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Wednesday, December 25, 2024

Windräder – ästhetisch, ökologisch und ökonomisch

 



Ich will in diesem Blog Post meiner Meinung zu Windrädern darlegen. Dies wird aber keine tiefschürfende Analyse werden und ich werde auch nicht zusätzlich über Windräder oder alternative Energie recherchieren. Nein, ich möchte so meine Meinung, wie sie aktuell näher gebildet habe, erläutern.

Ästhetisch
Sehen Windräder schön aus? Bayern hält seine Landschaft frei, aber verpaßt den Anschluß an erneuerbare Energien. Das Prinzip des Windrades ist nicht neu und an den Spaß, den wir als Kinder mit einem Windrad hatten, denken wir gerne zurück. Denken wir aber vielmehr an die Windmühlen, die eine längere Zeit Windenergie in mechanische Energie umgewandelt haben. Heute sind viele Gemeinden froh, noch eine alte Mühle zu besitzen, die ein Schmuckstück arstellt und vielleicht Touristen anlockt, auf jeden Fall ein kulturelles Erbe darstellt. Werden in der Zukunft unsere Windräder einmal Kulturdenkmäler sein? Ich wage da keine Prognose in einer Welt, in der eine Banane, mit Duct Tape an die Wand geklebt, für 6,2 Millionen US$ als Kunst verkauft werden kann. Es liegt also im Bereich des Möglichen, daß ein Windrad in der Zukunft auch als Kunst oder kulturelles Erbe aufgefaßt werden kann. Aber was ist mit Fördertürmen, Hochspannungsleitungen, Funktürmen für Handys, Kraftwerken? Sehen die nun besonders ästhetisch aus und bereichern die Landschaft? Ich glaube, das tun sie genauso wenig wie Windräder. Oder der Braunkohle Tagebau Hambach -: der ist flächenmäßig vergleichbar mit Herne oder Schwalmtal. Also ästhetisch schneiden alle Maßnahmen der Energiegewinnung und -verbreitung sowie die Nutzung schlecht ab.
 


Ökologisch
Belasten Windräder die Umwelt? Auf jeden Fall Windräder verbrauchen bei der  Herstellung Material und Energie. Und Generatoren sind auch nicht umweltfreundlich; aber das gilt für die anderen Formen ebenso. Die Flügel und  Türme können beim Abbau einer solchen eine Anlage unter Umständen nicht ökologisch sinnvoll genutzt werden. Vielleicht aber hat man in 20-30 Jahren eine Nutzung von ausrangierten Rotorblättern. Dieser Gedanke ist allerdings Spekulation [2]. Der Vorteil ist natürlich, daß keine Abgase und Müll im Rahmen der Energiegewinnung entstehen. Essind auch keine Endlager für lange Zieträume notwendig. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber anderen Formen der Energiegewinnung.  

Ökonomisch
Steht erst mal die Windkraftanlage, dann kostet der Strom aus Wind ziemlich wenig [1]. Der Wind ist umsonst. Darin unterscheiden sich alle alternativen Energien von den herkömmlichen Formen der Energiegewinnung. Fossile Brennstoffen die müssen nämlich abgebaut, besorgt, bezahlt, transportiert werden. Das kann zu Abhängigkeiten mit anderen Ländern führen. In besonderen Maße bei der  Kernenergie. Da benötigt man Uran und das muss irgendwo abgebaut und angereichert werden. Die Kernenergie ist die teuerste Form der Energiegewinnung. Warum wollen die Energieunternehmen nicht zur Atomenergie zurück? Sie befürchten, daß die hohen Subventionen, die früher erfolgt sind, nicht mehr fließen werden und sie selber diese Kosten nicht über den Strompreis wieder reinbringen können. Warum benutzen andere Länder  Kernenergie? Wahrscheinlich, weil sie irgendwie Uran anreichern wollen, denn es gibt genügend Länder, in denen Atomwaffen hergestellt werden. Das heißt, daß Windräder ökonomisch sinnvoll sind. d

Ich mag die Windräder nicht, aber ich werde mich mit ihnen abfinden,enn sie helfen größere Probleme an der Umwelt zu verhindern.

Links und Anmerkungen:
[1] Hier hatte ich "nichts" stehen, aber es gibt natürlich Betriebs- und Wartungskosten. Es ging mir um die zugeführte Energie, aus der Strom gewonnen wird, und die kostet nichts.
[2] Da gibt es bereits Ideen, die schon umgesetzt worden sind, z.B. als Tiny House für das Turbinenhaus. https://group.vattenfall.com/de/newsroom/pressemitteilungen/2024/nachhaltig-wohnen--vattenfall-macht-windturbine-zu-tiny-house



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Wednesday, August 18, 2021

Grillen in der Natur ohne Feuer

 



Es reicht doch, wenn es nach Fleisch stinkt. Es muß nicht auch noch nach Rauch riechen.

Für das Grillen wird häufig Holzkohle verwendet und der größte Teil stammt aus Tropenwäldern. Nachhaltig Grillen kann man zwar mit z.B. Olivenkernen, aber man produziert genauso Rauch. Kohlereste, Essensabfälle, Alufolie, Plastikbecher bleiben oft in der Natur oder am Rand zurück; aber das ist ein eigenes Thema. Für nachhaltiges Grillen gibt es aber Tipps vom BUND [1] und vom Umweltbundesamt [2]. Und auch der NABU schreibt zur sommerlichen Bruzzelei [3].
Aber diese Vorschläge gehen nicht weit genug. Es wird mit Feuer gegrillt.

Wie wäre es mit dem Rad in die Natur zu fahren und dann wird das Rad  aufgebockt und man tritt, um die vegetarische Wurst elektrisch zu grillen? Geht das überhaupt? Ich weiß es nicht. Aber das könnten doch Tüftler oder Techniker heraus bekommen oder ausprobieren.



Zum Beispiel in Tibet benutzt man direkte Sonnenenergie [4]. Könnte man nicht faltbare Reflektoren herstellen, um zu kochen oder zu grillen, wenn denn die Sonne eher so wie im letzten Jahr scheint?

Man könnte auf Grillplätzen alle Kohle-/Holzgrills abmontieren, offenes Feuer verbieten, und Steckdosen für Strom bereitstellen. Das darf dann auch den Benutzer etwas kosten.






Links und Anmerkungen:

[1] Tipps fürs nachhaltige Grillen vom BUND: https://www.bund.net/bund-tipps/detail-tipps/tip/umweltfreundlich-grillen/?gclid=CjwKCAjw3_KIBhA2EiwAaAAlitPEeCKpqcPp0QP1eih34xzDlJ6xlmuIPdtI1PSoZmrSbViUSuucNhoC8gUQAvD_BwE
[2] Gesund und umweltfreundlich grillen https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesund-umweltfreundlich-grillen
[3] Sommerliche Brutzelei https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/essen-und-trinken/16109.html
[4] https://rheumatologe.blogspot.com/2018/08/boiling-water-in-tibet.html

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Saturday, April 10, 2021

Cashews und Meilen

 


… I have promises to keep, / And miles to go …
aus: Stopping by Woods on a Snowy Evening
von: Robert Frost


In Schrot&Korn lese ich den Artikel Cashews – fair und gesund? Von Ina Hiester [1]. Der Artikel ist informativ und ich habe viel daraus gelernt. Aber …

„... sondern auch schlecht für die Klimabilanz der Kerne: Von der Elfenbeinküste bis nach Vietnam legen sie knapp 11.000 Seemeilen zurück. ... Insgesamt 23.000 Meilen später landet also unter Umständen eine Nuss in unseren Regalen, die nur 4500 Meilen entfernt angebaut wurde.“

Warum legen die Cashews Seemeilen zurück? Ich laufe und fahre Meter und Kilometer, nicht Seemeilen und auch nicht englische oder amerikanische Meilen. Ich kann mir Kilometerangaben besser vorstellen. 11.000 Seemeilen sind 20.372 km, also etwa 20.000 km – der halbe Erdumfang. 23.000 Seemeilen entsprechen 42.596 km, also etwas mehr als einmal um die Erde. 4500 Seemeilen sind 8334 km – das entspricht etwa einem Direktflug von Köln nach Colombo.

