bruno W. Pantel.
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_rechte_und_die_linke_Hand_des_Teufels 
[9] 3. Mose 19,18
[10] Ob die Mahnwache am Mühlenbrunnen bereits als mutiges Eintreten für den Frieden zu werten ist, kann nicht entscheidend sein, es ist vielmehr ein Schritt in die richtige Richtung, weg von der Kriegsrhetorik. 
https://evangelisch-in-koeln-dellbrueck-holweide.de/friendensmahnwache/ 

[11] https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours 
[12] Das Performance-Kunstprojekt von Ai Weiwei dauerte über 600 Tage und war ein Protest auf die Entscheidung der Behörden, ihm das Recht auf Auslandsreisen zu entziehen. Das Projekt endete am 22. Juli 2015, als er seinen Reisepass zurückerhielt. 
https://www.theatlantic.com/entertainment/archive/2015/07/ai-weiwei-with-flowers/399275/  

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Saturday, October 24, 2026

The Protestant Church of the Redeemer in Wałbrzych (Lower Silesia)


I recently visited Wałbrzych, Poland - a city located in the region of Lower Silesia. It is roughly the same size as Trier (the birthplace of Karl Marx). Following the Second World War, the town - formerly known as Waldenburg - was renamed Wałbrzych [1]. At first glance, there appears to be little connection between the two names; however, a link does exist: the Polish name is derived from the term “Walbrich” (or “Walmbrich”), which belongs to a dialect of the Silesian language (Moutain Silesian) [2] once spoken in the area around Waldenburg and Hirschberg (Jelenia Góra), as well as in parts of Bohemia and Moravia.


Just a few steps from the market square, I came across the Church of the Redeemer (Kościół Zbawiciela) [3]. Organ music drifted from within, as preparations were underway for an organ recital. I was able to enter the church and was surprised to discover that it was a Protestant place of worship. In 1742, Prussia - under Frederick the Great - conquered Lower Silesia, taking it from the Habsburgs (Austria). After the Second World War, Lower Silesia became Polish; however, its status was not formally recognized under international law until 1990 - a period falling between the reunification of Germany and the collapse of the Soviet Union. Before 1945, Silesia had a significantly larger Protestant population than it does today, as the vast majority of the Polish population is Roman Catholic [4]. For this reason, I was initially surprised to find a Protestant church - one that had been built between 1785 and 1788. The church is part of the Evangelical-Augsburg Church in Poland, within the Diocese of Wrocław (formerly Breslau). 

Not the Bethaus, but a model of the church before renovation

Before the current church, there was a smaller church (a prayer house [Bethaus]), which was demolished in 1785. The organ built by Johann Georg Neßling (1746) was transferred to the new church. The present church building has a rectangular floor plan (39 × 22 m) and features a square bell tower on the western facade; the tower was reconstructed between 1862 and 1865, a period during which the church itself also underwent extensive renovation. The roof and tower were restored in 2000, and the interior was renovated in 2001. However, further restoration work is now required.

As is the case with most Protestant churches, the interior does not offer a great deal to look at - aside from the organ, the altar, and a few exhibits related to Protestantism, such as a bust or an image of D. Martin Luther.



The organ was installed between 1912 and 1913 by the firm Schlag & Söhne [5]. It was placed within an existing organ case - the original Baroque facade created by Johann Georg Neßling in 1746 - which had itself been relocated from one church to another between 1785 and 1788. This instrument is cataloged as Opus 924. I recently mentioned the organ-building firm Schlag & Söhne in a German-language blog post about the Church of the Sacred Heart (Herz-Jesu-Kirche) in Poniatów [6]. With its 47 stops (distributed across three manuals and a pedal), the organ in the Church of the Redeemer (Erlöserkirche) ranks among the largest surviving instruments built by Schlag & Söhne. During this organ reconstruction (1912–1913), Albert Schweitzer - who would later received the Nobel Peace Prize - served as a musical consultant; at the time, he was considered one of the foremost authorities on the conceptual design of an organ’s specification (disposition). Notably, this original specification has been preserved in its entirety to this day. In 1996, Antoni Szydłowski from Wrocław (Breslau) carried out a comprehensive restoration, which ensured the preservation of this very feature [7].

