Friday, August 21, 2026

FreitagsGedichte / #KurzLyrik 21.08.2026


Die rote Sandsteinbrücke packt
Staubig die andere Seite vom schwärzlichen Tümpel.
Laternen. Das verirrte Mondlicht zackt
Über Sträucher und Wellen und träges Gerümpel.
Jacob van Hoddies [1]



Rauch 
    Rauch wehte 
Vom 
Venn 
Her 
Und 
Den 
Smoke-on-the-water [2] 
Roch man 
    Wie 
Ein LagerFeuer 

BahnHof
    der Bahn-
Hof 
Liegt 
VerLassen 
Kein 
Mensch
Keine 
MenschenSeele 
Der SEV [3]
    Fährt 
AndersWo vorBei

Stein ∙ Bein ∙ MagenPein
Gertrude Stein 
Der Stein der Weisen
Der Stein des Anstoßes 
Der Anstoß 
Schach ohne Würfel 
Schwierig ist's 
Ohne Reis ein Gericht zu kochen
Die Seele kocht
Die Gerichte verTagen sich 
Stein Bein 
Und nun der Magen
Der alles verDauen muß

SeitenSchiffe 
In den SeitenSchiffen 
Werden noch die Gebete erHört 
Die inbrünstig [4] geMurmelt werden
Meist von Frauen 
Von sehr jungen oder sehr alten 

Die Raben von Babel 
    oben auf 
Dem 
Turm 
Von 
Babel 
ErRichteten 
Die 
Raben 
Ihr 
Nest 
Und 
Krächzen 
Heute noch 
    UnVerändert 
Ihre RabenSprache 

Ab hier 
Ab hier nur noch -: AbGrund AbGesang AbSatz
Von hier nur noch -: VorWand VorTrag VorSatz  

Wald
    wie man 
In 
Den 
Wald 
HinEin
Ruft
So 
Schweigt sich 
    Das 
Echo aus 

Toilette 
Wir erFahren allerlei über Gott
Aber geht er zur Toilette? 
O.K., Schwamm drüber 
Aber gehen nicht wenigstens 
die Engel auf die Toilette [5]? 

FlederMäuse 
Nach und nach 
VerLassen die Fledermäuse 
Das große Dach 
Durch eine winzige Öffnung 
Sie kommen zurück nach der Jagd
Aber ich sehe sie nicht 
In der Dunkelheit

Im Tal 
    im Tal 
Steht 
BodenNebel 
Aber 
Der 
Himmel 
Ist 
Klar 
Dort 
Spiegelt 
Sich
Der Nebel 
    In 
Der MilchStraße 

Ende
            Für Helmut Krausser [6]
    Ente gut
Alles 
Gut 
Schreibt 
Das 
SchwanenKüken
Mit 
Der SchwanzFeder 
    Auf 
Den See

Dürre 
Die Wiesen verGilben
Die Landschaft steht öde 
Wie auf alten Bildern
SepiaFarben 
Da jubeln die Wiesen 
Der Regen kommt 
Und mit ihm ein GeWitter 
Die Dürre aber findet kein VerSteck

AbendEssen 
    da wird 
All-you-can-eat 
In 
Sich 
HineinGeschaufelt 
Zu 
Musik
Die 
Auch 
Im 
Ein-Euro-Laden 
    Laufen 
Könnte -: paßt 

Dunkelheit
    ein glatter 
Schnitt 
In 
Die 
Dunkelheit
Und 
Das 
Jetzt 
Wird 
Von ver-
    Gangen 
AbGetrennt  



