Monday, June 15, 2026

Sammelsurium (307) 15.06.2026


Im hölzernen Rahmen
wechselt die Leere:
Sprung und der Windzug danach.
Margot Scharpenberg [1]


RückSchau

1726 n. Chr. [2]

Jonathan Swift veröffentlicht Gullivers Reisen. Voltaire geht nach England. Genaue Blutdruckmessungen [2a] von Hales [2b].

Geburt und Tod 
Geburt und Tod sind AugenBlicke, ZustandsÄnderungen. Vor der Geburt liegt Dunkel und nach dem Tod ebenso. Manche fallen in ein dunkles Loch, manche  in die feurige Hölle und andere in ein lichtes Paradies. 
 
Pink Floyd

„Spiel doch was von Pinky!“ [3] Milch fasziniert das Cover. Auf dem Pink Floyd Album „Dark Side of the Moon“. Man sieht ein DreiEck als Prisma vor schwarzem Hintergrund und dann die RegenBogenFarben. So aber hat jeder Hafen einen Zauber, wenn sich in der Nacht die bunten Lichter auf dem Schwarz des Wassers spiegeln.  

Strange Attractor 
Bei einem Seminar sitzen alle im Kreis und in der Mitte liegen Zimbeln, Mikrofon und es brennt eine Kerze dort. Nach der ChaosTheorie gibt es den Strange Attractor. Und wie viele laufen in die Nähe des KleinKreises oder stoßen gar an die Kerze und das Mikro um.

Was bin ich? 

Was bin ich? Wer bin ich? Ein heiteres BerufeRaten? Wer bin ich? Wer war ich? Und wer waren wir? „was wir sind, Schon / sind wir es nicht mehr“ [4]. Ich bin, wir sind, wie alles andere auch, dem Wandel unterworfen.  

KurzBeiträge
Die BeiträgerInnen oder BeiTragenden schienen sich abGesprochen zu haben, ihre Beiträge mit „ja, öhm, genau“ zu beginnen. „Geht in Ordnung - sowieso - - genau - - -“ [5] ist völlig anders, denn genau steht für grausam … grauslig war es aber schon.

Gerade gehört
„Die RohrDommel unkt wie eine Kuh.“

Achtsamkeit 

Der FrühlingsWind ist nicht achtsamer als der HerbstWind. Aber ist der Wind überhaupt achtsam? Oder bist du selbst es?

Fall 
Was ist nun der Fall? Nicht ganz im Sinne von Wittgenstein. Wieder einmal steht Fußball in den Medien ganz vorn. Was ist nun der Fall? War es ein Sturz oder eine Schwalbe?

StreichInstrumente
„Sie spielte Cello“ [6] sang Udo Lindenberg. Ich versuchte mich im ViolinenSpiel und schleppte so manches Mal den GeigenKasten zum Unterricht. Es hätte ja auch eine MP darin stecken können. IrgendWann sah auch ich es ein, daß ich talentiert nur für die Mißtöne war. 

Fremde 
Wir gingen in die Fremde, um uns nicht mehr fremd zu fühlen. Fremd im eigenen Land. Verrückt, nun waren wir Fremde und fühlten es nicht.  

Scherben [Shards]
Krumme Lanke – [für] umme, Danke
Fiaker – Fiasko 
entero – eterno [Spanisch]
DorfTrödel – DorfTrottel
Ein Amerikaner: bolshevik – hörte sich an wie: bullshit





