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Wednesday, September 9, 2026

Gedichte anläßlich der Reise durch die Mongolei im Juli 2026 – Teil 7


Die Gedichte hier haben nicht unbedingt mit der Mongolei zu tun, aber sie sind während einer sehr beschwerlichen Reise vom Nordwesten des Landes bis zurück nach Ulaanbaatar (Улаанбаатар) entstanden. Gerade der Bereich im Nordwesten ist noch sehr ursprünglich mit wenigen Ger Camps [1] ausgestattet, so daß man zelten muß. Unsere Zelte wurden mehrfach niedergeweht. Im Wüstensand sind die Furgons [2] stecken geblieben oder die Route mußte geändert werden, da Gebiete unter Quarantäne standen. Oft gab es tagelang keine Elektrizität und schon gar keinen Internet-Zugang. Es war eine sehr schöne Reise. Hier aber geht die lyrische Reise weiter.


Der Kuß
    nicht den
Mund
Küßte
Er
Er
Nahm
Ihre
Hand
Und 
Hauchte
Einen
Kuß
Über
Sie
Der rote
    Mund
Blieb unBerührt

SichelMond
    der geNeigte
SichelMond
Ist
Ein
Boomerang
Der 
Jede
Nacht
GeWorfen
Wird
Um NieMals
    Mehr
ZuRückZuKehren

Steppe

    in der
weiten 
Steppe
Von
Hügelns
BeGrenzt
Traben
Die
Pferde
Und hin
    Und Wieder
Ein Nomade

Mongolisch
    das verWitterte
GeRippe
In
Der
Mongolischen
Steppe
Zwischen
WerMut
Und 
SchnittLauch
Kein
BeGräbnis
Wir trauern
    Anders
In der Steppe

KatzenMinze
    die Hummeln
Eilen
Schweigend
Von
Blüte
Zu Blüte
Zu
Kostbar
Ist die
Zeit
Des 
Sommers
Wir aber
    BeGnügen
Uns mit Silber

Kaleidoskop
    ich drehte
Die
Scherben
Im
Kaleidoskop
So
Lange
Bis
Sie
Mit
Dem
WeltAll
ÜberEinStimmten
Und
    Was
Dann?

Sterne
    als wir
ErWachten
Waren
Die
Sterne
Vom
Himmel
GeFallen
Aber
Am
Tag
Wer
Sieht
Das 
Schon
Und nachts
     War da
Die Stadt 

Ger
    eine runde
Öffnung
Oben
Im
GerKranz
Für
Den
Tengri
Eine
RechtEckige
Öffnung unten
    Für
Die Menschen [3]

Wagen
Hoch auf dem Wagen
Wir wagen
Wir wägen
Wir wiegen
Auf Waagen
Würden wir
Weniger wiegen und wägen
Und mehr wagen
Unser Wagen würde fahren

VerStehen
    wir liefen
Den
Purzelnden
Wörtern
Den
AbHang
HinterHer
VorBei
An
Drei
SchwarzPappeln
Aus der Tiefe
Die
Sich
Hinter
Dem 
Spiegel des Sees
VerBarg
Trieben Sätze
    An
Die OberFläche

Segen 
    der Regen 
Segnet 
Das 
Land 
Und 
Wir 
Dürfen 
EinAnder 
Segnen 
Oder können 
    Es 
Gott überLassen  

 

Links und Anmerkungen:
[1] Ger Camps bestehen aus Gers (die Jurten der Mongolen) und sanitären Anlagen. Hierzu aber habe ich schon einmal geschrieben:
Mongolia – Staying in the Ger 
https://rheumatologe.blogspot.com/2022/10/mongolia-staying-in-ger.html 
Mongolia – Some Petroglyphs in the Orkhon Valley
https://rheumatologe.blogspot.com/2024/04/mongolia-some-petroglyphs-
in-orkhon.html
[2] Furgons sind geländegängige Fahrzeuge und haben kaum Elektronik sondern alles ist Mechanik, so daß die Fahrer Reparaturen während der Tour durchführen können. Der russische Begriff Furgon (фургон) bedeutet Kastenwagen oder Transporter, auch der Begriff Buchanka (Буханка) – Laib Brot wird benutzt. Die korrekte Bezeichnung ist UAZ-452 (russisch УАЗ-452), also ein Kleintransporter des sowjetischen/russischen Herstellers UAZ, der seit 1965 gebaut wird. Übrigens wurde ein Motor auf dieser Reise neben den Zelten völlig auseinander genommen.
https://de.wikipedia.org/wiki/UAZ-452 
[3] Ger – Mongolische Jurte
Tengri – Himmel 
 
.
 


Wednesday, September 2, 2026

Gedichte anläßlich der Reise durch die Mongolei im Juli 2026 – Teil 6


Die Gedichte hier haben nicht unbedingt mit der Mongolei zu tun, aber sie sind während einer sehr beschwerlichen Reise vom Nordwesten des Landes bis zurück nach Ulaanbaatar (Улаанбаатар) entstanden. Gerade der Bereich im Nordwesten ist noch sehr ursprünglich mit wenigen Ger Camps [1] ausgestattet, so daß man zelten muß. Unsere Zelte wurden mehrfach niedergeweht. Im Wüstensand sind die Furgons [2] stecken geblieben oder die Route mußte geändert werden, da Gebiete unter Quarantäne standen. Oft gab es tagelang keine Elektrizität und schon gar keinen Internet-Zugang. Es war eine sehr schöne Reise. Hier aber geht die lyrische Reise weiter.


