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Tuesday, December 23, 2025

Das Gröttchen unterhalb von Reifferscheid (Eifel)

 


VorGestern war offizieller WinterBeginn und es herrscht trübes Wetter, das eigentlich dem November zuzuordnen wäre. Da wollte ich mich mit etwas Licht beschäftigen und hätte fast übe Kerzen geschrieben, aber dann fielen mir die Bilder von einer kurzen Wanderung im Frühling ein, die ich unterhalb von Reifferscheid bei einem FrühlingsBeginn vor einigen Jahren gemacht hatte.



Beim Parkplatz gegenüber der GrundSchule und der ist auch nahe beim FriedHof von Reifferscheid, also auf der BurgStraße nach Hönningen, kann man ein Hinweisschild aus Holz finden, das auf einen schmalen Weg unterhalb der BurgMauer weist (nach rechts / südwestliche Richtung). Es handelt sich um das Reinzelbachtal, das sich rechts unterhalb des Weges vor der Wanderin öffnet. Wir aber gehen weiter, denn der Weg führt um Reifferscheid herum. Und etwa in der Mitte liegt das Gröttchen. Der BilderStock wurde 1955 von einem FamilienVater gestiftet, der dort Fürbitte hielt, denn sein Sohn war nach der Geburt schwer erkrankt. Das ist schon der rechte Ort, um mit sich und Gott ins Reine zu kommen. 

Heute kann man dort sitzen und meditieren. Und warum es dort zwei Marienbildnisse gibt, das lesen Sie bitte einen längeren Artikel zum Ort [1] nach. Wenn Sie Reifferscheid besuchen, z.B. auf der Burgen-Route [3], dann vergessen Sie nicht den Abstecher zum Gröttchen.





Links und Anmerkungen:
[1] https://kraftorte-eifel.de/kraftorte/hellenthal-groettchen/ Das ist der ausführlichste der wenigen Artikel zum Gröttchen.
[2] Diese Fußnote ist absichtsweise unbenutzt gelieben; oder gilt das jetzt schon als Nutzung? Jedenfalls ist oben keine Verweis zu finden.
[3] https://www.eifelsteig.de/a-burgen-route 

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Sunday, May 31, 2020

Kriegsgräberstätte Oberreifferscheid



Die Kriegsgräberstätte Oberreifferscheid liegt auf einer Bergkuppe zwischen Reifferscheid und Oberreiferscheid. Man kann sie über Wanderwege oder auch mit dem Auto erreichen. Ein Schild weist daraufhin, wo man von der Straße nach Oberreiferscheid abbiegen muss. Um den Friedhof herum führen Hundebesitzer gerne ihre Hunde aus. Zwischen Abbiegung und Firedhof liegt ein Parkplatz mit sehr schöner Aussicht, auf dem schon mal ein Camper übernachtet. Ein weiterer, kleinerer Parkplatz befindet sich direkt am Eingang.



Auf dem Friedhof liegen deutsche und österreichische Soldaten, die am Westwall und bei der Ardennen-Offensive fielen, sowie Zivilpersonen, die durch Granatbeschuss und Fliegerangriffe den Tod fanden. Die Verstorbenen lagen zunächst auf einem Grundstück am "Burghövel", auf dem heute der Gemeindefriedhof von Reifferscheid angelegt ist. Insgesamt waren es 876 Gräber, die neben und über dem Gemeindefriedhof entstanden waren [1]. Da sich ein Ehrenfriedhof in dieser Lage nicht gut gestalten ließ und außerdem schwer zu pflegen wäre, und „weil man eine Trennung von Kriegsgräbern und Gemeindfriedhof wünschte“, wurde in der Mitte der fünfziger Jahre beschlossen, einen neuen Ehrenfriedhof anzulegen und die Toten umzubetten. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge war dafür federführend. Im "Kuhbüsch" mit altem Buchen- und Kiefernbestand hatte man den geeigneten Ort gefunden. Die Einweihung der Kriegsgräberstätte Oberreifferscheid fand am 05.10.1958 statt.


