Wednesday, December 31, 2025

Haiku for National Haiku Writing Month – December 2025 Second Half


National Haiku Writing Month has been founded by the well known haiku poet Michael Dylan Welch. The goal is to write at least one haiku a day. National Haiku Writing Month is in its 14th year. [1] I enjoy writing to the prompts on Facebook. Here are some interesting links: [2]. Our prompter this month has been Mark Stuart Farrar [3]. Thanks for prompting, Mark!


swimming in 
cologne's neptune community pool 
my friend masato 
~ Poseidon

in the desert 
staring at the night sky 
with sarah ~ Sahara

hill station in fog 
but the train's passengers 
are about to ski 
~ Passengers

too lazy 
to prepare ratatouille 
but to eat ... 
~ Ratatouille

light of dawn 
soothing the night's wounds 
the willow still weeps 
~ Willow

still don't have 
nine bean rows 
nor a bee hive 
~ Bean

sailing with 
elrond and other elves 
no, not I, alas! 
~ Elf

overboard 
katerina and arturo 
again overboard 
~ Overboard

OVERBOARD 
no, we all keep silent 
and charon steers on 
~ Overboard

curiosity 
kills the cat 
but works for the dog 
~ Sleuth

the sleuth 
sniffing for truffels 
oh, your dog is a pig 
~ Sleuth

still listening to 
the vast emptiness of the 
frozen borderline 
~ Frozen

an icicle falls 
silently into the snow from 
the frozen gutter 
~ Frozen [4]

an icicle falls 
silently into the snow 
from the frozen gutter 
~ Frozen

no eyes 
for golden angels 
looking at you 
~ Gold

the little mermaid 
so high up north 
not shivering though 
~ Mermaid

the words still sound 
at lake tanganyika 
dr. livingstone i presume 
~ Congo

blue, brown, orange, 
red and rubine - strange there's no 
congo green 
~ Congo 

blue, brown, orange, red, rubine 
there's no congo green
-: strange 
~ Congo

she wolf 
roaming forest and heath 
caring predator 
~ Predator

walking barefoot 
on a muddy road 
sneakers in the hands 
~ Sneakers

hopscotch 
and pig's dangle 
with the cousins 
~ Hopscotch

 



Links and Annotations:
[1] National Haiku Writing Month https://www.facebook.com/NaHaiWriMo  
[2] „To help with haiku fundamentals, please have a look at "Becoming a Haiku Poet" at https://www.graceguts.com/essays/becoming-a-haiku-poet. Please review the "Haiku Checklist" at https://www.graceguts.com/essays/haiku-checklist. I also recommend to read: https://www.nahaiwrimo.com/why-no-5-7-5 
[3] https://www.nahaiwrimo.com/meet-the-prompters/mark-stuart-farrar 
[4] Rick Daddario suggested an even better haiku:
cicles
silently into the snow
the frozen gutter 




Photographische Aufnahmen aus der Black Box Nr. 03 vom 31.12.2025

 


Aktuell habe ich mir von den photographischen Aufnahme [1] drei vom Anfang der 1950er Jahre aus der Kolonie Abendruh herausgesucht. Diese Black Box hat besonders Aufnahmen mit Menschen an bestimmten Orten. Hier ist es ein Treffen im Garten meiner Großeltern in der Kolonie Abendruh [2], über die ich bereits berichtet hatte [3]. Die Kolonie gibt es heute noch. Sie wurde 1919 gegründet.

Die Großeltern hatten eine Doppelparzelle (ca. 550 m²), da sie diese gemeinsam mit einem Strohmann angemietet hatten. Der Name des Freundes noch in der 1960er Jahren auf dem Schild am Eingang. Die Parzelle ist mittlerweile wieder in zwei aufgeteilt worden. Die meisten Bilder des Garten waren, wie auch diese hier, bei Gartenfesten bzw. Kaffee und Kuchen (oder auch Schultheiss Pils für die Herren) entstanden. Interessanterweise traf man sich damals im Anzug und im Kostüm oder im Sommerkleid im Garten.

Die Nummerierung der Bilder ist von oben nach unten.

Bild Nr. 1:

Auf diesem Bild interessieren uns zunächst die Frauen. Am Boden sitzt meine Großmutter, etwas erhöht Tante Mielchen. Tante Mielchen wurde auch so von meinem Vater genannt, obwohl sie seine Cousine war, aber das war dem Alters unterschied geschuldet; sie betrieb mit Onkel Otto Förster einen Friseursalon, den Onkel habe ich aber nicht mehr wissentlich kennengelernt. Die Frau ganz rechts ist Tante Emma, die mit dem Bruder meiner Großmutter, Onkel Alfred, verheiratet war. Bei der Frau dazwischen und dem Mädchen habe ich keine Idee, wer sie sein könnten.
Das Treffen hier fand, was man leider nicht so gut erkennen kann, bei der Obstbaumblüte statt, die für die Großeltern von besonderer Bedeutung war. Mein Vater schreibt in seiner Familien-Chronik zu den 1930er Jahren:
„Jedes Jahr ging's mit der Bahn nach Werder [4] zur Baumblüte. Wir waren dann nach einem Spaziergang zu irgendeinem See immer bei einer "Stamm"-Obstgarten-Familie im Obstanbaugebiet, die auf ihrem Grundstück Tische und Bänke unter den blühenden Obstbäumen aufgestellt hatten und neben etwas Eßbarem natürlich auch ihre Obstweine feilgeboten haben, die bei verschiedenen später auch mächtig ihre Wirkung zeigten. Den Abschluß bildete dann ein Besuch auf der Bismarckhöhe oberhalb von Werder, wo bei Musik immer ein großer Rummel war, bevor es dann mit der Bahn wieder nach Hause ging.“