I hope that the necessary funds for the preservation of this church will be made available.




Links and Annotations:
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Wa%C5%82brzych
[2] Mountain Silesian (Gebirgsschlesisch)
https://de.wikipedia.org/wiki/Gebirgsschlesischer_Dialekt
Unfortunately, there is no English entry, but one of the examples has been translated in the Esperanto section of Wikipedia:
https://eo.wikipedia.org/wiki/Montara_silezia_dialekto
It also features an image of Fürstenstein Castle (Ferschtensteen in the Mountain Silesian dialect).
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Erl%C3%B6serkirche_(Wa%C5%82brzych)
https://pl.wikipedia.org/wiki/Ko%C5%9Bci%C3%B3%C5%82_Zbawiciela_w_Wa%C5%82brzychu
Texts available only in German or Polish.
[4] The Evangelical-Augsburg Church in Poland has approximately 65,000 members (0.3%), while the Roman Catholic Church accounts for about 71% of the population.
[5] Schlag & Söhne was an organ-building firm based in Schweidnitz, Silesia. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlag_&_S%C3%B6hne

[6] The Roman Catholic Church of the Sacred Heart in Poniatów, Wałbrzych
https://rheumatologe.blogspot.com/2026/10/die-romisch-katholische-herz-jesu.html
[7] I don't have a good picture of the organ facade, but [7a] has good pictures including the manuals.
[7a] https://musicamsacram.pl/instrumenty/2738-walbrzych-kosciol-ewangelicko-augsburski-zbawiciela
[7b] https://luteranie.wroc.pl/parafia-w-walbrzychu/?lang=en

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Friday, October 23, 2026

FreitagsGedichte / #KurzLyrik 23.10.2026

 


Totsein überzeugt durch Schweigen
und sicher lachst du noch immer mich
immer mich kommt ein Weinen an, manchmal.
Rainer Brambach [1]


GummiBaum 
    beim Ab-
Stauben 
Des 
GummiBaumes 
Geht 
Der 
Blick 
VerSonnen 
Durch 
Die 
Gardine 
ReGine 
Und sieht 
    Und 
VerGißt soGleich 

Samen 
    du säst den 
Samen 
Auf 
Stein 
Und 
Unter 
Disteln 
Soll 
Er 
Sich 
Doch einMal 
    AnStrengen 
Der Same

Tauchen 
    nicht hin- 
AbTauchen 
In 
Die 
Tiefen 
Der 
See 
Den 
Großen 
Zeh
Ins 
Große 
Meer 
Tauchen
Das reicht
    Heute 
Schon 

Tod 
Tod, du läßt dein schwarzes Band 
Flattern über Schnee und Eis 
Moder und VerWesung 
Streifen unBemerkt vorbei 
Asphodelen stehen stolz 
In verSchiedenen GeStecken 
Horch die Glocke läutet dumpf 
Und die Blumen, Erde, Asche 
Fallen nun ins Grab 

Fahrt 
von nach 
von von nach nach 
von nach zum von
von und zu 
vor nach
vom vor zum nach
Wollen Sie ein RückFahrtTicket? 

Winter 
den neuen winter dürstet es 
es fällt kein schnee 
der wind mag für ihn heulen 
wir lachen über ihn 
stille dann 
und herbstblätter vermoden 
bis zum frühjahr 
vermag die sonne auch 
nicht mehr zu wärmen 
das schlottern haben wir verlernt 

Cola / SELA
Mit der Cola und Nancy Sinatra 
Das ist … SELA 
Eine ZeitReise nach Den Burg 
Wo aus dem Restaurant 
Die Boots [2] wummerten 
Und wir noch zu jung waren 
Es zu verstehen SELA
Das mit der Cola aber 
VerStanden wir  

GeStade
    am GeStade 
Gehend 
Stehend 
Sitzend
Sinnend 
Der Wind 
Kräuselt das Wasser
Bläht die Segel
Wir blicken 
Wir sitzen
Wir schweigen 
Hand in Hand 
Am Gestade 
    Vor 
Dem Krieg

Zeit 
    und wo-
Mit 
Schlägst 
Du 
Die 
Zeit 
Tot 
Mit 
Einem 
BaseBallSchläger 
Oder (mein 
    VorSchlag) 
Einem VorSchlagHammer? 

