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Friday, September 23, 2022

Rinder und Ziegen in der Eifel und der Mongolei



Vorgestern wanderte ich hinterm Haus in die Sistig-Krekeler Heide. Und da standen zwei Kälber auf einer riesigen Weide. Sie waren unter zwei Zäunen, wobei nur einer elektrisch geladen war, hindurch gegangen. Was die beiden Kälber dort wollten, bleibt unklar. Aber es sind ja Jungs und die machen Blödsinn. Dann stand eines der beiden Kälber auf dem Weg. Ich dachte schon, daß daraus eine Gefahr entstehen könnte, immerhin ist eine Straße in der Nähe (die Kreisstraße 78, K78). Aber nein, dahin zieht es die Kälber nicht, denn auch dieses Kalb wollte nur zurück zur Mutter, um Milch zu saugen. Die Kälber können frei umher laufen, während die Kuh und übrigens auch der Bulle hinter dem Zaun bleiben, so daß die Rinder nicht auf der Straße landen, wovon ich bereits berichtet hatte [1].

Derweil auf der Weide hinter dem Zaun ...

Ich dachte an meine kürzliche Reise durch die Mongolei, bei der ich sehr viele Tiere sehen konnte. Da sind z.B. die Fohlen angebunden und die Stuten können frei umherlaufen. Wenn sie dann irgendwo genügend gefressen haben, kommen sie zu den Fohlen zurück und säugen sie. Und dann wenn sie auch gemolken, denn die Mongolen wollen schließlich Airag (vergorene Stutenmilch) herstellen.


Ziegen auf einem Rastplatz in der Mongolei

Angebundene Fohlen und Stuten

Mongolei - freilaufende Stuten mit ihren Fohlen in Straßennähe


Die Ziegen laufen in der Mongolei in Herden frei umher. Und in der Eifel? Die Sistig-Krekeler Heide braucht Schafe und insbesondere Ziegen, damit die Heide nicht verwaldet. Es dafür große Areale, die mit Elektrozäunen gesichert sind. Ich lief auf einem Wanderweg; eigentlich Teilstücke von sowohl dem Arnika-Weg [2] wie auch dem Milchweg [3]. Auf dem oberen Wegstück traf ich dann auf Ziegen und zwar zwei verschiedene Arten, die zusammen unterwegs waren, um Blätter von kleinen Bäumen und Büschen zu fressen. Auch sie gehen wieder zurück auf die Weide. Ich bin mir sicher, daß Tiere wissen, wo sie hingehören, denn das habe ich auch schon anderswo beobachten können [4].





Saturday, July 2, 2022

Kurzer Besuch der Sistig-Krekeler Heide

 



Hätte ich heute in der Frühe in meinen Briefkasten geschaut, wäre mir der Besuch der Heide entgangen, denn dann wäre ich in die andere Richtung zum Einkaufen gefahren, so aber kam ich oben an der Heide vorbei und habe sie kurz entschlossen besucht. Ich war überrascht, niemanden anzutreffen, denn erstens sind Ferien, zweitens schönes Wetter und drittens Wochenende und dann sind eher mehr Wanderer unterwegs. In Belgien gibt es bereits Wanderwege, die nur in einer bestimmten Richtung und nicht in beiden Richtungen ausgeschildert sind – damit es nicht zu Begegnungen kommt. Da hat sich wegen Corona jemand etwas Interessantes ausgedacht. Über die Sistig-Krekeler Heide habe ich schon mehrfach berichtet, aber es es immer wieder lohnenswert [1]. Einen Teil bin ich auch über den Arnika-Weg gelaufen [2].




Das Gras steht hoch, Schmetterlinge flogen um mich herum, die Arnika (Arnica montana) blüht. Und erst das Heidekraut (Calluna-Art?). Und wenn man, will kann man auch noch bei den Pferden vorbeigehen. Sonst sind auch Schafe und/oder Ziegen zu sehen. Die sind besonders wichtig, denn sonst wird aus der Heide schnell ein Birkenwald.



Es gibt immer etwas zu sehen, egal wann, aber hingehen bzw. hinfahren muss man schon selbst.
 



Links und Amerkungen:

[1] https://rheumatologe.blogspot.com/2020/10/sistiger-heide.html und https://rheumatologe.blogspot.com/2017/06/blog-krekeler-heide.html
[2] https://rheumatologe.blogspot.com/2020/03/der-arnika-weg-wandern-in-der-sistiger.html


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Thursday, October 8, 2020

Sistiger Heide




Warum bin ich so oft in der Sistiger Heide? Weil sie nur einen Kilometer von meinem Haus entfernt liegt. Es handelt sich um ein Naturschutzgebiet, das korrekterweise Sistig-Krekeler Heide heißt.