Stimmen
    da sind
Stimmen
Vor
Dem
Ger
Die
Nicht
Weichen
Wollen
Aber
Der Regen
   Spricht
In Tropfen

Blicke
    wir blickten
Auf
Vom
Teller
Und
Über
Den
TellerRand
Dein
Schweigen
GeRann
Und dann -:
Der Kristall
    Unseres
Schweigens
 
MittagEssen beim Kadaver
Ich folgte dem Flug des Geiers
Mit Händen und Augen
Doch er hatte kein Ziel
Der Kadaver war schon abgenagt

Die UmHerIrrenden
    in den
Dünen
Der 
Nacht
Irren
Die
Wanderer
Mit 
StirnLeuchten
Sie Bräuchten
    Sie
Nur ausSchalten

SchlammFluten

Wir fahren mit den SchlammFluten
Der Regen Prasselt herAb
Die Münder schweigen eine Weile
Die Angst erGreift unsere Herzen
Tief wühlt sich ein Rad
In den Schlamm und unsere Seelen
Dann stoppt der Regen
Das Wasser rauscht zu Tal
Das Schweigen weicht
Wir fassen neuen Mut und Hoffnung

Stille, gebohnert
    wir schreiten
Durch
GeBohnerte
Gänge
Leichten 
Schritts
Stellen 
Uns
Auf
Als
Chor
Und
Treten ohne
    Gesang
Wieder ab

NachtRitt
    Yak oder
Rind
Im
Geröll
Klingen
Die
Schritte
Gleich
Laß
Mich
Das 
Pferd
Der
Nacht
BeSteigen
Hengst oder
    Stute
Ist egal

Lehre
    du leerst
Deine
Hohle
Hand
Von
Wasser
Luft
Ideen
Gefühlen
Und lehrst
    Sie
Zu empfangen

VerTrauen
    du kannst
Den
SandUhren
Nicht
Trauen
Mal
VerLieren
Sie
Zeit
Mal
VerLieren
Sie
Sand
Aber
Laß die
    Ewigkeit
Das entScheiden
 
 



Links und Anmerkungen:

[1] Ger Camps bestehen aus Gers (die Jurten der Mongolen) und sanitären Anlagen. Hierzu aber habe ich schon einmal geschrieben:
Mongolia – Staying in the Ger 
https://rheumatologe.blogspot.com/2022/10/mongolia-staying-in-ger.html 
Mongolia – Some Petroglyphs in the Orkhon Valley https://rheumatologe.blogspot.com/2024/04/mongolia-some-petroglyphs-
in-orkhon.html

[2] Furgons sind geländegängige Fahrzeuge und haben kaum Elektronik sondern alles ist Mechanik, so daß die Fahrer Reparaturen während der Tour durchführen können. Der russische Begriff Furgon (фургон) bedeutet Kastenwagen oder Transporter, auch der Begriff Buchanka (Буханка) – Laib Brot wird benutzt. Die korrekte Bezeichnung ist UAZ-452 (russisch УАЗ-452), also ein Kleintransporter des sowjetischen/russischen Herstellers UAZ, der seit 1965 gebaut wird. Übrigens wurde ein Motor auf dieser Reise neben den Zelten völlig auseinander genommen.
https://de.wikipedia.org/wiki/UAZ-452 

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Saturday, August 22, 2026

Gedichte anläßlich der Reise durch die Mongolei im Juli 2026 – Teil 5


Die Gedichte hier haben nicht unbedingt mit der Mongolei zu tun, aber sie sind während einer sehr beschwerlichen Reise im Nordwesten des Landes entstanden. Dieser Bereich ist noch sehr ursprünglich mit wenigen Ger Camps [1], so daß man zelten muß. Unsere Zelte wurden mehrfach niedergeweht. Im Wüstensand sind die Furgons [2] stecken geblieben oder die Route mußte geändert werden, da Gebiete unter Quarantäne standen. Oft gab es tagelang keine Elektrizität und schon gar keinen Internet-Zugang. Es war eine sehr schöne Reise. Hier aber geht die lyrische Reise weiter.


KrixAxt
    die KrixAxt
Spaltet 
Kein
Holz
Sondern
Schädel
Ach 
Würde
Sie
Doch einfach
    Nur
Axt heißen

AmeisenEier
    all die 
AmeisenEier 
Und 
Kein
Einziger 
SchmetterLing [3]
    EntSpringt 
Ihnen

Blutend
   die blutenden
Worte
Die 
Deinen
Mund
Nie
VerLießen
Die
Du
GeSchluckt 
Hast
Nun brechen
    Sie
Doch herVor

Vom See
    bei Sonnen-
UnterGang
Funkelten
Die
Rubine
Des 
Sees
Und 
In
Den
Schatten
VerFingen
Wir uns
    Mit 
Der Ewigkeit

YakBulle
    unter der
GeStalt
Eines 
YakBullen
Zittert
Die
Steppe
Ihr 
Lied
Sein Grunzen
    WiederHolen
Die BergSchroffen

Schatten
    du wirfst
Schatten
Um
Schatten
In
Den
AusGetrockneten
Brunnen
Aber
Was
Wird
Aus
Ihm
HerVorKommen
Wenn einst
    Wieder
Regen fällt

KirschBäume
    nach AbWurf
Der
Bombe
Weht
Asche
Von
Den
KirschBäumen
Wie
KirschBlüten
So trostLos
    Und
HoffnungsVoll zuGleich

EiterPickel
    die Ewigkeit
VerSucht
Nicht
Die
EiterPickel
Der
Geschichte
Zu
Beseitigen
Die Ewigkeit
    ErTrägt
Sie einFach