Links und Anmerkungen:
[1] Aus: Margot Scharpenberg [1a]: Aus der Nähe. In: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 7. Jahrgang 1960. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 261.
[1a] Margot Scharpenberg (1924-2020) war eine amerikanische Schriftstellerin deutscher Herkunft (Köln), die auf Deutsch veröffentlichte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Margot_Scharpenberg   
[2] Werner Stein: Kulturfahrplan. Die wichtigsten Daten der Kulturgeschichte. Von Anbeginn bis heute. Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin und Darmstadt 1946/1957. S. 832/833.
[2a] Nach Kulturfahrplan also 1726, nach dem Wikipedia-Artikel zur Blutdruckmessung 1713 und nach [2b] sogar 1706.
https://de.wikipedia.org/wiki/Blutdruckmessung 
[2b] Stephen Hales  (1677–1761) war ein englischer Theologe, Pfarrer, Naturforscher, Physiologe und Erfinder.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Hales 
[3] Ausspruch eines Freundes zur Auswahl der Musik bei einem Treffen 1974.
[4] Erich Ahrend: „Dem Gedächtnis Paul Celans“. In: Lyrik der DDR. Herausgegeben von Heinz Ludwig Arnold und Hermann Korte. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009. ISBN: 978-3-10-001533-4. S. 228.  
[5] Eckhard Henscheid: Geht in Ordnung - sowieso - - genau - - -. Ein Tripelroman über zwei Schwestern, den ANO-Teppichladen und den Heimgang des Alfred Leobold. Zweitausendundeins, Frankfurt, 1977.
[6] Ich meine das Lied "Cello" [6a] von Udo Lindenberg [6b]. 
[6a] https://www.youtube.com/watch?v=NA5gH1H9Xw8  
[6b] Udo Gerhard Lindenberg (geb. 1946) ist ein deutscher Rockmusiker, Schriftsteller und Maler.
https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Lindenberg 

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Haiku for National Haiku Writing Month – June 2026 First Half


National Haiku Writing Month has been founded by the well known haiku poet Michael Dylan Welch. The goal is to write at least one haiku a day. National Haiku Writing Month is in its 14th year. [1] I enjoy writing to the prompts on Facebook. Here are some interesting links: [2]. Our prompter this month 1s Rick Daddario [3]. Rick has done so before in October 2023, April 2024, and November 2025. Thank you for prompting, Rick!


jealousy in 
the voice in the hollow 
a pact with evil 
~ Hollow

sirocco leaving 
ripples in the sand 
messages to read 
~ Ripple




kysylkum 

no tree, no shade 
just a picnic spot 
~ Shade

green moss around 
the stones and the old pond 
not the rolling stones 
~ Moss

furry creases 
and yellowed paper 
your last letter 
~ Paper

the moon shines 
through the fresh beech foliage 
Green Lantern 
~ Lantern

the cherry blossoms 
seem so brittle 
but last long enough 
~ Brittle

echo of silence 
peeling off the wall 
gratitude 
~ Echo

soft breeze 
moving buttercups 
and butterflies 
~ Soft

after the storm 
petals on the ground 
and spring 
~ Petal

primordial 
out of monochrome 
colors arise 
~ Pre-Dawn

sleepless 
at pre-dawn 
a sneak preview 
~ Pre-Dawn

kung fu painting 
strokes fast as lightning 
from the palette 
~ Palette

nature's palette 
not color no. 3434 
just the sky 
~ Palette

the moon retreats 
the night gets darker 
still some embers glow 
~ Ember

after the rain 
mists fill the valley 
fogged-up glasses, too 
~ Mist

don't tell me 
you don't remember 
the tide is high 
~ Tide

sand castles 
vanishing 
with the tides 
~ Tide





Links and Annotations:
[1] National Haiku Writing Month https://www.facebook.com/NaHaiWriMo  
[2] „To help with haiku fundamentals, please have a look at "Becoming a Haiku Poet" at https://www.graceguts.com/essays/becoming-a-haiku-poet. Please review the "Haiku Checklist" at https://www.graceguts.com/essays/haiku-checklist. I also recommend to read: https://www.nahaiwrimo.com/why-no-5-7-5 
[3] https://www.nahaiwrimo.com/meet-the-prompters/rick-daddario 

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Sunday, June 14, 2026

LYRIK-Taschenkalender 2013 36. KW 14.06.2026


Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2013 herausgegeben. 17 Dichterinnen und Dichter stellten jeweils zwei Lieblingsgedichte mit Kommentar vor. Von diesen AutorInnen wählte der Herausgeber je ein exemplarisches Gedicht aus und kommentierte es. In diesen Taschenkalender habe ich nun wieder Annotierungen und Assoziationen geschrieben. Vielleicht so ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2023-2026.