Papier {紙} 
    auf das 
Weiße {白い}
Papier
Rosa
KirschBlüten {桜}
Malen {Aquarell} 
Und 
Dann 
Kirschrotes {桜色}
Blut {血}
Tropfen 
Lassen 
ZusammenKnüllen
WegWerfen
Finden 
Glätten 
Und 
AufHängen an 
    Einem 
Strick aus Hanf {麻}  

Rhein 
Der Rhein fließt und 
Der SonnenSchein auf ihm 
In die Ferne 
Die Brücke hebt sich ab 
Wie auch der GetreideSpeicher
Ob der noch Getreide speichert 
Oder schon längst das Geld 
Von einem Onkel Dagobert 
Ich würde gerne wieder den Rhein 
Mit einem Vierer runterFahren

ScheidHof  
Dort am ScheidHof trennen sich 
Licht & Licht zu beiden Seiten 
An der ScheideAnstalt 
Dunkelheit & Finsternis 

Mutter 
Drei Kinder Glück ohne MutterKreuz 
Auf dem BauernHof 
Zwei Mädel und ein Bub 
Und Pferde, Kühe, Hühner 
& ein Schwein 
In der Ferne war's
Vor langer, langer Zeit

Mit Kreide 
    mit Kreide 
Auf 
Den 
Asphalt 
Gemalt 
Wie 
Nahe 
Doch 
Himmel und 
    Hölle 
BeiEinAnder liegen 

HandGranaten
    wirf noch 
Ein 
Paar 
Von 
Diesen 
HandGranaten
Die als 
    Blumen-
Sträuße explodieren

NachSitzen 
Das habe ich in der Schule gelernt
NachSitzen bringt Stille
Am Besten noch an einem verSchilften See
Wo die Rohrdommel ... 

Am Markt 
Am 
Markt standen die 
Mägde die 
Mädchen am 
Maidan [3] der 
Mai kam und ging 
Die Jahre auch und der 
Markt verSchwand
Wohin nur sind die 
Mägde [4] die 
Maiden die 
Mädchen vom 
Markt? 





Links und Anmerkungen:
[1] Aus: Rainer Brambach [1a]: Das Ende von etwas. In: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 10. Jahrgang 1963. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 580. 
[1a] Rainer Brambach (1917-1983) war ein deutsch-schweizerischer Schriftsteller.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Brambach 
[2] Damals gab es die Jukebox und aus so einer wummerte in Den Burg (Texel) „These Boots are made for walking“ [2a] von Lee Hazelwood, gesungen von Nancy Sinatra [2b]; ich war 12 Jahre alt.
[2a] Nancy Sinatra - These Boots Are Made for Walkin'
https://www.youtube.com/watch?v=SbyAZQ45uww 
[2b] Nancy Sandra Sinatra (geb. 1940) ist eine US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Sinatra  
[3] Maidan ist persischen Ursprungs (ميدان) und bedeutet soviel wie Platz, Feld, Arena [3a]. Wahrscheinlich erinnern sich mehr Menschen an den Majdan Nesaleschnosti in Kiew, den ich 1 ½  Jahre vor der Revolution besuchen konnte. Olesja Schukowska [3b] twitterte am 20. Februar 2014: „Я вмираю“ („Ich sterbe“), nachdem sie in den Hals geschossen wurde und ihre Halsschlagader nur knapp verfehlt wurde.
[3a] https://de.wikipedia.org/wiki/Majdan 
[3b] Оле́ся Фе́дорівна Жуко́вська 
https://uk.wikipedia.org/wiki/%D0%96%D1%83%D0%BA%D0%BE%D0%B2%D1%81%D1%8C%D0%BA%D0%B0_%D0%9E%D0%BB%D0%B5%D1%81%D1%8F_%D0%A4%D0%B5%D0%B4%D0%BE%D1%80%D1%96%D0%B2%D0%BD%D0%B0 
[4] https://www.dwds.de/wb/Magd Interessante FrequenzAnalyse, auch zu Maid.