Turm
    der schiefe
Turm
 Von
  Pisa
   Lehnt
    Sich
     Mal
      An
       Den
        Tag
         Mal 
          An 
           Die
            Nacht
Und bleibt
    Doch
Immer schief





Links und Anmerkungen:
[1] Ger Camps bestehen aus Gers (die Jurten der Mongolen) und sanitären Anlagen. Hierzu aber habe ich schon einmal geschrieben:
Mongolia – Staying in the Ger 
https://rheumatologe.blogspot.com/2022/10/mongolia-staying-in-ger.html 
Mongolia – Some Petroglyphs in the Orkhon Valley https://rheumatologe.blogspot.com/2024/04/mongolia-some-petroglyphs-
in-orkhon.html

[2] Furgons sind geländegängige Fahrzeuge und haben kaum Elektronik sondern alles ist Mechanik, so daß die Fahrer Reparaturen während der Tour durchführen können. Der russische Begriff Furgon (фургон) bedeutet Kastenwagen oder Transporter, auch der Begriff Buchanka (Буханка) – Laib Brot wird benutzt. Die korrekte Bezeichnung ist UAZ-452 (russisch УАЗ-452), also ein Kleintransporter des sowjetischen/russischen Herstellers UAZ, der seit 1965 gebaut wird. Übrigens wurde ein Motor auf dieser Reise neben den Zelten völlig auseinander genommen.
https://de.wikipedia.org/wiki/UAZ-452 
[3] Ling – – Null 

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Sunday, August 16, 2026

Gedichte anläßlich der Reise durch die Mongolei im Juli 2026 – Teil 4


Die Gedichte hier haben nicht unbedingt mit der Mongolei zu tun, aber sie sind während einer sehr beschwerlichen Reise im Nordwesten des Landes entstanden. Dieser Bereich ist noch sehr ursprünglich mit wenigen Ger Camps [1], so daß man zelten muß. Unsere Zelte wurden mehrfach niedergeweht. Im Wüstensand sind die Furgons [2] stecken geblieben oder die Route mußte geändert werden, da Gebiete unter Quarantäne standen. Oft gab es tagelang keine Elektrizität und schon gar keinen Internet-Zugang. Es war eine sehr schöne Reise. Hier aber geht die lyrische Reise weiter.

Nebel
    das Sonnen-
Licht
Fängt
Sich
Im
Nebel
Und
Die Lärchen
    Schweigen
Schwarz daVor 

FeuerStelle
    die Glut
In
Der
FeuerStelle
Hat 
Die 
Nacht 
ÜberDauert
Nun
Steigt
Weißer Rauch
    Auf in
Die MorgenRöte

Der Kuss
    voller Sehn-
Sucht
Streckt
Sich
Der
Fels
In 
Den 
Himmel
Unter ihm zartes Grün im GeRöll
Da senkt sich eine wirre Wolke
Streift 
VorBei
Und
DaBei küsst
    Sie
Ihn sanft

ZurückGelassen
    du hast
Uns
VerLassen -:
Durch
Die
Pappeln
Her
Läßt
Du
Wind
Wehen
Aber
Wir verStehen
    Dich
Nicht mehr

Klirrend
    in der
Klirrend
Kalten
Nacht
Klirrten
Die Gläser
Und 
Wir
Tranken
Den Schampus
    BeVor
Er geFror

Kerze
    sei wie
Die
Kerze
AufRecht
Gerade
KerzenGerade
Und 
Lebe
Nicht
Nur
Wenn du
    Brennst
Und verGehst

SchienenStrang

Ich liebe die Freiheit des SchienenStrangs
Auch wenn sie nur eine Illusion ist
Die AutoBahn hat ihre Freiheiten
Und die Routen der Schiffe und FlugZeuge
Ich liebe die Freiheit des SchienenStrangs
Die von Jack London als Hobo
Und die als Interrailer




Links und Anmerkungen:
[1] Ger Camps bestehen aus Gers (die Jurten der Mongolen) und sanitären Anlagen. Hierzu aber habe ich schon einmal geschrieben:
Mongolia – Staying in the Ger 
https://rheumatologe.blogspot.com/2022/10/mongolia-staying-in-ger.html 
Mongolia – Some Petroglyphs in the Orkhon Valley https://rheumatologe.blogspot.com/2024/04/mongolia-some-petroglyphs-
in-orkhon.html

[2] Furgons sind geländegängige Fahrzeuge und haben kaum Elektronik sondern alles ist Mechanik, so daß die Fahrer Reparaturen während der Tour durchführen können. Der russische Begriff Furgon (фургон) bedeutet Kastenwagen oder Transporter, auch der Begriff Buchanka (Буханка) – Laib Brot wird benutzt. Die korrkte Bezeichnung ist UAZ-452 (russisch УАЗ-452), also ein Kleintransporter des sowjetischen/russischen Herstellers UAZ, der seit 1965 gebaut wird. Übrigens wurde ein Motor völlig auseinander genommen.
https://de.wikipedia.org/wiki/UAZ-452 

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Sunday, August 9, 2026

Gedichte anläßlich der Reise durch die Mongolei im Juli 2026 – Teil 3

 


Die Gedichte hier haben nicht unbedingt mit der Mongolei zu tun, aber sie sind während einer sehr beschwerlichen Reise im Nordwesten des Landes entstanden. Dieser Bereich ist noch sehr ursprünglich mit wenigen Ger Camps [1], so daß man zelten muß. Unsere Zelte wurden mehrfach niedergeweht. Im Wüstensand sind die Furgons [2] stecken geblieben oder die Route mußte geändert werden, da Gebiete unter Quarantäne standen. Oft gab es tagelang keine Elektrizität oder und schon gar keinen Internet-Zugang. Es war eine sehr schöne Reise. Aber hier geht die lyrische Reise weiter.


