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Friday, July 25, 2025

Das WinzHaus als Ort spiritueller Einkehr

 

Andachts- und Wohnort eines Mönches auf ca. 5370 m Höhe in Ladakh



給我一個小小的家蝸牛的家
Gebt mir ein winziges Heim, ein Schneckenhaus [2]
 
Kapitel 19  –  Das WinzHaus als Ort spiritueller Einkehr

Weist die Liedzeile der taiwanesischen Pop-Sängerin Su Rui (蘇芮) in die Richtung eines Ortes spiritueller Einkehr? Ich meine -: Ja. In diesem Kapitel geht es um WinzHäuser als Ort der spirituellen Einkehr. Da dies etwas hochgeschraubt erscheinen mag, möchte ich noch einige Worte zur Erdhaftung folgen lassen. Selbst die Laube im Schrebergarten [3] oder die Jagd- oder Angelhütte können Orte spiritueller Einkehr sein. Wobei ich bei Jagd eher das Schießen von Fotos sehe und beim Angeln das vegane Angeln bevorzuge [4]. Im Zen-Buddhismus kann und soll auch die Toilette ein Ort des Nachdenkens über das Koan sein [5]. Die Toilette ist schließlich nichts anderes als ein WinzHaus mit Herzchen.

Retreat in den Anden

Wer sucht nun einen Ort spiritueller Einkehr? Vielleicht vereinfacht ausgedrückt: der/die EinsiedlerIn. Meine erste Begegnung war Alexandra David-Néel. Ich hatte in Köln vor und während des Medizinstudiums auch Ethnologie studiert. Ich erinnere mich an die Bibliothek des Instituts im Hauptgebäude der Universität zu Köln. Dort gab es einige Bücher über Tibet, für die man auf die Rollleiter steigen mußte. Ich habe nicht nur Bücher von Alexandra David-Néel sondern auch von anderen Entdeckern des abgeschlossen, ja auch verschlossenen Tibets gelesen. Ich habe das Bild von ihr, das mir von damals in Erinnerung geblieben ist, in mehreren Büchern, aber dies hier möchte ich zitieren [6]. Die Bildunterschrift auf S. 73 lautet: „Alexandra David-Néel vor ihrer selbstgezimmerten Eremitage im Gebiet von La-chen (Himalaja 1915)“. Das ist also 110 Jahre her.

Auf der gegenüberliegenden Seite (S.72) las ich: „Wir waren auf unserem Weg zum Saluën [Salwen] hinab gerade an einem der niedrigen Pässe des Kha-Karpo-Gebirges angelangt, als wir hinter uns Glöckchengebimmel hörten.“ Das verführte mich, dort näher nach dem Ort der Eremitage zu suchen, denn ich hatte 2009 auch diesen Weg genommen – und wenn ich die Reiseroute auf S. 120 vergleiche, dann ist sie über weiter Strecken deckungsgleich mit meiner Route. Vor der Kulisse des Khawa Karpo (tib.: kha ba dkar po) hatte ich mit meinen Reisebegleitern Halt gemacht. Der Gipfel ist weiterhin unbestiegen und aus kulturellen und religiösen Gründen wird dies auch noch eine Weile so bleiben [7]. Das liegt ca. 750 km östlich von Lhasa. 


Ich recherchierte weiter zu „Gebiet von La-chen“ und fand den „Nagenla (Lhachen La) Mountain Pass in Damxung“ [8]. Das liegt etwa 120 km NWN von Lhasa. Dort bin ich 1998 gewesen und die Landschaft sah überhaupt nicht so aus, wie das Bild im Buch sie nahelegt.

Ich suchte weiter und fand den Ort über die Jahreszahl. Frau David-Néel befand sich 2015 in Sikkim und die Eremitage hatte sie dort errichtet. Ich war zwar zweimal in Sikkim, aber nicht in Lachen. Das liegt übrigens etwa 320 km südwestlich von Lhasa. Mittlerweile kann man den Ort aber besichtigen [9]. Vielleicht beim nächsten Besuch?

Alexandra David-Néel schrieb wie auch Sven Hedin oder Wilhelm Filchner [11] sehr abenteuerlich über ihre Reisen. Über die Ruhephasen berichtet sie zwar auch, aber deutlich weniger. In ihrer Eremitage hatte sie tibetanische Yogaübungen durchgeführt, sich mit dem Buddhismus beschäftigt, aber ob sie auch Tibetisch konnte, weiß ich nicht. Mit ihrem Adoptivsohn, dem Lama Yongden, hatte sie einen Übersetzer. Andererseits dauerte die Reise von 1911 bis 1925, da war also auch Zeit, Sprache zu erwerben. 

