Saturday, April 20, 2019

Erneut die Schmuddel Ecke hinter dem DB Bahnhof Köln Mülheim




Ich bin wieder einmal an der Schmuddel Ecke vorbeigekommen und habe genauer hingesehen. Ja, besser gesagt, der Geruch, den ich hier nicht wiedergeben kann, zog mich dorthin.
Kurzer Exkurs zu Gerüchen: Robert Duvall sagte als Lieutenant Colonel Kilgore in „Apocalypse Now“: "Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen ... Der ganze Hügel. Ja, wie roch er? Wie nach Sieg roch er.“
Also wie roch es nun? Es noch nach Fäkalien, nicht nur nach dieser Ammoniak-Note, die bei längerem Stehen von Urin entsteht, sondern auch dieser Geruch, den Darmausscheidungen an sich haben. Deshalb auch das Schild mit dem Hinweis, diesen Ort nicht als Toilette zu missbrauchen.



Ansonsten business as usual -: man lädt allen möglichen Müll ab. Wie ich bereits sagte: „Worauf ich hinweisen möchte: es lohnt sich, regelmäßig sauber zu machen und keine Ecke auszulassen. Denn wo schon Abfall herumliegt, da ist auch die Schwelle niedriger, noch mehr Abfall hinzuwerfen. Vielleicht wagen die Stadt Köln bzw. der DB Bahnhof Köln-Mülheim, mehr und regelmäßiger für Sauberkeit zu sorgen. In die Klugheit bzw. Besonnenheit der Menschheit seine Hoffnung zu legen, dass man seinen Müll nur am vorgesehen Ort entsorgt, halte ich für übertrieben optimistisch.“




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Friday, April 19, 2019

FreitagsGedichte / #KurzLyrik 19.04.2019




KirschBlüten
    auch wenn
Die
KirschBlüten
VerGehen
WieViel
An
ErInnerung
Bleibt
Das
Uns
Immer
    Wieder
DruchDringt


Schilder
    fährt man
Durch
Eine
Stadt
Sieht
Man
Hinweis-
Schild auf
HinweisSchild
Nur
Nicht
Das
Eine
    Das man
Benötigt


Politik
    Politik
Ist
Die
Kunst
Das
UnMögliche
Möglich
ErScheinen
Zu
Lassen
Um
Es dann
    Zu
VerGessen


Wind
    manchmal
BeWegt
Der
Wind
Nicht
Die
Wolken
Die
Blätter
Die
Schiffe
Sondern
    Nur
Sich selbst


Ziel
    gehe
Nicht
In
Die Richtung
Die Dir
Kompass
Und
Sextant
Weisen
Gehe
Einfach
Nur
    Auf Dein
Ziel zu


Dosis
    Alles
Ist
Nur
Eine
Frage
Der Dosis
Zu
Viel
Leben
Führt
UnWeigerlich
    Zum
Tod


Ikarus
    der blöde
Ikarus
Hat
Die
LuftFahrt
Um
Zwei
JahrTausende
Nach-
    Haltig be-
Hindert




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Altargesteck Karfreitag 2019 (19.04.2019)




Das Altargesteck am Karfreitag sucht man vergebens. Es gibt keins. Alle Gegenstände bis auf die Bibel wurden vom Altar entfernt. Jesus Christus wurde am Freitag gekreuzigt, er starb und wurde begraben. Deshalb ist die liturgische Farbe auch Schwarz [1].



„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ ist das vierte Wort Jesu am Kreuz (Mk 15,34) und geht auf den Psalm 22 zurück „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.“ [2]
Der Predigttext steht im Evangelium des Johannes. [3] Es ist dieser Text, in dem Pilatus sagt: „Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben.“ Und: „Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und neigte das Haupt und verschied.“



Während des Gottesdienstes führten Anette Sichelschmidt (Violine) und Mechthild Brand (Basso continuo) die Rosenkranzsonate Nr. IX von Heinrich Ignaz Franz Biber ("Der schmerzhafte Rosenkranz") auf. Der Zyklus der 15 "Sonaten über die fünfzehn heiligen Geheimnisse des Rosenkranzes" von Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704) für Violine und Basso continuo gilt als Juwel barocker Violinmusik. Wären es Sonette, so hätte man einen Sonettenkranz. Von Heinrich Ignaz Franz Biber ist eine hohe Virtuosität des Violinenspiels überliefert, entsprechend kunstvoll und hochvirtuos sind diese Sonaten, die wahrscheinlich zur Untermalung von Rosenkranzandachten im Umfeld des Salzburger Fürstbischofs, an dessen Hof Heinrich Biber wirkte, bestimmt waren.


Der Text der Lesung steht bei Jesaja. [4] Hier finden wir auch die Vorgeschichte zum Leiden Christi: „Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“

Karfreitag ist ein stiller Feiertag. Die Geschäfte ruhen. Es gilt ein Tanzverbot. Wahrscheinlich wollen aber diejenigen, die sich gerne auf christlich-abendländische Werte berufen, am ehesten so ein Tanzverbot abschaffen.


Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未).

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