Achit Nuur [3]
Blau
HügelKette u HügelKette schwingt sich vor einAnder [Westen]
Rot
Diesige Berge hinter dem roten Berg, von dem der Sand der VerGänglichkeit rieselt [Norden]
Grün
Zwischen See und Lagune wiegt sich ein grüner SchilfGürtel [Osten]
Grau
Grauer Fels und heller Sand, der über dem See wacht [Süden]
Weiß
Ich sitze und sinne und die Gedanken treiben im Wind unter den weißen Wölkchen [Mitte]

Els [4]

    Wind und
Regen
Malen
Symbole
In
Den
Sand
Des
Els
BeVor
Sie VerWehen
Müssen Chiffren
    Aus
Ihnen werden

Am Fluß [5]
Die ScharzUlmen beWegen sich kaum
Dann steht die Luft still
Aber der Fluß erZählt in den FlußSchnellen
Und glitzert im SonnenLicht
Ein paar Steine rollen im FlußBett
Von hoch ober ruft ein Milan [6]
Eine Herde Yaks geht langsam zu Furt
Ein MutterTier ruft ihr Kalb
Die anderen warten im Wasser
Das Kälbchen kommt
Die Herde überQuert den Fluß
Um in einem Wäldchen zu verSchwinden
Ich sitze am Fluß
Und schließe die Augen
Das Feuer om VorAbend raucht noch
Ich lausche dem Fluß
Bis die GeSchichte vollständig ist

SteppenBlüten
    grell bühen
Die
Blumen
Der
Steppe
Denn 
Der
Weg
Der
Hummel
Ist 
Weit
Weit ist
    Auch
Unser Weg

Fels
    der ver-
Witterte
Fels
Läßt
Sand
Und
Steine
Zu
Tal
Rollen
Und Pferde
    Gallopieren
Ihnen vorAn
 



Links und Anmerkungen:
[1] Ger Camps bestehen aus Gers (die Jurten der Mongolen) und sanitären Anlagen. Hierzu aber habe ich schon einmal geschrieben:
Mongolia – Staying in the Ger 
https://rheumatologe.blogspot.com/2022/10/mongolia-staying-in-ger.html 
Mongolia – Some Petroglyphs in the Orkhon Valley https://rheumatologe.blogspot.com/2024/04/mongolia-some-petroglyphs-
in-orkhon.html

[2] Furgons sind geländegängige Fahrzeuge und haben kaum Elektronik sondern alles ist Mechanik, so daß die Fahrer Reparaturen während der Tour durchführen können. Der russische Begriff Furgon (фургон) bedeutet Kastenwagen oder Transporter, auch der Begriff Buchanka (Буханка) – Laib Brot wird benutzt. Die korrkte Bezeichnung ist UAZ-452 (russisch УАЗ-452), also ein Kleintransporter des sowjetischen/russischen Herstellers UAZ, der seit 1965 gebaut wird. Übrigens wurde ein Motor völlig auseinander genommen.
https://de.wikipedia.org/wiki/UAZ-452 
[3] Da kamen wir nicht weiter genossen aber einen Abend und einen Morgen oberhalb des Sees.
[3a]Reisen durch die Mongolei im Juli 2026 und im Juni 2023 
https://rheumatologe.blogspot.com/2026/08/reisen-durch-die-mongolei-im-juli-2026.htm
[3b]The Boss of Achit Nuur 
https://rheumatologe.blogspot.com/2023/07/the-boss-of-achit-nuur.html  
[3c] Mehr über den See:
https://en.wikipedia.org/wiki/Achit_Lake 
[4] Els (Элс) bedeutet Sand, Düne 
[4a] Diese ist im Gedicht allerdings nicht gement:
Mongolia – Khonggoryn Els or the Singing Dunes 
https://rheumatologe.blogspot.com/2022/10/mongolia-khonggoryn-els-or-singing-dunes.html 
[5] Es handelt sich um den Bogdo Gol, auch Bogdin gol (Богдын гол).
[5a] Mongolia – The Bogd Waterfall and Power Plant 
https://rheumatologe.blogspot.com/2024/02/mongolia-bogd-waterfall-and-power-plant.html 
[6] Während ich am Wohnort täglich Rote Milane sehe (Kunststück, die haben einen Horst etwa 40-50 m vom Grundstück entfernt!), waren es in der Mongolei Schwarze Milane.

.
 

Thursday, August 6, 2026

Reisen durch die Mongolei im Juli 2026 und im Juni 2023

Der Nordwesten der Mongolei aus dem Flugzeug (2026)


„Du bist verrückt!“ waren die ersten Reaktionen im Freundeskreis, als ich von meinem Plan berichtete, nochmals eine Reise durch die Mongolei zu unternehmen und zwar ganz ähnlich der Reise, die ich vor drei Jahren gemacht hatte und die so angekündigt worden war: „Mongolei: Traumhaft und spektakulär! – Unterwegs im Nordwesten – Altaigebirge – Wüste Gobi – das Becken der großen Seen – Khangaigebirge – Abenteuer- und Studienreise“. Ich wollte die Reise eigentlich erst in zwei Jahren wiederholen, doch ich sah einen Bericht, in dem der Ausbau der Infrastruktur angekündigt worden war. Ich fahre auch lieber auf geteerten Straßen, aber dann kommen auch die großen Reisebusse und denen folgen touristische Zentren. Dies wollte ich vermeiden und so kam es zu der Reise.

Der Veranstalter dieser Reise hat den prosaischen Namen „Reisen mit Dr. Elvira Friedrich“, aber die Webseite ist viel interessanter und dort heißt der Veranstalter „Wolkenbote“. Zum „Wolkenboten“ zitiere ich gerne hier aus der Webseite von Frau Dr. Elvira Friedrich [1], einer Indologin. Es handelt sich um einen Eine-Frau-Betrieb. Unterstützen läßt sie sich in der Mongolei von „Nomads Tours & Expeditions“, die ihren Sitz in Ulaanbaatar (Улаанбаатар) [2] haben.

Ich habe 2023 im Anschluß an die Reise das Naadam-Fest (Наадам) besucht und diesmal hatte ich es vorher besucht. Es war 2026 weniger verregnet, obwohl den Straßen vor dem Stadion für die Eröffnungszeremonie das Wasser knöcheltief stand.

Die Reise hatte einen furiosen Auftakt, denn wir fuhren am frühen Morgen durch Ulaanbaatar zu einem Camp am Tuul-Fluß (Туул гол). Wir sahen einen Reiter die breite Furt durchqueren, was aber mit einem Kleinbus nicht zu schaffen war. Es folgte eine Fahrt mit einem Sumpfboot, das sind Boote mit flachem Boden, die mit einem Heckpropeller angetrieben werden; so ähnlich wie man sich in den Everglades in Florida fortbewegt. Wir fuhren in einen goldenen Morgen.



Lassen wir einmal die Schwelgereien und das Naadam-Fest außen vor. Ich möchte die beiden Reisen vergleichen. Der Nordwesten der Mongolei ist für Reisen wenig erschlossen, so daß man erstens geländegängige Fahrzeuge und zweitens Ausrüstung wie einen Küchenwagen / LKW benötigt, um Zelte etc. mitnehmen zu können. Dazu kamen Furgons [3] für die Reisenden. 2023 hatte die Reise 11 Übernachtungen im Zelt, 8 im Ger [4], 1 im Hotel; 2026 hatte die Reise 10 Übernachtungen im Zelt, 9 im Ger, 1 im Hotel. 2026 hatte ein Problem, daß ich gesonders behandeln werde: Treibstoffmangel. Benzin und Diesel werden hauptsächlich von Russland bezogen und da gibt es durch den Ukraine-Krieg einen Mangel, so daß die Reise nur unter hohen logistischen Astrengungen möglich war.




Kommen wir zunächst zu einer Übersicht:



2023 Plan

2026 Plan

2026 Ist

Tag 1

Abflug FRA

Abflug FRA


Tag 2

UBN und Weiterflug nach Khovd (Ховд)

Übernachtung Namarjin-Tal

(Намаржин хөндий)

Ulaanbaatar

Ger Camp nahe Flughafen

Der Wechsel von Khovd [5] nach Ölgii (Өлгий) war notwendig, da Flüge nach Khovd unzuverlässig waren. Das Ger Camp wurde wg. des frühen Abflugs gewählt.


Tag 3

Unter dem Tsambagarav (Цамбагарав) Gletscher

Flug nach Ölgii – unter dem Tsambagarav Gletscher

Anderer Ort für das Camp mit besserer Sicht.

Tag 4

Achit Nuur
(Ачит нуур)

Achit Nuur

Durch Maul- und Klauen-Seuche war die Weiterfahrt bei einer Brücke untersagt. Das Camp wurde oberhalb des Sees aufgeschlagen.

Tag 5

Uureg Nuur
(Үүрэг нуур)

Uureg Nuur

Über Khovd zum Vogelschutzgebiet

Tag 6

Fahrt zum Bayan Nuur
(Баян нуур)

Fahrt zum Bayan Nuur

Camp am Chjargas Nuur

(Чжаргас нуур)

Tag 7

Böörög Deliin Els

(Бөөрөг Дэлийн Элс)

Böörög Deliin Els

Camp am Chjargas Nuur

Tag 8

Tonshuul Pass

Den habe ich nie identifizoeren können.

Tonshuul Pass

Über Naranbulag (Наранбулаг) und Songina zum Hunt Nuur (Schwanensee / Хант нуур?/ Хунт нуур) – wahrscheinlich private Bezeichnung der Fahrer.

Tag 9

Khar Nuur (Хар нуур)

Khar Nuur


Tag 10

Khar Nuur

Khar Nuur


Tag 11

Senjit Tsokhio / Mukhart Gol

(Сэнжит Цохио / Мухарт гол)

Senjit Tsokhio / Mukhart Gol


Tag 12

Über Uliastai (Улиастай) zum Bogd Gol (Богд гол)

Über Uliastai zum Bogd Gol


Tag 13

Otgon Tenger

(Отгон тэнгэр)

Otgon Tenger


Tag 14

Badarkhundaga Nuur
(Бадархундага нуур)

Nationalpark Tarvagatal Nuruu

(Тарвагатал нуруу)

Lager am Ider Fluß (Идэр гол)

Tag 15

Tsagaan Nuur (Цагаан нуур) und Vulkan Khorgo (Хорго уул)

Tsagaan Nuur und Vulkan Khorgo


Tag 16

Tsagaan Nuur und Vulkan Khorgo

Tsagaan Nuur und Vulkan Khorgo


Tag 17

Tsetserleg (Цэцэрлэг) und Tsenkher Hot Springs (Цэнхэрийн халуун рашаан)

Hier war ich Teilnehmer einer 360° Drehung bei Fahrt auf Schlamm.

Tsetserleg und Tsenkher Hot Springs
Wieder Fahrt auf Schlamm, allerdings ohne Drehung.