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Thursday, October 22, 2026

A Journey to the South Pacific – Part 4 – Western Samoa

 


While looking for some documents, I came across a file from the 1990s containing notes on a trip I took in December 1994. I had previously included some of this material in an employee newsletter [1], but now I feel inspired to translate and expand upon these notes, as well as scan the necessary images.
Here are the details of the trip:
Oct 29 – Dec 15, 1994    Bali / New Zealand / South Pacific Islands
FRA – BKK – DPS – AKL – (WLG) – CHC – AKL – TBU – VAU – TBU – APW – HNL – LAX – FRA

Western Samoa
From Tonga, the journey continued to Western Samoa - which was what Samoa was called back then. I stayed in Apia on the island of Upolu. Upon our arrival, as we were taking a bus into town, a German remarked that his "refrigerator" still needed to be placed on the roof with the baggage; he actually meant a cooler bag, and the other travelers (myself included) laughed accordingly. I stayed at the Harbour Lights Inn, rather than the ritzy Aggie Grey’s. The area also served as a resting spot for taxi drivers. The kiosk at the hotel was run by a gay man - who, as is common there, was also a transvestite - and he was one of the organizers of a drag queen show. One evening, a boxing match between David Tua and an American was broadcast on television, which could be watched on the monochrome screen in the kiosk. While I also was interested in the boxing match, I was even more intrigued by the taxi drivers standing together with the transvestites. Unfortunately, David Tua landed a powerful blow, and the fight ended in the very first round - at which point everyone left the kiosk. What a pity! But I, too, headed around the corner back to my hotel room.




Robert Louis Stevenson
I visited Stevenson’s grave and read the famous poem [2], "Requiem," which begins: "Under the wide and starry sky, / Dig the grave and let me lie." Only after undertaking the strenuous climb - ascending some 400 meters under a tropical sun and high humidity - can one truly appreciate the deep respect the Samoan people must have held for Stevenson to have buried his remains up there.
The house has since been restored, having previously been repurposed - or rather, misused - as a governor’s residence or government seat. During a special festival week, the guided tour was free of charge; it has been 15 Tala [3] afterwards. From the veranda on the first floor, one can look out over the sea and the town of Apia. Directly below lies the garden, which the Stevensons once used not only for flowers but, more specifically, for agricultural experiments.
Vailima and the villages along the road to Apia had been decorated for the commemorative event - for instance, with floral arches. The Vailima Brewery (which proudly noted it was "under German management") had released an "R.L. Stevenson Special Issue" (see image).
In 1994, the correct name for the country was Western Samoa; in 1997, the state changed its name to Samoa - or, more formally, the Independent State of Samoa [4]. Today, it is home to just over 200,000 inhabitants.