Bild Nr. 2:
Hier sieht man meine Großmutter am Außenherd neben der Laube. Den Grundriß kann man sich bei [3] ansehen. Es gab auch einen Herd in der Laub, der aber nur bei schlechtem Wetter benutzt wurde und mit dem man einen Teil der Laube heizen konnte. Nachdem einer meiner Brüder auf der Terrasse eine Küchenecke montiert hat, weil es doch angenehmer ist, bei schönem Wetter draußen zu kochen, überlege auch ich, wieder draußen zu kochen, denn die Wohnung kann den Geruch von Zwiebeln, Knoblauch und Kohl viel zu gut aufnehmen. Und vielleicht ist letztlich das Kochen der Großmutter im Garten für solche Ideen ausschlaggebend.

Bild Nr. 3:
Die Männer spielen Skat und in den Gläsern auf dem Tisch ist bestimmt kein Wasser. Der Mann links mit der Zigarre im Mund ist Onkel Alfred, daneben sich mein Großvater Franz, den Mann ohne Krawatte kann ich nicht benennen, und rechts ist Onkel Otto.

Ich meine, daß der Dresscode auf das Kleinbürgertum hinweist, in dem meine Wurzeln zu sehen sind. Mütterlicher- wie väterlicherseits hat es je 1-2 KPD-Mitglieder in den 1920er und 1930er Jahren gegeben, aber die meisten haben SPD gewählt. Ach ja, und man war evangelisch.
 
 


Links und Anmerkungen:
[1] Die „photographischen Aufnahmen“ sind alte Fotos, die keinen Platz gefunden hatten, bis ich sie in eine sehr schöne japanische Keks Schachtel gesteckt und lange Zeit vergessen hatte. 
[2] Kleingartenverein Kolonie Abendruh e.V.
https://kolonie-abendruh-ist.net/  
[3] Das WinzHaus – Schrebergarten in der Kolonie Abendruh 
https://rheumatologe.blogspot.com/2024/02/das-winzhaus-schrebergarten-in-der.html 
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Werder_(Havel) 

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Tuesday, December 30, 2025

Die XXL-Bank unterhalb des Lierbergs bei Sötenich


Vor etwas über zwei Jahren hörten wir in der Nachbarschaft viel über die XXL-Bank bei Sötenich. Ich hatte sie damals nach den Gesprächen mit zwischen Sötenich und Rinnen, also östlich vom Pferdekopf verortet. Das war aber falsch. Und heute (30.12.2025) war sehr schönes Wetter und ich wußte mittlerweile, wo die Bank aufgestellt worden ist [1]. Es war kalt, aber die Sonne schien und auf dem Weg zum Einkaufen habe ich in Sötenich und zwar auf der Straße zum„Zum Elzenberg“ geparkt und den Zuweg zum Römerkanalweg genommen. Das Stück Römerkanal, das dort hervorkommt, ist im Moment gar nicht so ansehnlich, weil es von Regen unterspült worden ist. Knapp darüber ist ein Kriegerdenkmal, das nach Gestaltung von Hubert Schlemmer 1931 vom Sötenicher Eifelverein errichtet wurde. Verbaut wurde damals auch ein ca. 90 Zentner schwerer Dolomitstein aus der Burgruine „Stolzenburg“.