Tag 18

Orkhon-Tal

(Орхоны хөндий)

Orkhon-Tal

Über Kharkhorin zum Ger Camp im Orkhon-Tal. Der direkte Weg war zu gefährlich.

Tag 19

Kharkhorin (Хархорин) und Khogno Khan (Хогно хан)

Kharkhorin und Khogno Khan


Tag 20

Hustai National Park (Хустайн байгалийн цогцолборт газар) / Bullerbü

Hustai National Park / Bullerbü


Tag 21

Ulaanbaatar

(Улаанбаатар)

Ulaanbaatar

Fahrt über andere Strecke mit schöner Aussicht.

Tag 22

UBN – FRA

UBN – FRA



An die Übernachtung im Namarjin Tal (Намаржин хөндий) [2023] habe ich keine spezielle Erinnerung. 2026 wurde der Flug von Khovd (Ховд) nach Ölgii (Өлгий) verlegt, da sich Flüge nach Khovd als unzuverlässig herausgestellt hatten. Das Ger Camp außerhalb von Ulaanbaatar wurde wg. des frühen Abflugs gewählt. Dann allerdings wurde der Flug auf mittags verschoben …

Die Übernachtung im Zelt unterhalb des Tsambagarav (Цамбагарав) Gletschers (Juni 2023) ist mir in guter Erinnerung, denn es war sehr kalt; der Koffer, den eine Mitreisende draußen hatte stehen lassen, war morgens vereist. Die Nomaden (ein älteres Ehepaar) [6], die wir in der Nähe trafen, berichteten, daß auch sie erst zwei Tage da wären, da der Winter sehr kalt war und länger als üblich gedauert hatte. Der Platz 2026 hatte eine bessere Sicht auf den Gletscher und war auch nicht ganz so kalt. Die Höhe betrug beide Male um 2500 m.

Der Tsambagarav Gletscher vom Flugzeug aus gesehen (2026)

Der Tsambagarav Gletscher vom Camp aus gesehen (2026)

Nun ging es zum Achit Nuur (Ачит нуур) und ich konnte mich gut an die Brücke erinnern. Aber da war nun Stopp, denn wegen Maul- und Klauenseuche durften wir nicht weiter in den Norden, da wir aus dem Bezirk kamen, in dem die Seuche ausgebrochen war. Wir hatte nicht weit hinter der Brücke 2023 unser Lager aufgeschlagen, nicht direkt am See wegen der Mücken, so aber kam abends ein Furgon mit leerer Ladefläche angeschlingert und ein ziemlich betrunkener Mann erklärte, daß er Chef der Umgebung [7] wäre. Wahrscheinlich wollte er zu Wodka eingeladen werden, aber wir hatten keinen und außerdem knatterte ein Motorrad mit einem jungen Mann und seiner Mutter zu uns. Es war die Chefin, die ihren Mann mit Stockschlägen in die Richtung des eigenen Gers jagte. Er durfte dann vom Sohn in sein Ger gebracht werden, während sie triumphierend hinterher ging. Gut das war ein einmaliges Ereignis. Wir richteten oberhalb des Sees im Süden ein Lager ein (2026). Leider kam spätabends heftiger Wind auf, der die Zelte niederriß. Wir aber verpaßten den Uureg Nuur, wo wir 2023 Zeuge eines buddhistischen Rituals zur Grundsteinlegung einer Ger Camps waren [8]; ich hätte nach drei Jahren gerne gesehen, ob da nun ein Camp stand. 



Wir fuhren am nächsten Tag zurück und mußte eine große Strecke hinter uns bringen, um hinter Khovd (Ховд) im oder beim Vogelschutzgebiet unser Lager auzuschlagen. Dort und an weiteren Orten hatten wir die Gelegenheit, den Nachthimmel voller Sterne und insbesondere mit der Milchstraße zu bewundern. Es war eine Kombination von keinerlei Lichtverschmutzung, fehlendem Mondlicht und trockener Luft. Aber zuvor hatten wir noch eine Begegnung mit einem Adlerjäger [9]. Er gehörte zur kasachischen Minderheit, die aber dort besonders stark vertreten ist. Und wir absolvierten auch einen Besuch in einer kasachischen Jurte, die anders ist als das mongolische Ger. 2023 war das nicht so erfolgreich, da niemand in unserer Crew Kasachisch sprach und die beiden Frauen kein Mongolisch [10] konnten. 2026 aber war eine Verständigung möglich. Wir tranken Kumyß (Kasachisch: Қымыз, Mongolisch: Кумыс) und nicht Airag (Айраг), wobei der Unterschied nur in den Sprachen liegt, es handelt sich beide Male um vergorene Stutenmilch [11]. Ich erfuhr bei dieser Gelegenheit, daß die vergorene Kamelstutenmilch auf Mongolisch Khoormog (Хоормог) genannt wird. Da sich die Frau des Gers einen Knieschutz anlegte, ließ ich fragen, ob sie Stuten melken würde. Und so kam es, daß wir uns ansehen konnten, wie Stufen gemolken werden. Das geht nur, wenn auch das Fohlen gesäugt werden kann.




Als Alternative wurde nun der Chjargas Nuur (Чжаргас нуур) nahe den heißen Quellen angesteuert, wo wir zwei Nächte blieben und uns sehr wohl fühlten. Aber auch da wurden einmal die Zelte niedergeweht, konnten aber wieder aufgerichtet werden. 2023 waren wir da am Bayan Nuur (Баян нуур), der etwas idyllischer ist und wo wir die schöne Düne [Böörög Deliin Els
(Бөөрөг Дэлийн Элс)] bestiegen, aber eine Dünenbesteigung folgte auch 2026, eben woanders. Und ich will nicht verschweigen, daß am Bayan Nuur die Zelte auch umgeweht worden sind.