Bleiben wir noch im Himalaya. Tenzin Palmo (geborene Diane Perry) [12] entschloß sich zur Meditation in größtmöglicher Abgeschiedenheit in der Kagyü-Tradition des tibetischen Buddhismus. Während und kurz nach der Kulturrevolution war Tibet selbst keine Option. Sie fand aber eine Höhle im Gebirge und zwar im Lahaul Tal, da liegt etwa 100 km Luftlinie von Dharmasala entfernt und liegt südlich von Ladakh. Im Winter können dort die Temperaturen zwischen -30-40° C liegen. Sie lebte dort in einer Höhle von 3x2 m über 12 Jahre, die letzten drei Jahre im strengen Retreat [13]. Streng heißt unter anderem, die Witterung auszuhalten und nur drei Stunden in der Nacht sitzend zu schlafen. In dem Interview beschreibt sie, daß Glück nicht von den äußeren Umständen anhängig sein sollte („Es ist unsere Aufgabe, uns selber Glück zu wünschen, selber glücklich zu sein.“). 

Kommen wir vom Himalaya einmal zurück nach Europa, bleiben aber im Gebirge. Mönchen und Nonnen in der katholischen Tradition lebten in Zellen der Klöster, aber die Zellen oder Häuschen der Kartäuser ermöglichten dann noch mehr Abgeschiedenheit. Die Kartäuser gehen auf den heiligen Bruno von Köln zurück [14]. Wahrscheinlich kennen die meisten das Getränk Chartreuse, das seinen Namen von den Kartäusern hat, denn die haben den Kräuterliqueur erfunden. Die Chartreuse aber ist eine einsame Gebirgsgegend bei Grenoble (Frankreich), in der Bruno den Orden gegründet hat. Die Kartäuser leben in kleinen Häusern, die mit dem Kreuzgang und der Kirche verbunden sind; hinter der kleinen Wohnstätte lagen Werkraum und Garten. Auf dem Athos existiert die Siedlungsform der Skiten (griechisch σκήτες), wobei in einer der Formen „Kelliá (griechisch κελλιά ‚Zellen‘), Hütten für einen Bewohner“, rund um einen klösterlichen Zentralbau angelegt sind [15]. Diese Form des Mönchstums bildete sich etwa im 9. Jahrhundert heraus. Aber das Wort Skite geht auf die Sketische Wüste Ägyptens zurück, in die im 3. Jahrhundert die Eremiten gegangen waren, zeitweise so viele, daß geregelt werden mußte, wie nah die Zellen untereinander gebaut werden durften [16]. 
Fassen wir diesen Teil zusammen. Die Eremiten wollten Ablenkungen vermeiden, um so in einfachen Lebensumständen zu beten und zu meditieren. Der Rückzug von Menschen in eine Hütte, Höhle oder Zellen (kelliá - κελλιά) kommt dem WinzHaus sehr nah.
 

Wer nicht in den Himalaya reisen möchten, dem rate ich zu einem Besuch der St. Veitskapelle oder Vituskapelle im Isteiner Klotzen [17]. Die Kapelle ist in eine Nische des Isteiner Klotzens gebaut worden. Istein gehört zur Gemeinde Efringen-Kirchen und liegt nahe der Grenze zur Schweiz, weshalb ich dort überhaupt vorbeigekommen bin. Die Kapelle wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert erbaut und gehörte zur Burg Istein. Sie wurde mehrfach zerstört. Warum sie die französische Besatzungsmacht zwischen 1947–1950 zerstörte, erschließt sich mir nicht, als hätten sie nichts besseres zu tun gehabt – z.B. Nazis suchen, aber die Kapelle wurde Ende der 1980iger Jahre durch eine Bürgerinitiative wieder aufgebaut.

Hurtig zurück in den Himalaya! Und zwar nach Bhutan. Der vollständige Bericht zum Tigernest findet sich in der Reisebeschreibung aus dem Jahr 2023 [18]. Während man die St. Veitskapelle über ein paar Treppen erreichen kann, ist der Weg zum Tigernest oder Taktsang steil und anstrengend. Es geht bergauf und wieder bergab und erneut bergauf. Man muss trittsicher sein und wandert auf etwa 3.000 m Höhe. Ich bin im Jahr 2000 und noch einmal 2023 dort hinaufgestiegen. 

