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Friday, November 24, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 52. KW 22.11.2023

 



Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.



52. KW
Ernst Herbeck: Die Vergangenheit


„Und nun starrst du wieder in den Brei“ wäre auch möglich gewesen.

Nein, die Vergangenheit ist nicht vorbei, die Gegenwart ist vorbei.

So werden WeihnachtsMänner zu OsterEiern. Und wann kommt die WeihnachtsFrau? Es ist an der Zeit, daß auch WeihnachtsFrauen auf den bunten Teller kommen. Der WeihnachtsMann hat schließlich auch nichts mit der Feier zu Christi Geburt zu tun.

VerGangenheit
    wir verPacken
Die
VerGangenheit
In
Zeit
Und
Noch
Mehr
Zeit
Und doch
    VerStaubt
Sie so  


52. KW
Kommentar: Arne Rautenberg


Gugging -: es gibt auch Fugging, das früher einmal Fucking hieß. Fugging [1] ist eine sehr kleine Ortschaft im Bezirk Sankt Pölten-Land in Niederösterreich; was sagt ich jetzt sehr klein – Diefenbach, der Ort. in dem ich lebe hat 70 Einwohner, während Fugging 92 hat. Und jetzt ganz schnell zu Wikipedia: „Der Ort wurde erstmals 1195 als Fucking erwähnt, 1836 wird er dann Fugging genannt.“

Schweigend
    hole nur
Die
Wörter
Aus
Dem
PermaFrost
In
Dem
Sie
So
Lange
Schweigend
Warteten
Aber so
    Blieben
Sie frisch

Ich hatte letztens noch einen Band von Leo Navratil [2] in der Hand. Auf dem Dachboden in der Eifel oder im Keller in Köln? Beides Orte, wo das Buch nicht sein sollte. Allerdings im Bücherregal in Köln stehen Alexanders Texte [3].  

„Jedenfalls bleiben wir als angesprochenes »du« im Ei übrig.“ -: bei „du Ei“ denkt man in Köln an das Colonia Duett [4].




Links und Anmerkungen:

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Fugging_(Gemeinde_Obritzberg-Rust)
[2] Leo Navratil (1921-2006) war als Psychiater in der Landesnervenklinik Gugging tätig. https://de.wikipedia.org/wiki/Leo_Navratil  
[3] Alexanders poetische Texte. Hg. Leo Navratil. dtv, München 1977. ISBN: 3-423-01304-4.
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Colonia_Duett

PS. Das ist der letzte Teil zum Lyrik-T
aschenkalender 2015, aber keine Angst, ich habe hier noch nicht alle JahrGänge ausgearbeitet.

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Wednesday, November 22, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 51. KW 22.11.2023


 

Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


51. KW
Friederike Mayröcker: wird welken wie gras ∙ auch meine hand und die pupille


Welkes Gras

    das Gras
War
Welk
Die
Blumen
Verblüht
Und
Nach
Der
Maht
War
    Alles
Wieder grün

Welken
    wir werden
Nicht
Welken
Nicht welken
Wie
Gras
Nicht
„stillstes Wort“
Nicht
Wange
Nicht
Mund
Aber vergehen
    Werden
Wir doch

Same
    „Mein Stillstes
Wort“
Ist
Über
Nacht
Gekeimt
Und
Wächst
Zwischen
Welkem Gras
    In
Den Nebel   


51. KW
Kommentar: Norbert Hummelt


Lyrischer Ton

Ton, aus dem man zum Beispiel Formen gestaltet und brennt. Ton, in denen man Zeichen ritzt.

Insel
    lass deine
Stimme
Erschallen
Auf
Deiner
Insel
Des
Glücks
Es
Muss dich
    Auch
Niemand hören

Klassische Musik, faulender Apfel, der Wald, eine Kirche -: und was noch so alles für eine Simulation beNutzt wird.
   
Die Magd des Herrn
    denn sie
Schreit
 Nicht
Sie
Lärmt
  Nicht
Das
GeKnickte
Rohr
ZerBricht
Sie
  Nicht
Den
Glimmenden
Docht
Löscht
Sie
  Nicht
Denn
Er
Schaute
Auf die
    Niedrigkeit
Seiner Magd




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Monday, November 20, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 50. KW 20.11.2023

 



Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


50. KW
Klaus Merz: Expedition


Wahrscheinlich ging er so lange mit dem Gedanken „geht nicht“ im Kreis herum, bis er merkte, daß es ja doch ging.
Dann kam er ans Tor von Eden, hinter dem in der Welt der Mensch fleißig mehr Menschen zeugte. Aber er ließ es weiterlaufen, obwohl es wieder ging. Andererseits ist mit der VorStellung der Fähigkeit noch keine Absicht verBunden, es auch zu tun.

Kam ans Tor -: da saß schon der Tartar [1], aber er wollte nicht durchs Tor, er wollte nur hinÜber rufen, was er sich so gedacht hatte. MitGeteilt und wieder zurück.

Tor
    noch nicht
Einmal
Bis
Zum
Tor
Kam
Der
Thor
Da
Er
Am
Brunnen
Den
Durst
    Schon
Stillte  

Ich hatte einmal ein RateSpiel durchgeführt, eine Art Koan:
Eine einsame Insel im Pazifik. Ein Mann geht im Kreis um die einzige Palme. Natürlich hat er Unrecht! [2]


50. KW
Kommentar: Michael Braun


Der Gott im Gefängnis oder der Gott in der Welt oder Gott in Brüssel [3] -: ist alles möglich.