Weitere „Gräber waren in Baasem, Berk, Blankenheim, Blumenthal, Eiserfey, Engelgau, Frauenkron, Freilingen, Frohngau, Fronrath, Hellenthal, Kallmuth, Krekel, Kreuzberg, Mülheim, Nöthen, Oberreifferscheid, Reifferscheid, Roderath, Schmidtheim, Schnorrenberg, Tondorf, Udenbreth, Uedelhoven, Waldorf, Weyer, und Zingsheim.“ [2] All die sterblichen Überreste wurden auf die Kriegsgräberstätte Oberreifferscheid überführt, so dass 1162 Tote ihre Ruhestätte gefunden hatten. 

 
2005 wurde der Gefreite Friedrich Kindler aus Wien ebenfalls dort beerdigt. Er galt ab dem 16.12.1944 als vermisst. Seine Überreste wurden erst am 19.12.2003 in einem Waldgebiet bei Hollerath (Belgien) gefunden. Man konnte Friedrich Kindler anhand seiner Erkennungsmarke identifizieren. Nun sind es also 1163 Gräber.



Die Kapelle wurde von der in Mexiko geboren Bildhauerin Gwendolyn Liselotte Blume gestaltet [4]. Von ihr stammt der Sinnspruch: "Mit jeder Geburt neigt sich der Himmel der Erde zu,der Tod aber ist nichts als Heimkehr." Die Künstlerin lebte zurückgezogen in Sevelen am Niederrhein. In Walsrode beim Brunnen vor dem Rathaus (Lange Straße 22) steht das Kunstwerk „3 Flamingos“ von ihr [5]. 

 

Die Kriegsgräberstätte Oberreifferscheid misst etwa 200 x 70 m. Sie ist wie viele Friedhöfe ein schöner Park, der zu ruhigem Gehen und Nachdenken anregt. Bänke für die Rast und zur inneren Ruhe sind ebenso vorhanden.




Links:

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Wednesday, April 29, 2020

Wegekapelle "Maria Friedenskönigin"

Die Wegekapelle "Maria Friedenskönigin" liegt kurz vor Hönningen, wenn man von Reifferscheid aus kommt. Hönningen gehört zur Gemeinde Hellenthal. Die Idee, dort eine Kapelle zu errichten, hatte der Lehrer Franz Metz. Er rief 1952 Ortsgruppe Reifferscheid des Eifelvereins auf, einen Ort des Friedensgebetes mit dieser Kapelle zu errichten. An diesem Ort stand bereits vor der 1. Weltkrieg ein Wegekreuz. Man nennt die Flur dort „Am Hillijehüsje“ (Am Heiligenhäuschen); wahrscheinlich hatten französischen Eroberer mit dem Steinkreuz an das um 1790 zerstörten Heiligenhäuschens gedenken wollen. Bereits 1953 konnte die Kapelle eingesegnet werden.



Die Kapelle bietet Raum für diejenigen, die dort beten möchten. Man kann auch über die Geschichte der Kapelle nachlesen, es liegen Buchauszüge und Artikel in Kopien vor.


Als Sinnspruch steht, in Stein gehauen, zu lesen: „In friedloser Zeit / zerstört 1790 [.] / in friedloser Zeit neu erbaut 1952. / Maria, Friedenskönigin, / bring' uns den Frieden!“


Im Türmchen der Kapelle hängt eine kleine Glocke, mit der die Bergleute zur Arbeit im Rescheider Bergwerk gerufen wurden.

Eine Bank vor der Kapelle lädt zur Rast und Meditation ein. Die Aussicht ist herrlich. Außerdem hat man den Grabstein von Lehrer Franz Metz dorthin gebracht, nachdem die Ruhefrist für sein Grab abgelaufen war.




Links:

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