36. KW
Hans Thill: Uns fehlen (Deleuze)


„die Gefangenen des Tintentropfens“ -: und was ist mit den Gefallenen des TintenTropfens? Ist der TintenTropfen nicht noch mightier than the pen

„die Tiere, die es tun“ -: „You and me, baby, ain’t nothin’ but mammals, / So let’s do it like they do on the Discovery Channel“ von der Bloodhound Gang [1]. 

Das Wasser der Tränen ist längst verdunstet, zurück bleibt nur ein bitteres Salz. 

Tomaten -: auf den Augen [2].

Zeit
Es ist nur Zeit
Die aus den Uhren tropft 
Mit jedem Tick & Tack 
Es ist nur Sand
Der aus den StundenGläsern rinnt
VerRinnt & einGeht
In Berge aus Zeit 
Es ist die Kamera
Die nur MomentBilder aufZeichnet 
Um sie dann 
In einem Film 
Wieder zusammenZuFügen 
Die Mühle dreht sich 
Immer weiter 
Und die Zeit? 
Läuft nicht rückWärts 
Nur der Film 
Kann rückWärts laufen

Zeit
    der tropfende 
Wasserhahn 
Mißt 
Mir 
Die 
Zeit
Denn 
Ich 
Habe 
Keine 
SandUhr 
Und nachts 
    Steht 
Die SonnenUhr still
 

36. KW
Kommentar: Michael Braun


Bei vielen Menschen ist Wissen kaum und HalbWissen nur wenig vorHanden. Das NichtWissen ist für sie keine Kategorie, weil sie es für Wissen halten. 

Ja, Ja – die Quantenphysik! Die beschäftigt sich mit Quantenphysik aber nicht mit Biologie. Allerdings -: „Wie lässt sich anders schreiben, als darüber, worüber man nicht oder nur ungenügend Bescheid weiß?“ Dann also so wie Politiker oder das Volk, wenn es auf Social Media losgelassen wird. Oder wie im Weißen Haus -: eine Sprecherin ließ verkünden, man wolle Mitglieder der Warren Commission zum Tod von John F. Kennedy befragen. Nur -: das letzte Mitglied verstarb für etwa 20 Jahren.

GeSchickt 
    du hast 
GeSchickt 
Deine 
Zweifelnden 
Augen 
Hinter 
Einer 
Brille 
VerSteckt 
Aber 
Die 
Zweifelnde 
Mine
Bleibt weiter 
    In 
Deinem GeSicht  
 




Links und Anmerkungen:
[1] Die Bloodhound Gang ist eine 1992 gegründete US-amerikanische Band aus Trappe, Pennsylvania.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bloodhound_Gang 
[2] Ich denke dabei unwillkürlich an: „Bohnen in die Ohr'n“ [2a], ein Lied von Gus Backus [2b] aus dem Jahr 1966. Manchmal ist das Gedächtnis ein Fluch. Und natürlich: „Da sprach der alte Häuptling“.
[2a] https://www.youtube.com/watch?v=TV6zNf4TfzI  
[2b] Donald Edgar „Gus“ Backus (1937-2019) war ein US-amerikanischer Musiker und Schlagersänger. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Gus_Backus 
[3] This footnote is intentionally left blank. 
https://www.youtube.com/watch?v=sGb4lAiVxRk 


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Altargesteck zum Zweiten Sonntag nach Trinitatis 2026

 


So ward die Scheidewand gelegt,
Und auf den Grabstein hat geprägt
Die Ewigkeit ihr stummes Zeichen.
Annette von Droste-Hülshoff [1]



Der zweite Sonntag nach Trinitatis hat die Kernaussage: Jeder ist an Gottes Tisch willkommen. Und: „Aus Fremdlingen werden Hausgenossen“ [2]. Der Wochenspruch lautet: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ [3] Der Gottesdienst zur Kreissynode Köln Rechtsrheinisch hatte als Lesung und Predigttext einen Abschnitt aus dem 1. Buch Samuel gewählt. Der Abschnitt ist übertitelt mit: „David gewinnt Jonatan zum Freund“ [4]. Dabei ging es um die queere Kirche. Das ist nicht so fern vom Anliegen des Sonntags, denn an Gottes Tisch ist Platz für alle und damit ist eine „bunt gemischte, wachsende Gemeinschaft, in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht,“ gemeint.

