Auf deinen Sarg leg ich,
als Schaufel des Totengräbers,
die offene Hand: den Mond.
Julian Przyboś [1]
als Schaufel des Totengräbers,
die offene Hand: den Mond.
Julian Przyboś [1]
RückSchau
1209 n. Chr. [2]
Baubeginn des Magdeburger Doms, der als erster gotischer Bau in Deutschland gilt, Fertigstellung der Westtürme 1520 – das ist deutlich schneller als der Kölner Dom. Beginn der Albigenserkriege. Die Albigenser gehörten zu den Katharern, wovon das Wort Ketzer kommt.
Ein Stückchen Glück
In einem öffentlichen Bücherschrank sah ich „Jeden Tag ein Stückchen Glück, mein Tagebuch“ [3]. Ich dachte, nimm's besser mit, sonst füllt es noch jemand aus, dem eine Psychotherapie besser helfen würde. Es gibt:
∙ Tage zum Ankreuzen
∙ Datum
∙ 6 Auswahlmöglichkeiten an Wetter
∙ Tagesrückblick in 12 Kategorien zum Ankreuzen
∙ So fühle ich mich heute mit 10 Herzen zum Ankreuzen oder ausmalen
∙ Achtsamkeit & Zeit für mich
∙ Meine heutigen 2 Momente
∙ wundervolle Erlebnisse & bleibende Eindrücke
∙ Ich bin dankbar für
∙ Das nehme ich mir für morgen vor.
Krankhaft finde ich diese Idee, circa 80 Tage umfasst das Tagebuch. Das wiederum ist erstaunlich zurückHaltend. Wahrscheinlich weiß man, daß entweder die Übung abGebrochen wird oder man einen Therapeuten gefunden hat.
Tränen & Regen
Man meint Regen und Tränen unterScheiden zu können. Tränen sind salzig, Regen ist es nicht, es sei denn Du läufst am Strand spazieren. Und wer weiß denn, ob wenn man so viel wie eine RegenSchauer weint, die Tränen nicht auch salzFrei werden. So ein Weinen kann bekanntlich sehr befreiend wirken. Nach Regen kommt SonnenSchein – sagt der VolksMund. Die Sonne glänzt auf der gesäuberten Welt. Sie lacht. Und nun Du!
Ł - ein sakraler Buchstabe?
Ist das polnische Ł/ł ein sakraler Buchstabe, denn es erinnert mich an das orthodoxe Kreuz (Schrägstrich)? Natürlich ist es das nicht! Denn erstens ist es kein L, sondern ein W und zweitens haben die Polen nichts mit der Orthodoxen Kirche zu schaffen. Sie sind römisch-katholisch. Aber sie hätten ihre Sprache besser mit kyrillischen Buchstaben darstellen sollen, was aber ein ganz anderes Thema ist. Ach ja, das Ł/ł wird wie englische wh ausGesprochen. Zum Whiehern!
Zur Ruhe kommen
Ich lese häufig „zur Ruhe kommen“ und da wollen Leute „die Seele baumeln lassen“, andere versuchen mit Gewalt die Erleuchtung zu erlangen, einige vergessen über das Suchen das Finden. Was aber ist, wenn sich perfekte Momente in Ruhe anEinAnderReihen und eine GänseHaut die andere abLöst? Dann ist man zur Ruhe gekommen, der Sturm schweigt und die Füße spüren den Boden.
Das Museum in Punta Arenas
Ich las das Gedicht „Was zu lernen war“ von Eva Corino [4] und dachte an das Museum in Punta Arenas; es handelt sich um das Museo Salesiano Maggiorino Borgatello, wie mir Google heraussuchte [5]. Punta Arenas ist eine Stadt, die gegenüber von Feuerland liegt. Ich hatte dieses Museum bei meiner ersten FeuerlandReise besucht. Da hatte Einer der Patres Insekten gesammelt, wahrscheinlich über Jahrzehnte und man sah die Bezeichnungen in schwarzer Tusche, wie sie immer zittriger wurden. Aber während es bei Eva Corino um das Glück des Entdeckens geht, das man als Kind hat, war es bei dem Forscher wichtiger, Exemplare zu sammeln, zum Beispiel die Varianz von Käfern zu erfassen, wo beginnt eine neue Spezies? Und auch das kann Glück sein.
Mälar
„mit Knoten und Dolle mit Mälarsee und Stockholm“ (Friederike Mayröcker) [6], „Der Ton war gemischt am Mälarsee“ [7] oder doch die New Seekers [8]?
Scherben [Shards]:
Carrara – Carrera
Masoret – Masochist
HahaUsen – schmUsen
Stadtoldendorf – Stadt und Dorf
Links und Anmerkungen:
[1] Aus: Julian Przyboś [1a]: Nacht. In: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 10. Jahrgang 1963. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 249.
[1a] „Julian Przyboś (* 5. März 1901 in Gwoźnica Dolna/Powiat Strzyżowski; † 6. Oktober 1970 in Warschau) war ein polnischer Lyriker der Krakauer Avantgarde, Essayist und Übersetzer.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Julian_Przybo%C5%9B
[2] Werner Stein: Kulturfahrplan. Die wichtigsten Daten der Kulturgeschichte. Von Anbeginn bis heute. Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin und Darmstadt 1946/1957. S. 516-517.
[3] Jeden Tag ein Stückchen Glück, mein Tagebuch. Korsch Verlag, Gilching 2021. ISBN. 978-3-7318-5945-1.
[4] Eva Corino: Keine Zeit für Tragödien. Berlin Verlag, Berlin 2001. ISBN: 3-8270-0389-X. S. 9.
[5] „Das Museo Salesiano Maggiorino Borgatello ist ein privates Regionalmuseum in Punta Arenas, das 1893 gegründet wurde und damit das drittälteste Museum Chiles ist.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Museo_Salesiano_Maggiorino_Borgatello
[6] Friederike Mayröcker: Ein Lesebuch. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1979. ISBN: 3-518-37048-0. S. 72.
Friederike Mayröcker (1924-2021) war eine österreichische Schriftstellerin.
https://de.wikipedia.org/wiki/Friederike_Mayr%C3%B6cker
[7] Eine Vignette zu paranormalem Unsinn
https://rheumatologe.blogspot.com/2019/08/eine-vignette-zu-paranormalem-unsinn.html
Hier ist noch eine RichtigStellung notwendig:
Der Parapsychologe Hans Bender (1907-1991) [7a] mit dem Schriftsteller und Akzente-Herausgeber Hans Bender (1919-2015) [7b].
[7a] https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Bender_(Psychologe)
[7b] https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Bender_(Schriftsteller)
[8] Es geht um den Song „Beg, steal or borrow“ von den New Seekers [8a], vor dem ich ausdrücklich warne, den ich aber von der B&B Vermieterin her kenne, denn sie trällerte den Song jedesmal mit, wenn er im Radio lief, aber schließlich war ich auch zum Englisch lernen in Shanklin (I.o.W.).
[8a] https://www.youtube.com/watch?v=QyxJeV8OLjI
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