Sunday, March 10, 2024

Altargesteck am 10.03.2024 Lätare

 



Der heutige Sonntag heißt Lätare oder Laetare [1]. Laetare ist Lateinisch und bedeutet „freue dich“ oder auch „freuet euch“. Es geht zurück auf eine Stelle im Buch Jesaja: „Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie lieb habt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid.“ (laetare ierusalem. et conventum facite omnes qui diligitis eam. gaudete cum laetitia, qui in tristitia fuistis. ut exsultetis, et satiemini ab uberibus consolationis vestrae.) [2]  

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“ - so lautet der Wochenspruch [3]. Und demnach sollte eine Textstelle aus dem Johannesevangelium folgen [4], aber es kam ganz anders, denn auch die Epistellesung hatte sich geändert. Anstatt aus dem dem 2. Brief an die Korinther erfolgte die Lesung aus dem 1. Brief an die Korinther. Ging ein Raunen durch die Menge der Gottesdienstbesuch? Nein, denn alles hatte seine Ordnung …

Es handelte sich wirklich um eine große Anzahl von GottesdienstbesucherInnen. Das war überhaupt nicht ungewöhnlich für so einen Gottesdienst.

Lätare kann man auch als ein kleines Osterfest in der Passionszeit deuten. Es zeigt sich die Hoffnung auf das neue Leben. Und da können wir einsteigen, denn es hatte etwas Neues gegeben, nämlich die Wahl des Presbyteriums und das wurde heute eingeführt [5]. Der Gottesdienst wurde von Chorgesang (gemeinsamer Chor aller Kantoreien) und Musikstücken am Flügel und Trompete eingerahmt.



So kam es denn, daß aus dem 1. Korintherbrief vorgelesen wurde [6]: „Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist.“ Das forderte einfach der Anlaß! Und dazu paßte auch die Lesung aus dem 5. Kapitel des Matthäusevangeliums [7]: „Ihr seid das Salz der Erde.“ Und: „Ihr seid das Licht der Welt.“

Das Altargesteck zeigt die liturgische Farbe Violett. In manchen lutherischen Gemeinden wird die liturgische Farbe Violett zu Rosa aufgehellt; das geschieht nur an zwei Sonntagen, nämlich Gaudete und Laetare [8]. Aber machen wir es nicht zu kompliziert. Es ist ein schönes Gesteck … und die Feier nach dem Gottesdienst hat auch gefallen.




Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß
auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未).

Links und Anmerkungen:

[1] https://www.kirchenjahr-evangelisch.de/article.php#1303  
[2] https://www.bibleserver.com/LUT/Jesaja66 Jes 66,10  
[3] Joh 12,24
[4] https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lesen/LU17/JHN.12/Johannes-12  Joh 12,20-24 (Ankündigung der Verherrlichung)
[5] Und wer jetzt ganz schnell ist, der kann sich das neue Presbyterium (Gruppenbild) hier anschauen: https://evangelisch-in-koeln-dellbrueck-holweide.de/ und im einzelnen hier (wird langfristig zu sehen sein: https://evangelisch-in-koeln-dellbrueck-holweide.de/unser-presbyterium-2024/
[6] https://www.bibleserver.com/LUT/1.Korinther12 1. Kor 12,4-11
[7] https://www.bibleserver.com/LUT/Matth%C3%A4us5 Mt 5,13-16
[8] Ich weiß, da wiederhole ich mich, aber auch die Sonntage wiederholen sich im Kirchenjahr: https://rheumatologe.blogspot.com/2023/03/altargesteck-am-19032023-laetare.html … und hohl ist es schon gar nicht.


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