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Thursday, September 28, 2023

Gewichtsreduktion mit Gummis (Gums)

Haben Sie es auch schon versucht? Gewichtsreduktion mit nur zwei Gums pro Tag? Jedenfalls kann man das im Internet lesen [1]. Man soll mit zwei Gummies pro Tag abnehmen. Die Tageskosten liegen bei etwa 1,33 €. Sie könnten sagen: Das ist es mir wert. Aber wenn es nur eine Placebowirkung wäre wie bei der Homöopathie?

Die Wirkung eines solchen Placebos könnte auf Faktoren wie die Erwartung auf das Ergebnis oder aber auch den Preis zurückzuführen sein. Teurere Placebos zeigen oft stärkere Effekte als günstigere. Dies bezeichnet man als "Preis-Wirksamkeits-Beziehung".

Was ist denn in den Gummies drin? Inhaltsstoffe: „Glukosesirup, Zucker, Wasser, Vormischung (Ingwerextrakt, Mutterapfelessig), Pektin, ...“, also Zucker und Zucker und Wasser sind die Hauptbestandteile. Zucker aber ist nicht gesund. Zucker treibt den Insulinspiegel hoch und das führt zu Unterzuckerung, so daß man
nach noch mehr Zucker giert. Aber das soll gar nicht Thema sein.

Was ist den in Gummibärchen drin? „Ihre Inhaltsstoffe sind Zucker, Glucosesirup, Wasser und ein Verdickungsmittel oder eine Mischung aus mehreren Verdickungsmitteln.“ [2] Die Tageskosten für zwei Gummibärchen liegen bei etwa 0,05 €. Mit zwei Gummibärchen am Tag abnehmen zu wollen, ist natürlich genauso idiotisch wie die Idee, man könne mit zwei Green Gums oder ähnlichen Gummies abnehmen, aber es wäre deutlich preiswerter.



Links und Anmerkungen:

[1] Ich hatte über Green Gummies gelesen, aber da gibt es viele ähnliche Gummies. https://www.anxiety.org/de/schlankmacher/g7-green-gummies-erfahrungen-test-stiftung-warentest Vorsicht! Das ist eine Verkaufsseite, die nichts mit der Stiftung Warentest zu tun hat. Es wird berichtet, daß Elaine einen Selbsttest gemacht hat. Ich sage: Ha, ha!
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Gummibonbon


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Wednesday, March 6, 2019

Fasten und Heilfasten zum Beginn der christlichen Fastenzeit



Am Aschermittwoch ist nicht nur Karneval vorbei (carne vale - Adieu Fleisch), sondern es beginnt im Christentum die Fastenzeit. Immer wieder ist es Anlass, dass die Gazetten wieder einmal den Text über das Fasten und das Heilfasten aus der Schublade ziehen. Das werde ich jetzt nicht ganz so machen. Ich habe hier bereits mehrfach über Fasten und Heilfasten geschrieben [1, 2], aber es kommen jedes Jahr neue Aspekte hinzu. Darum habe ich die alten Texte ergänzt bzw. umgeschrieben.

Fasten und Heilfasten sind sehr verschieden und werden daher unterschieden, aber man beschäftigt sich auch mehr mit dem Heilfasten zur religiösen Fastenzeit. Religiöses Fasten ist eher von Selbstlosigkeit geprägt oder besser gesagt von einem Opfer gegenüber Gott, um die Kommunikation wieder her zustellen, d.h. Gott ist Anlass des Fastens, ich will mit Gott ins Reine kommen. Das Heilfasten verfolgt einen anderen, einen selbstbezogenen Zweck; man will sich von überflüssigen Dingen trennen, z.B. von Krankheiten, Übergewicht, "Schlacken", Toxinen, d.h. ich will mir ins Reine kommen. Diese Ziele stehen sich diametral gegenüber. Die Idee, ich nehme am religiös motivierten Fasten teil, und dann freue ich mich über die Gewichtsreduktion, entwertet den originären Zweck des Fastens.

