Showing posts with label Rauchen. Show all posts
Showing posts with label Rauchen. Show all posts

Monday, January 29, 2018

Rauchen, Rheuma und das Kreuz



In den letzten Tagen sah ich ein Werbeplakat, das ich sehr makaber fand, denn darauf war eine Zigarette abgebildet, die wie ein Kreuz wirkt. Nun ist es ja keine Neuigkeit, dass Raucher früher sterben als Nicht-Raucher, aber vielleicht steckt hinter dem Kreuz noch eine andere Botschaft. 



Das Kreuz mit dem Rauchen
Auch die Ehrenpräsidentin der Deutschen Rheuma-Liga, Prof. Erika Gromnica-Ihle, hat sich gegen das Rauchen ausgesprochen, denn es besteht eine klare Beziehung von Rauche zum Rheuma [1]. Raucher haben ein 40% höheres Risiko, an Rheuma zu erkranken. Das heißt im Klartext, dass mit Rauchstopp bei einem von fünfen verhindert werden könnte, dass die Bei Rauchern mit M. Bechterew (ankylosierende Spondylitis) sind eine höhere Krankheitsaktivität, mehr Einschränkungen im alltäglichen Leben und eine schlechtere Lebensqualität festgestellt worden.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung [BZGA]
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hilft Rauch-Ausseigern mit dem Programm „rauchfrei“ [2]. Auf rauchfrei finden Sie auch einen Ersparnisrechnner, 30 Zigaretten pro Tag bedeutet in 20 Jahren 59.130 €. Die BZGA hält die gesundheitliche Unbedenklichkeit der E-Zigarette für nicht erwiesen [9], wobei durchaus berücksichtigt ist, dass die E-Zigarette weniger Schadstoffe enthält. Außerdem wird durch den Gehalt an Nikotin und die Art und Weise der Aufnahme (Saugen / Inhalieren) eine Verhaltensänderung verpasst, so dass die Sucht bestehen bleibt.

Ich hoffe, dass sich viele Raucher zum Nichtrauchen bewegen lassen, auch wenn ich damit volkwirtschaftlichen Schaden anrichte, denn schließlich leben Raucher deutlich kürzer.


Links: 

.

Wednesday, July 19, 2017

Rauchen bei Rheumatoider Arthritis und TNF-alpha-Inhibitoren




Rauchen ist ungesund. Ich meine, dass sich diese Erkenntnis bereits herumgesprochen hat. Seit über einem Jahrzehnt ist man in der Rheumatologie damit beschäftigt, die Hintergründe zu erforschen.

Heute kam einer meiner langjährigen Patienten mit rheumatoider Arthritis zu einer Kontrolluntersuchung. Bei der letzten Vorstellung ging es ihn zwar nicht schlecht, aber die Remission war dahin. Er wird mit einem TNF-alpha-Inhibitor behandelt. Wir hatten das Intervall bereits verändert, aber erst der Stopp des Zigarettenrauchens brachte den Erfolg. Es geht ihm nun allgemein besser, die Remission ist wieder nachweisbar und das Injektionsintervall konnte er auch schon wieder verlängern.

Ich hatte mich nach dem ACR Kongress 2015 in San Francisco bereits ausführlich hier dazu geäußert [1]. Rauchen hat einen negativen Effekt auf die Entwicklung rheumatischer Erkrankung, aber es führ auch zu einem schlechteren Ansprechen der Medikamente, selbst von Biologika.
Axel Finckh und Kollegen informierten uns damals: "Die Auswirkungen von Tabakrauchen auf die Wirksamkeit von Abatacept bei Rheumatoider Arthritis: [...]". Schlussfolgerungen: "Daten aus dieser pan-europäischen Register-Analyse deuten darauf hin, dass das Rauchen mit einer verminderten Wirksamkeit von Abatacept verbunden ist, mit höheren Abbruchraten und niedrigeren Ansprechraten, wie es bereits für Methotrexat und TNF-alpha-Inhibitoren berichtet wurde."
Diese und andere Studien unterstreichen die Notwendigkeit, das Beenden des Rauchens bei allen Patienten, die in der Rheumatologie behandelt werden, aktiv zu fördern.

Wir haben dies seither an unserem Zentrum durchgeführt, aber zumeist sind Patienten vordergründig einsichtig, scheuen dann die Umsetzung des Rauchstopps. Wahrscheinlich ist ein wichtiger Hinderungsgrund die Angst vor dem körperlichen Entzug. Der ist gemessen an Medikamenten oder Drogen eher gering und nur kurz andauernd. Der Höhepunkt ist bereits nach zwei Tagen erreicht, etwa mit Unruhe, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Nervosität oder verminderter Konzentrationsfähigkeit und weiteren. Diese Entzugssymptome flauen aber schnell ab. Das Ausstiegsprogramm Rauchfrei kann einem dabei helfen.

Ob Sie nun an einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung leiden oder nicht, ob Sie ein Biologikum bekommen oder nicht – es ist völlig egal:
Tun Sie sich etwas Gutes und hören Sie auf zu rauchen! 


Links: 
[1] Smoking and the ACR 2015 Meeting in San Francisco http://rheumatologe.blogspot.de/2015/11/smoking-and-acr-2015-meeting-in-san.html

.

Friday, January 29, 2010

Rauchen und Rheuma

Merkblatt
Rauchen und Rheuma
Das sollten Sie wissen

Neuere wissenschaftliche Studien haben klar gezeigt, dass

Raucher deutlich häufiger an entzündlich-rheumatischen Erkrankungen leiden als Nichtraucher
Raucher höhere Rheumafaktor-Werte haben und mehr Rheumaknoten entwickeln
Raucher eine schlechtere Prognose haben. Das Rheuma (z.B. chronische Polyarthritis, z.B. Bechterew-Krankheit) führt schneller zu Gelenkzerstörungen und die Therapie schlägt weniger gut an
Raucher einen gestörten Knochenstoffwechsel haben (erniedrigte Vitamin D – Werte im Blut) und daher häufiger als Nichtraucher eine Osteoporose entwickeln (Knochenschwund)
Raucher häufiger an Thrombosen leiden als Nichtraucher.

Ihre Chance

Wenn Sie es schaffen, von den Zigaretten und anderen Tabakwaren wegzukommen, können Sie damit rechnen, dass

Ihre Therapie besser wirkt und weniger Nebenwirkungen verursacht
Die Entzündung abnimmt
In manchen Fällen die Gelenkschwellungen auch ohne Basistherapie zurückgehen

Ihre Möglichkeiten

Hilfreich dabei sind:

Rauchfrei-Angebote der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung): Telefonische Beratung unter der Ruf-Nummer 01805 31 31 31 (14 Cent/Min.) / Ausstiegsprogramm
http://www.rauchfrei-info.de / START-Paket zum Nichtrauchen mit einem umfassenden Selbsthilfeprogramm und zahlreichen Informationsbroschüren, das START-Paket und die Informationsmaterialien können kostenlos unter folgender Adresse bestellt werden: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, e-mail: order@bzga.de, Online-Bestellsystem: http://www.bzga.de/?id=medien&sid=77)
(zusammen mit Dr. med. habil V. Nehls erstellt)