In diesem Gebiet wurden Schafe gehalten im Rahmen der Schiffelkultur, einer besonderen „Form der Brandkultur bzw. Feld-Heide-Wechselwirtschaft, die seit dem 14 Jahrhundert in der Eifel bekannt ist“ [1]. Nach 2-3 Jahre langer Nutzung für Roggen, Hafe und/oder Buchweizen folgte eine 5-20 Jahre dauernde Brachephase.




Die Heideflächen und Magerwiesen wurden durch Nadelholzaufforstungen ab Mitte des 19. Jahrghunderts zurückgedrängt. Dies soll nun wieder umgekehrt werden und zwar im Rahmen des Projektes Borstgrasrasen [2]. Das Projekt ist schon weit fortgeschritten. Nadelholzforsten wurden schonend gerodet. Verbuschte Flächen wurden gerodet.







 
Die neuen Offenlandflächen müssen durch dauerhafte Pflege und Bewirtschaftung offen gehalten werden. Dafür werden u.a. Schafe und Ziegen eingesetzt. Es ist interessant zu beobachten, wie schnell die Heide verbuscht und sich dann Birken dazugesellen. Die Bewirtschaftung hat zur Folge, dass die einzelnen Geländeteile eingezäunt werden müssen. Für ein hohe Biodiversität wird mit dem Mähdruschverfahren auf bereits vorhandenen Borstgrasrasen-Flächen bei Samenreife gemäht und die gesammelten Samen werden zusammen mit dem Heu auf die neuen Flächen ausgebracht. Um Heide zu bleiben bedarf es einiger Anstrengung.







 
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Thursday, May 31, 2018

Sistiger Heide See

Sistiger Heide - der Sistiger Heide See?


Letztens in der Eifel. Es kam die Diskussion auf, wie man denn See und Teich unterscheidet. Das alte Taschenbuch-Lexikon gab zwar Hinweise und die Internet-Anfrage bot auch nicht die schnelle Lösung. Immerhin soll es kompliziert sein. Ich liebe kompliziert Fragen.

Seen sind Stillgewässer. Ich bin auf dem Niger mit einem kleinen Boot unterwegs gewesen und an manchen Stellen waren die Ufer nicht zu erkennen, aber es ist ein Fließgewässer und damit kein See. Seen können Zuflüsse und/oder Abflüsse haben. Sie sind vollständig von Land umgeben.
Seen sind deutlich tiefer als Weiher, Teiche oder Tümpel. Ich lese: „Allerdings ist die genaue Abgrenzung zwischen Seen und Tümpeln/Weihern etc. unscharf und immer subjektiv. Deshalb bezeichnen einige Limnologen jede mit Wasser gefüllte Senke als See.“ Ich las irgendwo, dass die Undurchdringlichkeit des Wassers (man kann den Grund nicht sehen) auch eine Rolle spielen kann.

Der bereits erwähnte Teich „ ist ein künstlich angelegtes Stillgewässer, meist mit Zu- und Ablauf. Die Tiefe ist im Gegensatz zu einem See so gering, dass sich keine stabile Temperaturschichtung ausbildet.“ Einigen Limnologen ist Ausbildung einer stabilen Temperaturschichtung nicht so wichtig für die Differenzierung zwischen See und Teich. Der Plattensee und andere Steppenseen wären dann nämlich keine Seen.

Der Tümpel entspricht einem kleinen Weiher. Er kann manchmal austrocknen.

Tümpel auf der Sistiger Heide


Jetzt fehlt uns noch der Weiher. Ich lese: „Ein Weiher (aus lateinisch vivarium „Lebendbehälter für Tiere“) ist ein kleines perennierendes Stillgewässer.“ Ich lese weiter: „Das österreichische Lebensministerium definiert einen Weiher als Natürlich oder künstlich angelegtes perennierendes (ganzjähriges) Stillgewässer ohne lichtarme Tiefenzone, dessen Wasserstand nicht regulierbar ist.

„Und das Maar, warf ich ein“, ja das Maar ist eine ganz andere Geschichte, die uns heute nicht interessieren soll, da wir sonst in die terrestrische Evolution, die Planetologie und den Vulkanismus uns vom Thema entfernen würden.

Und der Sistiger Heide See? Ist allenfalls ein Tümpel.



Seenplatte wäre sicherlich etwas zu gewagt



Links:

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