2026 führte der Weg uns über Naranbulag (Наранбулаг) und Songina (Сонгина) zum Hunt Nuur, d. h. zum Schwanensee (Хунт нуур), wahrscheinlich handelt es sich um eine private Bezeichnung der Fahrer, wo es sehr angenehm war. Der See sah auch ohne Schwäne fantastisch aus; es waren einige Mandarinenenten dort. Der Wachhund eines Gers kam zu uns und ließ sich mit Essenresten bestechen, so daß er danach auch uns mit bewachte.

2023 führte einen Tag später der Weg ohne Übernachtung zum Khar Nuur (Хар нуур) in ein Ger Camp. Der Weg damals war sehr kompliziert und ich erinnere mich an eine Szene, als man uns in verschiedenen Richtungen gleichzeitig wieß. Später fuhren sich abwechselnd Furgons und Küchenwagen fest, wir irrten durch Dünen und kamen mitten in der Nacht an. 2026 hatten wir eine bessere Strecke ausgemacht und fanden beim Besuch in einem Nomaden-Ger auch die Tochter des „Hauses“, die in Ulaanbaatar Medizin studierte, und am Khar Nuur ein Treffen hatte, so daß wir sie mitnehmen konnen.


Am Khar Nuur war das Wetter 2023 wie 2026 wechselhaft. 2023 waren wir sogar in ein Schneegestöber geraten. Diesmal war aber Baden im See möglich. 


 
 
Nach einem Tag Pause ging es über das Felsentor Senjit Tsokhio (Сэнжит Цохио) [12] zur Quelle des Mukhart Gol (Мухарт гол) [13], der aber nur wenige Kilometer zu sehen ist, bevor er wieder verschwindet. Dort machten wir eine sehr anstrengende, aber schöne Dünenwanderung. Der Blick von oben auf den Quellgrund gefiel mir besser. Und in dem Camp meine ich, wäre der Nachthimmel am besten gewesen.





Das nächste Lager war hinter Uliastai (Улиастай) am Bogd Gol (Богд гол). Wir besuchten das Gebiet in der Nähe des Otgon Tenger (Отгон тэнгэр) und auch den Wasserfall mit Kraftwerk, in das wir aber nur 2023 hineinkonnten [14]. Der Wasserfall in der Wüste war es jedenfalls wert, zumal sich bereits abzeichnete, daß der Orchon-Wasserfall für uns nicht erreichbar sein würde.


Das nächste Lager war sehr schön am Ider Fluß (Идэр гол) gelegen, wo wir am nächsten Tag eine sehr interessante Begegnung mit Nomaden auf Einladung eines Jungen hatten.


Es ging 2023 und 2026 zum Tsagaan Nuur (Цагаан нуур) in ein Ger Camp und zum Vulkan Khorgo (Хорго уул), den ich allerdings nicht nochmal bestieg. Mir fielen neue Ger Camps und eine Bootvermietung auf. Ich sah auch eine Fährverbindung.

Auch das Programm in Tsetserleg (Цэцэрлэг) war ziemlich gleich, allerdings war das Wetter besser. Der Ort Tsenkher Hot Springs (Цэнхэрийн халуун рашаан) liegt in einem Regenloch. Es regnete beide Male. Hier war ich 2023 Teilnehmer einer 360° Drehung bei Fahrt des Furgons auf Schlamm. Auch 2026 erlogte die Fahrt auf Schlamm, allerdings ohne Drehung, im Furgon. Der Küchenwagen hatte sich fast festgefahren und krenkte stark zu einer Seite, kam aber mit Allradantrieb wieder frei. Der Besuch der heißen Quelle war jedoch beide Male sehr angenehm.


Der Plan war nun direkt zum und durch das Orkhon-Tal (Орхоны хөндий) zu fahren, aber die Pistenverhältnisse machten dies unmöglich. Deshalb mußten wir über Kharkhorin (Хархорин) fahren und besuchten dort schon einmal das Museum. Außerdem gab es nachmittags noch eine Musik- und Akrobatik-Vorführung eines professionellen Ensembles an einer Grundschule. Es ging dann über Khujirt (Хужирт) zum Ger Camp (Гер Кемп). Diese Strecke hatte ich in übler Erinnerung, denn es liefen 15-20 Pisten parallel. Nun aber gab es es neue Teerstraße, wodurch die Strecke einfacher und schneller wurde, aber Auch die Natur sich wieder regenerieren kann.



Am nächsten Tag ging es zurück nach Kharkhorin (Хархорин) zum Besuch des Klosters und weiter nach Khogno Khan (Хогно хан). Früher gab es vor dem Eingang zum Erdene Zuu khiid (Эрдэнэ Зуу хийд) einen lebhaften Jahrmarkt [15]. Nun gibt es langweilige kleine geschäfte. Man benötigte Parkplätze. Khogno Khan ist landschaftlich schön und des kleine Tempel [16] ist es wert, besichtigt zu werden, auch wenn der Betrieb in den letzten drei Jahren zugenommen hat.

Der letzte Stopp vor Ulaanbaatar war der Hustai National Park (Хустайн байгалийн цогцолборт газар). 2026 waren kaum Przewalski-Pferde zu sehen, da durch den Regen die Tiere nicht zum Bach kommen mußten, wo sie 2022 besonders gut zu sehen waren [17]. Auch nach Bullerbü kamen wir nur wieder über das fünffache des direkten Strecke, also etwa 50 km. Bullerbü ist der Name, den ein Reisender dem Camp gegeben hatte, da es sich um rotbraun angemalte Holzhäuschen handelt, die von der Parkverwaltung für Forschende gebaut worden sind. Es ist das einzige Camp im Hustai Nationalpark und kann angemietet werden. 