Links und Anmerkungen:
[1] Aus: Jacob van Hoddies [1a]: Am Lietzensee. In: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 8. Jahrgang 1961. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 389. 
[1a] Woher das e im Namen Hoddies kommt, sei dahingestellt, aber so wurde das Gedicht in Akzente abgedruckt. Dazu noch mit der Widmung: „Meinem Freunde Geord Heym“. 
„Jakob van Hoddis (geboren als Hans Davidsohn 16. Mai 1887 in Berlin; gestorben 1942 vermutlich im Vernichtungslager Sobibor) war ein deutscher Dichter des literarischen Expressionismus. Er ist besonders bekannt für das Gedicht Weltende.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis 
„Weltende“ ist das erste Gedicht in: Kurt Pinthus: Menschheitsdämmerung: Ein Dokument des Expressionismus. Rowohlt, Reinbek 1996. ISBN: 3-499-45055-0. S. 39. 
[2] Deep Purple - Smoke On the Water 
https://www.youtube.com/watch?v=Q2FzZSBD5LE 
[3] SEV – SchienenErsatzVerkehr, manchmal funktioniert er, manchmal nicht.
[4] In inbrünstig ist brünstig, aber nicht gemeint, deshalb nicht inBrünstig.
[5] Stichwort Angelismus. Ich hörte einmal von einem Seminaristen, der wie die Engel werden wollte und daher auch nicht mehr zur Toilette ging. Da bekam er einen Ileus [DarmVerschluß]. Nach dem Krankenhaus ließ man ihn nicht zurück ins Kloster. Blaise Pascal: „Qui veut faire l’ange, fait la bête.“ [Wer sich als Engel zeigen will, macht sich zum Tier.]
[6] [Narr, wer noch Gedichte schreibt]. In: Helmut Krausser: Strom. Rowohlt, Reinbek 2003. ISBN: 3-498-03512-6, S. 78.  

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Wednesday, August 19, 2026

Bruderschaften – Schismen, Aufsplitterung – können wir uns das leisten?


Ich hatte mir vorgenommen, Zeitschriften, Papieren, Notizen auszusortieren und da fand ich einige Ausgaben des Kölner Rundbriefes der Priesterbruderschaft St. Petrus (im weiteren Petrusbruderschaft genannt [1]. Zu den Gründern zählten Priester und Seminaristen der Piusbruderschaft [2]. Wir kommen noch darauf zurück. Beiden Bruderschaften ist der Traditionalismus gemein. Reformen, Lehren und Ansichten des Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) werden abgelehnt, insbesondere die Liturgiereform; unter [2] steht mehr dazu. Traditionalismus ist aus meiner Sicht ein Euphemismus für erzkonservativ oder erzreaktionär.

Was schreibt nun P. Bernhard Gerstle in seinem Leitartikel? Er berichtet im Rundbrief Nr. 276 über eine Privataudienz der Generaloberen der Petrusbruderschaft bei Papst Leo XIV. [3]. „Das Treffen diente vor allem dem Kennenlernen und dem Austausch von Informationen.“ Der Bericht der Visitation im Jahr 2025 stand noch aus, aber man hoffte, daß der Bericht positiv ausfallen würde. Ich habe gerade nachgeschaut, aber mehr als die Ankündigung der Visitation vom September 2024 habe ich im Internet nicht gefunden. 

Im Rundbrief Nr. 280 berichtet P. Gerstle über die unerlaubten Bischofsweihen der Piusbruderschaft vom 1. Juli 2026 [4]. Die Bischöfe de Galaretta und Fellay der Bruderschaft weihten vier Priester zu Bischöfen. Das hatte zur Folge, daß die beiden konsekrierenden Bischöfe (waren die nicht schon exkommuniziert?) sowie die vier neuen Bischöfe exkommuniziert [5] wurden. Auch die Kleriker, die  weiterhin Mitglieder der Bruderschaft bleiben, werden sich die Kirchenstrafe der Exkommunikation zuziehen. Mit den neuerlichen Bischofsweihen hat sich ein Schisma ergeben – eigentlich schon 1988 mit den von Erzbischof Lefebvre vorgenommenen Bischofsweihen, aber man versuchte zu kitten, was noch zu kitten sein könnte.

Sämtlich großen Religionen machen Spaltungen durch. Vergleichen Sie einmal Theravāda, Mahayana, Vajrayana und Navayana im Buddhismus [6]. Oder die Spaltungen im Islam – erwähnen Sie nur nicht den Sufismus in Saudi Arabien! 

Ob sich bei den katholischen Geschwistern noch weitere Schismen auftun, könnte mir ja egal sein. Aber die Zahlen sprechen für sich. 1950 fühlten sich noch 95% der Bevölkerung den beiden Volkskirchen zugehörig. 1990 ging man nach der Wiedervereinigung immer noch von 72% aus, während diese Zahl mittlerweile unter 50% liegt. Können wir es uns noch leisten, im christlichen Glauben immer noch weitere Aufsplitterungen durchzuführen? Eigentlich ist es kontraproduktiv, aber es läßt sich nicht vermeiden. Vielleicht ist die Vielfalt für das Überleben auch eine wertvolle Strategie. Die Natur macht es uns vor – der Fachbegriff ist Gendrift [7], ein wichtiger Evolutionsfaktor. Vielleicht sollte man weniger Kittversuche unternehmen als herausfinden, was denn gemeinsam möglich ist. Und wenn die einen die Messe auf Latein führen wollen, warum denn nicht? Andererseits begannen die evangelischen Gottesdienste bereits 1521 mit der deutschen Sprache – bei römisch-katholischen Messen dauerte es etwa 450 Jahre länger.



Links und Anmerkungen:
[1] „Die Priesterbruderschaft Sankt Petrus (lateinisch Fraternitas Sacerdotalis Sancti Petri, Ordenskürzel FSSP) ist eine römisch-katholische Gesellschaft apostolischen Lebens päpstlichen Rechts von Klerikern.“ 
https://de.wikipedia.org/wiki/Priesterbruderschaft_St._Petrus 
[2] „Die Priesterbruderschaft St. Pius X. (lateinisch Fraternitas Sacerdotalis Sancti Pii X, Kürzel FSSPX, umgangssprachlich oft Piusbruderschaft oder Piusbrüder) ist eine Priestervereinigung von aus der römisch-katholischen Kirche ausgeschlossenen Traditionalisten.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Priesterbruderschaft_St._Pius_X. 
Der Holocaustleugner Bischof der Piusbruderschaft Richard Williamson wurde in Deutschland wegen Volksverhetzung verurteilt.
[3] Kölner Rundbrief / Priesterbruderschaft St. Petrus, Nr. 276. Februar/März 2026. S. 1.
[4] P. [Bernhard] Gerstle: Die unerlaubten Bischofsreihen der Piusbruderschaft und ihre Folgen. In: Kölner Rundbrief / Priesterbruderschaft St. Petrus, Nr. 280. Februar/März 2026. S. 2-3.
[5] Ist in der heutigen welt nicht mehr so katastrophal wie früher. Schon gar nicht mit dem Excommunicado in den John Wick filmen mit Keanu Reeves zu vergleichen.
[6] Habe ich gerade herausgesucht, weil ich den einen oder anderen Artikel vielleicht für einen Artikel zur Mongolei benötige:
https://de.wikipedia.org/wiki/Theravada 
https://de.wikipedia.org/wiki/Mahayana 
https://de.wikipedia.org/wiki/Vajrayana 
https://de.wikipedia.org/wiki/Navayana 
[7] https://de.wikipedia.org/wiki/Gendrift 

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Sunday, August 16, 2026

Altargesteck zum Elften Sonntag nach Trinitatis 2026


Und unter den geschloss'nen Lidern fahren
Die Schatten alter Sünden hin und her.
Annette von Droste-Hülshoff [1]
 

Der Der heutige Sonntag ist der elfte Sonntag nach dem Trinitatis-Fest [2]. Nun war ich gerade aktuell nicht im Gottesdienst in Köln, aber das sollmich nicht abhalten, etwas zu Köln und der Zahl 11 zu sagen. Köln ist die Stadt der Zahl Elf. Wer denkt nicht an die 11 Flammen im Wappen, die für die 11.000 Jungfrauen stehen, die von den Hunnen vor den Toren Köln gemeuchelt worden sein sollen. 11.000 Jungfrauen! Elf hätten schon gereicht. Der Hunnenprinz bot Ursula der Leben an, wenn sie ihn heiraten würde, aber sie lehnte ab und wurde zur Märtyrerin und damit zur späteren Heiligen von Köln [3]. Die Wochenspruch lautet [4]: „Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.“ Dieser Sonntag stellt die Demut als Tugend in den Mittelpunkt. „Mein Haus, mein Auto, mein Jacht“ mögen am Stammtisch zählen, aber sie zählen nicht vor Gott. Wir können uns nicht mit unseren Werken vor Gott brüsten.

Gehen wir doch einmal dem Satz „Wir können uns nicht mit unseren Werken vor Gott brüsten“ nach. Im zweiten Brief an die Galater lesen wir [5]: „Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch des Gesetzes Werke wird kein Mensch gerecht.“ Paulus spricht sich gegen eine Restauration jüdischer Gesetzestreue in der jungen heidenchristlichen Gemeinde aus, die nach seiner Weiterreise durch Judenchristen propagiert worden war. Schon im Kontext der frühchristlichen Gemeinschaft war die Schärfe dieses Satzen offensichtlich, aber erst im 16. Jahrhundert arbeitete Martin Luther aus dem „gerecht werden durch den Glauben“ das „allein aus Glauben“ heraus [6]. Dies aber führte zur Kirchenspaltung.

Das Evangelium für den heutigen Sonntag steht bei Lukas und darin wird das Gleichnis von Pharisäer und vom Zöllner [7]: Der Pharisäer betete: „Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig!“ Einige Dinge macht er schon richtig, denn wenn seine Frömmigkeit Fasten und das Abgeben des Zehnten umfaßt, ist dem nichts entgegen zu stellen. Aber er vergleicht sich und dabei kommen die anderen schlecht weg; darin liegt sein Fehler. Er nimmt sich also ein Urteil, das nur Gott zusteht, heraus. Der Zöllner ist sich aller seiner Sünden oder Verfehlungen bewußt. Er wagt nicht zum Himmel und Gott aufzusehen. Aber dann macht er etwas richtig. Er überläßt sich Gottes Urteil und Gnade.

Das Gesteck in Kall ist wieder mit viel Freude zusammengestellt worden. Jona springt nur scheinbar und auch ganz zufällig aus ihm hervor. Die Sonnenblume zeigt den aktuellen Sommer auf, ist aber auch eine Blume, die gerne zum Erntedank aufgestellt wird. Die Natur eilt durch die Dürre auf Herbst und Erntedank zu. Ich möchte nicht versäumen, auf das zarte Grün (liturgische Farbe) im Gesteck hinzuweisen.


Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß
auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未).

Links und Anmerkungen:
[1] Annette von Droste-Hülshoff: Das geistliche Jahr. Union Verlag, Berlin 1952. S. 122-123. Am XII. Sonntage nach Pfingsten.
[2] https://kirchenjahr-evangelisch.de/11-sonntag-nach-trinitatis/ 
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_K%C3%B6ln 
[4] 1. Petr 5,5b 
[5] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/GAL.2 Gal 2,16–21 
[6] Jürgen Kaiser: Pure Provokation. Zentraler Eckstein. In:
zeitzeichen 8/2024, ISSN: 1616-4164. S. 58. 

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Gedichte anläßlich der Reise durch die Mongolei im Juli 2026 – Teil 4


Die Gedichte hier haben nicht unbedingt mit der Mongolei zu tun, aber sie sind während einer sehr beschwerlichen Reise im Nordwesten des Landes entstanden. Dieser Bereich ist noch sehr ursprünglich mit wenigen Ger Camps [1], so daß man zelten muß. Unsere Zelte wurden mehrfach niedergeweht. Im Wüstensand sind die Furgons [2] stecken geblieben oder die Route mußte geändert werden, da Gebiete unter Quarantäne standen. Oft gab es tagelang keine Elektrizität und schon gar keinen Internet-Zugang. Es war eine sehr schöne Reise. Hier aber geht die lyrische Reise weiter.

