Die große Versuchung: das letzte
Fett vom Gedichte zu lösen.
Der Traum vom mageren Wort.
Hans W. Cohn [1]
Fett vom Gedichte zu lösen.
Der Traum vom mageren Wort.
Hans W. Cohn [1]
Strand VorStadt
totes Holz AlkoholFahnen
AusGelaugte AusGelaugte
Stimmen GeStalten
Plastik Plastik
UnRat UnRat
VerGangenheit VerGangenheit
Treiben Treiben
An uns vorbei An uns vorbei
poetry class TextEingabe(poetry)
{
add( poetry.title );
[Vielleicht]
}
{
follow
add( poetry.text );
[ vielleicht reicht
Es
Auch
ManchMal
Das
VerLorene
Wort
Zu
Suchen
Zu
Finden
AusZugraben
Und
AusZusprechen]
}
{
// Sobald gelesen, lese weiter:
if( sprecht nicht mit den worten der maschinen ) {
for( Sprecht mit den Worten der
Wälder, Felder, Bäche, der Seen, der Blumen ) {
more.add( Vielleicht noch der Kraniche und der Katzen
( wenn es zu schweigen gilt. );
}
}
}
Blut der Toten
die Toten
Bluten
Nicht
Sagt
Die
Anatomie
Und
Doch
Bluten
Ihre Herzen
Sagt
Die Empathie
LindenBlatt
ich mag
Das
LindenBlatt
Von
Meinem
Rücken
EntFernt
Haben
Aber
Das
WeinBlatt vorne
Bleibt
Aus Gründen
Abend
das Abend-
Rot
Brannte
Sein
Feuer
Zu
Schnell
Ab
Und
Die
Schwärze
Wurde
Nacht
Egal
Denn
Das Tasten
Ist
Uns wichtiger
Fenster
aus den
Fenstern
Blicken
Dir
GeSichter
Nach
Aber kein
Wort
Wird gerufen
WachsFlecken
Kein TischTuch
Keine WachsFlecken
Nach WeihNachten
Auf dem TischTuch
Und kein KurzReel
Wie man die WachsFlecken
Aus TischTüchern
Nach WeihNachten
EntFernen soll
Erinnerungen
der alte
RuckSack
Bekommt
Immer
Mehr
Löcher
Aus
Denen
Die SandKörner
Der
Erinnerung rieseln
Wellen
jede Welle
Bewegt
Die
Kiesel
Am
Strand
Bei
Ihrem
AusLau.f..e...n
Dann
Liegt
Sie
Ruhig
Wie
Wir
Die wir
Dieser
Melodie lauschen
AltStadt
in den
KramLäden
Der
AltStadt
VerKauft
Man
Jetzt
DesignerMode
Handys
Und
Sushi
Aber
Niemand
Will den
Ort
NeuStadt nennen
StoppelFeld
von links
Hinten
Treibt
Der
Scharfe
Wind
Meinen
Wackelnden Schatten
Über
Das StoppelFeld
Faden
ich gehe
Bleibe
Stehen
Den
Faden
VerLoren
Faden
AridneFaden
WiederGefunden
VerLoren
AufGegriffen
GeRis--Sen
Die
Wörter
Reihen sich
GeRissen
Einst ans andere
Türme
Hölderlin im
Turm
Rapunzel
Im
Turm
Wir
Alle
In
Türmen und
Wollen
Nur türmen
TauWetter
der Schnee
Rutscht
Vom
Ast
Ab
Und
Der
Ast
Schnellt
Nach
Oben
Langsamt
Nach
Unten
Um wieder
Still
Zu stehen
Anmerkungen:
[1] Aus: Hans W. Cohn [1a]: Tagebuch im Oktober. In: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 4. Jahrgang 1957. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 255.
[1a] Von ihm ist im Internet nicht viel zu erfahren. Hans W. Cohn war ein deutscher Lyriker und Psychoanalytiker, geboren 1916 in Breslau, gestorben 2004 in London.
[2] This footnote is intentionally left blank.
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