Das Leben verlor
Sein Selbstbewußtsein.
Es glich der Zartheit
Einer Hundepfote.
Karl Krolow [1]
Sein Selbstbewußtsein.
Es glich der Zartheit
Einer Hundepfote.
Karl Krolow [1]
WolfsMond
Der Mond scheint hell zwischen
Den vorbei ziehenden Wolken
Der Himmel schweigt mit dunklem Blau
Der Schnee strahlt grell vom Boden
Das Auge schaut auf alles noch
Während der Wolf schon losHeult
Schaurig & schön wie Schwert & Schall
Der Morgen liegt fern noch im Schlaf
Während wir in Träumen erWachen
Schnee
der feine
Schnee
Bedeckt
Deine
Mütze
Und
Dein
Haar
Wie
PuderZucker
Oder
Der Tod
Mond
der Mond
Mit
Seiner
Scharfen
Sichel
Steht
Hinter
Dem
Feld
Aber
Er rührt
Es
Nicht an
Hass
in die
Mauern
Deines
Hasses
Dringen
Wasser
Und
Efeu
Und
Dann
Die
Zeit
Dein Hass
Hat
Keine Chance
Nebel
da sah
Ich
Dich
In
Den
Nebel
Schreiten
Und
Der
Nebel
Schloß
Sich
Hinter
Dir
Du hörtest
Nicht
Mein NebelHorn
AnStößig
[dies ist ein Gedicht, aus dem alle Wörter entfernt worden sind, so daß es keinen AnStoß erregen kann]
Oder
Wird
Es
DaDurch nicht
Erst
Recht anStößig?
RauhReif
Wind und
Regen
Lecken
Den
RauhReif
Von
Den
Bäumen
Denn
Sie
BeSitzen keinen
Sinn
Für Schönheit
MondNacht
in dieser
Hellen
MondNacht
Gluckst
Der
Bach
Und
Die
Tannen
Rauschen
Wir
Schweigen und
Schmiegen
Uns anEinander
VerBorgen
die Leere
Zwischen
Den
Sternen
Die
Schwarze
Materie
Nein
Auch
Da
Hält sich
Gott
Nicht verBorgen
SintFlut
über die
SintFlut
Ohne
Hoffnung
Spricht
Niemand
Sie
Mußte
Vor der
Arche
VerEnden
Wetter
Der Wind wütete in den Wipfeln
Die Brise bewegte Blüten und Blätter
Ich schaute und schrieb
Die Tinte verLief im Regen
Anmerkungen:
[1] Aus: Karl Krolow: Siegreiche Vegetation. In: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 3. Jahrgang 1956. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 549.
[2] This footnote is intentionally left blank.
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