In der Lesung aus dem Alten Testament geht es um die „Einladung zum Gnadenbund Gottes“ [5]. Da heißt es: „Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst … so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben.“ Das klingt fast wie in der Werbung: „Geiz ist geil!“ Aber etwas anderes ist gemeint, denn es heißt später: „Siehe, du wirst Völker rufen, die du nicht kennst, und Völker, die dich nicht kennen, …“. Es geht darum, daß die Erde für alle da ist und die Erlösung allen Menschen offen steht.

Die Epistel für den aktuellen Sonntag paßt sich wunderbar ein, denn es geht um die „Einheit der Gemeinde aus Juden und Heiden“ [6]: „Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst fern wart, nahe geworden durch das Blut Christi.“

Im Evangelium geht es aktuell und „Das große Abendmahl“ [7], zu dem sich die geladenen Gäste entschuldigen lassen, dann aber „die Armen und Verkrüppelten und Blinden und Lahmen“ ins Haus geholt werden. Auch wenn die zunächst geladenen Gäste nicht gekommen sind, handelt es sich um ein Inklusivgesellschaft. 


Das Altargesteck in Bergisch-Gladbach zur Kreissynode hätte ich doch lieber nicht aus der Nähe betrachten sollen, denn „from a distance“ hätte es weitaus  besser ausgesehen. Bette Midler sang das Lied „From a Distance“, in dem es heißt: „From a distance, the world looks blue and green // God is watching us /
From a distance“ [8]. Vielleicht sollte ich daraus eine Lehre ziehen, aber ich bin eben nicht perfekt und gehe deshalb nahe an das Objekt. Gemessen an den Wortbeiträgen, die mit „Ja, öhm, genau“ begannen, war das eigentlich so schlecht auch wieder nicht. Dieses Thema ist aber auch schon im nächsten Sammelsurium zu finden, das ich in Kürze veröffentlichen werde. Vielleicht aber könnte man sich besonders dieses „genau“ schon einmal abgewöhnen: „Unbedingt!“ Wie ich es häufig in der kontemporären Literatur lese. Kommen wir aber zum Highlight, dem Gesteck von Küsterin Kerstin Schüer in Kall. Es lädt den Beschauer ein, über die liturgische Farbe Grün zu kontemplieren. Außerdem sind mit den roten Nelken Kontrapunkte gesetzt. So nennt man in der Musik die Gegenstimme, die zur Harmonie beträgt. Wenn wir noch einmal auf den Liedtext zurückkommen: „From a distance, there is harmony“. Ich wünsche einen harmonischen Beginn der neuen Woche.
 



Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß
auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未).

Links und Anmerkungen:
[1] Annette von Droste-Hülshoff: Das geistliche Jahr. Union Verlag, Berlin 1952. S. 102-103. Am III. Sonntage nach Pfingsten.
[2] https://kirchenjahr-evangelisch.de/2-sonntag-nach-trinitatis/ 
[3] Mt 11,28
[4] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/1SA.18 1 Sa 18,1-5 
[5] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/ISA.55 Jes 55,1–5 
[6] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/EPH.2 Eph 2,(11–16)17–22 
[7] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/LUK.14 Lk 14,(15)16–24 
[8] From a Distance / Bette Midler – Youtube [8a] und Songtext [8b] 
[8a] https://www.youtube.com/watch?v=FbovSrR6atE 
[8b] https://www.songtexte.com/songtext/bette-midler/from-a-distance-53d2f3d9.html 