Ja, es gibt Effekte beim Fasten, wie z.B. die Erfahrung von Glück, Zufriedenheit, weniger Niedergeschlagenheit (Ausschüttung von Serotonin) oder auch weniger Entzündung (wie z.B. bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen). Die häufig genannte Entschlackung findet nicht statt; was aber passiert, davon berichte ich später mehr. Darüber hinaus es gibt eben auch negative Aspekte.
Und … Wunder über Wunder, man nimmt auch ab.


Religiös motiviertes Fasten
In fast allen Religionen wird gefastet, um Gott näher zu sein, sich mit Gott zu versöhnen, um sich zu stärken oder zur inneren Einkehr. Fasten ist in den verschiedensten Kulturen eine Vorbereitung, z.B. auf ein Fest, vor einer Initiation, als Bußübung vor heiligen Tagen oder dem Betreten heiliger Orte. Allerdings fastet man übrings nicht bei den Sikhs und den Zoroastern. Im Buddhismus fasten die Mönche/Nonnen nach dem Mittagessen bis zum nächsten Morgen; wobei dies schon nicht in allen Klimazonen üblich ist; besonders im Mahayana-Buddhismus, der viele Anhänger in kalten Klimazonen hat, ist ein spätes Essen aus "medizinischen" Gründen eingeführt worden. Bei den Jains kann das Fasten sogar bis zum Tod gehen. Die Muslime haben den Fastenmonat Ramadan, bei dem vom ersten Morgenlicht bis zum Eintritt der Dunkelheit gefastet wird (kein Speise, kein Getränk, kein Rauchen, kein Geschlechtsverkehr). Beim Phänomen Ramadan zeigt sich, dass Fasten mehr als nur Speisen umfassen kann.

Ab Aschermittwoch gilt im Christentum die ca. 40tägige Fastenzeit, die an die 40 Tage erinnert, die Jesus Christus in der Wüste verbrachte; die Fastenzeit geht über die 40 Tage hinaus, denn die Sonntage waren ausgenommen. Neben Fasten betete Jesus in er Wüste, und wurde vom Teufel versucht. Nach Matthäus 4:9 versuchte Satan Jesus mit dem Wort: „… haec omnia tibi dabo si cadens adoraveris me. [Dies alles werde ich dir geben, wenn du vor mit niederfällst und mich anbetest.]“ Die Fastenregeln sind sehr unterschiedlich. In der Zeit der Reformation aß Zwingli Wurst am ersten Fastensonntag [3]. Und obgleich Martin Luther fastete, wies er daraufhin, der Mensch werde „nicht durch das Fasten angenehm bei Gott, sondern allein durch die Gnade, allein durch den Glauben“ [3].
Bei den Katholiken ist das Fasten Teil der Bußpraxis. Als strenge Fastentage gelten aber nur noch Aschermittwoch und Karfreitag – „einmalige Sättigung und morgens und abends je eine kleine Stärkung“. Das klingt nun nicht sehr asketisch. In der Ausprägung und Auslegung aber ist man frei.


Heilfasten und Detox
Heilfasten ist ein nicht religiös motiviertes Fasten und wird oft mit Entschlackung begründet. Ich halte längerfristiges Heilfasten für Unsinn. Beim Fasten treten unbestritten Effekte auf. Es geht vielmehr darum, ob diese Effekte einen Nutzen darstellen oder nicht. Medizin und Ernährungswissenschaft lehnen das längerfristige Fasten ab. Der Körper gerät in einen Nährstoffmangel, der die Gesundheit schädigt und nicht fördert. Die Liste von Personen, denen ganz eindeutig vom Fasten abgeraten wird ist lang. Chronisch Erkrankte sollten nicht fasten. Aus der Rheumatologie weiß man aufgrund von Studien, dass ein akuter Schub durch Fasten unterbrochen werden kann, aber irgendwann muss man wieder essen und dann kommt auch der Entzündungsschub zurück. Während des Fastens wird der Körper nachhaltig geschädigt. Fasten kann Gichtanfällen auslösen. Fasten kann eine Essstörung verstärken. Bei Kindern, Schwangeren, stillenden Müttern, Personen mit Untergewicht ist es offensichtlich, dass Fasten schadet.
Selbst der strenge Koran schließt Kranke eindeutig vom Ramadan-Fasten aus.