Roter Staub -: nicht nur im chinesischen KulturRaum [4], auch der AckerBoden ist aus rotem Staub. Was ein wenig für den Mars [5] hoffen läßt, als mögliches AusweichQuartier, oder Objekt für Kolonisation. Wenn wir [die Menschheit] die nächsten Jahrhunderte überleben, dann werden wir auch andere Planeten und Monde besiedeln (müssen).

Staub
    schreib deine
Gedichte
In
Den
Staub
Damit
Die Menschen
    Sie
BeWahren können  

   




Links und Anmerkungen:
[1] Wer sonst?
[2]  Eine einsame Insel im Pazifik – Antworten der MitSpieler und meine Erwiderungen, fasche Fährten etc. hier: https://rheumatologe.blogspot.com/2017/09/eine-einsame-insel-im-pazifik.html
[3]„Das brandneue Testament (Originaltitel: Le tout nouveau Testament) ist eine Komödie des belgischen Regisseurs Jaco Van Dormael. Der Film mit Benoît Poelvoorde in der Hauptrolle handelt von Gott, der mit seiner Familie in Brüssel lebt.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Das_brandneue_Testament
[4] Roter Staub (
紅塵) bedeutet im chinesischen Buddhismus die irdische Welt, auch die Mühsal des irdischen Lebens.
[5] Wobei ich hier auch schon wieder zurückrudern muss [6], denn der rote Staub des Mars scheint für Pflanzen giftig zu sein.
[6] Wenn muß und daß als muss und dass erscheinen, dann hat ein KorrekturProgramm zugeschlagen, denn die korrekte Orthografie macht sich keine Gedanken über Ästhetik.
 
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Thursday, November 16, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 49. KW 14.11.2023

 


Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


49. KW
Christopher Ecker: über bande


Mengenanalyse /BestandsAufnahme

er:          11
sie:         10
es:         2
ist:         4
wir:          1
ihr:          1
kalt:          2
lachend:      11
und:          1
Beine:     1
erwiderte:     1
kompliziert: 2
reden:     1
nein:         1
doch:         1
dachte:     4
sagte:     13
fragte:     1
noch:         2
Baguette:     2
über:         3
Umwege:     2
wundern:     2
sich:         2  
wie:         1
Banden:     1
Billard:     1
zu:         2  
viel:         11
ja:         1
gehts:     1  
mach:     1
Bande:     1
33 Wörter
1-5 Wörter pro Zeile
36 Zeilen
97 Wörter [1]

Ich wundere (zweimal) mich, daß Billiard (einmal) und Bande (einmal) kaum vorkommen, aber er (elfmal) und sie (zehnmal) dauernd etwas sagen (13 mal), es aber immerhin lachend (elfmal) tun.

Sie spielen Karambolage und lachen, wenn die Kugel sich verIrrt. Das Spiel über mehrere Banden ist viel zu kompliziert.

Kirche
    leer ist
Die
Kirche
Kalt
Und
Dunkel
Denn
Die
Kerzen
Sind
AusGeweht
Und das
    Tor
VerSchlossen


49. KW
Kommentar: Arne Rautenberg


Sportliches Denken -: man muss zählen, messen, Statistiken haben, anfassen, kommentieren.

Banale Fragen -: es gibt keine banalen Fragen. „Wie war es bei dir?“ Die Frage kann jemanden in eine nie dagewesene Sinnkrise stürzen.

Die Nebelmaschine funktioniert nur mit Trockeneis,

Fahlmann – Faulmann [2]
Signum – Schriften

„montage der Dienstage“ -: sind nicht alle Tage stage für Gedichte?

Echo -: die Wörter ändern sich, wenn sie als Echo erscheinen Wesel,
Esel, Esel.
 

 


Links und Anmerkungen:
[1] Die Arbeit wird mir keiner lohnen.
[2] Carl Faulmann: Das Buch der Schrift. Enthaltend die Schriften und Alphabete aller Zeiten und Völker des ganzen Erdkreises. k.u.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1878.  (Mit sanftem Hinweis auf Kakanien.)

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Monday, November 13, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 48. KW 13.11.2023

 


Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


48. KW
Gottfried Keller: Lebendig begraben, 8


Das ist anderen Religionen besser für den Toten geregelt.

Geschichte von Poe [1].

Rosen essen und das Vaterunser beten! Was bliebe ihm mehr?

Eine der Ängste meiner Mutter war, scheintot im Sarg zu liegen.

Ich kann mich nur ungenau an einen Film erinnern, in dem ein Soziopath eine Frau entführt und sie in einem Sarg unter der Erde ersticken lässt [2]. Eine Vorstellung, die schon Poe fasziniert hat und viele Menschen in Angst und  Schrecken versetzt. In dem Film lässt sich der Ehemann von dem Soziopathen in Schlaf versetzen, wacht natürlich im Sarg auf – und stirbt, anders als in Hollywood. Tarantino hat das Thema in „Kill Bill“ aufgegriffen („Paula Schulz“), aber Uma Thurman als die Braut entkommt.

Die Toten
    ein oder
Zwei
Meter
Schräg
Unter
Dir
ManchMal
Sind
Einem
Die
Toten
Näher
Als
Sie
Es
Im Leben  
    Je
Gewesen waren

Sarg
Wenn du erst einmal im Sarg unter der Erde liegst, kannst du alle Bücher, die du je gelesen hast, nochmal lesen. Und nochmal lesen. Und nochmal lesen und es wird dir nicht langweilig werden. Was aber, wenn du nichts gelesen hast?  Dann wird dir schon was einfallen.   
 