The Closing Ceremony of R.L. Stevenson Week
By chance, I stumbled upon a tropical open-air celebration marking the end of R.L. Stevenson Week, held in front of the government building. I had been lingering behind the structure and made my way to the front by passing through the middle. At first, there was a light rain, followed by the scorching sun. I took a seat under the tents - there was still space, and no one stopped me; in fact, I believe someone even directed me to sit there. No, I am sure - someone must have assumed I belonged to an official delegation and ushered me under the tarpaulin. I didn't look like a typical tourist, having already developed a tan from my travels through Bali, New Zealand, and Tonga over the previous few weeks. Most tourists, meanwhile, were gathered in the marketplace. As for me, I felt quite comfortable in the front row; I was even filmed in close-up several times for the evening news - for instance, while listening intently to the Deputy Prime Minister speak about "Tusitala". This was followed by an extensive awards ceremony.
But then, things really got going. Approximately 120–150 girls performed dances. They wore dresses featuring tapa (bark cloth) prints and raffia skirts. Some held thick bamboo poles, which produced a deep, resonant sound when struck against the ground, while others clapped. The music was provided by older men and women. In addition to dances performed while standing or moving about, there were also seated dances involving intricate hand movements and various styles of clapping - a reminder of just how many different sounds can be created through clapping alone. Alongside the group’s synchronized, rhythmic movements, a few individuals were tasked with interjecting wild, chaotic motions. Afterward, the girls withdrew, and about 200–250 boys and young men entered from the sides, performing spirited dances and chants. Three or four of them took the lead, spurring the others on. Many of the sounds were produced by clapping or by striking different parts of their bodies.
Finally, following the last boisterous chant, the younger generation sat down, and the elders began to sing a Samoan ballad. Several dignitaries - notably some older women and the Deputy Prime Minister - danced to the music; the Deputy Prime Minister, incidentally, was also wearing a lava-lava (traditional sarong). Then, I was asked to dance. I am not a dancer at all - perhaps the least likely person to dance between the North and South Poles! Yet, how could I refuse the young ladies, especially since they had also invited the Deputy Prime Minister? And so, I found myself dancing alongside him and the young women in their raffia skirts.



Fale
Most Samoans still live in traditional fale. These are open-sided structures that are closed off with mats only during storms or rain - a style of construction adapted to the climate. Small fale (traditional houses) stand along the beaches. A snapshot from late afternoon: the sun, hanging low, bathes a fale in intense yellow light, while the sky and sea - in shades of deep blue - vie with the various greens of the surrounding palms and trees.

Cricket
I saw small villages where the youth passed the time playing games - volleyball, for instance, or, even more commonly, kirikiti (Samoan cricket). I once spotted a group playing in the pouring rain at the start of a journey around the islands; later, I even witnessed a match played exclusively by young women.

Tattooing
Dr. phil. Waldemar Stöhr taught us that the correct term is "Tatauierung" (tatau-ing) rather than the German "Tätowierung." While Stöhr might emphasize the distinction between traditional Samoan or Polynesian culture and the adoption of the practice by the lower social classes in the West, I see it more as an aesthetic difference. These tatau are truly beautiful - much like irezumi in Japan, which is a recognized art form (though in Japan, such tattoos are typically associated with the Yakuza).
In Tonga, I twice met Danes who had gotten tataus on their upper arms while in Samoa. These circular designs wrapping around the upper arm were so aesthetically pleasing that I was almost tempted to get one myself - though, as a doctor working in a Catholic hospital, I couldn't very well walk around with a tattoo (or even a tatau). A friend of mine, however, did get one on his upper arm after securing a professorship - he claimed it helped him "stay grounded" (his words). I also saw young women with tataus, which looked equally beautiful. One of the female workers at the guesthouse, in particular, caught my eye. While her face lacked that certain something required for true beauty, she possessed a well-proportioned, slender figure - not too thin, but just right. She also had a circular tattoo around her right upper arm; it looked fantastic. Since the tattoo appeared fresh, I asked her about it, and she explained that the aforementioned Danes had paid for it as a tip.
And then there was a tour guide - he was tattooed from his knees all the way up to his navel. That, too, looked beautiful. It’s no wonder that, during the first voyages of discovery, observers mistook such dense tattooing for actual clothing (Roggeveen [5]). I also saw young women with extensive, large-scale tattoos.





