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Thursday, February 5, 2026

Wilhelmstal zwischen Rinnen und Sötenich

 


Wilhelmstal liegt zwischen Rinnen und Sötenich und ist mittlerweile durch ein grünes Ortshinweisschild mit gelber Schrift [1] gekennzeichnet. Die L203 ist ziemlich befahren, was einerseits Teile von Sötenich und Rinnen als Wohnort unattraktiv machen. Von Rinnen in Richtung Sötenich verjüngt sich das Tal zunächst und dort stehen zwei Häuser von Wilhelmstal, etwas abseits von den anderen etwa 6 Häusern, die teilweise etwas zurückgesetzt stehen, da sich dort das Tal wieder weitet, allerdings ist man dort wieder näher an der Zementfabrik. Immer wenn ich dort vorbeikomme, denke ich darüber nach, das ist schon obsessiv zu nennen, weshalb man gerade dort wohnt. 





Wenn man sich im Internet über Wilhelmstal informieren will, findet man sehr wenig. Nicht nur die beiden Häuser, die mich besonders interessieren, sondern auch die weiteren, näher an Sötenich gelegenen Häuser gehören zum  Ortsvorsteherbezirk Rinnen [2]. Man kann auch nachlesen, daß dort wegen Überschwemmungen bei Starkregen eine Verrohrung notwendig wurde [3], aber das liegt schon bis über ein Jahrzehnt zurück und wurde nach dem Ausbau der Rinnener Ortsdurchfahrt notwendig. In der Zwischenzeit hatte ich aber nochmals solche Arbeiten dort gesehen. Dort führt übrigens nicht der Salberbach entlang, denn der vereint sich südlich von Rinnen mit dem Weiersbach zum Kallbach und führt westlich an Rinnen (hinter dem Pferdekopf) vorbei, um dann in Kall ggf. bei Überschwemmungen mitzuhelfen.

Bevor ich zum geheimnisvollen Teil komme, was kann man denn im Netz sehen? Man sieh selbst am meisten, wenn man die L203 entlang fährt. Ein Wanderweg besteht dort nicht, auch wenn man an der Straße sicher entlang laufen kann (bergseitig). Man kann sich eine sehr gute Übersicht auf Google Maps verschaffen [4] und ein ähnliches Bild, wie ich es gemacht habe, kann man auf Street View sehen [5]. Google Maps zeigt Wege, aber die bestehen nur noch teilweise, führen auch über Privatgelände [6] und enden, wenn man einen findet, unterhalb von Abraum und Warntafeln, da im Steinbruch gesprengt wird. Andererseits gibt es aber einen Wanderweg, der durch den Steinbruch führt – die LKW-Fahrer halten an, um Wanderer nicht zu gefährden; weiter östlich über den Kuttenbach kommt man dann an der Hermann-Josef-Quelle vorbei.

Wenn die Bäume belaubt sind, sieht man sehr wenig von den beiden Häusern, die nahe an Rinnen liegen. Ich versuchte, um die Häuser herum einen Zuweg zu finden, aber man kann sie nur von der belebten Straße aus sehen. Das eine Haus liegt sehr nah an der Straße und scheint aktuell nicht mehr bewohnt zu sein. Aber dort ist eine Video-Überwachung. Ich nehme an, daß meine Einwände gegen den Ort (Verkehr und Lärm [7]) es den Erben erschwert, einen Käufer zu finden. Das andere Haus liegt versteckter und auch etwas versteckter hinter einem Wäldchen. Das kann kann man abends am Licht erkennen. Es hat den verwunscheneren Charakter. Ich bin allerdings viel zu schüchtern, als daß ich dort nachfragen würde. So denke ich ich weiter darüber nach, welches Schicksal die Bewohner dorthin geführt hat.

Ist Wilhelmstal nun ein Top-Ziel für Wanderungen? Nein, lassen Sie die Menschen dort in Frieden, aber achten Sie darauf, wenn Sie am Ort vorbei fahren, mehr als 70 km/h sind sowieso nicht erlaubt. Von Rinnen aus, kann man allerdings sehr gut wandern (nach Westen). Und den Weg nach Steinfeld (nach Osten) durch den Steinbruch, der ist ebenfalls interessant.






Links und Anmerkungen:
[1] Das Ortshinweisschild ist das Verkehrszeichen 385 und dient nur der Orientierung. Zwischen Rinnen und Sötenich kann man sich kaum verirren, weshalb es umso netter ist, daß es dieses Zeichen dort gibt.
[2] Wir nennen die Ortsvorsteher übrigens Bürgermeister, auch und gerade wenn es sich um kleine Gemeinden handelt. Aber „mehr“ zu Wilhelmstal steht hier: https://www.kall.de/politik/ortsrecht/allgemeine-verwaltung/3.Aenderungssatzung-Hauptsatzung.pdf  
[3] https://www.rundschau-online.de/region/euskirchen-eifel/kall/kall-soetenich-neuer-kanal-an-der-landesstrasse-203-schuetzt-vor-wassermassen-249473 und 
https://eifelon.de/kall/volles-programm-im-kaller-rat.html 
Die Änderungen der Ortsdurchfahrt erfolgten 2013/2014, die Sitzung 2017 und die Arbeiten erfolgten 2020.
[4] https://www.google.com/maps/@50.5172095,6.5512369,377m/data=!3m1!1e3?entry=ttu&g_ep=EgoyMDI2MDIwMS4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D 
[5] https://www.google.com/maps/@50.5167149,6.549616,3a,75y,108.53h,85.04t/data=!3m7!1e1!3m5!1sNqCh0aOKC0iWz8vNFaVHPg!2e0!6shttps:%2F%2Fstreetviewpixels-pa.googleapis.com%2Fv1%2Fthumbnail%3Fcb_client%3Dmaps_sv.tactile%26w%3D900%26h%3D600%26pitch%3D4.9639375912569506%26panoid%3DNqCh0aOKC0iWz8vNFaVHPg%26yaw%3D108.5342305029548!7i16384!8i8192?entry=ttu&g_ep=EgoyMDI2MDIwMS4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D  
[6] Teilweise Weiden/Wiesen, teilweise den Hausbesitzern und teilweise Steinbruch/Zementwerk [6a]. Manche Wege sind sehr überwachsen und als solche fast nicht mehr zu identifizieren.
[6a] Schloss Neuschwanstein in Sötenich 
https://rheumatologe.blogspot.com/2017/01/schloss-neuschwanstein-in-sotenich.html  
[7] Ich erinnere mich an einen Fernsehbericht von Leute im Caravan, die einen Platz direkt an einer Autobahnbrücke hatte und dort immer ihren Urlaub verbrachten.



