Showing posts with label Fette. Show all posts
Showing posts with label Fette. Show all posts

Thursday, October 5, 2017

Kann Kaffee den Fettstoffwechsel anregen?




Ich las gerade einen Artikel mit dem Titel [1]: Can Coffee Help You Burn Fat? Hat diese Behauptung eine solide Basis?

Kaffee enthält Koffein und ist eines der am meisten genutzten Getränke der Welt. Es wird behauptet, dass Kaffee über Koffein, Chlorogensäure und Theophyllin den Körper zu einer höheren Stoffwechselrate stimuliert, so dass überschüssiges Fett verbrannt wird.
“As the coffee activates the body, it stimulates the nervous system, and this will, in turn, send signals to the fat cells instructing them to break off the fats.” [Wenn der Kaffee den Körper aktiviert, stimuliert er das Nervensystem, und dieses wird wiederum Signale an die Fettzellen senden, die sie anweisen, die Fette aufzubrechen.] Das ist eine gewagte Hypothese.
Auf lange Sicht, so weist man daraufhin, entwickelt sich eine Toleranz gegenüber Kaffee, so dass sich der Effekt verringert.
“So, to conclude our discussion about the effects of coffee on burning fat and metabolism, the answer is a definite yes.” [Also, um unsere Diskussion über die Auswirkungen von Kaffee auf Fettverbrennung und Stoffwechsel zu schließen, ist die Antwort ein definitives Ja.]

Es gibt nicht viele Studien, die das Thema ansprechen. Hier ist z.B. die jüngste Studie [2]. Verschiedene Diäten mit Kalorieneinschränkung, die sich in der Aufnahme von Ballaststoffen, rotem Fleisch und Kaffee unterschieden, wurden untersucht. Bei Kaffee wurde kein Kaffee zu 5 oder mehr Tassen Kaffee pro Tag untersucht. Die Autoren kamen zu dem Schluss: „Es wurde kein Hinweis auf einen Unterschied zwischen beiden Niedrigenergie-Diäten identifiziert.“
Eine Studie aus dem Jahr 2011 an Ratten zeigte allerdings, dass sich ein Effekt auf das Gewicht zeigen ließ, aber andererseits sich das Cholesterinprofil veränderte, also sich das HDL (das sogenannte gute Cholesterin) verminderte.

Kommen wir nun zu einer interessanten Studie von A.T. Nordestgaard und Kollegen [4]: „Coffee intake and risk of obesity, metabolic syndrome and type 2 diabetes: a Mendelian randomization study.“ Die Autoren haben 93.179 Einzelpersonen aus zwei großen allgemeinen Bevölkerungskohorten in einer Mendelschen Randomisierungsstudie eingeschlossen und untersucht. Eine hohe Kaffeezufuhr (das waren 9-10 Tassen Kaffee gegenüber 0-3 Tassen Kaffee) war mit einem geringen Risiko von Fettleibigkeit, metabolischem Syndrom und Typ-2-Diabetes assoziiert. Allerdings war diese hohe Kaffeezufuhr z.B. mit einem hohen Körpermassenindex, Taillenumfang, Gewicht und weiteren verbunden. Einen genetischen Unterschied fand man nicht. Stress und Bewegung z.B. wurden nicht erfasst.

Ich selbst habe eine Studie durchgeführt (N=1). Ich trinke nämlich 6-9 Tassen Kaffee täglich und habe keinen Effekt auf mein Gewicht feststellen können. Das war jetzt nicht wissenschaftlich.

Kaffee enthält viele Stoffe, oben waren bereits Koffein, Chlorogensäure und Theophyllin genannt. Diese können einen Einfluss auf den Stoffwechsel haben. Die Untersuchungen dazu sind noch viel zu ungenügend, als dass man daraus eine Diätentscheidung treffen könnte. Auch die Art des Kaffeebrühens kann Einfluss haben; ungefilterter Kaffee hat einen stärkeren Effekt auf Cholesterin als gefilterter [5]. Trinken Sie Ihren Kaffee mehr als Genuss denn im Sinne einer Gewichtsreduktion. Ach übrigens, Genuss und Stressabbau können auch bei der Gewichtsreduktion hilfreich sein.


Links:

.

