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Sunday, October 20, 2024

Wieder ein Kreuz mehr am Straßenrand

 


Ich fuhr gestern wieder einmal nach Köln. Jeder hat da so seine Strecke, bis er auf der Autobahn (A1) nach Köln ist. Einer meiner Brüder fährt am liebsten über Wahlen. Meine Schwägerin würde die Strecke über Kall wählen, aber ich fahre am liebsten über Steinfeld, dann auf der L204 durchs Gillesbachtal nach Bahrhaus und dann auf die Verbindungsstraße nach Nettersheim, die dort Steinfelder Straße heißt, und da kommt man auf die L205. Mir gefällt die Strecke am besten, aber meine Schwägerin wendet ein, daß man durch eine gefährtliche Allee und an Wäldern vorbei kommt; aber diese Allee macht auch einen Teil der Schönheit aus. Die Strecke wird auch vom SEV genutzt, allerdings aktuell nicht, da die Ortdurchfahrt in Urft gesperrt ist. Bei dieser Fahrt fiel mir auf, daß es dort einen Unfall gegeben hat. Die Markierungen der Polizei waren noch zu sehen. Hier war ein PKW mit einem Baum kollidiert. Und es war bereits ein Kreuz aufgerichtet. Ich las den Namen Phil, der aus Kall stammte.

Ich glaube kaum, daß ich bin Phil jemals begegnet bin. Ich habe sofort angehalten, als ich diese Stelle sah. Phil feierte vor einigen Monaten seinen 18. Geburtstag.

Als ich abends aus Köln zurückkehrte, sah ich ein Auto etwas von der Stelle entfernt geparkt, dessen Scheinwerfer jedoch eingeschaltet waren. Jemand – ich nehme an der Vater – war an der Unfallstelle. Ich kann es verstehen, aber gefährlich ist es doch.

Noch am Abend habe ich nachgeforscht, was denn da eigentlich passiert war. Drei Tage zuvor war ein 18jähriger junger Mann gegen diesen Baum gefahren. Diese Nachricht, die ich sah, war von Radio Euskirchen [1] und man sprach von einer lebensgefährlichen Verletzung. Ich las danach einen Artikel vom Kölner StadtAnzeiger [2], der berichtete, daß der junge Mann im Krankenhaus verstorben war. Über die Unfallursache selbst wurde nichts erzählt. In solchen Artikeln geht es mehr um die Einklemmung, daß er gegen den Baum gefahren war und daß 35 Einsatzkräfte dort schweres hydraulisches Gerät eingesetzt hatten, daß die Straße abgesperrt war, aber nun wieder frei war. Auf einem Bild der Feuerwehr, das in dem Artikel benutzt wurde, konnte man das Auto sehen. Über die Unfallursache kann man spekulieren. Was klar ist: der Wagen fuhr auf der Gegenseite über die Grasnabe, um dann in einer Kurve auf den Baum zu fahren. Meine Schwägerin hat schon recht, ohne den Baum dort wäre er auf den Acker oder die Wiese gefahren.  


Ich erinnerte mich, daß ich schon häufiger zwischen den umliegenden Orten an einsameren Stellen Kreuze aufgesucht habe. Meist waren es junge Menschen, die dort verstorben waren. Was die Zeitungs- oder Internetberichte kaum zum Thema haben, sind die Folgen des Todes. Der Tod dieser jungen Menschen betrifft auch deren Familien und  Freundeskreis. Da bin ich auch selber betroffen. Eine meiner Cousinen ist im Alter von 18 Jahren bei einem Verkehrsunfall in den Alpen ums Leben gekommen. Ich habe gesehen, wie noch 20 Jahre später nur die Erwähnung der Cousine Tränen in die Augen meiner Tante und meines Onkels getrieben hat. Was also ist mit diesen jungen Leuten? Ich habe hier einmal ein paar Bilder von solchen Stätten zusammengesetzt. Ich dand eine interessant, denn man hatte einen Stern nach einem dieser Opfer benennen lassen. Es geht darum, wie wir mit dem Tod umgehen, der einen unserer Lieben aus unserer Mitte gerissen hat. Da können neben einem Grab solche Kreuze an der Unfallstelle hilfreich sein.