In der ersten Phase des Fastens wird mehr Wasser ausgeschieden, wodurch man schnell auf der Waage einen Erfolg sehen kann, und es wird Eiweiß aus den Muskelzellen abgebaut. Dadurch dabei steigt die Harnsäure an (Stichwort: Gichtanfall). Der Eiweißabbau (Eiweißkatabolismus) ist eine sinnvolle Maßnahme des Körpers, denn Muskelzellen (Eiweiß) verbrauchen etwa 35mal mehr Energie als Fettzellen. Während des Fastens steigen Triglyzeride, Cholesterin und Fettsäuren, also die Blutfettwerte, an, denn die werden aus dem Fettgewebe zur Energiegewinnung freigesetzt. Die Endprodukte des Fettabbaus, die so genannten Keton Körper, reichern sich im Blut an und übersäuern es. Auch dies überlastet den Körper.

An dieser Stelle muss der Hype um "Detox" angesprochen werden. Bei Detox werden z.B. Saftkuren/Saftfasten empfohlen. Fruchtsäfte enthalten viel Fruchtzucker. Wenn man sich nur von Fruchtsäften ernährt, steigt die Harnsäure durch den Abbau (Katabolismus) und zudem durch den Fruchtzucker an (siehe dazu hier im Blog den folgenden Artikel zur Gicht). Zum anderen werden unter dem Deckmäntelchen Detox Tees und Pülverchen verkauft, die Sie wirklich von etwas befreien, nämlich von Ihrem Geld.


Fasten zum Abnehmen
Wenn Sie mit Fasten Gewicht dauerhaft reduzieren wollen, dann vergessen Sie das am besten ganz schnell. Natürlich nimmt man ab, wenn man fastet, aber danach nimmt man auch wieder zu. Sie haben sicherlich vom Jo-Jo-Effekt gehört. In der Entwicklungsgeschichte der Menschheit haben diejenigen zu Hungerzeiten (z.B. Winter, Dürre) überlebt, die einerseits am besten den Stoffwechsel reduzieren konnten und andererseits am schnellsten wieder Gewicht zunahmen.
Durch die Anpassung des Körpers an die verminderte Kalorienzufuhr wird z.B. der Grundumsatz durch Umstellung der Schilddrüsenhormone reduziert. Nach dem Fasten kann der Körper umso besser Fettspeicher aufbauen.
Ein weiterer Punkt ist die Freisetzung von im Fettgewebe gespeicherten Schadstoffen (PCBs, DDT, Dioxine und weitere fettlöslich Gifte). Diese Gifte überfluten bei der schnellen Abnahme durch Fasten den Körper. Man hatte dies im Projekt Biosphäre 2 nachweisen können. Die Forscher hatten durch Nahrungsmangel einen sehr schnellen Gewichtsverlust. Man hatte die PCB-Konzentration gemessen. Dieser Richtwert im Blut stieg um das Fünffache an [5].
Mit Fasten kann man nicht dauerhaft Übergewicht reduzieren, denn es kommt zu keiner dauerhaften Verhaltensänderung. Manchmal wird behauptet, dass Fasten der Einstieg (Motivation) zu dauerhafter Gewichtsreduktion sein kann. Ich wage das zu bezweifeln. Wenn die dauerhafte Verhaltensänderung so einfach wäre, hätte man sie schon längst umsetzen können. Das Fasten ändert das Verhalten aber nur kurzfristig und nicht über das Fasten hinaus.