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Saturday, June 13, 2026

The Galle Face Hotel in Colombo, Sri Lanka


According to my (outdated) guidebook, the Galle Face Hotel claims to be the oldest hotel in Asia, having opened its doors in 1856 [1]. I find this claim rather bold, given the fact that the Japanese hotel Nishiyama Onsen Keiunkan (西山温泉慶雲館) began operations about 1,300 years ago [2]. And even sticking to Sri Lanka, there is also the Queen's Hotel in Kandy [3]. I stayed at both hotels this time. The Queen's has been around since 1840, when it operated as a hostel under the name of Malabar House. It changed owners in 1869 and was renamed the Queen's Hotel. Well, opinions may differ on the matter, but the Galle Face Hotel in Colombo has certainly made a name for itself over the past 170 years [4]. I was already familiar with the hotel from my earlier visits in the 1970ies; back then, we used to enjoy heading from Wellawatta to either the Galle Face Hotel or the Mount Lavinia Hotel in the evening for a drink at the bar. But let’s take a closer look at the Galle Face Hotel nowadays.




The hotel has been refurbished, but still retains the atmosphere of times gone by. Some reaking doors, stairs or floor boards can still be found. I was somewhat surprised in the evening when the Sri Lankan flag was lowered to the sound of bagpipes. However, the picture becomes clearer when you look at the list of celebrity guests. The late Prince Philip, Duke of Edinburgh, stayed at the hotel, and one of his cars is on display in the hotel's museum section. Although the hotel boasts three bars and a pub, I didn't visit any of them this time; after an overnight flight, we had stayed up all day, and I was understandably tired.
 



Links and Annotations:
[1] Apa Guides: Sri Lanka. Hongkong 1995. ISBN: 3-8268-1362-6. P. 114.
Well, according to Wikipedia the Galle Face Hotel has been founded in 1864 [4].
[2] It's an onsen ryokan (温泉旅館) and has been founded in the year 705 by Fujiwara no Mahito (藤原真人).
https://en.wikipedia.org/wiki/Nishiyama_Onsen_Keiunkan  and
https://ja.wikipedia.org/wiki/%E6%85%B6%E9%9B%B2%E9%A4%A8_(%E6%97%85%E9%A4%A8) 
[3] https://en.wikipedia.org/wiki/Queen%27s_Hotel,_Kandy 
[4] https://en.wikipedia.org/wiki/Galle_Face_Hotel 

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Friday, June 12, 2026

FreitagsGedichte / #KurzLyrik 12.06.2026

 


Strengste Verdunklung, befahl er
und knirschte den Mond an,
als jener seinen Befehl
ab und zu nur befolgte.
Alfred Gong [1]

 
Stille
    erst Stille 
Die 
Zweige 
Stehen 
Ruhig 
Kaum 
Ein 
Blatt 
BeWegt 
sich
Dann aber
    Und 
Frage nicht 

TalAbwärts und daRüber
Irgendwo zerBrummt eine Cessna den Himmel 
Dann wieder wird die Stille von einem Segler verSchönt
Das Blau des Himmels mit seinem schartigen Weiß
Kaleidoskop des Grüns von Wiesen und Wäldern
Wolken, die sich 
                       fallen 
                               lassen 
                        Steigen
Um wieder aufZu
Oder sich aufZu
Lösen 
LuftKämpfe der Milane, Habichte, Falken 
Mit Krähen, EichelHähern, Drosseln
Gerade Linien teilen den Himmel auf 

Die Glocke 
    die Glocke 
Hatte 
Der 
Krieg 
GeKriegt
Doch 
Ich
Bin 
Glöckner
Ziehe weiter 
    Fest 
Am Seil

Immer weiter 
    immer weiter 
Kein 
Ort 
An 
Dem 
Ich 
Den 
Staub 
Von 
SchuhWerk 
Und Kleidung 
    Nicht 
AbSchütteln müßte

MondReuse 
Ich habe eine Reuse 
Für des Mondes Licht 
Und immer wieder fange ich 
Ein paar Strahlen für mich
Er freut sich mit mir
Und ich strahle zurück
In den offenen Himmel hinein  