Wie wird biblisch oder kirchlich damit umgegangen? Da wird häufig Hiob zitiert: „Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren. Der HERR hat’s gegeben, der HERR hat’s genommen; der Name des HERRN sei gelobt!“ [3] Aber was ist das nur für ein Zitat? Es ist ein Zitat des sich dem Schicksal Ergebens. Aber ist das Zitat aus dem Römerbrief des Paulus, das wir zum Beispiel im Gottesdienst lesen, wenn wir der Verstorbenen gedenken, so viel geigneter? „Leben wir, so leben wir dem HERRN; sterben wir, so sterben wir dem HERRN. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des HERRN.“ [4] Ich meine Ja, denn es ist hoffnungsvoller. Aber erreicht es auch diejenigen die nicht mehr Glauben oder einen ganz anderen Glauben haben?

Ich habe auf meiner kürzlichen Reise durch den Kaukasus jemanden kennen gelernt, der ehrenamtlich in der Notfallseelsorge tätig war, aber der keiner Kirche angehörte. Ich habe nachgesehen: eine konfessionelle Bindung ist nicht notwendig [5]. Für mich ist das eine sehr hoffnungsvolle Botschaft, daß Menschen in ihrer Not mit und ohne Bibel geholfen werden kann. Und in diesem Sinne hoffe ich, daß die Angehörigen und Freunde von Phil und all den anderen, die im Straßenverkehr umgekommen sind, ihren Frieden finden.

Ich überlegte noch, was man tun kann, um diese Unfälle zu verhindern. Ich meine, daß alle klugen Ratschläge bereits geben wurden. Aber ich möchte nicht versäumen, mehr Tempolimits anzuregen, am beste wäre ein generelles  Tempolimit.


Das hat prinzipiell nichts mit dem Thema zu tun, aber dies sah ich heute
in der Kirche vor dem Gottesdienst, nachdem mir zuvor
meine Fotos angeschaut hatte. Das P und das schwarze Kreuz
mußte ich einfach in Beziehung zum Thema setzen.



Links und Anmerkungen:
[1] https://www.radioeuskirchen.de/artikel/schwerer-unfall-in-nettersheim-2132279.html
[2] https://www.ksta.de/region/euskirchen-eifel/nettersheim/nettersheim-18-jaehriger-nach-unfall-im-krankenhaus-gestorben-880848  
[3] https://www.bibleserver.com/LUT/Hiob1 Hiob 1,21
[4] https://www.bibleserver.com/LUT/R%C3%B6mer14 Röm 14,8
[5] Ehrenamtlich in der Notfallseelsorge!
https://www.zentrum-seelsorge.de/damfiles/default/zentrum-seelsorge/zentrum-seelsorge/arbeitsbereiche/notfallseelsorge/angebote_2019/flyer_nfs_ehrenamt_web.pdf-30fa4be845e140c8daec73b581a147e3.pdf
 
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Wednesday, December 1, 2021

Cruising während der Pandemie als Faktor der Staubildung?


Ich fahre häufiger aus der Eifel nach Köln und der Verkehr ist furchtbar geworden. Ich habe mir eingeredet, daß dafür das Hochwasser ausschlaggebend war bzw. die Folgen, was auch ein Faktor ist. Gerade wird am Kreuz Bliesheim gearbeitet und man kommt von der A1 nicht auf die A553, sondern muss an Weilerswist vorbei auf die A61 fahren und darf dann auf die A553. Die Umleitung ist aber für einen solchen Verkehr nicht ausgerichtet. Und später auf der A555 staut sich der Verkehr ebenfalls, und danach auf der A4, da auf der Rodenkirchener Brücke eine Baustelle ist, und später am Heumarer Dreieck wieder. Und die A3 zwischen Heumarer Dreieck, Kreuz Köln-Ost, Dellbrück und Leverkusen kennt jeder, der einmal den Verkehrsfunk gehört hat.

Kürzlich bin ich aus der Eifel nach Meerbusch, wo meine alte Arbeitsstelle war, gefahren und ich war 2 ¾ Stunden unterwegs. Das habe ich früher in 1 ¼ Stunden geschafft – und das ohne Geschwindigkeitsübertretung!

Fahren die Menschen vielleicht mehr mit dem Auto? Drehen eine Runde [1]? Machen eine Extratour, eine Spritztour? Oder nimmt der Autoverkehr zu, weil Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel meiden? Oder man macht etwas, was im Englischen Cruising genannt wird. Einfach nur umherfahren. Ich hatte mich mit diesem Phänomen schon einmal nach einer Reise in den Iran beschäftigt [2].

Im Iran sieht man junge Männer beim Cruising, wenn sie es sich leisten können. Benzin ist sehr günstig. Ahmadinedschad hatte die Teehäuser geschlossen, in denen hauptsächlich Männer saßen und ein paar Tees tranken und Shisha rauchten. Der Grund für die Schließung dieser Treffpunkte war, dass diese Teehäuser Höhlen der Unmoral sein sollten. Stattdessen gibt es jetzt Restaurants. Jugendliche und junge Erwachsene können sich Tee leisten, aber nicht jeden Tag essen gehen. Es gibt also keine Treffpunkte für sie. Na dann  setzen
sich vier Teens oder Twens ins Auto und reden, ohne belauscht zu werden. Dann hören sie westliche Musik, ohne von den Pasdaran (Wächter der Islamischen Revolution) belästigt zu werden. Ähnliches gilt für Frauen [3], denn sie fahren schon lange Auto und bringen nicht nur die Kinder zur Schule, sondern cruisen ebenfalls. Autofahren gibt Freiheit. Und ich denke, es ist ihnen egal, ob sie im Stau stehen oder nicht.

Aber mir ist es nicht egal! Auch wenn ich unterwegs Spanisch oder andere Sprachen lerne. Ich mag einfach keine Staus. Vielleicht wird es auch wieder weniger, wenn die Benzinpreise weiter steigen. Am 27.10.2020 zahlte ich für 1 l Diesel 0,98€ und am 17.11.2021 1,55€ - das entspricht einer Verteuerung von 58%. Und wie hatte man vor 1999 gegen eine Ökosteuer gewettert. Zielloses Hin- und Herfahren und Fahrten im Stau kosten nicht nur Nerven sondern auch Kraftstoff und Geld. Aber wahrscheinlich ist der Kraftstoff immer noch zu preiswert.

Vielleicht gelingt es aber, den Bedarf an Cruising zu vermindern, obwohl das angesichts der weiterhin katastophal hohen COVID-Inzidenz [4] mit kulturellen Veranstaltungen nicht möglich sein wird.



Links und Anmerkungen:
[1] Über Pandemie und Autofahren hat man sich schon Gedanken gemacht. https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/fahrverbot-corona-massnahmen-kommentar-spritztour/
[2] https://rheumatologe.blogspot.com/2018/10/traffic-in-iran.html
[3] Hier noch ein Exkurs zu der Fatwa von Scheich Saad Al Hajari in Saudi Arabien, warum Frauen nicht Autofahren sollten: „Frauen sind nicht fahrtüchtig, weil sie nur ein Viertel des Gehirns [eines Mannes] haben.“ Aber diese ist mittlerweile selbst in Saudi Arabien überholt und Frauen dürfen jetzt auch dort ein Fahrzeug führen.
[4] Laut RKI ist liegt der Bundesdurchschnitt der Inzidenz heute bei 442,9. https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4

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Friday, August 27, 2021

Navi unerwünscht

 




Wenn das Schild für die Umleitung sieht, ist die Welt noch halbwegs in Ordnung. Wenn man dann  aber aufgefordert wird, sein Navi auszuschalten, könnte man verwirrt sein. Ja, ich nicht -: erstens wohne ich hier und zweitens habe ich kein Navi.