Thursday, August 9, 2012

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, sowie weitere


Ich wollte gerade den folgenden Text empfehlen:

Hier ist nur der Link auf Informationen, die ich zum Thema Fettsäuren zusammengetragen habe und anderswo, nämlich bein VEBU (Vegetarier-Bund), veröffentlicht habe:
hatetepe://www.vebu.de/gesundheit/vitamine-a-naehrstoffe/324-essentielle-fettsaeuren-omega 
Folgende Themen werden angesprochen:
Omega-3-, 6-, und 9-Fettsäuren
Linolsäure im Übermaß
Arachidonsäure und Eicosapentaensäure
Transfettsäuren aus Margarine
Nahrungsergänzungsmittel

25.12.2012
Ich lese gerade interessante Informationen zu Omega-3- (hier alpha-Linolensäure) und Omega-6 Fettsäuren (hier Linolsäure). Bei der Nahrungsaufnahme sollte das Verhältnis 1:5 betragen. Leinöl: 4:1, Rapsöl (Canola) 1:2, Sojaöl 1:6, Sonnenblumenöl 1:120, Distelöl 1:157.

Ich hatte damals nur auf den Text von mir verlinkt, aber der Link funktioniert nicht mehr, aber da stand:

Die Darstellung von Zusammenhängen der Nahrungsfette wird durch die verschiedenen Einteilungen, die gewisse Eigenschaften in den Vordergrund stellen, erschwert. Ein dieser Einteilungen ist die in gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Es handelt sich um eine chemische Einteilung nach der Anzahl der sogenannten Doppelbindungen. Grob gesagt, je mehr Doppelbindungen eine Fettsäure aufweist, desto flüssiger ist sie. Gesättigte Fettsäuren sind bei Zimmertemperatur fest, z.B. Schmalz, Bratfett oder das Fett in der Schokolade. Ein weitere Einteilung ist die nach der Stellung der Doppelbindung, die omega-3-, omega-6- und omega-9-Fettsäuren. Die omega-3 und omega-6-Fettsäuren sind essentiell für den Menschen. Die Ölsäure (kommt z.B. im Olivenöl vor) als Vertreter der omega-9-Fettsäuren ist nicht essentiell, weist aber günstige Eigenschaften auf, da z.B. ein erhöhter Cholesterinspiegel günstig beeinflusst werden kann.
Zu den omega-6-Fettsäuren gehören die Linolsäure und die Arachidonsäure. Beide braucht der Körper, aber Linolsäure ist in pflanzlicher Kost bereits im Übermaß vorhanden und die Arachidonsäure kann der Körper aus ihr herstellen. Die Arachidonsäure ist besonders in Fleisch bzw. Tierfetten, wie Schmalz, vorhanden. Die Arachidonsäure ist wichtig als Vorläufer von Prostaglandinen der Serie 2, die z.B. die Verklebung von Blutplättchen fördern, über die Niere Salz im Körper zurückhalten, Entzündung vermitteln usw. Medikamente wie Aspirin (NSAR) hemmen das Enzym, das die Umwandlung der Arachidonsäure in Prostaglandine bewirkt (Zyklooxygenase).
Zu den omega-3-Fettsäuren gehören die alpha-Linolensäure sowie die Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure, die der Körper aus der alpha-Linolensäure herstellen kann. Aus der Eicosapentaensäure entstehen Prostaglandine der Serie 3, die selbst nicht so wichtig sind, aber dadurch wird die Produktion der bei Krankheiten unerwünschten Prostaglandine der Serie 2 behindert, denn Arachidonsäure und Eicosapentaensäure konkurrieren um dieselben Enzyme. Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure finden sich besonders in Nervenzellen, an Synapsen, Retina, den Nebennieren und Keimdrüsen, also biochemisch sehr aktiven Geweben (Stichworte Umwandlung von Energie, Elektronentranfer).
Nun könnte man meinen, es wäre gut sich nur von essentiellen Fettsäuren zu ernähren, aber das ist falsch. Wenn der Bedarf erfüllt ist, zieht ein Zuviel Probleme nach sich, z.B. durch die Schwächung des Immunsystems oder die vermehrte Produktion von freien Radikalen, die im Übermaß vielfältige Schäden anrichten können, andererseits unter Kontrolle auch lebenswichtige Aufgaben haben. Ab einem bestimmten Mass müssen deshalb auch nicht essentielle ungesättigte und ggf. auch gesättigte Fettsäuren eingesetzt werden.
Ein hohes Angebot an nicht essentiellen ungesättigten Fettsäuren, führt dazu, dass nach Einbau in die Zellmembranen auch mehr Cholesterin in die Zellwand eingebaut wird, so dass der Cholesterinspiegel im Serum abfällt.
In die Diskussion geraten sich auch die Transfettsäuren, auch dies ist eine Einteilung nach einer Eigenschaft, nämlich der räumlichen Anordnung des Fettsäuremoleküls (cis- und trans-Stellung). Die Transfettsäuren, die mengenmäßig für die Ernährung von Bedeutung sind, stammen aus Margarine und Backfetten (also gehärteten Fetten). Bei der Hydrogenisierung werden die Fette mit einem Nickelkatalysator gemischt, einer Temperatur von 140-225°C und dann bei Überdruck Wasserstoff ausgesetzt. Giftige Substanzen können bei der o.g. Fetthärtung entstehen, wie zum Beispiel unnatürliche Fragmente von Fettsäuren. Außerdem geht Nickel vom Katalysator mit in das Endprodukt und kann Allergien auslösen. Bei zu hoher Hitze (Rauchpunkt überschritten) entstehen auch im Haushalt aus Fetten krebserregende Substanzen wie Benzol, Acrolein, Formaldehyd und weitere. Weitere Quellen sind jedoch auch Milchfett und Milchprodukte, da bei der bakteriellen Zersetzung im Pansen auch Transfettsäuren entstehen – auch ein Grund, warum Kuhmilch nichts für Babys ist, sie enthält zu wenig essentielle Fettsäuren.
Wenn man jemandem das sehr heiße Anbraten nicht ausreden kann, sollte man eher gesättigte Fettsäuren empfehlen, also Palm- oder Kokosfett, da diese nicht die bereits oben erwähnten unnatürlichen Fettsäurebruchstücke, Transfettsäuren etc. aufweisen. Jemandem, der nur vorsichtig andünsten will, kann man Olivenöl oder z.B. Rapsöl empfehlen.
Der Bedarf von Fetten ist ganz verschieden, für den Bevölkerungsdurchschnitt, der mit Übergewicht und vielleicht auch erhöhtem Cholesterin zu kämpfen hat, sind 30-35% zu viel. Hier kann eine radikale Reduktion und Beschränkung auf die Zufuhr essentieller Fettsäuren hilfreich sein.
Nahrungsergänzungsmittel können zwar aus Naturprodukten stammen, sind dann aber ein Präparat und nicht mehr natürlich zu nennen. In den USA gibt es bereits 29000 dieser Präparate. Medikamente müssen aufwendig geprüft werden und sind dann immer noch nicht 100% sicher, eine solche Prüfung entfällt aber bei Nahrungsergänzungsmitteln. Mit einer vollwertigen Ernährung haben sie eindeutig nichts zu tun. Die Ungefährlichkeit wird aus dem Wort „natürlich“ geschöpft. Überdosierungen von Vitaminen sind häufig. Eine erhöhte Krebsrate bei Menschen, die sich hoch dosiert Vitamin E zuführten, ging kürzlich durch die Presse. (2005)

