Showing posts with label Wegekreuz. Show all posts
Showing posts with label Wegekreuz. Show all posts

Tuesday, July 8, 2025

Hermann-Josef-Rast an der Abbiegung der Landesstraße 206 nach Urft



Nein, es heißt nicht: „Begrabt mein Herz an der Abbiegung der L206 nach Urft“, aber ich war genauso überrascht, als ich das Kreuz dort vor einigen Wochen entdeckte, als ich von Keldenich in Richtung Urft abbog. Ich habe gleich einmal angehalten, ohne zu wissen, was man dort hingestellt hatte.

Die Stelle wird im Bericht über die Einweihung als Brandenbusch [1] bezeichnet, aber der Hof Brandenbusch liegt auf der anderen Seite der L206 und wäre mit dem Hinweis auf die L22 besser bedient und dazu liegt sie an der Abbiegung zum Hövelshof. Wenn man also von der L206 in die L22 nach Urft abbiegt, sieht man Kreuz und Rastplatz auf der linken Seite (östlich).

Das Kreuz mit Hinweistafel bezeichnet einen Rastplatz der Hermann-Josef-Pilger, die von Urfey zum Grab des Heiligen Hermann-Josef in der Steinfelder Klosterbasilika seit weit über hundert Jahren wallfahren. Neben den Wallfahrern aus Urfey beteiligen sich auch Personen aus de zum Pastoralen Raum St. Barbara Mechernich gehörenden Pfarren Eiserfey, Kallmuth und Weyer. Dort stand früher schon eine Bank, die allerdings morsch geworden war und deshalb entfernt worden war. Wenn auch der Name Brandenbusch auf den Hof Brandenbusch hindeutet, so ist doch die Gemeinde Kall Eigentümerin des Lichtungsgrundstücks und erteilte die Genehmigung zum Aufstellen von Kreuz uns Sitzgelegenheit.

Da nur einmal im Jahr gepilgert wird, können sich Wanderer dort die meiste Zeit des Jahres ausruhen. Es gibt einen Rundwanderweg, von dem aus man einen Abstecher machen kann, bevor es weiter am Güntzentalerhof vorbei geht [2].
 
 


Friday, January 13, 2023

Wegekreuz St. Barbara bei Sistig am Arnikaweg

 



Als ich über die Kapelle St Barbara schrieb [1], bemerkte ich, daß ich über das Wegekreuz St. Barbara bei Sistig am Arnikaweg noch gar nicht geschrieben hatte. Ich gehe häufig Teile des Arnikaweges, aber gerade diesen Teil nicht. Warum nicht? Weil gerade dieses Stück über 500 m direkt neben der B258 entlangführt. Man ist zwar zwischen Büschen und Bäumen, aber der Lärm ist schon lästig. Zur Zeit muss man unter einem abgeknickten Baum im Entengang gehen und der Weg ist oft zum Bächlein und somit Test der Wasserfestigkeit des Schuhwerks mutiert.



Wo liegt nun das Wegekreuz genau? Was weiß ich!!! Es ist nicht mehr da. Es ist abgebaut. Mein Erstaunen war groß – nein, das ist nicht korrekt – es muss heißen: mein Erschrecken war groß, denn ich hatte damit gerechnet. Wieso? Mein Bruder war mit meiner Schwägerin am vierten Dezember dort. – ??? – Der 4.12. wird im Volksmund Barbaratag [2] genannt und Barbara von Nikomedien (enthauptet vom Vater) ist eine populäre Heilige, immer noch, auch wenn sie während des 2. Vatikanischen Konzils aus dem römischen Generalkalender gestrichen worden ist. Ach ja, eine meiner Schwägerinnen heißt Barbara.
.
Heinz Erhardt  schrieb: „Damit wir sehen, was wir hören / Erfand Herr Braun die Braunschen Röhren. / Wir wär'n Herrn Braun noch mehr verbunden, / Hätt' er was anderes erfunden.“ [3] Ganz so ist es nicht, aber damit wir sehen, was nicht mehr da ist, gibt es ja die Fotografie und ich hatte früher ein Foto gemacht. Irgendwie sieht der Ort ohne Kreuz öde aus. Ich hoffe, daß es instand gesetzt und wieder aufgestellt wird. Und das hoffe ich auch für andere Wegekreuze, egal ob aus Holz oder Stein, denn allen die Zerstörung durch Verwitterung.



Links und Anmerkungen:

[1] „Wegekreuz, über das ich noch nicht geschrieben habe – da wird es wohl Zeit … der Arnika-Qeg führt daran vorbei. https://rheumatologe.blogspot.com/2020/03/der-arnika-weg-wandern-in-der-sistiger.html Anmerkung in:  https://rheumatologe.blogspot.com/2022/09/kapelle-oder-feldaltar-st-barbara-in.html
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_von_Nikomedien
[3] Heinz Erhardt (1909-1979), deutscher Filmschauspieler und Humorist. https://www.zitate.de/autor/erhardt,+heinz


.