Wegen Brückenarbeiten über Bahngleise sowie die Sanierung der Fahrbahndecke wird gerade eine  Vollsperrung der B51 zwischen Dahlem und Schmidtheim durchgeführt. Irgendwie packt es das Navi nicht, deshalb sollte man es ausschalten – allerdings in der Gegenrichtung.


Mein Tipp: einfach den Schildern folgen.


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Saturday, July 10, 2021

Unfall auf der L203 zwischen Rinnen und Sistig

 



Vor etwa eineinhalb Wochen ereignete sich auf der L203 von Rinnen nach Sistig ein Unfall, bei dem ein 18jähriger ums Leben gekommen ist. Dicht am Unfallort hatte sich schon einmal, damals in Fahrtrichtung Rinnen ein Unfall ereignet, bei dem ein 17jähriger ums Leben gekommen ist. Es steht ein blaues Erinnerungs-P, das auch zeigt, dass Pascal nicht vergessen ist. Und nahe der aktuellen Unfallstelle sind bereits Erinnerungsgaben zu sehen. Ich schreibe dies während einer Rast im Wald in einer Schutzhütte. Auf dem Weg sah ich eine Erinnerung an Aline – aber ihr Tod ist eine ganz andere Geschichte.



Die Strecke zwischen Sistig und Rinnen ist gefährlich. Die Straße schwingt von Rechts nach Links und wieder zurück. Da gehören eine bauliche Verkehrsberuhigung und eine Geschwindigkeitsbegrenzung hin. Wanderer müssen in der Nähe der Stellen, an denen sich die tödlichen Unfälle ereignet haben, die L203 überqueren. Ich hatte auf eine Stelle der L203 bereits hingewiesen, die besonders gefährlich ist [1]. Und den Wildwechsel sollten wir auch bedenken.




Wenn wir Tote im Straßenverkehr verhindern wollen, müssen wir Einschränkungen hinnehmen. Ein Beispiel dafür ist, die Höchstgeschwindigkeit reduzieren, aber davon wollen die meisten Autofahrer nichts wissen. Kanzlerkandidat Laschet will keine Geschwindigkeitsbegrenzungen und argumentiert mit Elektrofahrzeugen, die CO2-neutral fahren und somit nicht langsam fahren müssten; merkwürdige Logik. Wahrscheinlich hat er nie über andere Vorteile einer Geschwindigkeitsbegrenzung nachgedacht. Natürlich muss ein Kompromiss gefunden werden, aber bei langsamerem Fahren kommt es zu weniger Unfällen.

Ich weiß, dass man bauliche Maßnahmen erst diskutieren und genehmigen lassen muß. Selbst Geschwindigkeits-begrenzungen gehen nicht ohne weiteres. Aber Geschwindigkeitsbegrenzungen könnte man sofort umsetzen und sie kosten fast nichts. Vor Sistig und vor Rinnen wird die Geschwindigkeit auf 70 km/h bis zum Ortsschild begrenzt, warum nicht in einer ersten Maßnahme die Schilder um 180° drehen, so dass die Geschwindigkeit bereits hinter Sistig und hinter Rinnen begrenzt wird?!




Links etc.:
[1] https://rheumatologe.blogspot.com/2021/06/der-steile-anstieg.html


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Saturday, April 27, 2019

Zebrastreifen für Anfänger


La Paz, Bolivien, hier wird für die Akzeptanz von Zebrastreifen geworben


Wie immer, hat auch dieser Blogartikel eine Geschichte; ach, eigentlich mehr Geschichten und einen heutigen Anlass. Ich fuhr sehr langsam (30 km/h) auf einen Fußgängerübergang (Alter Wipperfürther Straße [1]) zu und etwa 50 m vorher wurde ich noch langsamer, damit eine Frau von der linken Seite aus die Straße überqueren konnte. Die blieb aber in der Mitte Stehen und ging erst nach überschwänglichem Danken weiter. Ich musste also anhalten. Und dabei wollte ich doch langsam in einem Rutsch durchfahren. Mir ist egal, wie langsam jemand die Straße überquert, nur soll er überqueren. Da machen aber nicht alle Menschen so.

