Friday, March 13, 2026

FreitagsGedichte / #KurzLyrik 13.03.2026

 


Der Tag fällt vom Lichtbaum ab.
Große Flügel werden dunkler und dunkler.
Nun bauen die Träume
eifrig an einem Blumenstern.
Hans Arp [1]


Licht 
    in der 
UnEndlichen 
Dunkelheit 
Sind 
Die 
AufLodernden 
Sterne 
Nur 
LichtPunkte  
Aber 
Man nennt 
    Sie 
Auch Hoffnung
 
Singen
    laßt mich 
Noch 
Ein 
Wenig 
Singen 
In 
Meinem 
Garten 
Eden 
Oder 
Shangri-la 
Aber bitte 
    Hört 
Nicht zu

Am Strand 
    der feine 
Sand 
Am 
Strand 
Kann 
Nicht 
Musizieren 
Auch 
Wenn 
Die 
Brandung 
Röhrt 
Aber 
Der 
MuschelKalk 
Oder 
Die 
Kiesel 
Können 
Beim AusLaufen 
    Der 
Wellen singen 

Schönheit 
    manchMal 
Schmerzen 
Schönheit 
Kunst 
Harmonie
Weil 
Sich 
Doch 
So 
Viel 
Häßliches 
Künstliches 
DisHarmonisches 
Zeigen läßt 
    In 
Unserem Leben  
 
VerPaßt
    verpaßt haben 
Wir 
Den 
100. JahresTag 
Der 
OktoberRevolution 
Aber 
Es gab auch 
    Nichts 
Zu feiern 

Äolisch
    Drehung, Um-
Drehung 
Um 
UmDrehung 
Die 
Das 
WindRad 
Nicht 
Zählt
Aber 
Der 
Strom 
Zählt
Für den 
    Das 
WindRad ächzt  

AufSammeln 
    ich sammle 
Auf 
Das 
Laub 
Vom 
VerGangenen 
Jahr 
Und 
Es 
Raschelt 
Noch 
Aber 
Dann hört 
    Auch 
Das auf 

Realität 
In der Realität sind wir auch 
Nur in einem Film voll greller Farben 
Und dunklen Fluren
Unsere Stimmen verEbben 
In der zähFlüssigen Luft 
Es riecht nach unserer VerWesung 
Und eine Diele knarrt 

Blumen
    die Blumen 
Und 
Kränze 
Am 
Grab 
Sind 
VerWelkt 
Aber die 
    Trauer 
Sie bleibt 

Veilchen 
    über dem 
Violett 
Eines 
Veilchens 
Brummt 
Eine 
Hummel 
Bevor 
Sie sich 
    In die 
Blüte stürzt  

Die Erde 
    und was 
Wenn 
Die 
Erde 
Doch 
Nur 
Die KotKugel 
    Eines 
MistKäfers wäre? 

Der Fluß 
    ich lag 
Am 
Fluss 
Der 
Sich 
Geruhsam 
Durch 
Die 
FrühlingsFarben 
BeWegte 
Ganz langsam 
    Wie 
Meine Gedanken  


Links und Anmerkungen:

[1] Aus: Hans Arp [1a]: Neue Gedichte. In: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 4. Jahrgang 1956. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 305.
[1a] Hans Arp (1886-1966) war ein deutsch-französischer Maler, Grafiker, Bildhauer und Lyriker. Mitbegründer des Dadaismus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Arp   
[2] This footnote is intentionally left blank. 
https://www.youtube.com/watch?v=sGb4lAiVxRk 

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