Friday, April 22, 2022

FreitagsGedichte / #KurzLyrik 22.04.2022

 



飄飄何所似?
天地一沙鷗。
旅夜書懷
杜甫
Vom Wind sich treiben lassen
Wie eine Seemöve zwischen Himmel und Erde
Gedanken während einer Übernachtung
Du Fu



TrugBilder
    nur
Trug-
Bilder
Bleiben
Als
AntWort
Auf
Fragen
Die
Wir
Denen
Stellen
Die
Heuchelnd fragen
    Was
Ist Wahrheit?

Der Jüngste
    interessant
Du
Bleibst
Der Sohn
Auch
Wenn
Mutter
ErKlärt
Du
Seist
Ja
Auch nicht
    Mehr
Der Jüngste

Furchtbar
    ist es
Nicht
Furchtbar
Wenn
Selbst
BlindGeborene
Eine
VorStellung
    Von
HautFarbe haben

Glück
    das Glück
Zu
Leben
Im
Frieden
So
Ein
Paar Jahre
    Vor
Harmagedon

Schreiben
    auf der
Alten
SchreibMaschine
Schreiben
Zum
Licht
Einer
KerosinLampe
In
Einem BlockHaus
    Fern
Der Zivilisation

Hunger und Durst
    und doch
Da
Bleibt
ZuRück
Ein
GeFühl
Von
Hunger und
    Durst
Im Tod

StraßenBahn
    lästere
Nicht
Über
Menschen
In der
StraßenBahn
Stöpsel
Im
Ohr
    Oder
Wodka

Die Sonne
    die
Sonne
Ist
Eine
Vage
VerMutung
An
Den
AußenRändern
    Des
Jenseits

 

[für Joachim Zünder / Die Bibliothek der Wellen]



Du Fu (712-770) ist einer der größten Dichter der Tang-Zeit [zusammen mit Li Bo (李白)]. Von ihm sind 39 Gedichte in die Kompilation 300 Gedichte der Tang-Zeit aufgenommen worden. In den anderen Zeilen des Gedichtes beschreibt sich der Dichter als kränklich und alt. Es handelt sich um eine Übernachtung im Boot am Ufer vertäut. Er kontrastiert seine Traurigkeit mit einem Mondrausch (wörtlich einem Überschäumen des Mondes).


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