Vorsicht ist auch am Zebrastreifen (Fußgängerübergang [2]) angebracht. Selbst bei einer Ampel. Die Waldecker Straße in Köln-Buchforst (zwischen Karadag Supermarkt und der Kneipe En d’r Hött [3]) ist dafür berüchtigt. Ich selbst bin fast einmal überfahren worden, als die Ampel noch existierte. Ohne Ampel ist es schon weniger gefährlich, aber daraus lässt sich nicht schließen, dass es ohne Zebrastreifen noch ungefährliche wäre. Nach links und rechts schauen reicht aber.

Erlauben Sie mir einige Erfahrungen aus Asien einzuflechten. Vielerorts ist der Fußgänger scheinbar Freiwild, selbst auf Zebrastreifen. Aber was man da auf viel befahrenen breiten Straßen machen kann, sollte man hier nicht machen, nämlich die Straße gemächlich, aber stetig überqueren. Der Verkehr läuft  um einen herum. Man darf nur keine Angst haben.

Und damit sind wir bei einem Problem. Die Frau, die in der Mitte des Fußgängerübergangs anhielt, hatte einfach nur Angst, ich könnte sie und den Zebrastreifen übersehen haben. Da nutzt es ihr wenig, wenn sie zwar das Recht auf ihrer Seite hat, aber blutend auf der Straße liegt. Wikipedia zitiert: „Das Wort „Zebra Crossing“ taucht in der Londoner Times erstmals 1951 im Zusammenhang mit dem Tod einer Frau auf, die auf dem Zebrastreifen die Straße überquerte, kurz vor Erreichen der anderen Straßenseite stehenblieb und von einem Auto überfahren wurde. Der Fahrer bekannte sich schuldig und wurde wegen Fahrlässigkeit zu £ 20 und wegen Missachtung der Fußgängerpriorität zu £ 2 Geldstrafe verurteilt.“ Damals war das Pfund noch mehr wert, aber heute wäre das eine Freiheitsstrafe.

Übrigens ist der Fußgängerübergang für Fußgänger und nicht für Radfahrer gedacht. Radfahrer dürfte man als Autofahrer deshalb eigentlich überfahren; bitte tun sie es dennoch nicht. Aber Radfahrer, die ihr Rad schieben, gelten auch mit Helm als Fußgänger.

Leichte Regeln für Anfänger bei Zebrastreifen
1. Fußgänger schauen besser, ob sich ein Auto nähert
2. Autofahrer signalisieren, dass  sie den Fußgänger bemerkt haben
3. Fußgänger überqueren den Zebrastreifen zügig
4. Radfahrer steigen ab und schieben das Fahrrad
5. Kinder, besonders Jungs, werden angehalten, den Ball über den Zebrastreifen zu tragen und nicht zu titschen oder zu dribbeln
6. Social Media Nachrichten nicht auf dem Zebrastreifen lesen oder senden


Straßenfest Köln-Mülheim 2018 - 
der Zebrastreifen wurde nicht benutzt


Links:
[4] Bonusmaterial – der Herr mit den Händen auf dem Rücken, der aus der Galilei Straße gekommen ist, das ist mein Vater https://www.google.de/maps/@50.9495068,7.0057109,3a,75y,351.44h,97.52t/data=!3m6!1e1!3m4!1sBvSsudnbIqNI-oofqPPTNg!2e0!7i13312!8i6656

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Friday, April 6, 2018

Verkehr auf der A44 am Morgen des 06.04.2018




Am Morgen fahre ich auf der A44 zur Arbeit. Zwischen Ratingen-Schwarzbach und dem Tunnel Reichswaldalle ist nun eine lange Baustelle. Dort wir die Fahrbahn erneuert. So früh, wie ich fahre, sind nur wenige Fahrzeuge unterwegs, aber es reicht, um die Fahrt zu verlangsamen oder gar den Verkehr zum Stehen zu bringen. Wieso denn das? Könnten Sie fragen. Und ehrlich, das frage ich mich auch.

