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Monday, May 18, 2026

Geplante Ausfahrt der A1 bei Satzvey (Eifel) – ein Irrwitz?

Ich las den „WochenSpiegel Schleiden“ vom 13.05.2026 und auf S. 14 den Artikel „Autobahnanschluß Nummer vier rückt näher“ [1]. Auf dem Luftbild (über Satzvey etwa in Richtung SO) sieht man die A1 und die Unterführung der L11 und viele Felder, viel Grün, kaum aber läßt sich der Golfclub Burg Zievel identifizieren [2]. Wenn man sich bei die geplante Ausfahrt auf Google Maps ansieht, kann man schon den Eindruck bekommen: da hat aber jemand ziemlich gut an der Golfanlage vorbei fotografiert [3]. Indes weiter zum Artikel: „Das Konzept passe genau zu den verkehrspolitischen Zielen: Innenstädte und Ortslagen zu entlasten, den Umstieg vom Auto auf die Schiene erleichtern und die vorhandene P&R-Anlage sowie den Bahnhaltepunkt sinnvoll einbinden.“ Tja, wie schön sich doch Politiker ihre Projekte reden können.

Die geplante Ausfahrt Satzvey liegt etwa 3 km von der Ausfahrt 111 (Wißkirchen) und etwa 5 km von der Ausfahrt 112 (Mechernich) entfernt. Das wären dann 3 Ausfahrten auf 8 km Autobahn. Zwischen Ausfahrt 110 und 111 liegen etwa 4,5 km und zwischen 112 und 113 liegen etwa 9 km. Hier kann ich überhaupt keinen Grund für eine weitere Ausfahrt entdecken.

Wie sieht es mit Entlastungen des Verkehrs aus? Der Artikel von Thorsten Wirtz in der Kölnischen Rundschau gibt darüber Auskunft [4]. Man erwarte eine Entlastung in Satzvey um täglich 1800 Kraftfahrzeuge. Toll! Nein, gar nicht so toll, denn z.B. die Ortsdurchfahrt Antweiler steigt von 3500 auf 6500 Kfz täglich. Die Fraktionsgemeinschaft von SPD, FDP und Linken befürchtet eine Verlagerung der Verkehrsprobleme Satzveys. Ich könnte mir vorstellen, daß die L61, die neben Katzvey verläuft, ebenfalls ein höheres Verkehrsaufkommen haben dürfte, aber dazu habe ich keine Berechnungen gefunden.

Kommen wir zur Satzveyer Bahnstation, diesem Knotenpunkt der Verkehrsplanung, der vom RB24 je Fahrtrichtung zweimal pro Stunde angefahren wird. Wer soll denn dazugewonnen werden? Was ist mit den Bahnhöfen Kall (RE22 und RB24), Mechernich (RE22 und RB24) oder Bad Münstereifel (S23)? Aber vielleicht sehe ich das zu pessimistisch, denn Wirtz berichtet, daß eine Verlegung der Satzveyer Bahnstation und der Bau einer großen Park-and-Ride-Anlage zum Gesamtkonzept der Stadtverwaltung gehöre. Was halte ich von diesem Konzept? Im Englischen hat man dafür extra einen Ausdruck gepägt: „Bullshit!“ Umbau der Satzveyer Bahnstation? das heißt wieder einmal mehr SEV – Schienenersatzverkehr. Da wir gerade beim Bus sind – warum nicht gleich auch einen Busbahnhof dorthin planen?! Ich wundere mich, daß dies in das Gesamtkonzept der Stadtverwaltung nicht eingepflegt wurde.

Als Kosten für einen neuen Autobahnanschluß Satzvey wurden 8,2 Millionen Euro genannt; da ist der Umbau Satzveyer Bahnstation allerdings nicht enthalten! „An den Gesamtkosten der geplanten Autobahnanbindung ist die Kommune nach derzeitigem Stand nicht beteiligt, diese werden zwischen Bund und Land aufgeteilt.“ [5] Das ist ist aber schlau gedacht. 