Paro Taktsang Dzongkha:
སྤ་གྲོ་སྟག་ཚང་) ist im Westen besser als Tigernest bekannt; weitere Namen finden Sie im Wikipedia-Artikel, aus dem ich weitere Informationen entnommen habe [19]. Padmasambhava (Guru Rinpoche) meditierte und praktizierte in einer der 13 Höhlen (Taktsang Senge Samdup-Höhle). Später (1692) wurde der Klosterkomplex um diese Höhle herum an der Felswand des oberen Paro-Tals errichtet und wurde nach und nach zu einer heiligen Stätte des Vajrayana-Buddhismus im Himalaya. Am 19. April 1998 (2 1/2 Jahre bevor ich Taktsang zum ersten Mal besucht hatte [20]) brach im Hauptgebäude des Klosterkomplexes ein Feuer aus. Die Brandursache ist unklar, aber es wurden ein elektrischer Kurzschluss oder flackernde Butterlampen diskutiert. Danach wurde jedoch alles rekonstruiert.

Wir haben uns gerade mit allen möglichen Schneckenhäusern, WinzHäusern, Hütten, Höhlen und anderen Rückzugsorten als Orte spiritueller Einkehr beschäftigt. Darum: Laßt uns zwei, drei, viele WinzHäuser [21] errichten!





Links und Anmerkungen:
[1] Hinweise auf das Projekt finden sich in der Einleitung: https://rheumatologe.blogspot.com/2024/01/das-winzhaus-einleitung.html 
[2] Die taiwanesische Pop-Sängerin Su Rui (蘇芮) hatte schon zu Beginn ihrer Karriere die Großstadt mit den bedrohlichen Hochhäusern thematisiert; beispielsweise in dem Lied 一样的月光 [2a]. Später veröffentlichte sie eine Interpretation des Liedes Schneckenhaus (蝸牛的家) von Zheng Zhihua (鄭智化). In dem Lied wünscht sie sich ein Schneckenhaus:
給我一個小小的家蝸牛的家
Gebt mir ein winziges Heim, ein Schneckenhaus [2b]
[2a] Derselbe Mond 一样的月光 / #百萬點閱金曲 #蘇芮
1983年,電影《搭錯車》主題曲 https://www.youtube.com/watch?v=ufAtOoMazjw   
[2b] Schneckenhaus  蝸牛的家 / 蘇芮《東方快車謀殺案》專輯 / 1989年 - https://www.youtube.com/watch?v=2XJuKiXqXJU   
[3] Auch das ist ein Thema, das mich schon seit langer Zeit beschäftigt.
Das Shangri-la im Schrebergarten 
https://rheumatologe.blogspot.com/2013/04/das-shangri-la-im-schrebergarten.html 
[4] Veganes Angeln ohne AngelSchein? 
https://rheumatologe.blogspot.com/2024/04/veganes-angeln-ohne-angelschein.html   
[5] Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen hatte, aber immerhin kann man in der Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophie (Dr. phil.) durch die Philosophische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf von Frau Mariko Fuchs (Die Pädagogik des Zenmeisters/ Darstellung und Analyse) die Wichtigkeit der Regelung des Geschehens um die Toilette nachlesen.  
https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-5809/P%C3%A4dagogik%20des%20Zenmeisters.pdf
 

