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Saturday, February 16, 2013

Aronia – Beere oder Abzocke? Beides!



Heute war ich wieder einmal in zwei Bioläden und vielleicht lag es daran, dass ich Gluten nur als Mehl/Pulver und nicht als Granulat bekam, und das in zwei Läden; jedenfalls war ich in kritischer Stimmung. Und dann fiel aus der einen Zeitschrift ein Einlegeblatt, ein Flyer mit dem Titel „Was steckt in der Aroniabeere? Darunter eine grafische Darstellung mit dem Gehalt an Anthozyanen. Der lange Balken von Aroniabeeren war doppelt so lang wie der von Brombeeren, ganz zu schweigen von anderen Mitbewerbern. Aber da hatte ich bereits Blut geleckt. Ich lasse mich doch nicht übers Ohr hauen. Wo war denn der Holunder?

Aronia, auch Apfelbeere oder Chokeberry auf Englisch genannt, stammt aus den Oststaaten der Vereinigten Staaten. Sie wurde in Osteuropa und früher in der DDR bereits kultiviert. Die Frucht ist reich an Anthozyanen und die sind wirklich gut gegen freie Radikale. Deshalb empfehle ich diese Farbstoffe auch Patienten. Anthozyane sind für die rote, violette, blaue oder violettschwarze Färbung von Gemüse, Früchten und Blüten verantwortlich. Mehr darüber steh im Wikipedia-Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Anthocyane [Anthocyan oder Anthozyan, der Duden hält beide Schreibarten für richtig – konsequent ist das nicht]. Wenn Sie sich dort den Gehalt an Anthozyanen anschauen, dann ergibt sich doch ein anderes Bild. Da sticht die Aronia keineswegs hervor; die Säfte von Holunderbeere oder von Schwarzer Johannisbeere haben einen deutlich höheren Gehalt an Anthozyanen als Aronia. Ich halte Aroniasaft für eine gute Quelle für Anthozyane, jedoch ... wie sieht es mit dem Preis aus? Der Hauptvermarkter („Wir sind Aronia!“) bietet verschiedene Säfte an, die dann 6,50-17,00 Euro pro Liter kosten. Da beginnt die Abzocke, aber da muss ich auch die Kirche im Dorf bleiben lassen, denn Natursäfte haben immer ein hohes Preisniveau. Bei Holundersaft kommt man auch kaum unter 5,00 Euro pro Liter. Schwarzer Johannisbeersaft liegt eher noch höher.

Was kann man zusammenfassend empfehlen? Anthozyane stecken in vielen Früchten und auch in Gemüse. Greifen Sie zu dem, was Ihnen schmeckt, und halten Sie die Preise im Auge.

14.08.2014:
Letzten Sonntag war ich in Ratingen bei einem Bauernhof einkaufen. Und da waren Holundersaft und Aroniasaft beide für knapp unter 4 € erhältlich. Dann will ich auch nichts gesagt haben.


Friday, December 14, 2012

Anthocyanins and gout


There has been this interesting article on gout and cherries (“Can eating cherries prevent gout attacks?” Link: http://www.forbes.com/sites/robertglatter/2012/11/30/can-eating-cherries-prevent-gout-attacks/). The article is based on Zhang, Y., Neogi, T., Chen, C., Chaisson, C., Hunter, D. J. and Choi, H. K. (2012), Cherry consumption and decreased risk of recurrent gout attacks. Arthritis & Rheumatism, 64: 4004–4011. doi: 10.1002/art.34677 - http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23023818. The authors concluded: “These findings suggest that cherry intake is associated with a lower risk of gout attacks.” In the Forbes’ article I’ve found: “The authors also note that cherries and cherry extract contain high levels of anthocyanins, which can have potent anti inflammatory properties.” I’ve consulted MeSH, but couldn’t find an article on gout and anthocyanins [ ("Anthocyanins"[Mesh]) AND "Gout"[Mesh] ]. But I’ve gone beyond this, I’ve looked for anthocyanins and inflammation. And there it is: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22703874, a study on inhibition of IL-6 and anthocyanins of cherry tart. And others have been tested as well: black raspberries, strawberries, sweet potatoes, … Most probably all foods that have an effect on free radicals like anthocyanin, flavonoids, caroteenoids, and more will also have an effect on gout flares. Cherries don’t contain as much anthocanins like blackberries, elderberries, blueberries, or black currants. Maybe someone will test daily dark berries against vanilla fudge in reducing gout flares, but maybe we won’t get this study.

Dear gout patients, what keeps you from eating berries or drinking dark berry juices? It’s healthy, no doubt!

PS: I forgot, who has sent the link to the Forbes' article. I'll add this information as soon as I have it.

Other blog posts on gout:
http://rheumatologe.blogspot.de/2012/12/acr2012-abstracts-on-gout-without-drug.html
http://rheumatologe.blogspot.de/2012/04/expedition-into-world-of-gout_27.html