Man geht dann rechts am Kriegerdenkmal vorbei und kommt unterhalb des Lierberges auf einen Wirtschaftsweg, über den auch der Römerkanal Wanderweg sowie die EifelSchleife Kuttenbachtal verläuft, man sieht rechts  eine Schutzhütte und geht schließlich weiter nach Nordosten. Schon sieht man die XXL Bank. Aber auf dem Weg dahin, kann man auch links an einer Bank abbiegen (also hier wird das Sprichwort „Nicht rosten, sondern rasten“ [2] umgesetzt). Man kommt durch einen Buchenwald, wobei es anfangs mehr wie ein Wald-Kinderspielplatz aussieht. Allerdings habe ich keine Menschenseele angetroffen. Es ging dann weiter bergan zur Friedens-Eiche. Die ist  interessant! Der Platz wird vom Eifelvereins / Ortsgruppe Sötenich  freigehalten. Ich dachte so für mich -: diese Eiche ist schon über 150 Jahre alt, ist sie dafür nicht etwas klein? Also ich hätte einen größeren Baumumfang vermutet. Vielleicht ist ein Nährstoffmangel Grund dafür. Bäume werden durch Nährstoffmangel dazu gebracht, Bonsai (盆栽) zu werden. Aber dann wäre das schon ein riesiger Bonsai. Ich merke schon, ich schreibe mich hier um Kopf und Kragen, wobei Kragen gestrichen werden muß, denn gewöhnlich trage ich keine Kleidungsstücke mit Kragen. Insbesondere steht neben der Riesen-Bonsai-Eiche eine Tafel, auf der eine interessant Begebenheit festgehalten wurde. Es wäre jetzt gemein, wenn ich das für Ihren Besuch der Eiche aufsparen würde und den Text für mich behielte. Wenn ich so in mich gehe – ich könnte durchaus so gemein sein! Aber nicht heute: 1871 wurde nach Ende des deutsch-französischen Krieges diese Friedenseiche gepflanzt und bei der feierlichen Zeremonie rief jemand aus: „Vive l'Empereur!“ [Lang lebe der Kaiser!] Es war ein Sötenicher, der als Anhänger Napoleons bekannt war. Aber für seinen Zuruf nicht abgestraft worden ist. Man kann dort den Weg weitergehen und kommt man wieder auf den Römerkanal Wanderweg. Aber man ist dann schon an der Bank vorbei. Also muß man entweder zurückgehen oder verzichtend auf das Spektakel weitergehen, wenn man nach Keldenich möchte, wo es ja auch interessant ist, wie ich gleich noch berichten werde.  

Die XXL Bank ist so groß, daß man sie nicht verfehlen kann. Dort kann man über eine Treppe hochsteigen und hat wirklich eine nette Aussicht auf das Land zwischen Sötenich und Keldenich. 

Man kann weiter nach Keldenich gehen und kommt an einen Bilderstock und an den Friedhof. Ich hatte bislang häufiger den Friedhof beziehungsweise die Bänke davor nach meinen Einkäufen in Kall besucht, weil es sich dort gut picknicken läßt. Zum Friedhof zum Picknicken? Nein, denn der Friedhof liegt friedlich hinter einem und man genießt die tolle Aussicht auf das Land unterhalb von Keldenich. Allerdings alle paar Jahre sät der Besitzer der Felder Mais aus. Nun ist es ja so, daß Mais nicht gerade ästhetisch im Vergleich zu einem Weizen- oder Gerstenfeld mit Klatschmohn und Kamillen ist. Andererseits ist natürlich so ein Maisfeld eine tolle Filmkulisse, wie zum Beispiel in dem Film mit Cary Grand, in dem er durch das Maisfeld rennt und schließlich durch seine Rennerei den angreifenden Flieger mit Insektenvernichtungsmitteln in einen Tanklaster dirigiert, der dann hollywoodmäßig explodiert, obwohl Sir Alfred Hitchcock Regie führte [3]. Oder der Film: „The last Stand“ mit Arnold Schwarzenegger (sprich: Schworzenegger), der mit einer Fahrt durch ein Maisfeld oder Maisfelder den Showdown einleitet [4].

Es würde mich schon interessieren, was Sie so denken, wenn Sie an der XXL-Bank vorbei kommen.






Links und Anmerkungen:
[1] https://www.kall.de/aktuelles/106070100000009941.php und
https://eifelverein-soetenich.de/index.php/startseite/startseite-2/549-xxl-bank mit der Angabe: (GPS Daten: 50°31'46.264"N, 6°33''38.955"E)
[2] Das stammt meines Wissens von Erika Fuchs.
Korrekt Frau Dr. Johanne Theodolinde Erika Fuchs (1906-2005), die uns viele Übersetzungen zur Familie um Donald Duck beschwert hat sowie den Gebrauch von Inflektiven.
https://de.wikipedia.org/wiki/Erika_Fuchs 
[3] Der Film mit Cary Grant [3a] hieß im Original „North by Northwest“ [3b]. Die Szene im Maisfeld wird in dem Film „Arizona Dream“ nachgespielt [3c]. Mir sind noch gut in Erinnerung: „Bringing Up Baby“ [Leoparden küßt man nicht],
„I Was a Male War Bride“ oder „Operation Petticoat“. Sicherheitshinweis: Nicht alle Filme an einem Tag konsumieren, denn dann hat man Muskelkater vom Lachen.
[3a] Cary Grant (1904-1986) war ein englisch-amerikanischer Schauspieler. 

https://en.wikipedia.org/wiki/Cary_Grant 
[3b] North by Northwest 

https://en.wikipedia.org/wiki/North_by_Northwest  
[3c] Arizona Dream ist ein Film von Emir Kusturica aus dem Jahr 1993 mit Johnny Depp, Faye Dunaway, Lili Taylor, Vincent Gallo (der spielt die Szene nach) und Jerry Lewis in den Hauptrollen. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Arizona_Dream 
[4] „The Last Stand“ ist US-amerikanischer Action Thriller film mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle (2013).
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Last_Stand_(2013_film) 
Auch hier ein Sicherheitshinweis: kein Film für Autoliebhaber.  


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“The Joy of Vastness” by Achill Moser, a book review


I had been at a public bookcase again when I saw the book "The Joy of Vastness" by Achill Moser [1]. And it was even still shrink-wrapped. It's a description of deserts, or rather, travelogues, which naturally piqued my interest. At home, I removed the plastic cover [2]. Then I read in the blurb that Achill Moser is the same age as me and had studied anthropology, African studies, and Arabic, among other things. He had worked for STERN and Geo magazines. Interestingly, my friend Charles, with whom I often traveled, had also worked for STERN. He, too, was frequently sent by STERN to report on deserts, as he had always had a passion for them. However, the two of them never worked together. I noticed that the pages in the middle section were different, printed on glossy paper. There are some truly beautiful photos there. 

But then... But then I had to leaf through it and my attention was drawn to page 109, specifically the heading: From Timbuktu to the Land of the Dogon / Southern Sahara ~ Mali ~ 1980. I'm had been working on my own trip through Mali (2007), when I've written this text in German two years ago, and had already written about the trip several times. And I, too, traveled from Timbuktu to the Land of the Dogon. The first thing I saw was a quote from René Caillié [3], specifically from his trip to Timbuktu. I continued reading and was struck by the sentence: "I'll stay in Timbuktu for a week, then I'll travel down the Niger River in a dugout canoe, the traditional Malian vessel." We traveled in a similar way, except that we took a ferry from Korioumé, a small port, and then drove down the Niger River in a four-wheel-drive vehicle to Gourma-Rharous [4]. In the next paragraph, I read, “I want to go to Mopti, an important trading post on the third largest river in Africa…”. But Mopti is upstream, because that’s where we came to Timbuktu from in a pinnace. I had just been writing about time, not as a ray but as an area, and I had the image of Lake Débo in mind [5]. He was probably just mistaken about the direction 25 years after the journey; but such things need to be verified. 

Will I still be able to read the book without any worries? Certainly, if I let some time pass, and perhaps I’ll write about it again then [6]. 


Links and Annotations: 
[1] Achill Moser: The Joy of Vastness. Five Years in the Deserts of the World. Hoffmann and Campe, Hamburg 2009. ISBN: 978-3-455-50105-3. 
[Achill Moser: Das Glück der Weite. Fünf Jahre in den Wüsten der Welt. Hoffmann Und Campe, Hamburg 2009. ISBN: 978-3-455-50105-3.]
[2] This is always an absurd undertaking, and it gets on my nerves, not only with books but also with DVD or CD covers. 
[3] We also saw the house where René Caillié lived and the one where Heinrich Barth (Abd El Karim) lived when we took a tour with Salam Ould Elhadj, a local historian. 
https://rheumatologe.blogspot.com/2023/11/travelogue-mali-2007-no-8-timbuktu.html  
[4] https://rheumatologe.blogspot.com/2023/11/travelogue-mali-2007-no-9-across-niger.html and https://rheumatologe.blogspot.com/2023/11/travelogue-mali-2007-no-10-gourma.html  
[5] Time // Time is like a river that divides, and where it widens, it becomes interesting because it flows more slowly. And so, one should be able to look around in time, so that time no longer appears as a simple ray but as a surface. 
[Die Zeit // Die Zeit ist wie ein Fluß, der sich aufteilt und dort, wo er sich weitet, wird er interessant, denn er fließt langsamer. Und so sollte man sich auch in der Zeit umsehen können, so daß sich die Zeit nicht mehr als einfacher Strahl sondern als eine Fläche darstellt.]
From: https://rheumatologe.blogspot.com/2023/12/sammelsurium-241-04122023.html and 
https://rheumatologe.blogspot.com/2023/11/travelogue-mali-2007-no-6-lac-debo.html 
[6] I had the book in my hands, just after I had returned from Saudi Arabia, but didn't read it yet.


This is a translation and adaption of a text, I've written two years ago in German:
Das Glück der Weite von Achill Moser, eine Buchbesprechung
https://rheumatologe.blogspot.com/2023/12/das-gluck-der-weite-von-achill-moser.html 

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Monday, December 29, 2025

Die Pfarrkirche St. Stephanus in Sistig (Eifel)


Vor einigen Tagen hatte ich die Pfarrkirche St. Hieronymus in Dahlem beschrieben [1] und dabei war mir aufgefallen, daß ich noch nie über St. Stephanus in Sistig oder St. Michael in Rinnen geschrieben hatte, denn das Hauptwerk von Ernst Johann Jansen-Winkeln, dessen Fenster ich in Dahlem bewunderte, ist die Ausmalung der Kirche St. Stephanus in Sistig. In Rinnen warten auch noch sehr schöne Fenster von ihm auf mich. Nun aber war es soweit, ich kam durch Sistig und die Pfarrkirche St. Stephanus, über die Straße zur Bushaltestelle war es fies glatt, aber danach konnte man sicher gehen. In der Kirche war niemand, aber das ist eigentlich die Regel.

Sistig gehört zu Kall und liegt auf etwa 530 m Höhe. Die Einwohnerzahl beläuft  sich auf etwas weniger als 800. Man vermutet eine Herkunft eine Ableitung des Namens Sistig von sextus und nimmt an, daß es bereits vor 2000 Jahren eine keltisch-römische Siedlung gab. Eine Kapelle wird für das Jahr 1214 urkundlich erwähnt, denn ab da mußte die Messe von einem der Mönche aus dem Kloster Steinfeld einmal wöchentlich gehalten werden [2]. Egal, ob man heute über Steinfelderheistert oder Gillenberg und Diefenbach läuft, es sind 4 km und die kann man ein einer Stunde bewältigen.


Über die bereits erwähnte Kapelle gibt es bislang keine Einzelheiten. Man nimmt an, daß sie im 15./16 Jahrhundert durch eine spätgotische, einschiffige Kirche ersetzt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts wurde diese zu klein und wurde 1901 abgerissen. Die neue Kirche im neugotischen Stil nach Plänen von Joseph Prill, einem Essener Religionslehrer, wurde 1904 geweiht. Halt, nicht so schnell, denn über den Architekten erfahren wir, daß er Autodidakt war, das aber macht in doch so interessant, daß man nachhaken muß [3]. Joseph Carl Maria Prill wurde 1852 in Beuel geboren und starb 1935 in Donrath. 1875 wurde er im Kölner Dom zum Priester geweiht und lebte 1880-1883 in Rom. Er war fast 30 Jahr als Religionslehrer am Burggymnasium in Essen tätig und war nebenbei Autor und Architekt tätig. Im Wikipedia Artikel finden sich weitere Kirchen, für die er die Pläne entworfen hat. „St. Stephan ist eine dreischiffige und vierjochige Stufenhallenkirche aus Kalkstein in Formen der Neugotik. Der Chor ist fünfseitig geschlossen, der Glockenturm seitlich vorgebaut.“ [4] St. Stephanus wurde 1987 restauriert und 2017 im Westen um einen Anbau erweitert. Der Taufstein stammt aus der Zeit um 1800. 

Der Wikipedia Artikel listet die Priester auf, die ab 1920 tätig waren und mit P. Wieslaw Kaczor SDS [5] und seinem Pastoralteam weiter sind. Wenn man sich aber für die Zeit davor interessiert, so kann man das an dem Torbogen von Vorraum in die Kirche nachlesen. Aber wer macht das schon? Na klar, ich mache so was und fotografieren es auch noch – aber nein, dieses Foto bleibt in der Datei auf meinem Rechner. Da müssen Sie schon selbst nach Sistig.


Kommen wir zur Orgel – ich sage sage einmal, es bleibt interessant – auf der Empore, die ich älter geschätzt hatte. Sie ist das Werk der Hellenthaler Weimbs Orgelbau GmbH aus dem Jahr 1956 und wurde 1981 umgebaut. Damit könnte man sich zufrieden geben, immerhin kann man es so im OrganIndex nachlesen [6]. Ich fand die Orgel nicht auf der Opus-Liste von Weimbs Orgelbau [7]. Aber ich fand eine Orgel für St. Stephanus in Effelsberg, über die ich bereits berichtet habe [8]. Diese Orgel wurde 1889 von der Firma Gebr. Müller (Reifferscheid) erbaut und 1975 durch die Firma Josef Weimbs (Hellenthal) renoviert [9]. Ich meine, daß die Opus-Liste, die ich doch schon häufiger eingesehen habe, an dieser Stelle fehlerhaft ist.




Kommen wir nun zu Fenstern und Fresken. Die Fresken sind auch als „Sistiger Bilderbibel“ bekannt und wurden von Ernst Johann Jansen-Winkeln [10] in der Zeit von 1941 bis 1948 geschaffen. Mein Großvater und er hatten dasselbe Geburtsjahr und so verwundert es mich nicht, daß Jansen-Winkeln 1942 Soldat werden mußte und erst wieder 1945 an den Fresken weiterarbeiten konnte. Damit konnte er aber auch Adolf Hitler darstellen, allerdings unter den Dämonen. Wahrscheinlich gibt es keine weitere Kirche mit einer Darstellung von Adolf Hitler. Stilistisch wird er der verschollenen Generation zugeordnet. Ich meine, auch meinen früheren Kunstlehrer Heiner Schlesing dort zuordnen zu können [11].
Von Ernst Jansen-Winkeln stammen auch die Entwürfe zu den Fenstern im Seitenschiff (geometrische Ornamente) und dem Chor (Szenen aus dem Leben des Quirin von Neuss, Szenen aus dem Leben der hll. Sebastian und Stephanus, Szenen aus dem Leben des hl. Hermann Josef von Steinfeld) [12]. Regelmäßige Leser des Blog wissen über meine Obsession zu Quirinius Bescheid, der als Statthalter in Syrien vom Evangelisten Lukas erwähnt wird. Nun, Quirin oder Quirinus von Neuss aka Quirinus von Rom war ein ein römischer Tribun und christlicher Märtyrer aus dem 2. Jahrhundert, der enthauptet wurde [13] und dabei belassen wir es, obwohl er zweiter Pfarrpatron ist und nach ihm eine Quelle im Ort benannt wurde (Quirinusborn), die sich etwa 100 m Luftlinie von St, Stephanus entfernt befindet. 



Über den Patron der Kirche, Stephanus, erfährt man mehr im 6. und 7. Kapitel der Apostelgeschichte [14] und natürlich bei Wikipedia [15]. Er wurde zusammen mit sechs andern zu den ersten Diakonen gewählt, die zur Unterstützung der Apostel beim Wachsen der Gemeinde notwendig geworden waren. Er war der erste Märtyrer der jungen christlichen Kirche und wird deshalb auch als Erzmärtyrer bezeichnet. Stephanus hatte seinen Mördern kurz vor dem Tod verziehen.


Eine Besonderheit ist mir noch aufgefallen. Warum sollte Weihwasser nicht hygienisch sein? Es gibt einen Weihwasser Spender.

Warum ich das nicht schon vor Jahren geschrieben habe? Der Mensch ist sich selbst das größte Rätsel.
Sollten Sie die Kirche besuchen? Aber sicher! Und tun Sie es, bevor jemand auf die Idee kommt, abzuschließen. Um die Advents-/Weihnachtszeit gibt es eine sehenswerte Krippe – also gestern war sie noch zu sehen.





Links und Anmerkungen:
[1] https://rheumatologe.blogspot.com/2025/12/die-pfarrkirche-st-hieronymus-in-dahlem.html 
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Sistig 
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Prill 
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/St._Stephanus_(Sistig) 
Da kann man weitere Einzelheiten zu Architektur und zur Ausstattung erhalten. Und für weitere Einzelheiten ist auch ein Text von der Homepage der GdG Steinfeld interessant:
https://gdg-steinfeld.de/export/sites/region-eifel/gdg-steinfeld/.galleries/sonstige-Downloads/Sistig.pdf 
[5] Es ist mir klar, daß es sich nicht um den Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) handeln kann. Aber gestutzt habe ich doch. Es steht natürlich für die Societas Divini Salvatoris, also die Salvatorianer, die 1923 das Kloster Steinfeld übernommen hatten.
[6] https://organindex.de/index.php?title=Kall/Sistig,_St._Stephanus 
[7] https://weimbs.de/orgeln/opusliste/ 
[8] Die Pfarrkirche St. Stephanus in Effelsberg (Eifel) 
https://rheumatologe.blogspot.com/2025/10/die-pfarrkirche-st-stephanus-in.html 
[9] https://vielfach-kirche.de/files/Bilder/Kirchenmusik/Effelsberg.pdf 
[10] „Ernst Johann Jansen-Winkeln (* 13. Februar 1904 in Winkeln; † 11. April 1992 in Mönchengladbach) war ein deutscher Kirchenkünstler.“  
https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Jansen-Winkeln 
[11] Heiner Schlesing (1901-1992)
https://rheumatologe.blogspot.com/2014/04/ausstellung-heiner-schlesing-in-rees.html 
https://rheumatologe.blogspot.com/2019/08/retrospektive-von-heiner-schlesing-im.html 
https://rheumatologe.blogspot.com/2019/11/retrospektive-von-heiner-schlesing-im.html 
[12] Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e.V. 
https://www.glasmalerei-ev-web.de/pages/b2860/b2860.shtml 
[13] https://de.wikipedia.org/wiki/Quirinus_von_Neuss 
[14] https://www.bibleserver.com/LUT/Apostelgeschichte6 und https://www.bibleserver.com/LUT/Apostelgeschichte7  
[15] https://de.wikipedia.org/wiki/Stephanus 


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Der Eifel-Späti und das Konzept Lebensmittelautomaten


Eigentlich hätte ich den Eifel-Späti (den Lebensmittelautomaten), der von der Familie Niebes im Nachbarort Steinfelderheistert betrieben wird, schon längst sehen müssen, aber er steht auf dem Teilstück des Pappelweges, den ich normalerweise nicht entlang komme, denn ich gehe eher oberhalb über die Feldwege. Nun aber kam ich durch Steinfelderheistert und wollte eine Aufnahme von einem kleinen Bauwagen vor „Alpakas vom Eifelsteig“ [1] machen und der Rückweg dann zu mir nach Hause führt durch den Teil den besagten Teil des Pappelweges. Da überraschte mich dann der Eifel-Späti; also nicht der Yeti sondern der Automat.

Ich hatte Automaten bereits früher an der Kakushöhle [2] bemerkt und dachte, daß dies eine gute Idee sei, da die Einkaufsmöglichkeiten für Wanderer nicht sehr dicht beieinander liegen und zudem auch nicht 24 Stunden 7 Tage die Woche (24/7) offen sein können. Die Homepage von Nordeifel-Tourismus schreibt: „Je nach Saison können Sie in den Hofläden der Nordeifel täglich erntefrisches Obst und Gemüse kaufen. Ebenso sind verschiedene regionale und landwirtschaftliche Produkte in Lebensmittelautomaten erhältlich.“ Und dort ist auch eine Liste mit Standorten [3].

Der Hashtag #heimatnascher steht für Naschen und lokale Spezialitäten und dazu kommen auch noch Getränke. Jedenfalls ist das im Angebot des Eifel-Spätis in Steinfelderheistert so.

Man will damit auch Versorgungslücken schließen, denn in Gillenberg, Steinfelderheistert, Rinnen oder Diefenbach gibt es weder Läden noch Kioske. Darauf geht der Artikel von Torsten Wirtz in der Kölnischen Rundschau [4] ein. Es handelt sich um ein Pilotprojekt. Die Automaten könnten Einheimische wie auch Wanderer und Radwanderer ansprechen. Es gibt eine Reihe von Wanderwegen, die an Steinfelderheistert vorbeiführen oder gerade dort am Pappelweg entlanggehen. Es gibt die lange Version des Arnikaweges, den Eifelsteig, den Milchweg von den EifelSchleifen, EifelSpuren.

Wenn Sie in der Gegend wandern, dann spüren doch den EifelSpäti auf, 24/7 ist der Automat für Sie da. 
 



The Saudi National Museum in Riyadh, Saudi Arabia



I enjoyed the Saudi National Museum (المتحف الوطني السعودي) in Riyadh [1] so much that I walked the two-story circuit several times, each time focusing on a different aspect. I was particularly interested in rock inscriptions, the development of Arabic script, and early astronomy. I can only offer a brief overview of these topics here.




The Saudi National Museum in Riyadh is a cultural history museum and part of the King Abdulaziz History Centre. It was completed in 1999 after 26 months of construction. The museum's website [2] provides information about its architecture. The architect, Raymond Moriyama, was particularly inspired by traditional Najdi architecture and the contours of the red sand dunes. “At sunset, they radiate shades of red, gradually fading as night falls, thus reinforcing the spirit of Riyadh and evoking its beginning commemoration.”



The museum showcases local and geological history. Among the exhibits are the large fragment of the meteorite that created the Wabar Crater, the skeletons of Platybelodon and an ichthyosaur, works of art, dioramas, stelae, manuscripts, the history of Arabic script, ceramics, celestial globes, early astronomical instruments, and much more. The 14 pre-Islamic kingdoms are also represented. Visitors can learn and enjoy a symbiosis of exhibits and educational information.


For the celestial globes, the astrolabs and other instruments, there is an very good and therefore also long article on Wikipedia [3]. Especially the influences of mainly but not exclusively Indian or Persian astronomy would take too much space on a blog like mine; besides it would not have come out of my knowledge or research, though i had been interested in stronomy since childhood as i even considered once to study astronomy.


The inscription of Raqush bint Abd-Manat, dating from 267 AD, was discovered in northwestern Saudi Arabia near Madain Saleh [4]. The text contains elements of Arabic in a late form of the Nabataean script. Around 900 BCE, the Aramaic script developed from the Phoenician script, later the Nabataean script from the West Aramaic form, and then the Arabic script from two forms of the Nabataean script (a monumental script for inscriptions and a more cursive script for papyrus) [5]. Various forms developed from these early scripts, some for calligraphy, others for cursive writing, and still others for block capitals (Kufic). Arabic, like other Semitic languages, is mostly written without vocalizations, meaning that interpretation is required when reading. There are two exceptions: the Holy Qur'an and children's books. Before you laugh, there are understandable reasons for this. The Qur'an must not be open to interpretation, and children cannot yet know the correct form. As an example, let's take the city of Jeddah. When it's written (جدّة), even someone unfamiliar with the city can understand that it's pronounced with two Ds. However, if Jeddah is written without the diacritic mark, i.e., (جدة), then the city's name could also be pronounced Jedah. 




I went a little off the topic, but then I took another stroll through this beautiful museum. Of course, it's highly recommended!






Sunday, December 28, 2025

Sammelsurium (297) 28.12.2025

 


„ER wirft ein Auge
Auf die Viertelstunde,
Durch die er sich bewegt
…/
Damals begann sein Erblinden.“
Karl Krolow [1]

RückSchau
425 n. Chr. [2]

Valentinian III. (419-455) wird weströmischer Kaiser. Er war ein schwacher Kaiser. Das Konstrukt weströmisches Reich dauerte von 395 bis 476/480. Ich war gestern bei Recherchen zum Kirchenvater Hieronymus auf einen anderen römischen Kaiser, nämlich Valentinian I. gestoßen, denn Hieronymus reiste 367 nach Trier, als V. dort seinen Regierungssitz nahm [3]. Und, obwohl ich seit Jahren „The Decline and Fall of the Roman Empire“ [4] besitze, habe ich es immer noch nicht gelesen.

Aus einem Gespräch 

Eine Frau mittleren Alters, die ich nicht näher kannte, eröffnete mir: „Ich bin eine Suchende!“ Ich wagte nicht, ihr zu sagen, daß man über dem Suchen das Finden nicht verGessen sollte.  

MaulWurf
Kann mir jemand sagen, warum der MaulWurf unter besonderem Schutz steht?! Er hat meinen Garten okkupiert. Er zerstört. ich werde ihn Putin nennen. Und zu allen andern MaulWürfen werde ich sagen: „Seid Willkommen, geliebte Eindringlinge!“ [5]   

Nachfrage 
Wir erfahren über sechs Tage der Aktion und einen Tag der Ruhe. Aber was machte Gott am achten Tag, am neunten Tag? Da waren nur zwei Menschen im Paradies und der SündenFall lag noch fern. Was also machte Gott? 

Über die Gefährlichkeit, BauchFett entfernen
Markgraf Dedo II. von Rochlitz Groiz sollte Kaiser Heinrich IV. nach Italien begleiten. Wegen Fettleibigkeit dachte er, dass die Strapazen im heißen Land zu viel für ihn darstellten. Deshalb ließ er sich das Fett vom Bauch entfernen und verstarb qualvoll [6]. 

Salvatore Quasimodo
„e colgo ombre dai ceili / che tristezza il mio cuore / di carne“ 
„und ich greif Schatten vom Himmel / wie traurig mein Herz / aus Fleisch“ [7]
Das habe ich vor einem halben Jahr notiert, aber ich weiß nicht mehr, ob ich schon eine Verwendung dafür hatte. Vielleicht in Bezug auf eine Stelle im Buch des Propheten Hesekiel? 

Der Tröster
„Es ist gut für euch, dass ich weggehe, denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch.“ Joh16 
Wenn er nicht wegginge, was bräuchte es dem Tröster? Hätte man damals zu Recht fragen können.

Den Elfen nicht den Elfen
„Danach offenbarte er sich den Elfen selbst“ (Mk 16,14a) 
„Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa“ (Mt 28,16a) 
„... Matthias und der wurde zu den Aposteln hinzugezählt.“ (Apo 1,26b) 
Also nicht Herr der Ringe. Ich suchte BibelStellen mit elf Personen, ich meine zu meinem Projekt „Richtungen“ in Bezug auf den ElferRat.

Noch früher notiert
Beim Redigieren einer VereinsZeitschrift notierte ich mir aus einem Artikel: „Der Korb prallte vom Ball ab“ und, daß die GegenMannschaft „hoffnungslos überlegen“ war.

„Meines Bruder Hüter“ und die Yami auf Lanyu
Richard Ellmann schrieb in seiner Einleitung zum Buch von Stanislaus Joyce [8]: "... Shem ein Baum und Shaun ein Stein" - also das Motiv "'Shem the Penman' and 'Shaun the Post.'” aus Finnegans Wake aufgreifend. Eine merkwürdige Parallele ergibt sich für mich zm Schöpfungsmythos der Yami (
雅美族) auf Lanyu (蘭嶼), die ich während einer meine Aufenthalte auf Taiwan besuchen konnte. Die Götter erschufen die Urahnen der Yami aus Felsen und Bambus. 
Nebenbei passen Shem und Penman besser zu Stein, Shaun und Post besser zu Baum.

Scherben [Shards]:
Herrden – Hirrten (Herden – Hirten)




Links und Anmerkungen:
[1] Aus: Karl Krolow: Wahrnehmungen I. In: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Herausgegeben von Walter Höllerer und Hans Bender. 3. Jahrgang 1956. Carl Hanser Verlag, München 1954-1973. Nachdruck Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1975. S. 131.
[2] Werner Stein: Kulturfahrplan. Die wichtigsten Daten der Kulturgeschichte. Von Anbeginn bis heute. Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin und Darmstadt 1946/1957. S. 326. 
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Hieronymus_(Kirchenvater) 
[4] Edward Gibbon: The History of the Decline and the Fall of the Roman Empire. https://de.wikipedia.org/wiki/The_History_of_the_Decline_and_Fall_of_the_Roman_Empire
[5] Das letzte war ein Zitat aus einem Asterix Band. „Bienvenue à nos envahisseurs bien-aimés!“ Aus: Le Combats des Chefs (1966).
[6] Stefan Winkle: Kulturgeschichte der Seuchen. Komet, Köln 2000.  ISBN: 9783933366542. S. 303. 
[7] Salvatore Quasimodo: Das Leben ist kein Traum. Ausgewählte Gedichte. Italienisch und deutsch. Übertragung und Nachwort von Gianni Selvani. Piper & Co., München, 1960. Seite 17/18.  
[8] Stanislaus Joyce: Meines Bruders Hüter. Mit einem Vorwort von T. S. Eliot und einer Einführung von Richard Ellmann. Deutsch von Arno Schmidt. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1960. (Ich habe allerdings eine andere Ausgabe - in Köln.)

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