So ward die Scheidewand gelegt,
Und auf den Grabstein hat geprägt
Die Ewigkeit ihr stummes Zeichen.
Annette von Droste-Hülshoff [1]
Und auf den Grabstein hat geprägt
Die Ewigkeit ihr stummes Zeichen.
Annette von Droste-Hülshoff [1]
Der zweite Sonntag nach Trinitatis hat die Kernaussage: Jeder ist an Gottes Tisch willkommen. Und: „Aus Fremdlingen werden Hausgenossen“ [2]. Der Wochenspruch lautet: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ [3] Der Gottesdienst zur Kreissynode Köln Rechtsrheinisch hatte als Lesung und Predigttext einen Abschnitt aus dem 1. Buch Samuel gewählt. Der Abschnitt ist übertitelt mit: „David gewinnt Jonatan zum Freund“ [4]. Dabei ging es um die queere Kirche. Das ist nicht so fern vom Anliegen des Sonntags, denn an Gottes Tisch ist Platz für alle und damit ist eine „bunt gemischte, wachsende Gemeinschaft, in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht,“ gemeint.
In der Lesung aus dem Alten Testament geht es um die „Einladung zum Gnadenbund Gottes“ [5]. Da heißt es: „Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst … so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben.“ Das klingt fast wie in der Werbung: „Geiz ist geil!“ Aber etwas anderes ist gemeint, denn es heißt später: „Siehe, du wirst Völker rufen, die du nicht kennst, und Völker, die dich nicht kennen, …“. Es geht darum, daß die Erde für alle da ist und die Erlösung allen Menschen offen steht.
Die Epistel für den aktuellen Sonntag paßt sich wunderbar ein, denn es geht um die „Einheit der Gemeinde aus Juden und Heiden“ [6]: „Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst fern wart, nahe geworden durch das Blut Christi.“
Im Evangelium geht es aktuell und „Das große Abendmahl“ [7], zu dem sich die geladenen Gäste entschuldigen lassen, dann aber „die Armen und Verkrüppelten und Blinden und Lahmen“ ins Haus geholt werden. Auch wenn die zunächst geladenen Gäste nicht gekommen sind, handelt es sich um ein Inklusivgesellschaft.
Das Altargesteck in Bergisch-Gladbach zur Kreissynode hätte ich doch lieber nicht aus der Nähe betrachten sollen, denn „from a distance“ hätte es weitaus besser ausgesehen. Bette Midler sang das Lied „From a Distance“, in dem es heißt: „From a distance, the world looks blue and green // God is watching us /
From a distance“ [8]. Vielleicht sollte ich daraus eine Lehre ziehen, aber ich bin eben nicht perfekt und gehe deshalb nahe an das Objekt. Gemessen an den Wortbeiträgen, die mit „Ja, öhm, genau“ begannen, war das eigentlich so schlecht auch wieder nicht. Dieses Thema ist aber auch schon im nächsten Sammelsurium zu finden, das ich in Kürze veröffentlichen werde. Vielleicht aber könnte man sich besonders dieses „genau“ schon einmal abgewöhnen: „Unbedingt!“ Wie ich es häufig in der kontemporären Literatur lese. Kommen wir aber zum Highlight, dem Gesteck von Küsterin Kerstin Schüer in Kall. Es lädt den Beschauer ein, über die liturgische Farbe Grün zu kontemplieren. Außerdem sind mit den roten Nelken Kontrapunkte gesetzt. So nennt man in der Musik die Gegenstimme, die zur Harmonie beträgt. Wenn wir noch einmal auf den Liedtext zurückkommen: „From a distance, there is harmony“. Ich wünsche einen harmonischen Beginn der neuen Woche.
From a distance“ [8]. Vielleicht sollte ich daraus eine Lehre ziehen, aber ich bin eben nicht perfekt und gehe deshalb nahe an das Objekt. Gemessen an den Wortbeiträgen, die mit „Ja, öhm, genau“ begannen, war das eigentlich so schlecht auch wieder nicht. Dieses Thema ist aber auch schon im nächsten Sammelsurium zu finden, das ich in Kürze veröffentlichen werde. Vielleicht aber könnte man sich besonders dieses „genau“ schon einmal abgewöhnen: „Unbedingt!“ Wie ich es häufig in der kontemporären Literatur lese. Kommen wir aber zum Highlight, dem Gesteck von Küsterin Kerstin Schüer in Kall. Es lädt den Beschauer ein, über die liturgische Farbe Grün zu kontemplieren. Außerdem sind mit den roten Nelken Kontrapunkte gesetzt. So nennt man in der Musik die Gegenstimme, die zur Harmonie beträgt. Wenn wir noch einmal auf den Liedtext zurückkommen: „From a distance, there is harmony“. Ich wünsche einen harmonischen Beginn der neuen Woche.
Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß
auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未).
Links und Anmerkungen:
[1] Annette von Droste-Hülshoff: Das geistliche Jahr. Union Verlag, Berlin 1952. S. 102-103. Am III. Sonntage nach Pfingsten.
[2] https://kirchenjahr-evangelisch.de/2-sonntag-nach-trinitatis/
[3] Mt 11,28
[4] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/1SA.18 1 Sa 18,1-5
[5] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/ISA.55 Jes 55,1–5
[6] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/EPH.2 Eph 2,(11–16)17–22
[7] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/LUK.14 Lk 14,(15)16–24
[8] From a Distance / Bette Midler – Youtube [8a] und Songtext [8b]
[8a] https://www.youtube.com/watch?v=FbovSrR6atE
[8b] https://www.songtexte.com/songtext/bette-midler/from-a-distance-53d2f3d9.html
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auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未).
Links und Anmerkungen:
[1] Annette von Droste-Hülshoff: Das geistliche Jahr. Union Verlag, Berlin 1952. S. 102-103. Am III. Sonntage nach Pfingsten.
[2] https://kirchenjahr-evangelisch.de/2-sonntag-nach-trinitatis/
[3] Mt 11,28
[4] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/1SA.18 1 Sa 18,1-5
[5] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/ISA.55 Jes 55,1–5
[6] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/EPH.2 Eph 2,(11–16)17–22
[7] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/LUK.14 Lk 14,(15)16–24
[8] From a Distance / Bette Midler – Youtube [8a] und Songtext [8b]
[8a] https://www.youtube.com/watch?v=FbovSrR6atE
[8b] https://www.songtexte.com/songtext/bette-midler/from-a-distance-53d2f3d9.html
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