Blog von Dr. med. Lothar M. Kirsch / 祁建德 // Poetry / Travels / Languages / Rheumatic Diseases / Tea
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Friday, March 15, 2013
Fibromyalgie – Paradigmenwechsel?
Haben Sie es auch gelesen? Da wird ein Paradigmenwechsel eingeläutet. Und ich meine verfrüht. Link: http://derstandard.at/1363239085489/Fibromyalgie-Erster-Nachweis-erbracht
N=25 soll einen Paradigmenwechsel einleiten? So funktioniert Wissenschaft gerade nicht. Ein Paradigmenwechsel von peripher- zu zentral-nervösen Veränderungen hatte stattgefunden und das zu Recht. Dort ist die Forschung zum Fibromyalgiesyndrom in den letzten zwei Jahrzehnten vorangekommen. Ein Paradigmenwechsel zu periphernervösen Veränderungen wäre allenfalls ein Rückschritt.
S.H. Kim an colleagues, who belongs to the team around Daniel Clauw, published a paper in 2008: “Characteristic electron microscopic findings in the skin of patients with fibromyalgia--preliminary study.” They concluded: “If these findings are replicated in a larger study, these abnormalities may contribute to, or be due to, the lower pain threshold seen in FMS patients.” Link: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18323007. Eine weitere Studie folgte aber in den letzten fünf Jahren nicht. Warum??? Wahrscheinlich doch, weil es sich um eine Sackgasse handelt. Eine Sensation, wie sie jetzt in Würzburg ausgerufen wird, hätte sich Daniel Clauw sicherlich auch gerne an die Fahne geheftet.
Im letzten Jahrzehnt ist ausgiebig versucht worden, das Fibromyalgiesyndrom mit den Arzneimitteln zu behandeln, die bei einer peripher-neuropathischen Störung eingesetzt werden. Der durchschlagende Erfolg ist ausgeblieben. Link: http://rheumatologe.blogspot.de/2012/07/fibromyalgiesyndrom-informationen-zum.html
Sturm im Wasserglas – warten wir einmal ab, was bei genauer Überprüfung übrig bleibt von einem Paradigmenwechsel beim Fibromyalgiesyndrom.
Nachtrag am 15.03.2013
Ich habe gerade auf Twitter von @FitToHike den Link zum englischen Abstract für die Veröffentlichung aus Würzburg erhalten: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23474848. Thanks Lois!
Thursday, August 23, 2012
Fruktoseintoleranz und Fibromyalgiesyndrom
Ich lese in Fibromyalgie-Aktuell Ausgabe März 2012, dass die Fruktoseintoleranz über einen niedrigen Serotoninspiegel etwas mit dem Fibromyalgiesyndrom zu tun haben soll. Die hereditäre Fruktoseintoleranz kann nicht gemeint sein, denn die ist mit einer Inzidenz von 1:130.000 eine seltene Erkrankung (Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Heredit%C3%A4re_Fruktoseintoleranz). Wahrscheinlich ist die intestinale Fruktoseintoleranz gemeint (Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Intestinale_Fruktoseintoleranz) Es könnte durchaus sein, dass ein niedriger Serotoninspiel eine Rolle bei der Ausbildung depressiver Symptome spielt, aber es handelt sich um eine 2001 geäußerte Hypothese, die noch auf Bestätigung wartet. Die Idee, Fibromyalgie durch Serotonin behandeln zu können, stellte sich als Sackgasse heraus. Wenn Fruktose durch Gärung im Dickdarm für Symptome wie Schmerzen, Blähungen oder Durchfall sorgt, dann ist es sicherlich sinnvoll, diätetische Maßnahmen zu ergreifen. Diäthinweise finden sich unter: http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=571.
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