Tägliches Fasten
Mitte 2016 wurde eine interessante Studie von V.D. Longo und S. Panda vorgestellt [6]. Bei Menschen wie auch Tieren fallen Phasen von Fasten und Schlaf oft zusammen. Die Forschen fanden heraus, dass man die Nahrungsmittelaufnahme auf bestimmte Stunden des Tages beschränken kann, so dass dadurch die tägliche Fastenzeit über 12 Stunden andauert und es nachfolgend Prävention und auch Behandlung von Krankheiten verbessert wird. Aktuell wird aber erst in Tierstudien Grundlagenforschung betrieben.
R. Walfort berichtet über eine Studie an Ratten, bei der die Ratten, die grenzenlos fressen durften, durchschnittlich etwa 1000 Tage lebten, und diejenigen, denen man das Fressen unter die Hälfte dieser Menge beschränkt hatte, aber durchschnittlich etwa 1800 Tage lebten [7].
Kalorienbeschränkung allein ist es sicherlich nicht, denn Affen scheinen hungrig doch nicht länger zu leben [8]. Aber es ist schon vor längerer Zeit nachgewiesen worden, dass eine gesunde Ernährung mit vielen Ballaststoffen über Obst und Gemüse schneller und besser sättigt als eine Kost, die arm daran ist; in der betreffenden Studie wurden 1500 kcal gesunde Kost mit 3000 kcal weniger gesunder Kost verglichen [9].
Im letzten Jahr schrieb ich: „Wahrscheinlich sind dinner canceling und Verlängerung der Hungerphase bis zum breakfast (Frühstück oder Fastenbrechen) sinnvolle Maßnahmen.“ Für den Gewichtsverlust ist es unerheblich, ob man fastet, intervallfastest oder eine Kalorien reduzierte Diät einhält. Das Einhalten scheint der entscheidende Faktor zu sein. Die verschiedenen Arten der Kalorien Reduktion werden auch verschieden lange eingehalten. Am besten schein das beim 16:8 Intervallfasten zu klappen, d.h. man nimmt nur an während 8 Stunden Nahrung zu sich und fastet 16 Stunden. Das geht am besten, wenn man das Abendessen ausfallen läßt.
Beim sogenannten Heilfasten habe ich weiterhin Bedenken.


Fazit
Man kann durchaus sinnvoll fasten, z.B. auf Süßigkeiten, Luxusspeisen, Fernsehen, Alkohol verzichten. Die Liste ist lang, wenn es darum geht, etwas Verzicht in unserer konsumorientierten Welt zu üben.
Wie wäre es mit dem umgekehrten Ramadan-Fasten? Was das sein soll? Nur im Hellen essen und in der Dunkelheit fasten. An Aschermittwoch 2018 wäre das die Zeit zwischen 07:38 Uhr und 17:35 Uhr (Sonnenauf- und Untergang). Im Laufe der Zeit wird es aber leichter, an Ostersamstag wäre das die Zeit zwischen 07:00 Uhr und 19:53 Uhr (Umstellung auf Sommerzeit eine Woche zuvor). Das entspricht einem 12:12 Fasten. Oder Sie führen das 16:8 Intervallfasten mit dinner cancelling durch.


Links und Literaturangaben:
[5] Walfort, R.L. et al: Physiologic changes in human subjected to severe, selected calory restriction for two years in biosphere 2: health, aging, and toxicological perspectives. Toxicol Sci, 1999, 52: 61-65.
[7] Walfort, R.: Beyond the 120 year diet. Thunder's Mouth Press, New York, 2000.
[9] Duncan, K.H. et al.: The effects of high and low energy density diets on satiety, energy uptake, and eating time of obese and nonobese subjects. Am J Clin Nutr, 1983, 37: 763-767.
[10] Interessant als Tipp für Antiaging und Ernährung: Dr. Kris Verburgh: Die Ernährungs-Sanduhr. Wilhelm Goldmann Verlag, München, 2015.


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Wednesday, January 24, 2018

Blog Shapeworld



Ich sah diese Werbung in Köln-Mülheim und mir schwante direkt nichts Gutes. Die „Abnehm Collection“ stammt auch noch aus Köln. Auch aus Köln können Dinge kommen, für die man sich als Kölner schämen möchte. Wie sang doch Bob Marley? “It's not all them glitters is gold and half the story has never been told.” Gehen wir der Geschichte von Shapeworld einmal nach.

