von euren schultern ist die last genommen
ihr seid wie vögel und kinder
vergnügt euch.
Tadeusz Różewicz [1]
ihr seid wie vögel und kinder
vergnügt euch.
Tadeusz Różewicz [1]
Mauer
Wir saßen
HINTER DER HOHEN MAUER
Und kamen nicht
HinAus in die Welt
Aber schlimmer noch
Waren die Worte
Daß diese Mauer
Uns nur schützen sollte
PflaumenZeit
es ist
Wieder
PflaumenZeit
Die
Pflaumen
Sind
Reif
Vorsicht
Sonst fallen
Sie
Auf dich
Herbst
Die Parkbänke leeren sich
Blätter schlurfen über den Boden
Die Spelunken füllen sich
Und wir gehen im Regen zum EntenTeich
{Betrachten die Trauerweide
Wie sie uns zuwinkt}
Aber dann auch wir
Auf Auf
Und fröhlich
In die feuchtWarme Luft der nächsten Taverne
Wo die SchankWirtin mit dem SchankJungen wartet
{Rentner und RentnerGedeck}
LeuchtTurm
Das Licht des Leuchtturms
Sucht den Horizont
Streicht über die Wellen
Kommt näher
Wir verstecken uns am Strand
Und warten
{wir warten und warten
und warten
und warten}
Bis der Strahl verschwunden ist
{nur sekunden}
PoleDancing
da schaue
Ich
Gern
Zu
Zwischen
Zenith
Und
Nadir
Machst
Du
PoleDancing
Während
Sich
Das
Universum
DaRum dreht
Auch
Ohne uns
FallStricke
es sind
Diese
FallStricke
Wie
Nur
Die
Nacht
Sie
Legen
Kann
Und
Wir
VerFangen uns
Immer
Wieder daRin
ErWachen
es war
Noch
Sommer
Und
Mit
Dem
Nebel
Als
Plumeau
Wachten
Wir auf
Und hielten
Uns umArmt
September
Schorfige Wolken
Fallen weiß & grau
In das ewige Blau
Und die narbigen
Schartigen Blätter
Färben sich gelblich
Wie Hämatome
Bis sie zu Boden trudeln
Herbst
das heisere
Bellen
Des
Stürmischen
Windes
Läßt
Die
DachSparren
Klappern
Wie
Lockere
Zähne
Im
Mund
Eines
Greises
Aber nichts
Geht
Heute verLoren
Ohren & Augen
In den Ohren wüten
Die Echos der Stille
Und die Augen dringen
In die Schwärze der Nacht
Wir aber schlafen
Den Schlaf der Gerechten
Und träumen von
Einer Untat nach der anderen
VerRinnen
da sprach
Einer
Vom
VerRinnen
Der
Zeit
Wo
War
Er
Genau
Als
Die
Zeit
Tosend
Zu
Tal
Stürzte
Und alle
Mit
Sich riß
PhöNix
der PhöNix
Stieg
Auf
Nix
Als
Rauch
Aus
Dem
Feuer
Und
Aus
Der
Asche
DaRauf aber
Warten
Wir noch
da schaue
Ich
Gern
Zu
Zwischen
Zenith
Und
Nadir
Machst
Du
PoleDancing
Während
Sich
Das
Universum
DaRum dreht
Auch
Ohne uns
FallStricke
es sind
Diese
FallStricke
Wie
Nur
Die
Nacht
Sie
Legen
Kann
Und
Wir
VerFangen uns
Immer
Wieder daRin
ErWachen
es war
Noch
Sommer
Und
Mit
Dem
Nebel
Als
Plumeau
Wachten
Wir auf
Und hielten
Uns umArmt
September
Schorfige Wolken
Fallen weiß & grau
In das ewige Blau
Und die narbigen
Schartigen Blätter
Färben sich gelblich
Wie Hämatome
Bis sie zu Boden trudeln
Herbst
das heisere
Bellen
Des
Stürmischen
Windes
Läßt
Die
DachSparren
Klappern
Wie
Lockere
Zähne
Im
Mund
Eines
Greises
Aber nichts
Geht
Heute verLoren
Ohren & Augen
In den Ohren wüten
Die Echos der Stille
Und die Augen dringen
In die Schwärze der Nacht
Wir aber schlafen
Den Schlaf der Gerechten
Und träumen von
Einer Untat nach der anderen
VerRinnen
da sprach
Einer
Vom
VerRinnen
Der
Zeit
Wo
War
Er
Genau
Als
Die
Zeit
Tosend
Zu
Tal
Stürzte
Und alle
Mit
Sich riß
PhöNix
der PhöNix
Stieg
Auf
Nix
Als
Rauch
Aus
Dem
Feuer
Und
Aus
Der
Asche
DaRauf aber
Warten
Wir noch
Links und Anmerkungen:
[1] Aus: Tadeusz Różewicz [1a]: Befreiung von der Last. In: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 10. Jahrgang 1963. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 243.
[1a] Tadeusz Różewicz (1921-2014) war ein polnischer Schriftsteller.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tadeusz_R%C3%B3%C5%BCewicz
[2] This footnote is intentionally left blank.
https://www.youtube.com/watch?v=sGb4lAiVxRk
.



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