Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2013 herausgegeben. 17 Dichterinnen und Dichter stellten jeweils zwei Lieblingsgedichte mit Kommentar vor. Von diesen AutorInnen wählte der Herausgeber je ein exemplarisches Gedicht aus und kommentierte es. In diesen Taschenkalender habe ich nun wieder Annotierungen und Assoziationen geschrieben. Vielleicht so ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2023-2026.
37. KW
Jan Wagner: paul gerhardt: „der mann wird einem baume gleich“
„... und die wände / der schlafenden beschreiben ...“ -: ein SchattenBanksy
HerbstBaum
der Baum
Wartet
Im
Regen
Auf
Den
Sturm
Der
Ihm
Die
Blätter
Raubt
Nachts
Steht
Er
Da
Bis der
Schnee
Ihn kleidet
„bevor er ausschlägt“ -: sehr konservativ; ich meine: bevor der Same keimt, „... hat er schon das rauschen / von laub im ohr“.
Während der Regen die letzten grünen Blätter poliert, wird einer dunklen Gestalt von anderen DunkelMännern die Fresse poliert und kein Polier ist mit dabei.
Paul Gerhardt: Wie schön ist's doch, Herr Jesus Christ -: ein KirchenLied, das nicht im Evangelischen Gesangbuch steht.
Jan Wagner -: Sonett – aabb cddc efe gfg
37. KW
Kommentar: Michael Braun
Metamorphose -: ich denke laufend, im Garten würde nichts wachsen oder sich ändern, aber wenn nicht zwei bis drei Jahre alte Bilder betrachte, dann sehe selbst ich, wie Änderung im Garten arbeitet.
„ hände – wände“ -: ich ließe rauschen – raschen, schreit – Schritt, Laterne – Schwärme, Kinder – Rinde, klettern – Blätter, Regen – entgegen als unsaubere Reime zu.
Den Baum Gerhardts mit den Ents vergleichen?
Nacht
nun ziehen
Wir
Uns
In
Die
Toten
Winkel
Der
Nacht
ZuRück
In
Denen
Auch
SternenGlanz
Nur matt
Noch
Uns erscheint
Ulmen
von den
Ulmen
Her
Weht
Wind
In die Nacht
Und
Die
Echos
Deiner Schritte
ErSchrecken
Nur dich
37. KW
Jan Wagner: paul gerhardt: „der mann wird einem baume gleich“
„... und die wände / der schlafenden beschreiben ...“ -: ein SchattenBanksy
HerbstBaum
der Baum
Wartet
Im
Regen
Auf
Den
Sturm
Der
Ihm
Die
Blätter
Raubt
Nachts
Steht
Er
Da
Bis der
Schnee
Ihn kleidet
„bevor er ausschlägt“ -: sehr konservativ; ich meine: bevor der Same keimt, „... hat er schon das rauschen / von laub im ohr“.
Während der Regen die letzten grünen Blätter poliert, wird einer dunklen Gestalt von anderen DunkelMännern die Fresse poliert und kein Polier ist mit dabei.
Paul Gerhardt: Wie schön ist's doch, Herr Jesus Christ -: ein KirchenLied, das nicht im Evangelischen Gesangbuch steht.
Jan Wagner -: Sonett – aabb cddc efe gfg
37. KW
Kommentar: Michael Braun
Metamorphose -: ich denke laufend, im Garten würde nichts wachsen oder sich ändern, aber wenn nicht zwei bis drei Jahre alte Bilder betrachte, dann sehe selbst ich, wie Änderung im Garten arbeitet.
„ hände – wände“ -: ich ließe rauschen – raschen, schreit – Schritt, Laterne – Schwärme, Kinder – Rinde, klettern – Blätter, Regen – entgegen als unsaubere Reime zu.
Den Baum Gerhardts mit den Ents vergleichen?
Nacht
nun ziehen
Wir
Uns
In
Die
Toten
Winkel
Der
Nacht
ZuRück
In
Denen
Auch
SternenGlanz
Nur matt
Noch
Uns erscheint
Ulmen
von den
Ulmen
Her
Weht
Wind
In die Nacht
Und
Die
Echos
Deiner Schritte
ErSchrecken
Nur dich
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