Saturday, August 8, 2020

Feldkruzifix Em Lengsche zwischen Sistig und Diefenbach

                So sah es heute em Lengsche aus 

                        Eine Ansicht vor einigen Jahren


Ich muß häufiger von Diefenbach zum Sistiger Lädchen [1] und da komme ich am Feldkruzifix Em Lengsche (Flurname) zwischen Sistig und Diefenbach (auf dem Knipp) vorbei. Die Komiferen hat ein Sturm im Januar 2018 umgerissen und eine ist so auf das Kreuz gefallen, daß es in mehrere Teile zerborsten ist. Jetzt steht das Kreuz wieder, denn „engagierte Bürger, die Gemeinde, Kirche, der Denkmalschutz und die Versicherung sorgten dafür“, daß es wieder aufgestellt werden konnte [2]. Ganz so leicht, wie das hier klingt, war es wohl nicht, denn wie Lothar Gerhards, stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender von St. Stephanus Sistig, und Monika Keutgen von der Gemeinde Kall berichteten, gab es eine Denkmalförderung des Landes Nordrhein-Westfalen für die Restauration, aber es war schwer, daran zu kommen [3].



          Die Inschrift zuvor

Jetzt sieht sie so aus

Die Inschrift ist nach der Restauration deutlich besser zu lesen. Hier ist eine Abschrift:

ANO* J694 De*
2o 8ber HaT
Paster Meyer*
Cätharyn* Sei=
ne HavSZFrAW
SambT Ehre* Ke=
NTore* VON Seis=
tiG Dieses Crevtz
Lassen Auff=
Rich TeN ZV
EhreN GotteS
UNd MARIA
AMEN

* ANO trägt einenStrich auf dem N zur Verdoppelung, also  muss es ANNO heißen. De trägt einen Strich auf dem e, um ein n nicht schreiben zu müssen, also den. I.n Meyer trägt das y zwei Punkte. Um ein ei zu verdeutlichen; vielleicht hat sich im Niederländischen das ij aus so einem y mit zwei Punkten entwickelt, aber das ist meine Privatmeinung, denn das ij hat aus eiem ii entwickelt. Das y bei Cätharyn hat ebenso zwei Pünktchen. Bei SambT hat man aus b und T eine Ligatur gemacht. Die e in Ehre und KeN=Ntore tragen einen Strich, also Ehren und Ke=Ntoren; warum der Tor von Steinmetz icht auf das Ke ebenso einen Strich gesetzt hat, bleibt ungewiß.

Heute würden wir etwa schreiben: „Anno 1694, den 20. Oktober, hat Pastor Meyer [mit] Katharina (Katharein), seiner Hausfrau, samt den Ehrenkantoren von Sistig dieses Kreuz aufstellen lassen zur Ehre Gottes und Maria. Amen.“

Katharina war sicherlich die Haushälterin, aber da steht eben Hausfrau. Wenn sie extra und dann auch noch namentlich erwähnt wird, war sie dann vielleicht mehr Hausfrau als Haushälterin? Aber nach 325 Jahren ist das bestimmt nicht mehr zu klären.

Es ist schön, dass Traditionen wie die Volksfrömmigkeit gepflegt werden. Zwei Winterlinden sollen neben das Kreuz gepflanz werden, sowie langsam wachsende, dunkelgrüne Säuleneiben. Ich freue mich schon jetzt darauf.


Links und Literaturangaben:
[1] http://rheumatologe.blogspot.com/2013/05/sistiger-ladchen.html
[2] http://www.kloster-steinfeld.de/de/kreuzamlengsche
[3] https://www.unserort.de/kall/Gruppenbild_mit_Kreuz/cb415830-1dd5-11b2-af30-ed4a8785131b-item.phtml

.

 

Tuesday, August 4, 2020

Das Wegekreuz zwischen Kall und Keldenich


Zwischen Kall und Keldenich steht ziemlich einsam ein Wegekreuz. Die Inschrift zeigt, dass dieses Wegekreuz nicht von der Kirche sondern von jemandem mit dem Namen Olligschlaeger aufgestellt worden ist. So ist es mit den meisten dieser Kreuze, die auf Initiative von Privatpersonen aufgestellt, aber dann von der Kirche konsekriert worden sind.



Das Kreuz aus Stein ist mit einer figürlichen Darstellung von Jesus Christus verehen. Darunter findet sich eine bildliche Steinmetzarbeit mit den den Heiligen Drei Königen und auch der Inschrift

CASPAR
MELCHIOR
BALTHASAR

Darunter dann steht eine weitere Inschrift.



Was steht nun in der Inschrift? Schwierig, da der Sinn teilweise unklar ist, aber die Buchstaben sind nicht verwittert.

·I·C·OLLIGSCHLAEGER
E EMCF VSS GEWES
EHEFRAV HABE ZVR
EHREИ GOTTES DIESES
KREVTZ·LASEM·AVFF
RICHTEM
AИИO
1805


Ist dem Olligschlaeger nun etwas passiert oder ist er nachdem er überfällig aus gewesen war, doch wieder heimgekehrt? Das allwissende Internet gab keine Auskunft darüber. Wenn es jemand liest, der es weiß, würde ich mich über eine Nachricht freuen.

Das Kreuz wird aber immer noch von Gläubigen besucht, wie man an den Buchsbaumzweigen erkennen kann, denn die werden an Palmsonntag (Palmarum) angebracht. Es werden auch Zweige anderer Pflanzen bei der Palmweihe genutzt. Die Gläubigen nehmen sie mit nach Hause oder hier zum Wegekreut und befestigen sie am Kreuz.




.