48. KW
Kommentar: Ralph Dutli


Dem Begrabenen dient die Rose als Nahrung, vielleicht auch als Zeitvertreib. Andere haben nur eine Rose als Stütze [3]. Und wir schauen auf die Rosen.  Dem Blinden ist die Rose vor allem dornig und vielleicht duftet sie.

Das Rosenwunder [4].

The Wild Rose von Nick Cave von Kylie Minogue.

Wahrscheinlich ist alles in Finnegan's Wake hinein kondensiert worden.

James Joyce -: wenn man ein Diktierprogramm bemüht, kann der Text so aussehen wie Teile von Finnegan's Wake.

Finnegan's Wake
Manchmal sind Lücken zwischen Buchstaben oder Zeichen zwischen den Wörtern für das Verständnis doch sehr hilfreich.   





Links und Anmerkungen:
[1] Lebendig begraben (The Premature Burial), Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe. In: Edgar Allan Poe, Gesammelte Werke in 5 Bänden, Band III. Der schwarze Kater. Aus dem Amerikanischen von Arno Schmidt und Hans Wollschläger. Haffmans Verlag, Zürich 1999.
https://de.wikipedia.org/wiki/The_Premature_Burial  
[2] Ich habe meine Erinnerung überprüft und die war ziemlich so, wie ich es nun im Internet wiedergefunden habe. Es handelt sich um den Spielfilm „Spurlos verschwunden“ des niederländischen Regisseurs George Sluizer aus dem Jahr 1988. https://de.wikipedia.org/wiki/Spurlos_verschwunden_(1988)   
[3] Nur eine Rose als Stütze - Gedicht von Hilde Domin.
https://www.deutschelyrik.de/nur-eine-rose-als-stuetze.html
[4] In der Legende des Rosenwunders wird die Mildtätigkeit und Heiligkeit Elisabeths von Thüringen und ihre Zuwendung zu den Armen und zur Armut ausgeschmückt. https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenwunder  



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Monday, November 6, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 47. KW 06.11.2023


Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


47. KW
Emmy Hennings: Mädchen am Kai


Sieh, ich hab so manche Nacht gewacht -: Warum nicht: Sieh, ich hab so manche Nacht geweint? Nur um des Reimes Schacht gewacht willens?

Brod [1] -: wenn es ein Barockgedicht wäre, würde ich so stehen lassen. In diesem Fall bin ich zwieGespalten, einerseits sollte man es so geSchrieben lassen, wie die Dichterin es geschrieben hatte, aber da sie sich der normalen Rechtschreibung bedient, könnte man es auch in Brot ändern.
Brod – Brot?
Brod – Brodem, Brodeln?
Brod – Bord, an Bord gehen?

Max Brod nicht zu vergessen.

Nacht
    die Finsternis
Spielt
Nur
Mit
Nuancen
Von
Schatten
Die
In dunkle
    Ahnungen
ÜberGehen

Hunger
    der Hunger
Nach
Mehr
Freißt
Von
Dem
Die nicht
    Zu
Fressen haben


47. KW
Kommentar: Michael Braun


Danke, Michael Braun, für dieses Wort Tingel-Tangel-Girl! Tingeltangel hatte ich schon lange nicht mehr gelesen [2].
Tingeln wird vielleicht manchmal noch benutzt.

Besenbinderin -: meine GroßMutter sprach manchmal von Kunst in der Form von brotloser Kunst.  

Hin und her zwischen GrenzÜberschreitung und kleinem Grenzverkehr [3].

Im Dunkel des Schachts brennt kein ewiges Licht -: doch gerade da, wenn man will. Nachdem man losgelassen hat und sich fallen lässt, tief und tiefer. Aber nicht tiefer als in Gottes Hand.  


 




Links und Anmerkungen:

[1] Erste Zeile „Hab keinen Charakter, hab nur Hunger,“ - fünfte Zeile: „Und diese Kunst, die geht nach Brod.“
[2] Irgendwie kommt mir Bill Ramsey in den Sinn („Pigalle").  William „Bill“ McCreery Ramsey (* 17. April 1931 in Cincinnati, Ohio; † 2. Juli 2021) https://de.wikipedia.org/wiki/Bill_Ramsey / Pigalle https://www.songtexte.com/songtext/bill-ramsey/pigalle-73c26291.html
[3] Der kleine Grenzverkehr, Roman von Erich Kästner.


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Monday, October 2, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 46. KW 02.10.2023



Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


46. KW
Eduard Mörike: Denk es, o Seele!


Zwei schwarze Rösslein -: ich erinnere mich an ein Lied, das ich als Kind bei einer befreundeten Nachbarin im Radio in einer Sendung mit Camillo Felgen gehört hatte [1]. Es kam mir damals als Kind schon als zu schwülstig vor; auch bei Mörike kommt das Memento mori um Jahrhunderte zu spät.

Wald – Ferne
Garten – Nähe
Grab – Ferne

Sprung – schritt – lahm  
grün – rot – [braun]

Dass ich Blitze sehe
-: einen Blitz bewohnen.

Gräber
    siehe die
Flut
Wird
Kommen
Um
Uns
Zu
Begraben
Und
Keine
Rosen  
Werden über
    Unseren
Gräbern stehen

Nach dem Tod
    nach dem
Tod
Laß
Dich
VerBrennen
Denn
Asche friert
    Nicht
Im Winter

Ich dachte noch über eine Vertonung nach und die gibt es wirklich von Hugo Wolf in einer Studioaufnahme mit Dietrich Fischer-Dieskau (Gesang) und Gerald Moore (Klavier) [2].


