Saturday, August 15, 2026

Brände in der Eifel - von Diefenbach aus betrachtet

 


Gestern rief ein Freund aus Köln an, der sich sorgte, weil er nicht mehr wußte, wie dicht ich in Diefenbach am Gebiet Hürtgenwald wohne. Da hatte ich überhaupt noch nichts von den Bränden mitbekommen. Aber als ich dann einige Minuten später zum Einkaufen fuhr, roch ich den Brand. Und heute ist es schon ganz anders, da bin ich kurz für Fotos rausgegangen und meine Wäsche riecht nun so, als hätte ich am Lagerfeuer gesessen. Ich habe dann die Die Nachrichten von Radio 700 gehört und jetzt im Internet eingesehen [1].


Da geschieht weit mehr, als ich erwartet hatte. Die Trockenheit hat zwar die Brände nicht ausgelöst, aber sie ist die Grundlage für die schnelle Ausdehnung der Brände. Eine Ursache für die einzelnen Brände haben die Nachrichten nicht gnannt. Im Hürtgenwald stehen mehr als 400 Hektar in Flammen. Im Bereich Baraque Michel konnten zwar die Flammen aufgehalten werden, aber sie ziehen in Richtung Drossart weiter. Die Ausdehnung hat eine Fläche von 850 Hektar erreicht. Von wo, ob von Westen oder von Norden wir hier eingenebelt oder ein besser eingeraucht werden, kann ich gar nicht sagen. Baraque Michel und Hürtgenwald sind beide etwa 30 Kilometer Luftlinie von Diefenbach entfernt. Eine Gefahr kann ich nicht sehen, aber sämtliche Arbeiten im Garten sowie in meinem Stall liegen jetzt erst mal brach. Für die Natur kommt es jetzt darauf an, daß aus den Talsperren genügend Wasser für Löschhubschrauber beziehungsweise auch für sonstige Löscharbeiten zur zur Verfügung stehen. Wir sollten auch nicht vergessen, daß im Hürtgenwald weiterhin Munition im Boden liegt, die bei solchen Bränden losgehen kann. Wir können nur hoffen, daß bei den Löscharbeiten niemand zu Schaden kommt.  




Links und Anmerkungen:
[1] https://radio700.eu/news 
[2] Hinweis bei 1]: „Wegen der Wasserentnahme der Hubschrauber sind auch die Zufahrten und Parkplätze zu den Talsperren in Eupen und Jalhay blockiert.“

.
 

No comments:

Post a Comment