Auf der Homepage von Shapeworld wird von Ernährungsumstellung geredet, aber dann kommt es zum Verkauf einer Formuladiät. Ein Pülverchen mit Proteinen und Vitaminen wird mit Milch aufgeschüttet – der „Shaker“ sieht aus wie eine Schnabeltasse.

In SHAPE BABE sind z.B. zu finden: Molkeneiweiß-Konzentrat, Sojaeiweiß-Isolat, Sojaöl, Inulin, Verdickungsmittel (Xanthan, Guarkernmehl), etc., insbesondere Vitamine, Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Selen, Iod und L-Carnitin. 1200 g Nettofüllmenge sind in dem Behälter, das soll 60 Mahlzeiten entsprechen. Wahrscheinlich tut es das auch, aber bei den Mahlzeiten ist die Milch dazugerechnet; Sie sollen 275 ml Milch dem Pulver beifügen – das entspricht 130 kcal. Da die Mahlzeit 200 kcal hat, kommen nur 70 kcal aus dem Shape Babe Pulver. Übrigens -: warum hat sich zu diesem bescheuerten Namen noch keine Frauenbeauftragte gemeldet?!

„Wir wollen unsere Ernährung umstellen, … Kehren wir zuckerhaltigem Essen den Rücken, bekommen wir die Kontrolle über Heißhunger und Appetit zurück und finden zu unserer Wohlfühlform.“ Bei den Inhaltsstoffen der verschiedenen Präparate sind als Süßungsmittel aufgeführt: Erythrit, Steviolglycoside, Sucralose, Zucker, Acesulfam K und Saccharin. Aber was ist das für eine Umstellung, die gesüßte Getränke als Basis hat?

Die Anwendung wird so beschrieben:
„•     Dafür trinkst du drei Tage lang morgens, mittags und abends je einen Shake.
      Eine halbe Stunde vor jedem Shake nimmst du 2 SATIESCAPTION Kapseln ein.
      Morgens und mittags nimmst du direkt nach dem Shake eine SMOOTH ACTIVATOR Kapsel ein.“
SATIESCAPTION  enthält zu 95 % Konjak-Glucomannan. Das soll füllen. Genauso wie die Ebbes Gls Kapseln, über die ich bereits geschrieben habe [2]. Die kosten nur ein Drittel von den Ebbes Gls Kapseln, sind damit aber auch nicht preiswert.
Bei SMOOTH ACTIVATOR denke ich an Smooth Operator von Sade – ist vielleicht auch so gewollt. Die zwei Kapseln enthalten 233 mg Koffein; das entspricht 300 ml Filterkaffee oder 700 ml Schwarztee.

Dann soll man noch ein Vitaminpräparat für 1,63 € täglich einnehmen, das entspricht etwa dem 24fachen eines Multivitaminpräparates im Lebensmittelhandel. Und noch weitere mehr.
Was kostet es? Die Grundausstattung kostet 99 € für 31 Tage.

Formula Diäten sind aus meiner Sicht nicht sinnvoll, denn sie führen durch die dramatische Reduktion von Kalorien zwar zur Abnahme, aber der Jojo-Effekt ist vorprogrammiert. Der Körper wird betrogen und das bemerkt er. Er geht in die Defensive – Muskulatur wird abgebaut und der Stoffwechsel wird verlangsamt; das wird dann auch der Smooth Activator kaum verhindern können. Anstatt die Ernährungsgewohnheiten nachhaltig zu verändern und vom Zucker loszukommen, lernt man, dass man mit süßer Kost abnimmt. Informieren Sie sich über Formula Diäten am besten hier: [3].

Mit der Abnehm Collection von Shapeworld werden Sie teuer Gewicht verlieren, aber auf lange Sicht werden Sie das Gewicht auch wieder zunehmen.

Links:

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Thursday, October 5, 2017

Kann Kaffee den Fettstoffwechsel anregen?