46. KW
Kommentar: Michael Lentz


Semiotische Transformation
-: NÖ! in Mörikes Gedicht ist nicht ein Emoji zu sehen.

Der Akt des Denkens -: „denk' es“ ist eher ein „denk mal an“ oder „stelle Dir einmal vor“.

Oder auch Momente einer Epiphanie kontrastierter Motive [3].

Oder vielleicht -: die Vanitas moralischer Motivierung korrespondiert mit der motivischen Epiphanie kontrastierter Momente …

Wald
    du kannst
Nicht
In
Den
Tiefen
Wald
Gehen
Und
HinausRufen
Das
Macht
Der
Wald
Schon selbst
    Mit
Jedem Windstoß

Seele
    ist doch
Alles
Beseelt
Ist
Mein
Schatten
Beseelt
Und
Stirbt sie
Wenn
Mein
Schatten
Sich mit
    Der
Dunkelheit verBindet

 




Links und Anmerkungen:
[1] Das Grauen hat einen Namen. Lys Assia: Mamatschi (schenk mir ein Pferdchen). Auf eigene Verantwortung und gegen ausdrücklichen Rat: https://www.youtube.com/watch?v=XQNdF7-90wA – allerdings hat es bei mir keinen dauerhaften Schaden hinterlassen. Behaupte ich jetzt einmal.
[2] Hugo Wolf: Denk es, o Seele! Dietrich Fischer-Dieskau & Gerald Moore / Studio recording, Berlin, 14-18.09.1957 https://www.youtube.com/watch?v=79aY-esIogU
[3] Kastrierter Motive schösse über das Ziel hinaus.
Ich habe einmal ein interessantes Buch über eleganten Unsinn gelesen; wahrscheinlich verführte es mich hierzu. Alan Sokal und Jean Bricmont: Eleganter Unsinn: Wie die Denker der Postmoderne die Wissenschaften mißbrauchen. Beck, München 1999.  ISBN: ‎978-3406452741.


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Tuesday, September 19, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 45. KW 19.09.2023


Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


45. KW
Ernest Wichner: Allein, den Denkvorgang zerlegt,


Hier war einmal UrWald, dann SojaPlantage, dann BrachLand. Dann gingen wir. Die Ratten kamen noch eine Weile, dann gingen auch sie. Der Regen spülte den Sand in Richtung Meer. Wenn der Wald uns verläßt, verlassen wir das Land und das Land verläßt uns auch. Nur Öde bleibt. Aber so fing die Welt einmal an -: als Ödnis.

„Obwohl es in dir kocht“ -: dann breche ich doch gerade nicht die Norm.

Steppe
    hinReißend
Wie
Aus
Der Öde
Der Steppe
Der
Blick
Das
Schöne
AusMachen
Kann
Und es
    Wachsen
Bilder

Kochen
    „obwohl es
In dir
Kocht“
Drehst
Du
Die
Temperatur
Nicht
Herab
Und
Bittest auch
    Nicht
Um Salz


45. KW
Kommentar: Nadja Küchenmeister

Fußabdrücke:
der FußAbdruck als Kulturmerkmal
der klimatische FußAbdruck
der FußAbdruck am verLängerten Rücken

Steppe
    das Wandern
Durch
Die
Steppe
Durch
Die
Wüste
Nacht
  Für
    Nacht
Das
Kamel
Vor
Einem im
    Schwindenden
MondLicht

Tage
    dann stell
Doch
Die
Tage
In
Denen
Du
Gelebt
Hast
Ordentlich
In
Ein
Regal
All die
    Vielen
UnWichtigen Tage

 


 

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Thursday, September 7, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 44. KW 07.09.2023


Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


44. KW
Franz Mon: das fleisch die fresse der finger das ei


Peter Greenaway hat sich noch nicht für dieses Gedicht interessiert,  wahrscheinlich weil es gar nicht kennt. Es hätte genügend Stoff für einen seiner Filme.

BrautBett
    einMal im
BrautBett
Und
Schon
Sind
Die
Funkelnden
Sterne
Da
Und SternBilder
    Sind
Völlig egal

Ich sah die Devotees in Verzückung chanten und tanzen [1].

Die Schwurbler fühlen sich eher am GängelBand der reinen Vernunft.

Der Schlüssel des Lebens
    die Schlüssel-
Blume
Wächst
Dem
Gerippe
Am
SchlüsselBein
VorBei
Mit
Dem
Schlüssel
Des Lebens
    Öffnet
Sich die Welt  

Blut
    verGossenes Blut
Fließt
Ins
Meer
Aber
Der Staub
Der
Geschichte
Weht
    Zu
Uns zurück


44. KW
Kommentar: Michael Lentz


Halberstadt -: ich bin einmal dort gewesen.

Landkarte -: Roadmap for the Soul [2] oder Roadmap for Success – ich misstraue diesen Landkarten.

SchlüsselLoch
    was gibt
Es
Schon
Durchs
SchlüsselLoch
Zu
Sehen?
Du
Mußt
Die
Tür
AufReißen um
    HinEin
Zu geLangen

Wimper [3] -: GETTACA

Anus und annullieren passen nicht zusammen. Auch nicht Anubis.




