Alle Straßen haben die Nachgiebigkeit
des Abends, der vom See kommt
und die getrockneten Netze der Fischer
vor sich herträgt.
Walter Helmut Fritz [1]
des Abends, der vom See kommt
und die getrockneten Netze der Fischer
vor sich herträgt.
Walter Helmut Fritz [1]
Regen
ganz ohne
GRoll
Werden
Die
Wolken
Vom
Wind
GeRollt
Bis
Es
Aus
Ihnen
– sie weinen nicht –
Aber
Bis es
Aus
Ihnen regnet
zu kurz
der sommer ist zu kurz
das leben ist zu kurz
auch ich bin zu kurz
kurzum
verlängern ist auch zu kurz
Wiesn
auf der
Wiesn
Nur
Ja
Nicht
Auf
Die
Wiese
Setzen …
Ist ein
Gut
Gemeinter Rat [2]
VorMärz
der Bauer
Hatte
Schon
Die
Rösslein
AnGespannt
Aber
Die
NordHänge
Der
AckerKrume
Waren noch
Weiß
Von Schnee
MorgenGrauen
das Grauen
Das
Grauen
Mit
Dem
MorgenGrauen
War
Die
Nacht
Vorbei
Er/sie
Aber
War in
Der
Nacht geBlieben
Zimmer
das Zimmer
Ist
Eine
SchneeKugel
Dir
Immer
Wieder
Vom
Schicksal
UmGeDreHeT
Wird
DaMit der
Schnee
Fallen kann
Nixe
die kleine
Nixe
Wie
Auch
Die
SeeRose
Laß
Weiter blühen
In
Den Fluten
Platz
Wo die Sonne sich ausRuht
Da ist noch Platz hinter dem Schober
Wir sitzen auf einem Ballen Stroh
Der dort verGessen verWittert
Und sprechen uns
Ganz leise flüsternd in die Ohren
Weil's so romantischer ist
Aber irgendWann stehen wir auf
Und überLassen anderen den Platz
Der arme Baum
da saßen
Kormorane
Auf
Dem
Armen
Baum
Denn
Der
Hatte es
Und
War nun verSchissen
Mond
da geht
Der
Mond
Auf
Und
Ab
DurchStreift
Die
Gassen
Der Stadt
Als
Heller Golem
InselBerg & Meer
Der Zwerg auf dem Berg
Schaut auf
Die Glut in der Flut
Das Schwellen der Wellen
Deine Schritte
Im Sand am Strand?
Dein Mund unterm Mond
Zwerg und Zwergin sind wir
Endlich im UnEndlichen
Träume
aus manchen
Träumen
Findet
Man
Nicht
Hinaus
Aber
Douglas -: come
And
Find out
Wenden
wir schwimmen
Durch
Das
Becken
Der
AllTäglichkeit
Und
Wänden
Und schwimmen
Zurück
Und wenden und …
Romantisch
Der Wind rüttelt in regenNassen HerbstBlättern
Die noch an den Bäumen kleben
Schwache Lichter tanzen
IrrLichter oder der Mond
Der Lücken findet
Wir heben die Gläser im KerzenSchein
Die Farbe des Weins ist nicht erKennbar
Der Wind löscht die Kerzen
Die Farbe deiner Stimme ist nun erKennbar
Im Dunkel der tanzenden Irrlichter
Greifen unsere Hände inEinAnder
WeihWasser
da warst
Du
Doch
ErSchreckt
Als
Ein
Tropfen
WeihWasser
Durch
Dich
Brannte
Wie Blut
Von
Einem Alien
Mond [3]
wie schön
Wenn
Mond
Und
Wolken
Leise
Über
Den
Himmel
Schleichen
Und
Nur
Arno Schmidts
Metaphern
Für Lärm sorgen
Links und Anmerkungen:
[1] Aus: Walter Helmut Fritz [1a]: Reichenau. In: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 9. Jahrgang 1962. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 525.
[1a] Walter Helmut Fritz (1929-2010) war ein deutscher Lyriker, Essayist und Romancier.
https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Helmut_Fritz
[2] … und gemein dazu.
[3] Ja, Mond, noch einmal und kein Mond (1) und Mond (2). Ich weiß doch überhaupt nicht, wie oft ich über den Mond geschrieben habe.
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