2026

2022 war es trocken ...


Mein Häuschen in Bullerbü - beide Bilder 2026

Dann Rücksturz nach Ulaanbaatar, wo noch man (eher frau) sich mit Kaschmir eindecken konnte und wir spätnachmittags noch eine Musik- und Tanz-Vorführung an der staatlichen Oper besuchten.

Beide Reisen waren ähnlich geplant und sehr verschieden. Es gab für mich viel Neues zu entdecken und anderes zu vertiefen. Und sollten in fünf Jahren noch nicht die Autobusse in den Nordwesten der Mongolei rollen, dann will ich wieder dabei sein.


Links und Anmerkungen:
[1] „Wolkenbote:
So nannte der indische Dichter Kalidasa sein lyrisches Werk, das sich außerordentlicher Beliebtheit erfreute. In diesem Gedicht beauftragt ein aus seiner Heimat verbannter Höfling eine Wolke, die mit geballter Kraft gen Norden zieht, seine zurückgebliebene Geliebte zu trösten und zu grüßen. Die Wolke solle über die Städte und Länder fliegen, dabei die Freunde des Traurigen grüßen, der sich doch selbst so gern auf den Weg durch die wunderbaren Landschaften machen möchte.“
https://www.wolkenbote.de/ 
[2] Die Stadt heißt Ulaanbaatar (Mongolisch: Улаанбаатар), auf Russisch heißt sie Улан-Батор, woraus sich unser Ulan-Bator ableiten läßt.
[3] Furgons sind geländegängige Fahrzeuge und haben kaum Elektronik sondern alles läuft  mechanisch, so daß die Fahrer Reparaturen während der Tour durchführen können. Der russische Begriff Furgon (фургон) bedeutet Kastenwagen oder Transporter, auch der Begriff Buchanka (Буханка) – Laib Brot wird benutzt. Die korrkte Bezeichnung ist UAZ-452 (russisch УАЗ-452), also ein Kleintransporter des sowjetischen/russischen Herstellers UAZ, der seit 1965 gebaut wird. Übrigens wurde ein Motor auf der 2026 Reise völlig auseinander genommen.
https://de.wikipedia.org/wiki/UAZ-452 
[4] Ger Camps bestehen aus Gers (die Jurten der Mongolen) und sanitären Anlagen. Hierzu aber habe ich schon einmal geschrieben:
Mongolia – Staying in the Ger 
https://rheumatologe.blogspot.com/2022/10/mongolia-staying-in-ger.html 
Mongolia – Some Petroglyphs in the Orkhon Valley https://rheumatologe.blogspot.com/2024/04/mongolia-some-petroglyphs-in-orkhon.html  
[5] Ich werde das mongolische x, das wie ch in Bach oder Loch ausgesprochen wird, wider meine Auffassung mit kh wiedergeben, da man so die Toponyme auf Landkarten besser ermitteln kann.
[6] Darüber hatte ich auch geschrieben:
Mongolia – With nomads below the Tsambagarav Glacier 
https://rheumatologe.blogspot.com/2023/07/mongolia-with-nomads-below-tsambagarav.html 
[7] The Boss of Lake Achit
https://rheumatologe.blogspot.com/2023/07/the-boss-of-achit-nuur.html 
[8] A Ceremony at the Lakefront of Üüreg Nuur
https://rheumatologe.blogspot.com/2023/07/a-ceremony-at-lakefront-of-uureg-nuur.html 
[9] Hier ein Bericht von 2023:
Mongolia — Eagle Hunters 
https://rheumatologe.blogspot.com/2023/07/mongolia-eagle-hunters.html
[10] Mongolia – Yurt of the Kazakhs
https://rheumatologe.blogspot.com/2024/02/mongolia-yurt-of-kazakhs.html 
[11] Mongolia – Airag, Kumis or Mare's Milk https://rheumatologe.blogspot.com/2024/02/mongolia-airag-kumis-or-mares-milk.htm
[12] Mongolia – Rock Gate and Relief between Khar Nuur and Muhart River
https://rheumatologe.blogspot.com/2024/04/mongolia-rock-gate-and-relief-between.html 
[13] Mongolia - The Head of the Muhart River in the Dunes
https://rheumatologe.blogspot.com/2024/04/mongolia-head-of-muhart-river-in-dunes.html 
[14] Mongolia – The Bogd Waterfall and Power Plant
https://rheumatologe.blogspot.com/2024/02/mongolia-bogd-waterfall-and-power-plant.html 
[15] Mongolia - Erdene Zuu Revisted 
https://rheumatologe.blogspot.com/2023/07/mongolia-erdene-zuu-revisted.html 
Mongolia – the mysterious 100 Stupas of Erdene Zuu Monastery (2022)
https://rheumatologe.blogspot.com/2022/08/mongolia-mysterious-100-stupas-of.html 
[16] Mongolia - Erdene Khambiin Khiid or Erdene Khamba Monastery in Khogno Khan National Park 
https://rheumatologe.blogspot.com/2022/09/mongolia-erdene-khambiin-khiid-or.html 
[17] Ja, es war 2022, während meines ersten Besuches in der Mongolei!
Mongolia - Przewalski's Horse 
https://rheumatologe.blogspot.com/2022/11/mongolia-przewalskis-horse.html    

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