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Friday, September 10, 2021

Neues von der Ausgrabungs-Stätte Diefenbach

 




Ich möchte über neue Aspekte von der Ausgrabungs-Stätte Diefenbach berichten, also ein Update machen [1].

Die ersten Knochenfunde sind gemacht. Vom ersten Knochen habe ich auch ein Foto gemacht. Es sind noch mehr hinzugekommen.


Sind wirklich alle Knochen vom heiligen Hermann-Josef im Sarg? Die Erhebung der Gebeine kann dies nicht nachweisen [2]. Der heilige Franz Xaver fand 1554 in Goa seine letzte Ruhestätte [3]. Ganz korrekt ist das nicht, denn schließlich wurde im Jahr 1615 sein rechter Unterarm als Reliquie nach Rom überführt. So wäre es doch denkbar ...  – oder auch nicht.



In lege die einzelnen Schichten nach der stratigraphischen Methode frei, wodurch ich die verschiedenen Sedimentierungen studieren kann. Je tiefer ich komme, desto mehr neue Theorien eröffnen sich. Zuerst ein Sediment, dann Platten, dann wieder eine Sedimentschicht, neue Platten, wieder Sediment, wieder Platten … wie lange mag es so weitergehen? Vielleicht handelt es sich um ein besonders hinterhältig ausgeklügeltes Versteck. Man gräbt. Und gräbt. Und gräbt. Aber irgendwann hört man auf, weil man meint, daß jetzt bestimmt die letzte Schicht erreicht ist.

Vielleicht sind die Knochen doch solche, die ein Hundes vergraben hat.

Das verschlungene Wurzelwerk über und unter den Platten, durch die verschiedenen Schichten, erinnert an Stätten in Südostasien.


Links:

[1] https://rheumatologe.blogspot.com/2021/08/archaologische-arbeiten-in-meinem-garten.html
[2] https://rheumatologe.blogspot.com/2019/06/erhebung-der-gebeine-des-heiligen.html
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Xaver

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Friday, August 21, 2020

Tomaten in der Eifel

 

Es ist eine Premiere. Ich habe meine erste Tomate geerntet. Und verspeist. Die erste Tomate! Das ist wie Onkel Dagoberts erste selbstverdiente Münze (10 Kreuzer). Am 19.05.2020 hatte ich zwei Tomatenpflänzchen in frische Komposterde gesetzt. Und schon nach drei Monaten kann ich die erste Frucht ernten. Man riet mir nicht gerade ab, jedoch ist es schwierig in der Eifel ohne Gewächshaus. Meine Schwägerin und mein Bruder auf dem Nachbargrundstück haben ihre Tomaten ins Gewächshaus gesetzt. Diese Tomaten sind deutlich größer. 
 
 
 
Tomaten sind zum Essen da; also habe ich sie zusammen mit Kräutern und Blüten aus meinem Garten sowie Ziegenkäse gegessen. Es schmeckte hervorragend.



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Thursday, August 6, 2020

Der merkwürdige Schmetterling



Ich hatte gerade eine merkwürdige Begegnung mit einem Schmetterling. Nein, nicht der auf dem Bild, aber er sah ähnlich aus. Ich saß auf der Terrasse und aß mein Mittagessen. Da kam er angeflogen, dieser merkwürdige Schmetterling. Er setzte sich zuerst auf mein schwarzes T-Shirt zwischen rechte Brust und rechte Schulter. Da ging er eine Weile entlang, blieb stehen, öffnete und schloß die Flügel, und ging weiter auf die linke Seite.

Ich hielt ein Schneidebrett mit meinem Mittagessen vor der Brust, da Chilisauce von den Brotscheiben gelaufen war. Ich hatte mir ein paar Scheiben selbstgebackenes Dinkel-Roggen-Sauerbrot (den Sauerteigansatz hatte ich von diesem Hersteller aus Schwaben, der auch für Müsli bekannt ist; gewürzt hatte ich mit Gelbwurz) mit Ziegenkäse und Sriracha scharfe Chilisauce mit Ingwer, meiner Lieblingssauce, gemacht [36 Wörter bis zur Schließung der Prädikatsklammer!]. Und da flatterte der merkwürdige Schmetterling auf das Schneidebrett und ging dort wieder auf und ab, Schließlich hielt er an der zweiten Scheibe von links (also von mir aus gesehen, denn der Schmetterling ging gerade von rechts nach links aus seiner Sicht) an und steckte schließlich seinen Rüssel in die Chilisauce. So viel guten Geschmack traut man einem Schmetterlings gar nicht zu. Und dann flog er weiter zu den Blüten.