Aber vielleicht ein kleines Stück zurück zur Klimabilanz. Den Handel stört das bislang nicht, denn auch Nordseekrabben reisen, nämlich nach Nordafrika. Sie werden in Marokko gepult – das ist billiger inklusive der Frachtkosten. Deshalb ist die CO2-Emissionsabgabe so wichtig. Und so lange sie nur 25 € beträgt, wird sich auch nichts ändern.

Colombo vor etwa 45 Jahren



Links und Literaturhinweise:
[1] Ina Hiester: Cashews – fair und gesund? In: Schrot&Korn 04/2021, S. 43-47. Oder: https://schrotundkorn.de/essen/cashews-fair-und-gesund

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Friday, April 9, 2021

Geldwäsche und CO2-Emissionspreis


Ich erhielt ein Schreiben von der Commerzbank: „Wichtig: Ergänzung Ihrer persönlichen Daten notwendig“. Nach dem Geldwäschegesetz benötige man eine Legitimierung. Also ich hatte vor über 30 Jahren mein Apartment in Köln in dem Komplex einer Versicherung gemietet: teilweise wohnten damals noch die Erstmieter, alles Mitarbeiter dieser Versicherung, dort. Der Komplex wechselte mehrfach den Eigentümer. Aber damals legte der Erstvermieter ein Mietkautionskonto an, über das ich jährlich informiert werde, aber von dem ich kein Geld abheben kann. Das wäre doch eine merkwürdige Strategie als Geldwäscher.

Auf einem zweiten Blatt schreibt die Commerzbank: „Bitte legitimieren Sie sich ganz einfach mit einer der folgenden Möglichkeiten: ...“
Legitimation per Smartphone oder Tablet – geht nicht, da ich weder das eine noch das andere besitze. Also doch nicht soo einfach.

Legitimation in einer Filiale der Commerzbank. Mein erster Wohnsitz ist in der Eifel, so dass ich dafür über 30 km eine Strecke fahren müßte – wenn ich die nächste Filiale hier aufsuchen würde. Ich dachte aber, verbinde es doch mit einem Besuch im Kölner Apartment, obwohl ich gerade sonst nichts in Köln vorhatte. Ich kam an der Filiale in Köln an, vor der Filiale eine Schlange und der Kassenraum schloß gerade – Mittagspause. Es sah düster aus im Vorraum. So muß sich Dante die Vorhölle, auch Limbo genannt (aha, deshalb hieß es so im Film Inception), vorgestellt haben. Oder war die Vorhölle schon die Schlange, in der eine übel launige Stimmung herrschte? Ich beschloss, nicht in diese Filiale zu gehen.

Aller guten Dinge sind drei. Und richtig es gibt auch die Legitimation in einer Filiale der Deutschen Post. Ich sah beim Einkaufszentrum ein Schild der Post. Aber es handelt sich nur um eine kleine Poststelle: „nein, das machen wir nicht“ –  aber Glücksspiel und Tabakwaren.

Ein dritter Anlauf führte mich zur Post in Holweide. Dort war auch eine Schlange, allerdings nur aus drei Personen, denn auch die Post machte Mittagspause. Dann wurde geöffnet und es ging ohne große Warterei weiter. Die beiden Postbediensteten waren angenehm freundlich und effizient. Ich bin also legitimiert. Die Bundesregierung kann mich von der Liste potentieller Geldwäscher streichen.