Links und Anmerkungen:
[1] Interessant fand ich in einem Buch über Kirtan (Mantras und Liedtext zum Singen mit Übersetzungen und Erläuterungen, Yoga Vidya Center, ISBN: 978-3-931854-22-5) unter Nr. 511 auf S. 66 „Geh aus mein Herz“ von Paul Gerhard zu finden.
[2] „And the National Bank at a profit sells road maps for the soul“ Bob Dylan in Tombstone Blues.
[3] Wimper - Whimper - “Death to all those who would whimper and cry” ebenfalls Bob Dylan in Tombstone Blues. Und für mich gerade auch Edward Whymper (1840-1911) wegen seiner Erstbesteigung des Chimborazo. https://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Whymper

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Friday, August 4, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 43. KW 04.08.2023

 



Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


43. KW
Jan Koneffke: Dem toten Kind in einem Oktobernacht


Auch Kinder von OktoberNächten -: die russische Revolution oder auch Doppel-Zehn (
雙十節), der Nationalfeiertag der Republik China, der in Taiwan gefeiert wird.

Das Gedicht erzählt eine Geschichte wie aus Der Graf von Monte Christo.

In jener Nacht
Als Hirten wachten
Und Herren schliefen
Kam in die Welt
Das Kind, das keines war
Und wieder Nacht
Als es verraten war

Sonnenfinsternis
    so wie
Es
Finster
Und
Still wird
Und
Wir
Meinen
Die
Erde
Dreht
Sich
Nicht
Mehr
Und Leben
    Wäre
SoWieSo egal

Die verSchlagenen Pfade des Lebens, die uns verSchlingen wollen.  


43. KW
Kommentar: Henning Ziebritzki


In den Wolken

    in den
Wolken
Wird
KraftSport
BeTrieben
Kugeln
Gestoßen
Und
Jongliert
Bis
Sie
Zu Boden
    Fallen
-: klatsch!

Gelbes DienstRat und Yellow Submarine -:  blauer Kittel und Blue meanies.

Rilke: „... der Abgründe gewahr zu werden, die die eine Ordnung der Sinnlichkeit von den anderen scheiden; ...“

Gelbes DienstRad und „durch die Luft schoss“ -: Yellow Submarine und E.T.



 

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Monday, July 24, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 42. KW 23.07.2023

 



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42. KW
Alexander Nitzberg: [Skrjabin.]


Dieses Verlangen nach Synästhesie. Ich kenne es nur zu gut

Noch manchmal träume ich vom Geysir von meinem Zimmer in Geyserland  Hotel in Roturua. der hoch spritzte in dem Augenblick, als ich gerade das Zimmer betreten und die Gardine aufgezogen hatte. Das Hotel lag einfach zu gut, als daß es erfolgreich hätte sein können. Die Gäste fühlten sich wahrscheinlich durch den Lärm der Fontänen und der Fumarole gestört.  

Prismatisch
    erst beKommt
Das
SonnenLicht
Einen
GelbStich
Wird
Golden
Und
Wenn
Es
Über
Kupfer
Nach
Rot
Umschlägt
Lösen wir
    Die
Kamera aus

Lilien
    wir nahmen
Die
Lilien
Aus
Dem
Hof
Und
Streuten
Ihre
Blüten
Bis
Zum
Meer
In das
Wir
Tauchten
    Und
VerSchwanden

Und dann habe ich endlich den Geysir besucht, der Geysir heißt in Island, also namenGebend war für alle.

Sonne
    die Sonne
Radiert
An
Den
Schatten
Und
Wo
Sie
Nicht
Hinkommt
Lachen
Die
Schatten
Ihr dunkles
    Har
Har Har


42. KW
Kommentar: Michael Braun


Rastelli der Reimkunst -: aber er nicht der Raskolnikow der ReimKunst.

Wladimir Majakowski -: alles wahnhafte Wesentliche (Paul Celan) kommt und sind den Sinn.

Kunstfertigkeit -: ich würde Nitzberg die Artistik, wie Benn den Begriff gebraucht hat, zusprechen.

Die Avantgarde hat sich längst verLaufen und die Arrièregarde verSucht, einen Weg zu finden in den Trümmern des VoranGegangenen.

Atlantis
    ich sehe
Noch
Die
Warmen
Farben
In
Dem
Trockenen
Streifen
Land
Und
Das
Blau
Des
Himmels
Bevor alles
    Im
Meer verSank




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Friday, April 28, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 41. KW 28.04.2023


Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


41. KW
Christian Steinbrecher: Sichtverschnitt, bleib gewogen!


Ventilator -: Äquatorrr, Ventilatorr [1].

Man kann auch billige Margarine auf die Fenster schmieren und versuchen, dann durch die Scheibe zu schauen.

Der See mag ohne Schwund sein [2], die Gletscher sind es momentan nicht. Und später auch nicht die Seen. Da wird die SeenPlatte zur SchlachtPlatte.

See kuvertiert -: oder wie Georg Heym einen See mit der Haut vergleicht, die sich auf erhitzter Milch bildet.
Wie Haut welkt -: vielleicht so wie ein Tatarenstiefel?

Angeln -: wir sprechen von den Angeln und vergessen die Sachsen. Die würden auch gerne geölt werden.

Wellenschlag
    wenn der
Pinsel
EinGetaucht
Wird
Und
Wieder
EntFernt
Wird
Sieht
Man
Den Wellen-
    Schlag
Im FarbTopf

FarbLos
    nur weil
Man
Schwarz
Auf
Weiß
Druckt
Braucht
Man
Im
GeDicht
Nicht
Auf die
    Farben
Zu verZichten


41. KW
Kommentar: Michael Braun


AusGewogen, ausGewrungen, ausGesorgt.

