Wo bleibt der Tröster, treuer Hort,
Den scheidend doch verheißen du den Deinen?
Annette von Droste-Hülshoff [1]
Den scheidend doch verheißen du den Deinen?
Annette von Droste-Hülshoff [1]
Pfingsten ist das Fest, das den meisten Menschen, durchaus auch Christen, am wenigsten sagt [2]. Wir erinnern uns an die Ausschüttung des Heiligen Geistes, aber bei Ausschüttung denken viele eher an Dividenden. Vielleicht schüttet Gott an jedem Pfingsten seine Dividenden aus. Die Kirche feiert zu Pfingsten Geburtstag. Der Heilige Geist ist schwer zu verstehen, vielleicht am besten noch als die göttliche Kraft, die vieles bewegen kann. Es geht um vielfältige Begabungen, die in den Gemeinden vorhanden sind. Der Wochenspruch lautet: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.“ [3]
Der Gottesdienst fand bei prächtigem Wetter auf dem Harperscheider evangelischen Friedhof statt. Auffallend viele Besucher trugen auch rote Kleidung, also in der liturgischen Farbe des Festes. Während man manchen Orten sogar die Pfingstlesung in verschiedenen Sprachen vortragen läßt, hatten die KonfirmandInnen die Aufgabe übernommen „Frohe Pfingsten“ in weiteren Sprachen zu wünschen:
Fijne Pinksteren!
Glad pingst!
Happy Pentecost!
Buona Pentecoste!
Joyeuse Pentecôte !
Felicem Pentecosten!
¡Feliz Pentecostés!
Καλή Πεντηκοστή!
... und ich hätte noch gerne gehört [4]:
聖霊降臨祭、おめでとうございます!
五旬節快樂!
성령 강림절을 축하합니다!
Die evangelische Kirche ist säkularisiert, aber aufgrund des Denkmalschutzes sind im Innern noch Teile des Kirchraums erhalten. Die Glocken sind nicht im Turm sondern auf dem Friedhof unter einer Überdachung, die mich an japanische Glocken erinnerte.
In der Lesung aus dem Alten Testament hören wir, wie Gott auf die Klage von Moses reagierte: „Ich vermag all das Volk nicht allein zu tragen, denn es ist mir zu schwer.“ [5] Und so geschah dann: „Da kam der Herr hernieder in der Wolke und redete mit ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig Ältesten. Und als der Geist auf ihnen ruhte, gerieten sie in Verzückung wie Propheten und hörten nicht auf.“
In der Epistel geht es im 1. Brief an die Korinther um die verschiedenen Gaben, die aber nur einem Geist entsprechen [6]. Hier ist auch von Zungenrede (Glossolalie) die Rede, wenn auch das altgriechische γλωσσῶν Sprachen meint. Aber Paulus hat ausgeführt, daß er die Zungenrede meint, er sie aber nicht schätzt, es sei denn, jemand würde sie übersetzen.
Das Evangelium erzählt von den Jüngern, die hinter verschlossenen Türen aus Furcht vor den Juden sitzen. Da kommt Jesus und grüßt sie: „Friede sei mit euch!“ Dann „blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist!“ [7]
In der Lesung aus dem Alten Testament hören wir, wie Gott auf die Klage von Moses reagierte: „Ich vermag all das Volk nicht allein zu tragen, denn es ist mir zu schwer.“ [5] Und so geschah dann: „Da kam der Herr hernieder in der Wolke und redete mit ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig Ältesten. Und als der Geist auf ihnen ruhte, gerieten sie in Verzückung wie Propheten und hörten nicht auf.“
In der Epistel geht es im 1. Brief an die Korinther um die verschiedenen Gaben, die aber nur einem Geist entsprechen [6]. Hier ist auch von Zungenrede (Glossolalie) die Rede, wenn auch das altgriechische γλωσσῶν Sprachen meint. Aber Paulus hat ausgeführt, daß er die Zungenrede meint, er sie aber nicht schätzt, es sei denn, jemand würde sie übersetzen.
Das Evangelium erzählt von den Jüngern, die hinter verschlossenen Türen aus Furcht vor den Juden sitzen. Da kommt Jesus und grüßt sie: „Friede sei mit euch!“ Dann „blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist!“ [7]
Das Altargesteck ist voll der liturgischen Farbe Rot, der Farbe des Heiligen Geistes. Außerdem war es eine Augenweide. Nach dem Gottesdienst gab es Kaffee und Kuchen in der ehemaligen Kirche, die schon erheblich umgebaut ist und bei der sich der neue Besitzer noch nicht endgültig für die weitere Nutzung entschieden hat. Er hat bereits über seine Ideen dazu berichtet, die ich als sehr vielversprechend innerlich bewertete, aber da wird er selbst erst noch klären müssen, was davon auch finanzierbar ist. Ich wünsche jedenfalls viel Erfolg!
Inspiriert vom täglichen Blumenstrauß
auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未).
Links und Anmerkungen:
[1] Annette von Droste-Hülshoff: Das geistliche Jahr. Union Verlag, Berlin 1952. S. 92-93. Am Pfingstsonntage nach.
[2] https://kirchenjahr-evangelisch.de/pfingstmontag/
[3] Sach 4,6b
[4] Zugegeben, es ist etwas übertrieben.
[5] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/NUM.11 4. Mose 11,11–12.14–17.24–25(26–30)
[6] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/1CO.12 1. Kor 12,4–11
[7] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/JHN.20 Joh 20,19–23
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auf einem Fahrrad von Ai Weiwei (艾未未).
Links und Anmerkungen:
[1] Annette von Droste-Hülshoff: Das geistliche Jahr. Union Verlag, Berlin 1952. S. 92-93. Am Pfingstsonntage nach.
[2] https://kirchenjahr-evangelisch.de/pfingstmontag/
[3] Sach 4,6b
[4] Zugegeben, es ist etwas übertrieben.
[5] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/NUM.11 4. Mose 11,11–12.14–17.24–25(26–30)
[6] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/1CO.12 1. Kor 12,4–11
[7] https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/JHN.20 Joh 20,19–23
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