Ich las gerade einen Artikel mit dem Titel [1]: Can Coffee Help You Burn Fat? Hat diese Behauptung eine solide Basis?

Kaffee enthält Koffein und ist eines der am meisten genutzten Getränke der Welt. Es wird behauptet, dass Kaffee über Koffein, Chlorogensäure und Theophyllin den Körper zu einer höheren Stoffwechselrate stimuliert, so dass überschüssiges Fett verbrannt wird.
“As the coffee activates the body, it stimulates the nervous system, and this will, in turn, send signals to the fat cells instructing them to break off the fats.” [Wenn der Kaffee den Körper aktiviert, stimuliert er das Nervensystem, und dieses wird wiederum Signale an die Fettzellen senden, die sie anweisen, die Fette aufzubrechen.] Das ist eine gewagte Hypothese.
Auf lange Sicht, so weist man daraufhin, entwickelt sich eine Toleranz gegenüber Kaffee, so dass sich der Effekt verringert.
“So, to conclude our discussion about the effects of coffee on burning fat and metabolism, the answer is a definite yes.” [Also, um unsere Diskussion über die Auswirkungen von Kaffee auf Fettverbrennung und Stoffwechsel zu schließen, ist die Antwort ein definitives Ja.]

Es gibt nicht viele Studien, die das Thema ansprechen. Hier ist z.B. die jüngste Studie [2]. Verschiedene Diäten mit Kalorieneinschränkung, die sich in der Aufnahme von Ballaststoffen, rotem Fleisch und Kaffee unterschieden, wurden untersucht. Bei Kaffee wurde kein Kaffee zu 5 oder mehr Tassen Kaffee pro Tag untersucht. Die Autoren kamen zu dem Schluss: „Es wurde kein Hinweis auf einen Unterschied zwischen beiden Niedrigenergie-Diäten identifiziert.“
Eine Studie aus dem Jahr 2011 an Ratten zeigte allerdings, dass sich ein Effekt auf das Gewicht zeigen ließ, aber andererseits sich das Cholesterinprofil veränderte, also sich das HDL (das sogenannte gute Cholesterin) verminderte.

Kommen wir nun zu einer interessanten Studie von A.T. Nordestgaard und Kollegen [4]: „Coffee intake and risk of obesity, metabolic syndrome and type 2 diabetes: a Mendelian randomization study.“ Die Autoren haben 93.179 Einzelpersonen aus zwei großen allgemeinen Bevölkerungskohorten in einer Mendelschen Randomisierungsstudie eingeschlossen und untersucht. Eine hohe Kaffeezufuhr (das waren 9-10 Tassen Kaffee gegenüber 0-3 Tassen Kaffee) war mit einem geringen Risiko von Fettleibigkeit, metabolischem Syndrom und Typ-2-Diabetes assoziiert. Allerdings war diese hohe Kaffeezufuhr z.B. mit einem hohen Körpermassenindex, Taillenumfang, Gewicht und weiteren verbunden. Einen genetischen Unterschied fand man nicht. Stress und Bewegung z.B. wurden nicht erfasst.

Ich selbst habe eine Studie durchgeführt (N=1). Ich trinke nämlich 6-9 Tassen Kaffee täglich und habe keinen Effekt auf mein Gewicht feststellen können. Das war jetzt nicht wissenschaftlich.

Kaffee enthält viele Stoffe, oben waren bereits Koffein, Chlorogensäure und Theophyllin genannt. Diese können einen Einfluss auf den Stoffwechsel haben. Die Untersuchungen dazu sind noch viel zu ungenügend, als dass man daraus eine Diätentscheidung treffen könnte. Auch die Art des Kaffeebrühens kann Einfluss haben; ungefilterter Kaffee hat einen stärkeren Effekt auf Cholesterin als gefilterter [5]. Trinken Sie Ihren Kaffee mehr als Genuss denn im Sinne einer Gewichtsreduktion. Ach übrigens, Genuss und Stressabbau können auch bei der Gewichtsreduktion hilfreich sein.


Links:

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