Es gibt übrigens einen sehr gut gestalteten Text auf der VEBU-Seite: https://vebu.de/fitness-gesundheit/naehrstoffe/omega-3-fettsaeuren-in-pflanzlichen-lebensmittel/

Tuesday, January 31, 2012

Nahrungsfette

Fette können heilen, Fette können töten. Ein wenig Wissen über Nahrungsfette ist deshalb für jeden nützlich.


Die Darstellung von Zusammenhängen der Nahrungsfette wird durch die verschiedenen Einteilungen, die gewisse Eigenschaften in den Vordergrund stellen, erschwert. Ein dieser Einteilungen ist die in gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Es handelt sich um eine chemische Einteilung nach der Anzahl der so genannten Doppelbindungen. Grob gesagt, je mehr Doppelbindungen eine Fettsäure aufweist, desto flüssiger ist sie. Gesättigte Fettsäuren sind bei Zimmertemperatur fest, z.B. Schmalz, Bratfett oder das Fett in der Schokolade. Eine weitere Einteilung ist die nach der Stellung der Doppelbindung, die omega-3-, omega-6- und omega-9-Fettsäuren. Die omega-3 und omega-6-Fettsäuren sind essentiell für den Menschen. Die Ölsäure (kommt z.B. im Olivenöl vor) als Vertreter der omega-9-Fettsäuren ist nicht essentiell, weist aber günstige Eigenschaften auf, da z.B. ein erhöhter Cholesterinspiegel günstig beeinflusst werden kann. Mehr zu Fettsäuren in Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Fetts%C3%A4uren.


Zu den omega-6-Fettsäuren gehören die Linolsäure und die Arachidonsäure. Beide braucht der Körper, aber Linolsäure ist in pflanzlicher Kost bereits im Übermaß vorhanden und der Körper kann aus ihr Arachidonsäure herstellen. Die Arachidonsäure ist besonders in Fleisch bzw. Tierfetten, wie Schmalz, vorhanden. Die Arachidonsäure ist wichtig als Vorläufer von Prostaglandinen der Serie 2, die z.B. die Verklebung von Blutplättchen fördern, über die Niere Salz im Körper zurückhalten, Entzündung vermitteln sowie weitere mehr. Medikamente wie Aspirin (NSAR) hemmen das Enzym, das die Umwandlung der Arachidonsäure in Prostaglandine bewirkt (Zyklooxygenase).