Girl from Zaire
The girl from Zaire was a young woman on her honeymoon. She was married to an Australian man and spoke English with an Australian accent - a lovely, soft voice. She stood on the beach, reminiscent of "the girl from Ipanema". Her hair was braided into tiny plaits, which were then styled into an updo; the process took two ten-hour sessions; I had asked her of course. If she’s careful, the hairstyle can last up to three months. Her body was muscular - though not in an extreme, bodybuilder-like way; perhaps she swam a lot. She had a flawless face. The Australian man looked pale beside her - and not just because of his skin tone, which shifted toward a reddish hue as the day went on. "What could she possibly see in him?" I wondered - though, of course, it wasn't up to me to see anything in him. At that moment, I simply wanted to gaze at this beautiful woman and enjoy her as one would a work of art. Perhaps the allure of fashion models lies in this very artificiality - though, to me, most of them tend to come across as merely affected. 



The Ship
One day, I was awakened by a loud blast from a ship’s horn, followed by the sound of marching music. What had happened? A massive ocean liner had entered the harbor - even the government building (see above) was not as tall as this vessel. On the dock, a police band played marches and other tunes to entertain the guests. I had made my way from the hotel - which was just a stone’s throw away - to the harbor, where I saw throngs of young people disembarking; that was not what I had expected. But then someone explained to me that these were merely crew members. Only afterwards did I notice the doddering old folks - there is no other way to describe them, though I have nearly reached that age myself now ... well, not quite; I still have ten years to go. Even back then, I felt that such ocean liners have no business near islandsm - just as they have no place near Venice. Let them stay out on the open sea, and from there, passengers could continue by smaller boat to wherever they intend to "invade" the local towns. I once witnessed this in Ushuaia, where a landing craft arrived, and the passengers didn’t even know which country they were in. Appalling!

Oahu and the Rest of the Journey
The trip continued on to Oahu. I spent less than 24 hours there, though it did involve two “overnight” stays at a hotel. Furthermore, I had to switch airlines - not in Oahu, but later in Los Angeles. The flight was pushed back by an hour, and then the plane arrived another hour later, leaving me with only about 26 minutes in Los Angeles - a situation complicated by the fact that I wasn't just flying with Air New Zealand onwards, but had to switch to a Lufthansa flight, but - because it was considered an international connection - I also had to go through health and passport control again, collect my baggage, and travel from one terminal to another. I arrived just in time to see the shuttle bus pulling away. Deciding that waiting would take too long, I ran toward the other terminal with my baggage, calling out from a distance that I needed to catch my flight. Interestingly, Lufthansa played along; after a brief exchange, they told me not to wait, but to head straight to the security checkpoint with my bags, promising to bring my boarding pass over. The security officer grumbled, "I really don't like people trying to bring large pieces of luggage onto the plane like this," but I explained that there was no time left - the plane was departing in five minutes, which was, in fact, true. Just then, someone arrived running with my boarding pass; I cleared security with my luggage, we dashed to the gate and onto the plane, someone took my suitcase, the door was locked, and I sat down, buckled up, and we took off. I suspect that wouldn't be possible today - security concerns would certainly rule it out. But I was just glad I’d managed such an ambitious feat, as my vacation days were all used up and I had to be back at work the very next day.





Links and Annotations:
[1] The original had been printed in TAU (Magazin der Franziskanerinnen von Münster-St. Mauritz) 1995 and republished with other pictures on my blog:
https://rheumatologe.blogspot.com/2021/10/polynesische-impressionen-eine-reise-in.html 
[2] Robert Louis Stevenson [2a] is known for “Treasure Island”, but I referred here to his poem “Requiem” [2b], which can be read at his grave.
[2a] Robert Louis Stevenson (1850-1894) was a Scottish novelist, essayist, poet and travel writer.
https://en.wikipedia.org/wiki/Robert_Louis_Stevenson 
[2b] Full poem here:
https://poets.org/poem/requiem 
[3] Today 1 Samoan Tala (WST) equals 0,36 US-Dollar (USD) and the fee for the museum is 20 WST today.
[4] https://en.wikipedia.org/wiki/Samoa 
[5] Jacob Roggeveen (1659-1729) was a Dutch explorer who found Easter Island, Bora Bora, Maupiti, as well as Samoa. 
https://en.wikipedia.org/wiki/Jacob_Roggeveen 

 
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