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Tuesday, August 4, 2020

Krumme Mohrrübe


Ich hatte bereits von der Kraft der Natur berichtet [1]. Da ging es um Holunder, jetzt geht es um eine Mohrrübe. Die Mohrrübe oder Karotte (Daucus carota subsp. Sativus) mit vielen weiteren Bezeichnungen stammt je nach Farbe aus Afghanistan und dem Mittelmeergebiet her; die jetzige Kulturform ist wahrscheinlich durch Kreuzung in Kleinasien entstanden [2].


Wir kennen die Mohrübe als langegestreckte Pfahlwurzel. Die runden Formen werden häufiger als Karotte bezeichnet, aber das ist je nach Gebiet unterschiedlich; erst recht in Süddeutschland oder dem Alpenraum. Ich glaube, dass die Mohrrübe, die ich heute aus dem Boden gezogen habe, einen Extranamen verdient Mohrkringel. Immerhin hatte die Mohrrübe es versucht; sie hat eben nicht aufgegeben.



Als ich den Wikipedia-Artikel las, fiel mir auf, wie viel Mohrrüben in Uzbekistan geerntet werden. Es liegt immerhin in der Nähe von Afghanistan. Das war mir beim Marktbesuch im Ferghana-Tal gar nicht so aufgefallen. Aber immerhin fand ich auch ein Bild mit Mohrrüben.


Kommen wir zum heiklen Teil des Blogposts. Ist es politically correct, von Mohrrüben zu sprechen. Diese Frage wird näher unter dem Titel „Rassistisches Gemüse?“ erörtert [3]. Hier nur so viel: die Bezeichnung Möhre entwickete sich aus dem indogermanischen mṛk, über das germanischen Wort morhōn [ich hätte da eher eine frühe Form von Moorhuhn vermutet] und die alt- und mittelhochdeutschen Wörtern moraha, morha, mokra, morke, morhe und more. Daran wurde Rübe gehängt. Der Begriff Mohrrübe ist demnach etymologisch nicht mit Mohr (maurus) verwandt. Aber, wie die Möhren-Apotheke schon bemerkte, ist es nicht in erster Linie die Etymologie eines Wortes, die es zu einer Diskriminierung macht, sondern die Art und Weise seiner Verwendung. Wir dürfen guten Gewissens weiterhin von Möhren und Mohrrüben sprechen.


Links und Literaturangaben:
[3] Mören-Apotheke / Rassistisches Gemüse? 1http://moehrenstrasse.wordpress.com/about/

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Sunday, July 26, 2020

Holunder vermehren oder „Ich bin Groot“



„Ich bin Groot,“ sagte die Baumfigur in dem Film Guardians of the Galaxy. Sie werden sich sicherlich fragen, was das mit der vegetativen Vermehrung von Holunder zu tun hat. Ich verspreche, neine ich gelobe, bis zum Ende dieses Blogposts das Rätsel gelöst zu haben.

Ich wollte Holunder vermehren, um verschiedene Stellen meines ziemlich großen Gartens zu gestalten. Also sah ich mich um, was es so an Erfahrungen und Anweisungen im Netz gibt.

In der ersten Version [1] sollte optimale Ableger halb verholzt und 10-15 Zentimeter lang sein und über mehrere Blattknoten verfügen. Die sollte ich in kleine Töpfe pflanzen, z.B. mit Perlite für 52,39 € bei Amazon gefüllt; in den letzten Wochen Preissturz: nur noch 32,90 € bei Amazon. Dann hätte ich es in ein ins Minigewächshaus für 10,07 € bei Amazon stellen sollen; auch hierbei in den letzten Wochen Preissturz: nur noch 9,24 € bei Amazon. Dann kann ich mir doch direkt eine Holunderpflanze im Gartenparadies kaufen. Habe ich also nicht gemacht.

In einer winterlichen Version sollte ich Steckhölzer schneiden und in Torf-Sand stecken. Dann sollte ich die Stecklingen mit Weidenwasser begießen. Also ich kannte bislang ein Weidewässerchen (alkoholisches Getränk), das es aber nicht mehr gibt. Und bis zum Winter warten wollte ich auch nicht.

In einem Forum las ich dann in einer Zuschrift [2]: „Mach es nicht so kompliziert wie es dir vorgeschalgen wird, Holunder ist sehr einfach mit Stecklingen zu vermehren und am besten ist, du machst es gleich jetzt und nicht erst im Sommer. Einfach ca. 1 Zentimeterstarke verholzte Triebe anstecken (gleich in Erde) und schauen, dass er immer feucht hat und dann wächst er schon.“ Das leuchtete mir ein. Und so habe ich es dann auch gemacht.

Und jetzt ist Groot da. So wie am Ende des Films.


Links und Literaturangaben:

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