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Thursday, January 16, 2014

Schweinegrippe im Anmarsch?



Über Medscape Deutschland Infektiologie wurde ich über eine mögliche neue Schweinegrippewelle informiert. In den U.S.A. ist nämlich eine Grippewelle ins Rollen gekommen. Als Erregertyp des Influenza A Virus wird H1N1 pdmo9 genannt. Dies ist aber der Erreger, der 2009 die Pandemie ausgelöst hatte, die bei uns unter Schweinegrippe geführt wird.
DIE WELT berichtete über den „Ausbruch einer neuen Schweinegrippe-Epidemie mit mehr als 40 Infektionsfällen im Norden Spaniens“. Ein Mensch ist daran gestorben.
Im April / Mai dieses Jahres berichtete ich über den Ausbruch einer Vogelgrippe-Epidemie in China (New strain of bird flu - H7N9). Bis zum 10.05.2013 waren 130 Menschen erkrankt, von denen 32 verstorben sind.
Eine Grippewelle im Februar 2013 war eher eine Welle in der Presse.

Wird es nun ernst? Werden wir wieder wochenlang über Gefahren informiert, die sich dann in Luft auflösen? Wird wieder Hysterie herrschen? Ich hoffe nicht. Trotzdem gilt es, die Lage in den Vereinigten Staaten zu verfolgen. Es sind wieder jüngere Menschen als bei den üblichen Grippewellen betroffen. Die von der „World Health Organisation (WHO) für die nördliche Hemisphäre empfohlenen tri- und quadrivalenten Impfstoffen dieser Saison enthalten“ auch eine Komponente, die gegen den Stamm H1N1 pdm09 A/California/7/2009 immunisiert. Für Deutschland meldet das Robert-Koch-Institut nur die sogenannte Hintergrundaktivität, jedoch keine Häufung. Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den U.S.A. melden für die zweite Januarwoche „weiträumige Influenza-Aktivitäten in 35 US-Staaten und damit in 10 Staaten mehr als eine Woche zuvor“. Es wurden den CDC 2.486 Influenza-Erkrankte gemeldet.

Insgesamt kein Grund zur Sorge, aber vielleicht könnten dies zum Anlass nehmen, sich gegen Influenza impfen zu lassen. Risikopersonen sind die über 60jährigen, Schwangere, chronisch Erkrankte (z.B. rheumatische Erkrankungen) und Personen, die beruflich viel mit Menschen zu tun haben (siehe Link).

Links:
Gerda Kneifel: Schweinegrippe in den USA: Kommt sie auch nach Deutschland? http://www.medscapemedizin.de/artikel/4901807?src=wnl_medpl_16002014



Monday, February 18, 2013

Zur aktuellen Grippe / Influenza Welle



Es geht wieder einmal die Influenza umher. Die Presse berichtet von 14mal mehr Erkrankten als sonst zu diesem Zeitpunkt. Wieder handelt es sich um ein A-Virus der Sub-Klassifikation H1N1, auch bekannt als Schweinegrippe. Positiv ist zu bewerten, dass es nicht erneut zu einer Panik gekommen ist. Die Klassifikation als Schweinegrippevirus sagt also nichts über die Schwere des Verlaufs aus. Trotzdem ist auch diese Epidemie ernst zu nehmen.

Grippewellen treten auf der Nordhalbkugel bevorzugt zwischen Dezember und April auf. Das Influenza-Virus ist sehr variationsfähig, weshalb auch jedes Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt werden muss. Auf Wikipedia kann man nachlesen: " Bisher wurden insgesamt 16 H-Untertypen und 9 N-Untertypen erkannt." Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Influenzavirus  H steht für den Hämmagglutinin-Typ und N für den Neuraminidase-Typ. Daraus einige interessante Subtypen: H2N2 führte 1957 zu einer Pandemie und wurde bekannt als asiatische Grippe. H2N2 führte 1958 zu einer Pandemie und wurde bekannt als Hongkong Grippe. H5N2 führte 2005 in Japan zu einer Geflügelgrippe; 1,5 Millionen Hühner mussten damals getötet werden.

Wie kann man sich selbst und andere vor Ansteckung schützen? Ein Gutes hatte die Panik im Jahr 2009 schon. Seither stehen in Krankenhäusern z.B. für Besucher Desinfektionsspender zur Verfügung. Davon sollte man Gebrauch machen. Aber auch einfaches Händewaschen mit Seife/Waschlotion hilft. Außerdem sollen betroffene nicht andere Anhusten. Das Virus wird dadurch oder eben durch Viren, die auf Kontaktflächen gelangen, verbreitet. Vitamin C hoch dosiert als Wundermittel hat keinen Platz mehr in der Prophylaxe, aber auf eine ausreichende Versorgung mit natürlichem Vitamin C hilft dem Immunsystem mit Infektionen fertig zu werden. Die Wintermonate führen durch beheizte Räume zur Austrocknung von Schleimhäuten, die dann anfälliger für den Befall von Viren werden. Ist die Nase verstopft, können Nasenspülung und Inhalation helfen. Bei produktivem Husten kann ein Hustenlösen helfen. Bei trockenem Reizhusten muss der Arzt unter Umständen einen Hustenstopper, wie z.B. Codein, verordnen. Heilpflanzen und ätherische Öle können helfen, einen Schutzfilm zu bilden.

Weitere Informationen erhalten Sie auch im Internet unter
www.bzga.de/schweinegrippe
www.bmg.bund.de Stichwort Grippe
www.rki.de Stichwort Influenza
www.wir-gegen-viren.de
oder von:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Postfach 91 01 5251071 Köln
Telefon: 0221 8992-0 / Durchwahl: -280
Fax: 0221 8992-300 / - 201
E-Mail: marita.voelker-albert@bzga.de Internet: http://www.bzga.de

Nachtrag 23.02.2013
Gestern las ich in der Rheinischen Post auf S. C2 einen lesenswerten Artikel zur Grippe von Winfried Randerath: "Vor der Erkältung zur Superinfektion". Ich hätte bei dem Unterthema überflüssige Gabe von Antibiotika noch auf die nachhaltige Veränderung der immunologisch aktiven Darmflora hingewiesen. Hier jedoch der Link: http://www.rp-online.de/gesundheit/grippe/von-der-erkaeltung-zur-superinfektion-1.3212565 In der Online-Version fehlt leider die schöne Übersicht "Was die Grippe von der Erkältung unterscheidet", weshalb ich die Informationen hier modifiziert wiedergebe: