Sistig gehört zu Kall und liegt auf etwa 530 m Höhe. Die Einwohnerzahl beläuft sich auf etwas weniger als 800. Man vermutet eine Herkunft eine Ableitung des Namens Sistig von sextus und nimmt an, daß es bereits vor 2000 Jahren eine keltisch-römische Siedlung gab. Eine Kapelle wird für das Jahr 1214 urkundlich erwähnt, denn ab da mußte die Messe von einem der Mönche aus dem Kloster Steinfeld einmal wöchentlich gehalten werden [2]. Egal, ob man heute über Steinfelderheistert oder Gillenberg und Diefenbach läuft, es sind 4 km und die kann man ein einer Stunde bewältigen.
Der Wikipedia Artikel listet die Priester auf, die ab 1920 tätig waren und mit P. Wieslaw Kaczor SDS [5] und seinem Pastoralteam weiter sind. Wenn man sich aber für die Zeit davor interessiert, so kann man das an dem Torbogen von Vorraum in die Kirche nachlesen. Aber wer macht das schon? Na klar, ich mache so was und fotografieren es auch noch – aber nein, dieses Foto bleibt in der Datei auf meinem Rechner. Da müssen Sie schon selbst nach Sistig.
Von Ernst Jansen-Winkeln stammen auch die Entwürfe zu den Fenstern im Seitenschiff (geometrische Ornamente) und dem Chor (Szenen aus dem Leben des Quirin von Neuss, Szenen aus dem Leben der hll. Sebastian und Stephanus, Szenen aus dem Leben des hl. Hermann Josef von Steinfeld) [12]. Regelmäßige Leser des Blog wissen über meine Obsession zu Quirinius Bescheid, der als Statthalter in Syrien vom Evangelisten Lukas erwähnt wird. Nun, Quirin oder Quirinus von Neuss aka Quirinus von Rom war ein ein römischer Tribun und christlicher Märtyrer aus dem 2. Jahrhundert, der enthauptet wurde [13] und dabei belassen wir es, obwohl er zweiter Pfarrpatron ist und nach ihm eine Quelle im Ort benannt wurde (Quirinusborn), die sich etwa 100 m Luftlinie von St, Stephanus entfernt befindet.
Warum ich das nicht schon vor Jahren geschrieben habe? Der Mensch ist sich selbst das größte Rätsel.
Sollten Sie die Kirche besuchen? Aber sicher! Und tun Sie es, bevor jemand auf die Idee kommt, abzuschließen. Um die Advents-/Weihnachtszeit gibt es eine sehenswerte Krippe – also gestern war sie noch zu sehen.
Links und Anmerkungen:
[1] https://rheumatologe.blogspot.com/2025/12/die-pfarrkirche-st-hieronymus-in-dahlem.html
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Sistig
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Prill
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/St._Stephanus_(Sistig)
Da kann man weitere Einzelheiten zu Architektur und zur Ausstattung erhalten. Und für weitere Einzelheiten ist auch ein Text von der Homepage der GdG Steinfeld interessant:
https://gdg-steinfeld.de/export/sites/region-eifel/gdg-steinfeld/.galleries/sonstige-Downloads/Sistig.pdf
[5] Es ist mir klar, daß es sich nicht um den Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) handeln kann. Aber gestutzt habe ich doch. Es steht natürlich für die Societas Divini Salvatoris, also die Salvatorianer, die 1923 das Kloster Steinfeld übernommen hatten.
[6] https://organindex.de/index.php?title=Kall/Sistig,_St._Stephanus
[7] https://weimbs.de/orgeln/opusliste/
[8] Die Pfarrkirche St. Stephanus in Effelsberg (Eifel)
https://rheumatologe.blogspot.com/2025/10/die-pfarrkirche-st-stephanus-in.html
[9] https://vielfach-kirche.de/files/Bilder/Kirchenmusik/Effelsberg.pdf
[10] „Ernst Johann Jansen-Winkeln (* 13. Februar 1904 in Winkeln; † 11. April 1992 in Mönchengladbach) war ein deutscher Kirchenkünstler.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Jansen-Winkeln
[11] Heiner Schlesing (1901-1992)
https://rheumatologe.blogspot.com/2014/04/ausstellung-heiner-schlesing-in-rees.html
https://rheumatologe.blogspot.com/2019/08/retrospektive-von-heiner-schlesing-im.html
https://rheumatologe.blogspot.com/2019/11/retrospektive-von-heiner-schlesing-im.html
[12] Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e.V.
https://www.glasmalerei-ev-web.de/pages/b2860/b2860.shtml
[13] https://de.wikipedia.org/wiki/Quirinus_von_Neuss
[14] https://www.bibleserver.com/LUT/Apostelgeschichte6 und https://www.bibleserver.com/LUT/Apostelgeschichte7
[15] https://de.wikipedia.org/wiki/Stephanus
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