Aber was ist mit der Deutschen Post los? Jetzt verstehen Sie auch, warum das Foto oben die Post und nicht die Commerzbank zeigt. Schauen Sie noch einmal auf das Foto: es sind die Logos der Deutschen Post, DHL und der Postbank zu sehen; und darunter steht: Schreibwaren, Grußkarten, Fax & Kopien – dreimal O.K., was aber ist mit den Kohlensäureflaschen? Ich dachte, eine Ligitimation sei schon exotisch genug. Man geht also zur Post, um Kohlensäure für sein Sprudelwassergerät zu kaufen? Ich benötige demnächst Sommerreifen, mal sehen, welche Reifen die Bäckerei im Angebot hat.

In Schrot&Korn [1] lese ich, daß Stefan Rahmstorf 195 € als CO2-Emissionspreis für eine Tonne CO2 realistisch hält, wenn man Anreize zur Reduktion von CO2-Emission schaffen will. Die Bundesregierung beschloss 25 € – vielleicht, weil Kleinvieh auch Mist macht. Oder vielleicht, weil die Bundesregierung Mist gebaut hat. Ich weiß nicht, was die Kohlensäure in der Post kostet, aber ich habe 4x425 g für 23 € im Internet gefunden. Das wären dann ja … 13.529 € für eine Tonne CO2. Da kann ich gut verstehen, daß Jugendliche für Fridays for Future auf die Straße gehen und protestieren.

Klar? Von der Geldwäsche geht es gerade zu auf den CO2-Emissionspreis.



Links und Literaturhinweise:
[1] Stefan Rahmstorf: „Das ist einfache Physik“. In: Schrot&Korn 04/2021, S. 69. Oder: https://schrotundkorn.de/umwelt/stefan-rahmstorf-das-ist-einfache-physik – ist auch sonst ein interessantes, lesenswertes Interview.

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Thursday, February 14, 2013

Donnerstag ist Veggietag



Ich erinnere fast jeden Donnerstag an die Aktion "Donnerstag ist Veggietag" vom Vegetarierbund Deutschland. Was steckt dahinter?

Wenn viele Menschen einen vegetarischen Tag einlegen, dann zählt das so viel, als ob wenige dauerhaft vegetarisch leben. Es gibt gute Gründe, vegetarisch zu leben, oder dies auch nur einen Tag (oder für mehrere Mahlzeiten in der Woche) zu tun.

Eigene Gesundheit
Der Durchschnitt der Bevölkerung ißt mehr Fleisch als gut für die Gesundheit wäre. Je geringer die Bildung desto höher ist der Fleischkonsum. Übermäßiger Fleischkonsum macht krank! Es ist nachgewiesen, dass dies zu mehr Übergewicht, Zuckerkrankheit, Herz-Kreislauferkrankungen und auch zu verschiedenen Krebserkrankungen führen kann. Neuere Studien zeigen auch eine Verbindung zu mehr entzündlich-rheumatischen Erkrankungen auf.

Tierschutz
Pferde, Hunde, Katzen und Wellensittiche haben es gut, denn sie werden gepflegt und geliebt. Bei Rindern, Schweinen und Hühnern sieht es anders - die haben wir nur zum Fressen gern. Der Vegetarierbund Deutschland hat es einmal hochgerechnet, wenn alle Bundesbürger wöchentlich einen Veggietag einlegten, würde das 140 Millionen Tiere weniger in der Viehwirtschaft entsprechen. 140.000.000 mal weniger Leid! Wäre es das nicht wert?

Klimaschutz
Eine Kuh belastet das Klima genauso stark wie ein Personenwagen, der im Jahr 18.000 km fährt. Auch hat der Vegetarierbund Deutschland hochgerechnet: wenn alle Bundesbürger wöchentlich einen Veggietag einlegten, würde das einer Einsparung der Klimagase von 6 Millionen Autos entsprechen.

Weitere Informationen bei: www.donnerstag-veggietag.de

Auf Twitter schreibe ich donnerstags:
Donnerstag ist #Veggiday oder auch Klimaschutztag http://www.donnerstag-veggietag.de/ http://www.veggiday.de/ http://www.vegetarian-only.de/veggiday-2010-in-bremen-eine-stadt-wird-vegetarisch/ http://veggiday-braunschweig.de/