Man braucht doch nur geradeaus zu fahren. Aber schnell zu seinem Ziel zu kommen scheint den meisten Fahrern zu uninteressant. Aber da stehen ja Lastwagen, richtige Lastwagen. Was machen die denn da? Und Lichter. Und Maschinen. Und da geht sogar ein Arbeiter. Der hat ja etwas über der Schulter. Was mag das denn sein?

Vor lauter Hingucken stockt dann der Verkehr. Und ich ärgere mich.

Aber ich kann doch jetzt auch nicht Sichtschutz für Baustellen fordern, oder etwa doch?!

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Sunday, August 6, 2017

Ich stand im Solidaritätsstau auf der A3


 
Gestern und heute stand ich im Solidaritätsstau auf der A3. Was ist ein Solidaritätsstau? Das ist der Stau, der sich entwickelt, wenn sich auf der anderen Seite ein fieser Stau entwickelt hat. Das war dieses Wochenende so. Und zwar bei Köln. Der Stau von meistens PKW und vielen Caravans erstreckte sich von Solingen bis kurz vor Köln-Mülheim. An einem der an Verkehr reichsten Wochenenden des Jahres befand man es für gut, drei Spuren in eine zusammenzuführen. Auch die Polizei verstand das nicht. Reisende verpassten ihren Flug, anderen saßen Stunden im Auto – oder auch nicht. Denn die standen dann draußen auf der Autobahn. Ich weiß, dass sie das nicht dürfen. Manche hatten dann auch die gelbe Sicherheitsweste an; aber auch dann ist es nicht gestattet. „Waß machen die denn da draußßen?“ Na, die einen rauchen und die Männer gehen an die Leitplanke, um zu pinkeln. Und die Fahrer auf der Gegenseite müssen sich das ansehen, so genau ansehen, dass sie abbremsen und einen eigenen Stau verursachen. Ja, ziemlich blöd.

Und ich weiß gar nicht, ob ich das noch mit Solidaritätsstau bezeichnen soll! Aber wahrscheinlich wäre Scheiß-Gaffer-Stau politisch nicht korrekt.
Link:
 
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Monday, September 21, 2015

Abbiegefehler auf der Stadtautobahn Köln B55a zur A3 stadtauswärts in Richtung Süden (Kreuz Köln-Ost)


Ich sehe es besonders abends, dass Autos mit Kennzeichen nicht aus Köln von der B55a zur A3 stadtauswärts in Richtung Süden (Kreuz Köln-Ost) falsch abbiegen – die Fahrer finden sich dann im dunklen Wald wieder. Warum das passiert, hat mehrere Gründe. Die Abfahrt, die sie suchen, liegt etwas weiter weg. Die Aus- und Auffahrt zuvor ist kompliziert gestaltet. Es wird gebaut und eine Spur ist gesperrt. Die Ausfahrt, die sie benutzen, ist eben nur eine Ausfahrt – es gibt dort keine erneute Auffahrt in gleicher Richtung (und die in die Gegenrichtung ist auch gesperrt). Ich vermute außerdem, dass ein Navi-Fehler vorliegt, denn es wäre schon sinnvoll auf die rechte Spur zu wechseln, ja wenn diese nicht gesperrt wäre.

Da Sie sich hier informieren, naht jetzt Hilfe. Wenn Sie also auf der B55a zur A3 stadtauswärts in Richtung Süden (Kreuz Köln-Ost) unterwegs sind und den Tunnel in Köln Buchforst passiert haben, kommt sofort die Ausfahrt zur Frankfurterstraße, kurz danach (ca. 140 m) kommt diese verrückte kleine Ausfahrt, die ich abends nutze. Da bleiben Sie weiter auf der Spur. Erst mit dem Erreichen des Kreuzes Köln-Ost biegen Sie nach rechts ab.