Nebel
    das Sonnen-
Licht
Fängt
Sich
Im
Nebel
Und
Die Lärchen
    Schweigen
Schwarz daVor 

FeuerStelle
    die Glut
In
Der
FeuerStelle
Hat 
Die 
Nacht 
ÜberDauert
Nun
Steigt
Weißer Rauch
    Auf in
Die MorgenRöte

Der Kuss
    voller Sehn-
Sucht
Streckt
Sich
Der
Fels
In 
Den 
Himmel
Unter ihm zartes Grün im GeRöll
Da senkt sich eine wirre Wolke
Streift 
VorBei
Und
DaBei küsst
    Sie
Ihn sanft

ZurückGelassen
    du hast
Uns
VerLassen -:
Durch
Die
Pappeln
Her
Läßt
Du
Wind
Wehen
Aber
Wir verStehen
    Dich
Nicht mehr

Klirrend
    in der
Klirrend
Kalten
Nacht
Klirrten
Die Gläser
Und 
Wir
Tranken
Den Schampus
    BeVor
Er geFror

Kerze
    sei wie
Die
Kerze
AufRecht
Gerade
KerzenGerade
Und 
Lebe
Nicht
Nur
Wenn du
    Brennst
Und verGehst

SchienenStrang

Ich liebe die Freiheit des SchienenStrangs
Auch wenn sie nur eine Illusion ist
Die AutoBahn hat ihre Freiheiten
Und die Routen der Schiffe und FlugZeuge
Ich liebe die Freiheit des SchienenStrangs
Die von Jack London als Hobo
Und die als Interrailer




Links und Anmerkungen:
[1] Ger Camps bestehen aus Gers (die Jurten der Mongolen) und sanitären Anlagen. Hierzu aber habe ich schon einmal geschrieben:
Mongolia – Staying in the Ger 
https://rheumatologe.blogspot.com/2022/10/mongolia-staying-in-ger.html 
Mongolia – Some Petroglyphs in the Orkhon Valley https://rheumatologe.blogspot.com/2024/04/mongolia-some-petroglyphs-
in-orkhon.html

[2] Furgons sind geländegängige Fahrzeuge und haben kaum Elektronik sondern alles ist Mechanik, so daß die Fahrer Reparaturen während der Tour durchführen können. Der russische Begriff Furgon (фургон) bedeutet Kastenwagen oder Transporter, auch der Begriff Buchanka (Буханка) – Laib Brot wird benutzt. Die korrkte Bezeichnung ist UAZ-452 (russisch УАЗ-452), also ein Kleintransporter des sowjetischen/russischen Herstellers UAZ, der seit 1965 gebaut wird. Übrigens wurde ein Motor völlig auseinander genommen.
https://de.wikipedia.org/wiki/UAZ-452 

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Saturday, August 15, 2026

Haiku for National Haiku Writing Month – August 2026 First Half


National Haiku Writing Month has been founded by the well known haiku poet Michael Dylan Welch. The goal is to write at least one haiku a day. National Haiku Writing Month is in its 14th year. [1] I enjoy writing to the prompts on Facebook. Here are some interesting links: [2]. Our prompter this month is Mark Stuart Farrar [3], who has done so previously in March 2023, June 2024, and December 2025. Thanks a lot for prompting, Mark! 


while we kiss 
it is raining 
not minding 
~ While

Or maybe:
it is raining 
while we kiss 
not minding 
~ While

this summer 
heat, heat and drought 
enough is enough 
~ Enough

somehow 
we survive
i guess 
~ Somehow

the wind churns in the tree 
and the cherries fall 
all but one 
~ Except

the fresh linen 
smells of childhood 
only sometimes 
~ Only

in the attic 
old boxes lingering 
and your fragrance 
~ Lingering

before sunrise 
all dreams come true 
keep dreaming 
~ Before

wild things leap 
without thinking 
-: MAGA does, too
~ Without

too dry 
and too much rain 
every summer 
~ Always

listening to 
resonating silence 
perhaps a revelation 
~ Perhaps

in my garden 
cherry, plum, apple blossoms 
 are white, but … 
~ Unlike 

eventually 
even boys grow up 
-: or not 
~ Eventually

no people 
in the old church 
but prayers stay 
~ Silent

the family 
on the faded picture 
not beyond repair 
~ Beyond

and kilometers 
to go before I sleep 
frost vs. metric 
~ Versus 





Links and Annotations:
[1] National Haiku Writing Month https://www.facebook.com/NaHaiWriMo  
[2] „To help with haiku fundamentals, please have a look at "Becoming a Haiku Poet" at https://www.graceguts.com/essays/becoming-a-haiku-poet. Please review the "Haiku Checklist" at https://www.graceguts.com/essays/haiku-checklist. I also recommend to read: https://www.nahaiwrimo.com/why-no-5-7-5 
[3] https://www.nahaiwrimo.com/meet-the-prompters/mark-stuart-farrar  