Zu den omega-3-Fettsäuren gehören die alpha-Linolensäure sowie die Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure, die der Körper aus der alpha-Linolensäure herstellen kann. Aus der Eicosapentaensäure entstehen Prostaglandine der Serie 3, die selbst nicht so wichtig sind, aber dadurch wird die Produktion der bei Krankheiten unerwünschten Prostaglandine der Serie 2 behindert, denn Arachidonsäure und Eicosapentaensäure konkurrieren um dieselben Enzyme. Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure finden sich besonders in Nervenzellen, an Synapsen, Retina, den Nebennieren und Keimdrüsen, also biochemisch sehr aktiven Geweben (Stichworte Umwandlung von Energie, Elektronentranfer).


Nun könnte man meinen, es wäre gut sich nur von essentiellen Fettsäuren zu ernähren, aber das ist falsch. Wenn der Bedarf erfüllt ist, zieht ein Zuviel Probleme nach sich, z.B. durch die Schwächung des Immunsystems oder die vermehrte Produktion von freien Radikalen, die im Übermaß vielfältige Schäden anrichten können, andererseits unter Kontrolle auch lebenswichtige Aufgaben haben. Ab einem bestimmten Maß müssen deshalb auch nicht essentielle ungesättigte und ggf. auch gesättigte Fettsäuren eingesetzt werden.


Ein hohes Angebot an nicht essentiellen ungesättigten Fettsäuren, führt dazu, dass nach Einbau in die Zellmembranen auch mehr Cholesterin in die Zellwand eingebaut wird, so dass der Cholesterinspiegel im Serum abfällt.


In die Diskussion geraten sich auch die Transfettsäuren, auch dies ist eine Einteilung nach einer Eigenschaft, nämlich der räumlichen Anordnung des Fettsäuremoleküls (cis- und trans-Stellung). Mehr zu Transfettsäuren in Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Trans-Fetts%C3%A4uren. Die Transfettsäuren, die mengenmäßig für die Ernährung von Bedeutung sind, stammen aus Margarine und Backfetten (also gehärteten Fetten). Bei der Hydrogenisierung werden die Fette mit einem Nickelkatalysator gemischt, einer Temperatur von 140-225°C und dann bei Überdruck Wasserstoff ausgesetzt. Giftige Substanzen können bei der o.g. Fetthärtung entstehen, wie zum Beispiel unnatürliche Fragmente von Fettsäuren. Außerdem geht Nickel vom Katalysator mit in das Endprodukt und kann Allergien auslösen. Bei zu hoher Hitze (Rauchpunkt überschritten) entstehen auch im Haushalt aus Fetten krebserregende Substanzen wie Benzol, Acrolein, Formaldehyd und weitere. Weitere Quellen sind jedoch auch Milchfett und Milchprodukte, da bei der bakteriellen Zersetzung im Pansen auch Transfettsäuren entstehen – auch ein Grund, warum Kuhmilch nichts für Babys ist, sie enthält zu wenig essentielle Fettsäuren.


Wenn man jemandem das sehr heiße Anbraten nicht ausreden kann, sollte man eher gesättigte Fettsäuren empfehlen, also Palm- oder Kokosfett, da diese nicht die bereits oben erwähnten unnatürlichen Fettsäurebruchstücke, Transfettsäuren etc. aufweisen. Jemandem, der nur vorsichtig andünsten will, kann man Olivenöl oder z.B. Rapsöl empfehlen.


Der Bedarf von Fetten ist ganz verschieden, für den Bevölkerungsdurchschnitt, der mit Übergewicht und vielleicht auch erhöhtem Cholesterin zu kämpfen hat, sind die häufig zu lesenden Empfehlungen von 30-35% zu viel. Hier kann eine radikale Reduktion und Beschränkung auf die Zufuhr essentieller Fettsäuren hilfreich sein.


Und nun noch das:


Nahrungsergänzungsmittel können zwar aus Naturprodukten stammen, sind dann aber ein Präparat und nicht mehr natürlich zu nennen. In den USA gibt es bereits 29000 dieser Präparate. Medikamente müssen aufwendig geprüft werden und sind dann immer noch nicht 100% sicher, eine solche Prüfung entfällt aber bei Nahrungsergänzungsmitteln. Mit einer vollwertigen Ernährung haben sie eindeutig nichts zu tun. Die Ungefährlichkeit wird aus dem Wort „natürlich“ geschöpft. Überdosierungen von Vitaminen sind häufig. Eine erhöhte Krebsrate bei Menschen, die sich hoch dosiert Vitamin E zuführten, ging bereits durch die Presse.