Einer meiner Brüder meinte, daß dieses Projekt einige Sumpfweiden aufwerten könnte, die man für den Ausbau der Abfahrt und zur Verlegung des Bahnhofes benötige. Eine durchaus berechtigte Ansicht. Ich tendiere mehr zur besseren Anbindung des Golfplatzes an die Autobahn als einer der wesentlichen Gründe für das Projekt. Beide Hypothesen sind natürlich nicht belegbar.

Björn Wassong, Fraktionsvorsitzender der CDU, wird zum Einsatz von Stadt, Verwaltung und Politik für den neuen Anschluß zitiert: „Wir finden das großartig.“ Das kann sogar für den Einsatz zur Förderung des Projektes stimmen. Das Projekt selbst finde ich grottentief schlecht und überflüssig. Vielleicht kann Nummer vier wieder in die Ferne rücken, aber ganz weit.



Links und Anmerkungen:
[1] Den Artikel kann man aktuell noch einsehen: 
https://wi-paper.de/show/8aba4c6de6ac/epaper 
[2] https://www.gcburgzievel.de/  
Auf Google Maps las ich: „Eine ausgezeichnete und gepflegte Anlage und ein sehr gutes Clubhaus Restaurant.“
[3] https://www.google.com/maps/place/50%C2%B037'10.6%22N+6%C2%B042'57.5%22E/@50.6200435,6.7169964,3277m/data=!3m1!1e3!4m4!3m3!8m2!3d50.619621!4d6.715959?entry=ttu&g_ep=EgoyMDI2MDUxMy4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D 
[4] Thorsten Wirtz: Neue A1-Zufahrt soll im Burgdorf Satzvey für Entlastung sorgen. [07.05.2026, 06:02 Uhr]
https://www.rundschau-online.de/region/euskirchen-eifel/mechernich/mechernich-neue-a1-zufahrt-soll-in-satzvey-fuer-entlastung-sorgen-1276341  
[5] https://www.mechernich.de/detail/nummer-vier-rueckt-naeher 

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Saturday, January 18, 2020

Autos und Leute




Wie die Menschen so sind. Ich fahre heute in ein Parkhaus und da sehe ich ein Sportauto, das zwar nicht verkehrswidrig geparkt war – und doch, es erregte meine Aufmerksamkeit.

Hier parkt jemand, um sein Auto zu zeigen und er parkt es so, dass zwei weitere Parkplätze nicht genutzt werden können, denn wenn rechts und links von ihm geparkt wird, kann er nicht mehr heraus. Manche Menschen brauchen das. Ich nehme an, dass es sich um jemanden mit wenig Selbstwertgefühl handelt.

In den letzten Wochen war eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h auf Autobahnen wieder einmal Thema. Nicht 100 km/h wie in Norwegen oder 120 km/h wie in Irland, 130 km/h wie in den meisten Ländern der EU. Wahrscheinlich geht es eben nicht nur darum, sein Auto zu zeigen, man muss auch schnell fahren. Schneller Fahren birgt aber auch mehr Gefahr. Weniger Geschwindigkeit hieße auch weniger Verkehrstote. Langsameres Fahren hieße aber auch weniger Schadstoffe, wie z.B. CO2.

Vielleicht könnte eine Selbstwertinitiative ein Schritt in die richtige Richtung sein:
·         Sich nicht mit anderen vergleichen
·         Den Perfektionismus ablegen
·         Etwas mehr an sich selbst als an andere denken
·         Sich etwas wert sein
·         Sich Träume erfüllen
·         Usw.

Dann spart man sich so ein Auto. Oder halt, wenn es der Traum ist … Aber dann parkt man es anders.

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Saturday, October 19, 2019

A3 zwischen der Auffahrt Köln-Dellbrück und Kreuz Leverkusen für Einsteiger



Ich habe einmal ein Buch zu EDV, PC & Co. für Ärzte geschrieben; dabei wies mich die Lektorin an, nicht von Anfängern sondern von Einsteigern zu sprechen. Das habe ich mir angewöhnt. Aber manchmal wähnt man sich von blutigen Anfängern umringt!

Ich frage mich jedes zweite Wochenende, was denn die Menschen auf die Strecke der A3 in Richtung Norden zwischen der Auffahrt Köln-Dellbrück und Kreuz Leverkusen treibt. Bei mir ist es klar – ich fahre zur Arbeit.

Die A3 ist zwischen der Auffahrt Köln-Dellbrück und Kreuz Leverkusen vier-spurig ausgebaut, aber es staut sich trotzdem. Und ich sehe laufend Autos, die von einer Spur auf die andere wechseln. Das ist dumm! Der Spurwechsel veranlasst andere zu bremsen. Der Verkehr wird dadurch langsamer. Keiner kommt schneller vorwärts, auch nicht der Spurwechsler.

Wenn Sie auf der A3 zwischen der Auffahrt Köln-Dellbrück und Kreuz Leverkusen fahren, dann gewöhnen Sie sich bitte an:
·         Bleiben Sie auf der Spur
·         Halten Sie genügend Abstand zum Auto vor Ihnen, damit Sie nicht hart bremsen müssen
·         Zwischen der dritten und vierten Spur links bilden Sie vorsorglich eine Rettungsgasse

Und vielleicht werden die Staus weniger.
Übrigens … das könnte man bei anderen Staus und anderen Autobahnen genauso machen.

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Monday, July 29, 2019

Mittelspurfahrer auf vierspuriger Autobahn




Heute in der Frühe gestatteten die Verkehrsverhältnisse (große Ferien) optimale Bedingungen für die Verkehrsbeobachtung (A3).

Sie fragen sich sicherlich auch, was machen die chronischen Mittelspurfahrer auf einer vierspurigen Autobahn? Stellen Sie sich vor, es ist Montag sehr früh und wenig Verkehr; sie überblicken mehr als einen Kilometer, auf der rechten Spur fahren auf dem Stück drei Automobile, einschließlich des Lastkraftwagens, den Sie gerade überholen. Vor Ihnen kein PKW und auch kein LKW. Ja, auf der dritten sehen Sie sieben oder acht PKWs. Die chronischen Mittelspurfahrer nutzen also die dritte Spur von rechts auf einer vierspurigen Autobahn. Warum machen sie das? Wahrscheinlich haben sie sich ausgerechnet, dass man dort den Verkehr noch effektiver behindern kann.

Bonusbereich
Hier sind wir schon im Bonusbereich. Ebenso sah ich heute in der Frühe ein Ehepaar hinter dem havarierten PKW mit Anhänger. Beide trugen eine Warnweste, der Mann in Orange und die Frau in Gelb. Sie hüllte sich gerade in eine Decke; warum frage ich mich, denn die Temperatur war mit 18° C recht angenehm. Aber da kam mir eine Idee, die man sicherlich kommerziell nutzen kann. Anstatt Warnwesten ziehen wir Warnunterwäsche an – dann ist man immer für den Notfall gewappnet und muss nicht erst die blöde Warnweste suchen.

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Friday, March 8, 2019

Baustellendurchfahrt der A3 zwischen Wiescheid und Hilden


Auf der Baustellendurchfahrt der A3 zwischen Wiescheid und Hilden musste ich heute Morgen stutzen, denn ich fuhr bereits auf der äußersten linken Spur und die ist links von der Mittelleitplanke. Da sah ich ein Schild, das die Durchfahrt für Fahrzeuge über 3,5 t verbot. Folgendes ging mir durch den Kopf, als ich mir vorstellte, ich würde hier mit einem Kleinlaster von 7,5 t fahren: „Ach, du Schreck! Jetzt fahre ich hier mit einem viel zu schweren Laster!“ Und nun? Was könnte ich machen? Rechts neben mir ist die Leitplanke. Ich komme nicht mehr hinüber. Da könnte nur noch Scotty helfen, indem er den Laster auf die richtige Spur beamt.

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