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Tuesday, December 31, 2024

Was wird denn da gebaut? Bei Rinnen (Eifel)


Wolfgang Thierse (SPD) sagte einmal in einer Bundestagsdebatte: „Es wird gebaut, gebaut und gebaut. Unsere ostdeutschen Städte verändern sich.“ [1] Aber auch auf dem westdeutschen Land wird gebaut. An der L203 hinter Rinnen in Richtung Sistig, wo die K60 in Richtung Steinfelderheistert abgeht, wird ein silbern strahlender (jedenfalls im Sonnenlicht) Turm oder Mast gebaut.
ich frage mich, was denn da errichtet wird?

Eine Windkraftanlage? Wohl kaum, denn die werden aus Stahlbeton errichtet [2]. Eine Hochspannungsleitung? Eher nicht, denn in der Umgebung sieht man keine Hinweise auf einen Anschluß. Oder wird nach Öl gebohrt? NEIN! Ich dachte eher an einen Funkmast.  Ich fand einen Hinweis, daß die Telekom in Kall zwei Sendemasten errichtet will [3]. Ich meine, daß es sich um einen der beiden handeln könnte.

Obwohl der Mast noch nicht fertig steht, kann ich auch im schönen Sonnenlicht keinen ästhetischen Wert entdecken. Man kann aus hohen Stahlkontruktionen  Kunstwerke schaffen, siehe unten. Hier in Rinnen ist man Lichtjahre davon entfernt.



Links und Anmerkungen:

[1] https://dserver.bundestag.de/btp/13/13061.pdf
[2] Mit Hinweisen auf die entsprechenden DIN. https://www.din.de/de/mitwirken/normenausschuesse/nabau/windenergieanlagen-68718
[3] https://www.teltarif.de/netzausbau-telekom-vodafone-o2-telefonica-1und1/news/97411.html


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Saturday, July 10, 2021

Unfall auf der L203 zwischen Rinnen und Sistig

 



Vor etwa eineinhalb Wochen ereignete sich auf der L203 von Rinnen nach Sistig ein Unfall, bei dem ein 18jähriger ums Leben gekommen ist. Dicht am Unfallort hatte sich schon einmal, damals in Fahrtrichtung Rinnen ein Unfall ereignet, bei dem ein 17jähriger ums Leben gekommen ist. Es steht ein blaues Erinnerungs-P, das auch zeigt, dass Pascal nicht vergessen ist. Und nahe der aktuellen Unfallstelle sind bereits Erinnerungsgaben zu sehen. Ich schreibe dies während einer Rast im Wald in einer Schutzhütte. Auf dem Weg sah ich eine Erinnerung an Aline – aber ihr Tod ist eine ganz andere Geschichte.



Die Strecke zwischen Sistig und Rinnen ist gefährlich. Die Straße schwingt von Rechts nach Links und wieder zurück. Da gehören eine bauliche Verkehrsberuhigung und eine Geschwindigkeitsbegrenzung hin. Wanderer müssen in der Nähe der Stellen, an denen sich die tödlichen Unfälle ereignet haben, die L203 überqueren. Ich hatte auf eine Stelle der L203 bereits hingewiesen, die besonders gefährlich ist [1]. Und den Wildwechsel sollten wir auch bedenken.




Wenn wir Tote im Straßenverkehr verhindern wollen, müssen wir Einschränkungen hinnehmen. Ein Beispiel dafür ist, die Höchstgeschwindigkeit reduzieren, aber davon wollen die meisten Autofahrer nichts wissen. Kanzlerkandidat Laschet will keine Geschwindigkeitsbegrenzungen und argumentiert mit Elektrofahrzeugen, die CO2-neutral fahren und somit nicht langsam fahren müssten; merkwürdige Logik. Wahrscheinlich hat er nie über andere Vorteile einer Geschwindigkeitsbegrenzung nachgedacht. Natürlich muss ein Kompromiss gefunden werden, aber bei langsamerem Fahren kommt es zu weniger Unfällen.

Ich weiß, dass man bauliche Maßnahmen erst diskutieren und genehmigen lassen muß. Selbst Geschwindigkeits-begrenzungen gehen nicht ohne weiteres. Aber Geschwindigkeitsbegrenzungen könnte man sofort umsetzen und sie kosten fast nichts. Vor Sistig und vor Rinnen wird die Geschwindigkeit auf 70 km/h bis zum Ortsschild begrenzt, warum nicht in einer ersten Maßnahme die Schilder um 180° drehen, so dass die Geschwindigkeit bereits hinter Sistig und hinter Rinnen begrenzt wird?!




Links etc.:
[1] https://rheumatologe.blogspot.com/2021/06/der-steile-anstieg.html


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