Wellen 
    ich bin 
Verliebt 
In 
Die 
Silbrigen 
Wellen 
Des 
Sees 
In dieser 
    Lauen 
FrühlingsNacht 

Kübel
    um den 
Kübel 
War 
Das 
Gras 
Englisch 
GeSchnitten 
Und 
Die 
Blumen 
Im 
Kübel 
Waren 
ZerZa-u-s-t nach 
    Einer 
DurchTanzten Nacht

Stärke
    das war 
Seine 
Stärke 
Der 
Fluß 
Konnte 
ZuFrieren 
Und 
Später 
Wieder 
Fließen 
Die Steine 
    Aber 
Froren bitterlich

Am Rande 
    am Rande 
Hat 
Die 
Spinne 
Ihr 
Netz 
AusGelegt
Und 
Gerade dort 
    Fängt 
Sie ihre Beute

Asche 
    in dieser 
Urne 
Liegt
Deine 
Asche 
Aber 
Kurz 
ZuVor 
Warst 
Du 
Heller 
Schein 
Auch 
Wenn ihn 
    Niemand 
WahrGenommen hat  





Links und Anmerkungen:
[1] Aus: Alfred Gong  [1a]: Mars. In: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 7. Jahrgang 1960. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 562.
[1a] Alfred Gong (1920-1981) war ein rumänisch-US-amerikanischer, deutschsprachiger Schriftsteller.
https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Gong 
[2] This footnote is intentionally left blank. 
https://www.youtube.com/watch?v=sGb4lAiVxRk 

 

Wednesday, June 10, 2026

Sigiriya Rock in Sri Lanka


I recall that Sigiriya was already a prominent tourist destination during my first visit in the 1970s, attracting almost all tour groups as well as independent travelers. Nowadays, however, a sheer multitude of people head there and climb the rock—at least as far as the so-called "Cloud Maidens." Photography is no longer permitted there. I assume this is primarily for safety reasons; the constant stream of tourists cannot be repeatedly halted, given the many staircases and winding steps along steel scaffolding that must be climbed. On the other hand, there is no other way to prevent tourists from taking snapshots with cameras that automatically trigger a flash. Long-term, cumulative exposure to camera flashes could damage the delicate natural pigments of the frescoes. The Federal Foreign Office in Berlin warns tourists in Sri Lanka against photographing the Sigiriya Cloud Maiden frescoes, as it is strictly prohibited and could result in severe penalties and the confiscation of the camera. It is fortunate that I was able to take photos (without flash) over 40 years ago, though the results are modest at the least. One can view replicas of the frescoes in the museum without climbing the rock itself. This also leaves time to admire the landscaped gardens.






Pidurangala Rock (
පිදුරංගල) is often recommended as an alternative [1]; this rock is located about 1 km north of Sigiriya Rock. Both are made of solid granite. And yes, at Pidurangala Rock, too, one sees frescoes during the ascent—which is much shorter—plus it is cheaper and less crowded. At the summit lie the remains of a fortress commissioned by King Kassapa between 477 and 495 AD. A fantastic destination, but it is not Sigiriya! 




Sigiriya Rock—meaning "Lion Rock" (Sinhala: සීගිරිය, Tamil: சிகிரியா/சிங்ககிரி)—can be considered a landmark of Sri Lanka. The rock stands approximately 180 meters high [2] and has been a UNESCO World Heritage Site since 1982. Its name derives from a colossal lion sculpture; the paws of this figure can still be admired halfway up the rock face. King Kassapa I began his reign in 473 AD after killing his father, King Dhatusena—a ruler who, according to one guidebook, was buried alive [3]. The rightful heir to the throne was Moggallana (Mugallan). Fearing him, Kassapa I relocated his royal residence to the rock and also had a second fortress built on nearby Pidurangala Rock. Moggallana returned from exile in South India in 491 and defeated Kassapa. He subsequently restored Anuradhapura as the capital; thus, while Sigiriya served as the royal seat for less than twenty years, its splendor endures to this day.




There is ample space atop the rock, so the crowds of tourists are barely noticeable. Little has changed up there over the years.