Nun ist es aber doch passiert. Sie denken: Schei...benkleister! Sie denken weiter: hier bin ich am Arsch der Welt! Verzweifeln Sie nicht! (Don’t panic!) Versuchen Sie nicht plötzlich wieder nach links zu kommen – das verursacht höchstens einen Unfall. Sie bleiben cool, fahren die Rechtskurve weiter und halten sich rechts. Wo die Ausfahrt endet fahren Sie rechts weiter (Höhenberger Ring / K17) und fahren diese Straße bis zum Ende durch. Sie biegen am Ende rechts ab und kommen dort auf die Bergisch-Gladbacher-Straße, hier ist sofort links die Auffahrt Köln-Delbrück, die Sie aus den Verkehrsmeldungen kennen dürften. Dieses Vorgehen ist ein Umweg, aber deutlich einfacher.

Viel Erfolg! Aber denken Sie daran: „you can check out any time, but you can never leave“.

05.10.2015:
Gestern Abend konnte ich zwei Fahrern helfen und sie zur Autobahnauffahrt in Holweide/Dellbrück lotsen.

02.11.2015:
Jetzt gibt es auch ein Schild, so dass Sie auch links abbiegen können und mit den Hinweisen auf die Autobahn kommen.

30.11.2015:
Gestern Abend wieder jemanden auf den richtigen Weg gebracht. Einfache Regel, sobald Sie am Höhenberger Ring entscheiden müssen:
Links abbiegen, wenn Sie in Richtung Süden wollen.
Rechts abbiegen, wenn Sie in Richtung Norden wollen.


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Tuesday, September 8, 2015

Neubau der A44


Gestern hatte ich bereits auf Twitter einen Hinweis zum Neubau der A44 gegeben. Man kann dazu ein Faltblatt herunterladen: http://t.co/c6ucSy1mHG.

Aktuell möchte ich mich besonders an die Pendler wenden, die aus Süden kommend auf die A44 abbiegen. Es sind nämlich einige Gefahren für Unfälle entstanden, da die gewohnt Streckenführung geändert wurde.

Mittlerweile wurde die Strecke erneut geändert. Jetzt kann man wieder zwei Spuren benutzen, aber dadurch wird die Strecke nicht entschärft. Die erste Rechtskurve ist deutlich enger geworden und deshalb ist auch eine Geschwindigkeitsbeschränkung vorgesehen. Hinter der Brücke führt die linke Spur gerade aus und die rechte weichte nach rechts, also analog zu früheren Verlauf. Jetzt aber stoppen plötzlich LKWs und wollen plötzlich nach links wechseln (doppelte durchgezogene Linie!). Die nächsten Schwierigkeiten sind auch der linken Spur enge Kurven.
Ich rate, die Geschwindigkeitsbegrezung zu beachten und sehr gut den Verkehr vor sich zu beachten. (15.09.2015)

Wie es dazu kam (08.09.2015):
Bereits beim Abbiegen kommt es zu einer Gefahr, da die linke Spur der vormals zweispurigen Überführung gesperrt wurde. Da versuchen immer noch Fahrer abzubiegen und ignorieren auch die durchgezogene Linie. Gestern noch ging es rechts weiter. Man konnte auch in den letzten Tagen Planier- und Asphaltierarbeiten beobachten. Gleichzeitig wurde die Brücke der A44 in Richtung Velbert und Oberhausen gesperrt und die Überführung der A44 auf die A3 geändert. Ab heute geht der Verkehr von der A3 in Richtung A44 (nach Westen) über diese (südliche) Brücke. Prinzipiell ist die Einteilung in die beiden Spuren, die es nun wieder gibt, so wie zuvor, aber trotzdem bremsen plötzlich Fahrer, um sich zu orientieren. Also besteht auch hier eine höhere Unfallgefahr. Also bitte vorsichtig fahren, denn schon der kleinste Blechschaden führt sonst zu langen Staus.

Wofür werden wir dies bis (Ende?) 2016 hin? „Durch den Neubau A44 zwischen dem Autobahnkreuz Ratingen-Ost (A3) und dem vorhandenen Ausbauende der A44 in Velbert wird eine durchgängige Ost-West-Verbindung zwischen der Rheinschiene und dem mittleren Ruhrgebiet geschaffen. Gleichzeitig werden die Ortsdurchfahrten der Städte Heiligenhaus und Ratingen (Ortsteile Homberg und Hösel) entlastet.“

Auf gutes Gelingen, keine Unfälle im Verkehr und am Bau, sowie wenig Staus!

