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Wednesday, January 3, 2018

Jägerei und Hochsitze




Ich meine, in der Vergangenheit gezeigt zu haben, dass ich nicht so der Jagdfreund bin. Jetzt hörte ich (und konnte es auch nachlesen), dass ein Hochsitz vom Sturm auf die A44 geweht wurde.

Ich wanderte über Silvester und Neujahr durch die Eifel und sah auch dort umgekippte Hochsitze. Ich dachte zunächst: „So sehe ich sie am liebsten!“ Aber mein zweiter Gedanke drehte sich darum, dass der Jäger den Krempel auch entsorgen soll. Dachpappe und Fenster verrotten nun einmal nicht.



Ich weiß, dass wir die Natur so verunstaltet und geschädigt haben, dass wir sie nicht mehr einfach sich selbst überlassen können. Ich habe nichts gegen die Försterei. Ich mag nur nicht die Hobbyjägerei.


Links und Literaturangaben:

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Thursday, January 3, 2013

Lustig ist die Jägerei – Teil 2



Nein, so lustig ist sie nicht, dachte ich, als ich die Jäger mit einem erschossenen Wildschwein auf ihrem Allradfahrzeug sah. Es wird in einer Gegend geschossen, die mit Wanderwegen nur so durchzogen ist. Wenn es zu einem Jagdunfall gekommen, ja, dann legt sich das Geschrei schnell. Die Jäger haben eine ähnlich starke Lobby wie die Waffenbesitzer in den Vereinigten Staaten von Amerika. Was hört man denn ca. 2 Wochen nach dem Amoklauf von Newtown, Connecticut, noch in den Medien? Oh, vielleicht den Hinweis darauf, dass im Dezember 2012 doppelt so viele Zulassungsprüfungen ("background checks") auf Waffen gestellt wurden: http://www.handelsblatt.com/politik/international/laut-fbi-daten-mehr-schusswaffenkaeufe-nach-massaker/7580508.html.

Könnte man die Jagd doch nur verbieten! Aber das scheint nicht möglich zu sein, jedenfalls nicht jetzt sofort. Kann man denn nicht wenigstens die Sicherheit verbessern. Da könnte man zur Auflage machen, dass Gebiete, in denen geschossen wird, durch Personal gesichert werden. So ähnlich, wie man die Philharmonie in Köln bei Aufführungen davor schützt, dass über das Dach geradelt wird. Vielleicht könnte man dieses Personal (grün gekleidet!) dafür gewinnen.

Zur Jahreswende ist in Nettersheim-Pesch ein Hochsitz abgebrannt. Der Schaden betrug 2000 Euro. Aber ich kann mich darüber nicht freuen. Vandalismus schreckt mich ab! „Die Brandursache ist unklar“, schreibt der Kölner Stadt-Anzeiger. Was soll es anderes als Brandstiftung gewesen sein? Aber mit solchen Aktionen wird die Jägerei nicht zu stoppen sein.

Der Waffenbesitz sollte strenger kontrolliert werden. Wie wäre es mit unangemeldeten Besuchen, ob die Waffen auch für Dritte unerreichbar gelagert werden? Jährliche amtsärztliche Kontrolle, ob der Besitzer körperlich und seelisch überhaupt in der Lage ist, eine Waffe zu bedienen und nicht eine Gefahr darstellt?

Gut, ich wiederhole mich, aber in der Hobbyjägerei sehe ich ein gesellschaftliches Problem. Es kann nicht gut, wenn als Hobby getötet wird. Es kann nicht gut sein, wenn immer mehr Waffen im Umlauf sind, legal wie illegal.

Zur Jägerei siehe auch:
http://rheumatologe.blogspot.de/2010/08/lustig-ist-die-jagerei-piff-paff.html



Monday, August 23, 2010

Lustig ist die Jägerei / Piff! Paff!

Lustig ist die Jägerei / Piff! Paff!

Es war noch früh im Jahr, aber schon ein warmer Tag, als ich In der Issel (Meerbusch – in der Nähe von Düsseldorf bzw. der A44) durch die Auen schritt. Da hörte ich es: „Piff! Paff!“ Die Jäger übten sich im Waidwerk. Weiter stapfte ich durch die feuchten Wiesen – da schreckte ich etwa ein- bis zweihundert Wildgänse (Kanadagänse) auf, die sich erhoben und über den Rhein das Weite suchten. Ich aber ging weiter und traf auf die beiden Jäger, die sich hinter Buschwerk und Tarnnetz versteckt hielten. Am Feldrain erblickte ich die erschossene Krähe, im ihrem Blute lag sie am Boden – tot. Mit der Flinte in der Hand machte man den Vorschlag, ich solle woanders weitergehen, welch gute Idee! Schnell hätte es wieder „Piff, paff!“ machen können und ich mochte nicht auch blutend am Boden liegen – neben der Krähe. Warum aber steht 200-300 m entfernt ein Schild, man solle vorsichtig fahren – der Kinder zuliebe? http://bit.ly/bqdwoP
Wer schon inmitten eines Naherholungsgebietes jagt, sollte auch für Absperrungen sorgen, wie z.B. bei der Kölner Philharmonie, wo grün gekleidete Ordner aufpassen, dass niemand während einer Aufführung auf dem Dach steppt. So könnte man das Terrain sichern und Arbeitsplätze schaffen. Oder ganz und gar mit dem Blödsinn aufhören!
Wenn auch die Jäger in Wort die Krähe als Raubzeug abwerten, so sehe doch darin ein überflüssig beendetes Leben. Oder hatten diese Jäger In der Issel nur Hunger. Ja, dann: „Wohl bekomm´s!“