Sunday, April 5, 2026

Die Wehrkirche St. Peter in Berndorf, Eifel

 


„Hand hoch, wer kennt Berndorf nicht?“ werfe ich mal in die Runde und werde es später auflösen. Berndorf liegt in der Vulkaneifel und gehört der Verbandsgemeinde Gerolstein an [1]. Der Ort hatte 510 Einwohner (Ende 2024). Im Jahre 1121 wurde der Ort erstmals urkundlich als „Berendorp“ erwähnt als das Kloster Steinfeld mit seinen Besitzungen an die Erzdiozöse Köln fiel (ich weiß, daß dies viel genauer geht, aber dafür gibt es die Anmerkungen). Nach dem Liber valoris wurde die Pfarrei „Berindorp“ genannt. In diesem Ort gibt es zwei Kirchen, die Wehrkirche St. Peter oben am Friedhof und etwas darunter liegend, die 1927 erbaute Pfarrkirche St. Peter, um die wir uns aber nicht kümmern wollen, denn die war abgeschlossen [2].

Bevor wir uns um die Wehrkirche kümmern, werfe ich nochmals den Ortsnamen Berndorf in die Runde. Michael Preute [3] hatte 23 Eifel-Krimis mit einer Auflage von 4-6 Millionen Exemplaren geschrieben und sein Verleger riet ihm Verleger zu dem Pseudonym „Jacques“, um die Romane von anderen Publikationen zu trennen, und Michael Preute ergänzte den Namen mit seinem damaligen Wohnort Berndorf.



Über die Wehrkirche St. Peter gibt es im Internet nur zwei kurze Absätze [4], keinen Wikipedia-Eintrag, keine Auflistung des Fenster bei Glasmalerei des 20. Jahrhunderts und da die Kirche keine Orgel besitzt, auch nichts über die Orgel. Einige Informationen finden sich aber an der Kirche selbst. Den Kirchenraum kann man einsehen, aber nicht begehen.

Die Wehrkirche wurde zwischen 1513 und 1515 erbaut, wobei Chor und Sakristei an eine noch ältere Kirche angebaut wurden. Die Kirche steht auf einer Anhöhe und wurde deshalb mehrfach durch Stürme oder Blitzeinschlag beschädigt. 1545 entstand der Turm. Zwischen 1748-1948 bestand eine Zeltdachpyramide als Turmdach und ab 1948 ein Satteldach. Die heutige Form der Kirche ist auf Renovierungsarbeiten zwischen 1961-1965 zurückzuführen.  „Links vom Chorbogen erblickt man eine Holzfigur des hl. Leonhard (um 1750), auf der rechten Seite steht die hl. Barbara (um 1680).“ Das Alter der Eingangstür wird auf etwa 500 Jahre geschätzt. Die Fresken, die teilweise schon vor Jahrhunderten bei Baumaßnahmen zerstört wurden, sind nur schlecht zu sehen. Das gilt auch für die Fenster. 

Am 08.09.1988 wurde die Wehrkirche als schutzwürdiges Kulturgut nach der Haager Konvention gekennzeichnet. Ich rate zum Besuch.






Links und Anmerkungen:
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Berndorf_(Eifel)  
[2] Ich liebe es gar nicht, wenn Kirchen verschlossen sind, kann aber Ängste vor Diebstahl nachvollziehen.
[3] Michael Preute (1936-2022), Pseudonym Jacques Berndorf, war ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Er lebte Dreis-Brück bei Hillesheim. Wikipedia weiß außerdem: „Nach seinem Abitur begann er in Köln ein Medizinstudium.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_Berndorf 
[4] https://www.eifel.info/pois/wehrkirche-berndorf und 
http://www.st-martin-hillesheim.de/index.php/pfarreien/kirchen/berndorf 


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