Als wichtiger WahrnehmungsModus fehlt einfach das SchlüsselLoch. Und manchen ist es egal, ob jemand schaut. Die Niederländer haben begriffen, wenn alles offen zu sehen ist, dann interessiert es auch niemanden mehr, durch die Gardinen zu schauen.
Entweder … Parodie, Pastiche … oder Übermalung -: oder warum nicht Palimpsest?

VerGänglichkeit
    wir kümmern
Uns
Wenig
Um
Die
VerGänglichkeit
Da
Sie
In
Der
Zukunft
Liegt
Wenn
Sie
Kommt
Sind wir
    Schon





Links und Anmerkungen:
[1] SWR3 oder SWF3 Parodie (so alt ist die schon) https://www.karaoke-texte.de/liedtexte/swr/ventilator-sash-equador-parodie-614221
[2] Obwohl … ein bisschen Schwund ist immer.


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Monday, April 17, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 40. KW 17.04.2023

 



Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


40. KW
Ursula Krechel: Warum in die Ferne schweifen

Nur in der Ferne kommt einem das Nahe näher.
Nur in der Fremde wird das Vertraute wieder vertraut.
Ohne Ferne entgleitet das Vertraute.

In der Ferne reflektiert man anders über das Vertraute als in der Nähe. Und man lernt, daß manche Dinge gar nicht so schlecht sind. Andererseits lernt man auch Neues schätzen.

Ferne
    jenseits der
Ferne
Nachdem
Du
Die
Länder
Der
Erde
DurchQuert
Hast
Erst da
    Beginnt
Die Nähe

Liebe
    wenn wir
AusEinander
Rücken
Müssen
Uns
EntFernen
Müssen
Aber
Die
Nähe
Bleibt
Dann dürfen
    Wir es
Liebe nennen


40. KW
Kommentar: Syvia Geist


Immobilie ErbStücke -: Das ist für mich die typische Familiensprache. Eigene Vokabeln, die manchmal auch andere Menschen kennen, meist aber nicht.

Das Haus und das Aus -: aus die Maus. Mittelwärts -:  到中國。 

Warum eigentlich hier bleiben? -: das ist eine Illusion, wie das Jetzt. Wir sind immer unterwegs selbst im kleinsten Raum, in einer Zelle, in einem Bett. Und am Ende gehen wir dortHin, wo niemand je gewesen ist.

Ferne
    das vage
Blau
Der
Berge
In
Der
Ferne
Heißt wandern
    Mich
Ins Ungewiß

Reise
    das Leben
Ist
Eine
Reise
Ob
In
Die
Ferne
Oder
Gerade
Vor
Die
Tür
Das bestimmst
    Nur
Du allein 




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Monday, March 20, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 39. KW 20.03.2023

 



Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


39. KW
Katharina Schultens: unter der voraussetzung / man entfernte den Schutz


Welt am Draht (mit Löwitz [1]). Hängen wir auch an den Sternen wie an Strippen?
 
Es wäre schon gut, wenn der Himmel ans Bett gebunden wäre, damit er nicht wegfliegt.

Himmel
    mal im
Nebel
Dann
Hinter
Wolken
Mal
Hell
Mal
Dunkel
Dann
Wieder
VerBorgen
Hinter den
    Sternen
Na toll

Manchmal bin auch ich größenWahnsinnig und falte die Hände auf den Kopf, sodass die Arme eine Raute bilden. Dann wiege ich michim Stehen – etwas  nach rechts und etwas nach links –, bis das Universum wieder seine richtige Lage bekommen hat.

„Fadensonnen“ / „Schleifgeräusch der Schrift“. Paul Celan


39. KW
Kommentar: Carolin Callies


Der Regen als Schnüre, an denen Marionetten bewegt werden können. Aber die Menschen bewegen sich anders, wenn der Regen sie bewegt. Der Regen als Drahtzieher? Ich habe übrigens wirkliche Drahtzieher unter meinen Patienten gehabt (von Felten & Guillaume).

Köln oder sonstWo

    kein klassischer
Schwarzer
Tango
  Aus
Dem
Grau
Der
Wolken
Schnüre
Wie
SpinnenFäden
An
Denen
Wir Hängen
    Und
    Die
Wir beWegen

Natürlich ist man Gefangener des Regens, wenn man in einem kleinen Wartehäuschen steht und der Bus nicht kommt, weil der Verkehr auch vom Regen gefangen ist.

Spitzweg'scher Poet -: Ich war einmal mit Freunden in Mali in der Halbwüste [2] zelten und gerade dort regnete es. Ihr Zelt bestand nur aus einem Innenzelt und das war nicht regenDicht. Ihre Schlafsäcke waren es, so daß sie in ihnen schliefen und ihr über ihren Köpfen ihre Regenschirme aufgestellt hatten.



Links und Anmerkungen:

[1] „Welt am Draht ist ein zweiteiliger Fernsehfilm von Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahr 1973.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Welt_am_Draht  Hauptrolle Klaus Löwitsch (1936-2002). https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_L%C3%B6witsch  
[2] Irgendwo in der EinÖde zwischen Timbuktu und Honbori.


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Saturday, March 18, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 38. KW 18.03.2023

 



Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


38. KW
Christine Lavant: Mir ist es oft, ...


Vom Garten Eden bekommt jeder ein Stück, worauf Sarg oder Urne passen.

Die Sanftheit hat für mich nur der Tauwind.

Du beziehst dein neues Haus, hast die HausTür aufGeschlossen und innen sind alle Türen verSchlossen. Du fragst nach den Schlüsseln, doch die hat man verlegt.

