Schnee am Himmel
Das Licht des Mondes macht die Wolken weiß,
Als ob der Schnee auf den Himmel gefallen sei,
Lose gefügt auf den schwarzen Boden des Himmels
Sowie er hier auf die Erde gefallen ist.
Adriaan Morrien [1]
Das Licht des Mondes macht die Wolken weiß,
Als ob der Schnee auf den Himmel gefallen sei,
Lose gefügt auf den schwarzen Boden des Himmels
Sowie er hier auf die Erde gefallen ist.
Adriaan Morrien [1]
Sonne
um zu
Leben
Verbrennt
Sich
Die Sonne
Sand
es fand
Sich
Noch
Etwas
Sand
In
Einer
HosenTasche
Sand
Aus
Der
Heimat
Von einer
Anderen
SandUhr
Weg
Ich nahm den Weg
Den verWunschenen
Über BuchenLaub und Fels
Über Moos und durch das Moor
Nebel streiften mich und Ahnungen
Aber ich wich nicht ab vom Weg
Schwarz stand der TannenWald
Wie eine Wand
Und ich Schritt
Über den federnden Grund
Ich hörte die Quelle
Und ich ging meinen Weg
Das Ziel vor Augen
Selbst da verließ ich ihn nicht
Haar
was auch
Passiert -:
Diesem
Gedicht
Habe
Ich
VerBoten
Daß
Dein schwarzes
Haar
Je erGraut
|
Am Seil |
|
Heute wachte ich auf und hing an einem Seil. Nein. Ich hing nicht am Galgen, ich hing über dem Abgrund, dessen Tiefe im Dunkel ich nicht sah. Ich sah keine Wand und ich sah nicht den Anfang des Seiles im Licht. Sollte ich zum Licht hin klettern? Oder mich in die Tiefe fallen lassen? Ich kletterte nach oben Während das Seil sich immer weiter nach unten bewegte. Nur nicht aufhören. Nur nicht aufhören mit dem Klettern. |
Paradies
die Cherubim
Stehen
GeLangweilt
Vor
Dem
Paradies
Herum
Denn
Es
VerLangt niemand
EinGelassen
Zu werden
Worte
meine Worte
Trägt
Der
Wind
Mit
Sich
Fort
VerLiert
Sie
Und trägt
Sie
Nicht aus
am alten brunnen
der frosch wird' heut' nicht springen
er wurde geküßt
der frosch wird' heut' nicht springen
er wurde geküßt
Keile
Flugzeuge zie-
Hen
L
I
N
I
E
N
Über
Den
Himmel
Gänse
Und
Kraniche
Treiben Keile
Über
Den Himmel
Beim FischHändler
da – schau
Dir
Die
Käufer
An
Sie
Gehen
Zum
FischHändler nur
Noch
In TaucherAnzügen
Blau
Im blauen Zimmer
Die Bilder der blauen Periode
Der blaue Tee
Zur blauen Stunde
In blauem Porzellan
– Wir sind so blau –
Der Enzian und wir
Gibt es eine schönere Farbe?
Zeichen
Ich schrieb Zeichen in den Sand
In den Schnee und in das Wasser
Nichts blieb, denn alles verSchwand
[Die vierte Zeile am Rand]
Stille
in der
Stille
Kannst
Du
Das
UmBlättern
Der
Seiten
Hören
Wie
Das Pendel
Bei
Einer StandUhr
Pfützen
spring ruhig
In
Die
Pfützen
Die
Der
Himmel
Über die
Menschheit
GeWeint hat
Links und Anmerkungen:
[1] Aus: Adriaan Morrien [1a]: Schnee am Himmel. In: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 4. Jahrgang 1957. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 567.
[1a] Adriaan Morriën (1912-2002) war ein niederländischer Lyriker, Erzähler, Essayist Literaturkritiker und Übersetzer (unter anderem von Heinrich Böll, Erich Kästner, Sigmund Freud, Albert Camus und Guy de Maupassant). Er bekam 1954 den Preis der Gruppe 47.
https://de.wikipedia.org/wiki/Adriaan_Morri%C3%ABn
[2] Fand sich nicht – ich habe gesucht, Hand aufs Herz.
.


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