03.10.2015
Heute bin ich mittags zur Arbeit gefahren und ein Stück vor mir wechselt ein Fahrzeug aus WIL (Bernkastel-Wittlich) von der rechten auf die linke Spur, wobei es zwei geschlossene Linien überfahren hat! Und bleibt mitten auf der Spur stehen!!! Bei mehr Verkehr oder in der Dunkelheit hätte es ein Unfall gegeben. Wahrscheinlich auch bei einem anderen Fahrer - nicht, weil ich ein besonders guter Fahrer wäre, sondern weil ich besonders diesen Gefahrenpunkt kenne.

05.10.2015:
Ich spekuliere ein wenig. Auf der linken Spur sieht man hinten ein Durchfahrtverbotsschild - das ist auch richtig so, da sich dahinter der Gegenverkehr befindet. Beide Seiten aber haben Rechtskurven. Die sind wahrscheinlich nicht offensichtlich für Fahrer, die dort zum ersten Mal fahren. Wahrscheinlich erschrecken sie sich vor dem Durchfahrt-verbotsschild und wähnen sich in einer Sackgasse.


02.11.2015:
Man hat meinen Urlaub dazu genutzt, das Durchfahrts-verbotsschild zu entfernen und damit hat man die Unfallgefahr deutlich gemindert. Danke! 

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Wednesday, August 26, 2015

Warnung vor dem Warngerät


Haben Sie auch so ein Fax bekommen?

Teilansicht!

Ich hatte es heute in meinem Posteingang. Mir wird ein Warngerät angeboten. Es handelt sich um ein Gerät, das vor Geschwindigkeitsmessungen schützen soll. Tja ... diese Geräte sind aber verboten. Das Fax trägt die Unterzeile: „Diese Information wurde als Serviceleistung, eigenverantwortlich im Namen und Auftrag vom Publisher for News – PB70 El Nil – Cairo Egypt [...]“.

„100%tiger RUND – UM – Schutz!“ wird versprochen. Das wage ich zu bezweifeln, da Warngeräte z.B. vor Laser- oder Lichtschrankenanlagen sehr aufwendig (und auch teuer) sind. Siehe hierzu den lesenswerten Artikel: https://www.bussgeldkatalog.org/blitzer/radarwarner/

Ob illegale Anlagen steuerlich absetzbar sind, wage ich auch zu bezweifeln.

„In allen Ländern von Europa einsetzbar“ – einsetzbar heißt aber nicht, dass sie auch erlaubt sind. Vielmehr ist davon auszugehen, dass eine solche Anlage verboten ist. Denn: „Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbesondere für Geräte zur Störung oder Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen (Radarwarn- oder Laserstörgeräte).“ [ § 23 Abs. 1b StVO]

„Deutsche Entwicklung und Service“ – warum ist dann das Fax in fehlerhaftem Deutsch verfasst? Warum liegen die Bezugsadressen in Amsterdam und London? Und warum liegt die Publizistische Verantwortung in Kairo? Natürlich um eine mögliche straf- oder zivilrechtliche Verfolgung zu erschweren.

Ich will nicht verschweigen, dass es in der Rechtsprechung zur Warnung vor Geschwindigkeitsfallen Grauzonen gibt, aber darauf sollte man sich nicht verlassen. Und z.B. für die Schweiz gilt: „Ein Navi mit Radarwarner-POI kostet mindestens 200 Euro Strafe. Das Gerät darf sichergestellt und vernichtet werden.“ (Quelle: Rechtsanwalt Johannes Richard - http://www.pcwelt.de/ratgeber/Radarwarner_-_was_ist_erlaubt_und_was_nicht_-Apps_und_Radarwarngeraete-8001285.html)

Ich rate also dringend ab. Aber vielleicht wollen Sie ja Vollgas geben und wissentlich den Verkehr gefährden ... dann ist Ihnen aber auch mit einem solchen Gerät nicht geholfen. Dann hilft wirklich nur noch der Führerscheinentzug.