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Brände in der Eifel - von Diefenbach aus betrachtet

 


Gestern rief ein Freund aus Köln an, der sich sorgte, weil er nicht mehr wußte, wie dicht ich in Diefenbach am Gebiet Hürtgenwald wohne. Da hatte ich überhaupt noch nichts von den Bränden mitbekommen. Aber als ich dann einige Minuten später zum Einkaufen fuhr, roch ich den Brand. Und heute ist es schon ganz anders, da bin ich kurz für Fotos rausgegangen und meine Wäsche riecht nun so, als hätte ich am Lagerfeuer gesessen. Ich habe dann die Die Nachrichten von Radio 700 gehört und jetzt im Internet eingesehen [1].


Da geschieht weit mehr, als ich erwartet hatte. Die Trockenheit hat zwar die Brände nicht ausgelöst, aber sie ist die Grundlage für die schnelle Ausdehnung der Brände. Eine Ursache für die einzelnen Brände haben die Nachrichten nicht gnannt. Im Hürtgenwald stehen mehr als 400 Hektar in Flammen. Im Bereich Baraque Michel konnten zwar die Flammen aufgehalten werden, aber sie ziehen in Richtung Drossart weiter. Die Ausdehnung hat eine Fläche von 850 Hektar erreicht. Von wo, ob von Westen oder von Norden wir hier eingenebelt oder ein besser eingeraucht werden, kann ich gar nicht sagen. Baraque Michel und Hürtgenwald sind beide etwa 30 Kilometer Luftlinie von Diefenbach entfernt. Eine Gefahr kann ich nicht sehen, aber sämtliche Arbeiten im Garten sowie in meinem Stall liegen jetzt erst mal brach. Für die Natur kommt es jetzt darauf an, daß aus den Talsperren genügend Wasser für Löschhubschrauber beziehungsweise auch für sonstige Löscharbeiten zur zur Verfügung stehen. Wir sollten auch nicht vergessen, daß im Hürtgenwald weiterhin Munition im Boden liegt, die bei solchen Bränden losgehen kann. Wir können nur hoffen, daß bei den Löscharbeiten niemand zu Schaden kommt.  




Links und Anmerkungen:
[1] https://radio700.eu/news 
[2] Hinweis bei 1]: „Wegen der Wasserentnahme der Hubschrauber sind auch die Zufahrten und Parkplätze zu den Talsperren in Eupen und Jalhay blockiert.“

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Friday, August 14, 2026

Mongolia – The Brightest Venus Ever


During my last visit to Mongolia, I saw the brightest Venus I have ever laid eyes on. It was a flight that might technically count as a night flight, though we actually took off from Frankfurt (FRA) in the early afternoon and landed in Ulaanbaatar (UBN) late in the evening—according to our internal clocks, at least. In reality, however, the next morning had already dawned. I looked out the window and saw the beautiful colors; suddenly, I thought: Venus couldn't possibly shine *that* brightly—I had never seen it look like that before. "Right," I thought, "I’ll just snap a quick photo." No sooner said than done. I basked for a while in the thought of this exceptionally bright Venus, only to be distracted by a sharply defined, very dark cloud in the sky. That is, until I realized that the dark cloud was actually a wing... and the Venus was a light at the wingtip? No, no, no! I won't let anyone convince me otherwise. Wingtip lights are position lights, and they flash. But this light was steady and clear—so it *was* Venus (Q.E.D.). No, I won't be swayed; I saw the brightest Venus ever seen on this planet.

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