Bilderschrift -: auch der Teppich von Bayeux ist eine Schrift aus Bildern mit über 50 Szenen.  In alten Hieroglyphen sind Bildern, die das Demotische verlassen hat. Auch die chinesischen Zeichen waren einst Bilder.

„Garten, den der Herr bewohnt“ -: ja, wenn er niemanden mehr hineinLßst. Eher baut er eine riesige Stadt als den einen oder anderen in seinen Garten zu lassen.

Atempause
    wie lange
Nur
Mag
Sie
Andauern
Diese
    Letzte
Atempause?  

Wolken
In deinen Gedanken
Bleiben die Wolken stehen
Der Wind aber weht weiter

Du nummerierst die Blätter
Die im verGangenen Jahr gefallen sind
Und ordnest sie neu an

Nur der Schnee in deinen Händen
Ist geStorben und VerFlossen
Wie unsere Jahre hier


38. KW
Kommentar: Nadja Küchenmeister


Das Tibetanische Totenbuch -: ich habe es kürzlich noch gesucht,; ich meinte, es verstaube auf dem Dachboden. Achim (Dhänn) hatte die gesamte Theosophische Bibliothek seines Vaters entsorgt. Ich dachte zunächst -: was für ein Verlust. Aber das Geschwurbel von Helena Petrovna Blavatsky [1] durfte  ruhig entsorgt werden. Harischandra Kaviratna in Sri Lanka hatte nur eine Bibliothek mit wenigen Büchern. Einige davon waren auch von der Theosophischen Gesellschaft. Aber für die hatte er das Buch Dhammapada ins Englische übersetzt. Er war damals schon erblindet und diktierte alle seine Werke seiner Tochter Savitri, die dann nach Dänemark ausgewandert ist.

Kranich
    du gehst
Fort
Wie
Ein
Kranich
Im
Herbst
Aber
Kehrst du
    Auch
Wieder zurück?

Wenn man etwas in den Raum stellen will, muss man ihn dann erst einmal leeren? Vielleicht reicht es aus, sich selbst bzw. sein Selbst zu leeren.   




Links und Anmerkungen:
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Helena_Petrovna_Blavatsky
[2] https://www.theosophical.org.uk/theosophical-university-press/other-theosophical-authors/harischandra-kaviratna/  
„Kaviratna, the Sinhalese Director of the Oriental Institute, Batapola, states: "Some commentators have curious and artificial renderings, which are not akin to the streams of Buddhist and Vedio thought prevalent in India during the time of the Buddha. Most of the European and Indian translators have based their renditions upon these artificial commentaries without any deep penetration into the philosophic currents of that early period. // For this. . . volume, I have diligently compared the best European translations . . . with Sanskrit, Burmese and Chinese versions. Special care has been taken to bring out a faithful word-for-word rendition that is lucid, free of bias and, as far as possible, true to the wisdom and pristine grace of the original Fall texts" (p.xxviii).“ Ich kann garantieren, daß Harischandra Kaviratna so gesprochen hat.
https://archive.org/details/PaliBuddhistReview/Pbr6.21981-2/page/n24/mode/1up  S. 119 ff.


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Monday, March 13, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 37. KW 13.03.2023


 

Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


37. KW
Ralph Dutli: Herz-Derwisch


„pampte“ -: Einmal kam eine Patientin zu einer Erstuntersuchung ins Sprechzimmer und sagte: „Und sie können mir auch nicht helfen!“ Ja, wie auch? Sie meinte, ich wäre pampig, als ich ihr dies versuchte zu vermitteln. Aber ich habe immerhin einen Brief zustande gebracht, in dem stand, wie man ihr helfen könnte, wenn sie es denn zuließe.

Weiß der Tod nicht, daß er das Universum zerstört, wenn er mich daraus entfernt?

„Farne und Fasane“ -: Fanale des Fatalen

Sein Lachen

    der Tod
Braucht
Nicht
Zu
Sprechen
Sein
Schweigen
Hört
Ein
Jedes
Ohr
Immer
Ist er
    Der
Schweigende Dritte

Wirbel
    im Meer
Von
Nichts
Und
Möglichkeit
Sind
Es
Die
Wirbel
Die unsere
    Welt
Beginnen lassen.   

Vielleicht ist der Farn (wie auch der Romanesco) als fraktales Objekt aufzufassen.


37. KW
Kommentar: Michael Braun


Die Zeit wird zähFlüssig wie Honig, daß ein dysfunktionales Herz nicht mehr weiter pumpen kann. Der AugenBlick wird unEndlich, wird zur Ewigkeit.

Luzidität
    die Luzidität
Der
WahrNehmung
In
TodesNähe
Endet bei  
    Goethes
Mehr Licht

Ossip Mandelstam -: „Aber kein Atmen mehr. Das Firmament - voll Maden. /  Verstummt die Sterne, keiner glüht.“ Bleibt auch in der Übersetzung von Paul Celan doch ziemlich gut.

Schamane
    der Schamane
Fliegt
Wenn
Er
Genügend
Punkte vom
    FliegenPilz
Geleckt hat

Warum hieße der FliegenPilz sonst FliegenPilz, wenn er einen nicht zum Fliegen brächte. Das stimmt zwar nicht, paßt aber irgendWie. 

 



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Monday, March 6, 2023

LYRIK-Taschenkalender 2015 36. KW 06.03.2023

 



Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


36. KW
Anneliese Hager: Wünsche und schwarze Steine


Noch einen AugenBlick
Im anGewärmten Sand liegen
Aus dem StrandGut ausWählen
Und dann barFuß weiterGehen
EinKehren, zurückKehren
Bis der Wind die Spuren
Im Sand geLöscht hat
Bis die Sonne schwindet
Und der Wind zurückKehrt
Von einem AusFlug aufs Meer

SandBurgen zerFallen viel schneller als LuftSchlösser.

Steine
    in den
GeZeiten
Rollen
Die
Steine
Hin
Und
Her
Verlieren
Ihre
Scharfen
Kanten
Und werden
    Eins Mit dem Sand

Trommel -: beim Klang von Mridanga und Zimbeln - ekstatisch.


36. KW
Kommentar: Christian Steinbacher


Schwarze Steine und Mohn, sowie Sand in den Augen (nicht Urnen).

Schnecke, SchneckenHaus und der goldene Schnitt. Das Gold welkt, die Steine zerBröseln, die Perfektion ist aufGelöst.

StrandGut
    das blank
GeScheuerte
Holz
Oder
Das
Holz
Mit
BrandSpuren
Und
Bojen
Flaschen
Netze
Über Bord
    GeGangen
Wie Menschen

Das Gedicht als FlaschenPost (Paul Celan) -: vielleicht kommt sie an.

Rita Bischof -: Stefan George spricht von „wiedergabe von stimmungen“ und „auswahl mass und klang“.  


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Tuesday, December 27, 2022

LYRIK-Taschenkalender 2015 35. KW 27.12.2022

 


Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.


35. KW
Albin Zollinger: Die Tauben ...

Die EisenBahnen fahren auf verschiedenen Gleisen in die Nacht. Fast alle Fenster sind erleuchtet, manche dunkel, manche gedimmt. Mit dem Rattern beginnen die Träume.

Die AbendVögel fliegen immer weiter in den SonnenUntergang hinein; schwarze Silhouetten vor verblassendem Orange. Die Bäche sind schwarze Laken, mit denen die Nacht die Steine überzieht. Höher und höher steigt das NachtGewölk, bis es am Himmel anstößt. Die Sterne sinken nicht, sie küssen den Horizont in Agonie. Einsam lösen Schiffe sich vom Hafen, auch sie bewegen sich in ein fernes Ungewiß.

Gemach, gemach, zeige nicht dein Gemächt im Gemach.

Wenn erst die Schiffe fort sind, tauchen die Sterne wieder auf und fliegen am Himmel hoch.

Traum
    stille Nacht
Zwischen
Himmel
Und
Wellen
Hat
Die
Nacht
Genügend
Raum
Und
In
Das Dunkel
    Tritt
Der Traum

Sterne
    warum nur
Fiel
Es
Niemandem
Auf
Besonders
Nicht
Li Bo
Dass
Beseelt
Und
Glücklich
Die Sterne
    Lallen
Am Himmel


35. KW
Kommentar: Klaus Merz


Und wo fliegen die FlugZeuge hin, wenn die Kondensstreifen verblasst sind? Auf Flightradar nachschauen? Ein Gedicht schreiben? Entscheide selbst.

FlugZeug
    du hast
Deine
BordKarte
EinGecheckt
Sitzt
Gut
Läßt
Dich
Fliegen
Durch
Nacht
Und
Tag
IrgendWann aber
    Checkst
Du aus

Die langsamen Vögel sieht auf Bildern vom SonnenUntergang; die schneller fliegen, sind bereits hinterm Horizont, denn „hinterm Horizont gehts weiter“.


 


 

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Tuesday, December 6, 2022

LYRIK-Taschenkalender 2015 34. KW 06.12.2022

 



Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2015 herausgegeben und zusammen mit Henning Ziebritzki alle am Taschenkalender beteiligten Autoren und Kommentatoren mit je einem Gedicht vorgestellt. Er ist mir jetzt wieder in die Hände gefallen. Auch dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne). Diese Annotationen stammen aus den Jahren 2014/2015 und 2020-2022.



34. KW
Carolin Callies: vorhof, halbseiden


Auch die „BehelfsSysteme“ benötigen ein BetriebsSystem.

ZuDecken mit der Plane -: jedenfalls auf dem PräparierSaal.

Ich sah einmal einen KlebStoff-Schnüffler in Archangelsk, der sog begierig an eiem InfusionsSchlauch und torkelte selig vor dem HeldenDenkmal.

Blutige Mulden
    hebe du
Die
Mulden
Aus
Und
Ich
Sorge
Für
Das
Blut
Das aus
    Uns
Fließen wird

Hätten die Ägypter vor 3000-4000 Jahren Formaldehyd gehabt, vielleicht sähen die Mumien heute noch prächtiger aus.

Hades
    wenn dich
die
Träume
Nnachts
Am
Hades
VorbeiSchicken
Dann
Bist
Du
Doch
Auch
Froh
Daß
Der
Hades
Seine Pforten
    Fest
VerSchlossen hielt


34. KW
Kommentar: Michael Braun


VielLeicht ist der poetische Stoff nicht nur halb- sondern auch kunstSeiden.

„an der brust hat's leck geschlagen“ -: wie der junge Bursche, der von Baron Harkonnen umgebracht wird [1].

Angst -: die Bibel ist voll von „Fürchte dich nicht!“, allerdings auch nicht so oft, wie häufig vermutet.




Links und Anmerkungen:
[1] Fernsehverfilmung des Romans „Der Wüstenplanet“ aus dem Jahr 2000. https://de.wikipedia.org/wiki/Dune_%E2%80%93_Der_W%C3%BCstenplanet
 

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