[6] Alexandra David-Néel: Mein Weg durch Himmel und Hollen. Scherz Verlag, Bern 1986. [ISBN: 3502191425].
[7] https://de.wikipedia.org/wiki/Khawa_Karpo 
[8] https://mysterioustibet.com/nagenla-mountain-in-damxung-county-lhasa.html  
[9] https://www.sikkimtours.co.uk/hermitage-at-north-lachan 
[10] Sven Anders Hedin (1865-1952) war ein schwedischer Geograph, Topograph, Entdeckungsreisender, etc. pp.
Von ihm hatte ich ziemlich viel gelesen, auch „Abenteuer in Tibet“ (1904) und erst vor wenigen Jahren „Der wandernde See“ (1937).
https://de.wikipedia.org/wiki/Sven_Hedin  
[11] Wilhelm Filchner (1877-1957) war ein deutscher Geophysiker, Geodät, Forschungsreisender und Reiseschriftsteller. 
Ich hatte damals u.a. 
„Das Kloster Kumbum“ (1906) und „Om mani padme hum“ (über die Tibetexpedition 1926–1928) gelesen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Filchner 
[12] Jetsunma Tenzin Palmo (geboren 1943 als Diane Perry) ist eine britische buddhistische Nonne in der Kagyü-Tradition des tibetischen Buddhismus. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Tenzin_Palmo 
[13] Mariette Schürholz: Interview mit Tenzin Palmo. „Wir sind von Natur aus unbefleckt! Das ist die Glücksbotschaft.“ Bhuddismus aktuell 3/2005, S. 27-31. Insbesondere der grau unterlegt Kasten „Die ehrwürdige Tenzin Palmo meditierte zwölf Jahre in einer Höhle“ auf S. 31, aber auch der 
zitierte Wikipedia-Artikel [12].
[14] https://de.wikipedia.org/wiki/Kart%C3%A4user 
[15] https://de.wikipedia.org/wiki/Athos  
[16] Hans Conrad Zander: Als die Religion noch nicht langweilig war. Die Geschichte der Wüstenväter. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2001. ISBN: 3-462-02982-7.
[17] https://de.wikipedia.org/wiki/St.-Veits-Kapelle_im_Isteiner_Klotzen 
[18] https://rheumatologe.blogspot.com/2023/05/the-tigers-nest-or-taktsang-near-paro.html 
[19] https://en.wikipedia.org/wiki/Paro_Taktsang
[20] Glimpses into Bhutan in the Year 2000 – A Travel Diary Part 7 / 15th of October [20a]:
„We were on the way to the Tiger's Nest / Thaktsang Lhakhang. The path was easy [20b], but difficult due to the altitude (3,000 m). We passed the lookout point just before the cafeteria. There I met a young Australian woman from Perth who had a permit for Tiger's Nest. We went on with two pilgrims from Thimphu. The path came close to a waterfall. Women carried stones for the new building. I stopped for a moment at the ceremony in the new walls and didn't go in straight away, listened to the drums and the music. Then I went on with the three women to whom an old monk opened the old Lhakhang, which is shown in J.C. White's book [20c]. I looked at everything in peace, while the Australian completely freaked out and threw herself down. Later she procured a white ribbon for the sanctuary and asked to be allowed to do her Tibetan prostration exercises there. Everything had been certainly very meritorious. At least it got me into the heart of the Tiger's Nest. On the way down I have been stopped by the clerk of the monastery (“I'm also a policeman”). He had previously had a dispute with C. [a friend, who did not want to hike up to Taktsang], which I didn't know at the time. Of course I didn't have a permit. I followed the Australian. I was able to reassure him because I assured him that I didn't want to cause him any trouble. I remember one argument: stones could fall down the mountain. Well, nothing can happen to you if you have a permit.“
[20a] https://rheumatologe.blogspot.com/2020/09/glimpses-into-bhutan-in-year-2000_10.html   
[20b] The new path is strenuous and not easy!
[20c] J(ohn). Claude White: Sikhim & Bhutan: Twenty-One Years On The North-East Frontier, 1887-1908. Edward Arnold (Publ.). London 1909. Reprinted New Delhi 1999. Again available as Paperback, 2012: ASIN: ‎ B00AWKMGQY. The picture of Taktsang is opposite of page 128.
[21] Frei nach Che Guevara.

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Wednesday, October 11, 2023

Haarig

 



Hair, hair, hair, hair, hair, hair, hair
Flow it, show it
Long as God can grow it
My hair [1]


Heute in der Frühe dachte ich an Haare und gerade das Gegenteil.
Zunächst kam mir der Sekretär von Herrn Chang Ch’ün [2], der einmal Premierminister der Republik China und außerdem Mitglied im Kuratorium des Nationalen Palastmuseums gewesen war, in den Sinn. Dieser Sekretär war effeminiert, aber er strich beständig an den langen, schwarzen Haare entlang, die einer Warze an der Wange entsprangen. Verrückt, nicht wahr?!

Jahre, nein sogar Jahrzehnte später, begegnete ich einer Patientin, die genau wie dieser Sekretär an einer Haarsträhne entlang strich. Verrückt, nicht wahr? Weshalb war es mir so aufgefallen? Die Haarsträhne gehörte zu einer Perücke, denn die junge Frau hatte im Rahmen einer Autoimmunreaktion sämtliche Haare unwiederbringlich verloren [3].

Und an eine andere Patientin erinnerte ich mich heute morgen. Sie saß im Warteraum und hatte einen frisch geschorenen Kopf. Mir ging durch den Kopf, ob sie vielleicht eine extreme Form des Buddhismus praktizieren würde und sich deshalb wie eine Nonne das Kopfhaar geschoren hätte. Später aber kam sie zu mir zu einer Konsultation und ich fragte sie nach dem Grund für die Glatze. Da sagte sie fröhlich: „Ich habe vorgestern schlecht Luft bekommen und dachte, das würde besser, wenn ich alle Haare vom Kopf rasiere. Verrückt, nicht wahr?!“ Sie meinte natürlich, es sei verrückt, so die Luftnot bekämpfen zu wollen. Ich fand das Ganze nicht verrückt, höchstens extrem exzentrisch.

Wenn ich das nächste Mal zu Layla, meiner Friseurin gehe, werde ich sagen: „Wie immer!“ Wenn ich mir eine Glatze scheren ließe, das wäre doch verrückt, nicht wahr?!



Links und Anmerkungen:
[1] „Hair“ ist der Titelsong des Musicals „Hair“ von 1967 https://www.allmusicals.com/lyrics/hair/hair.htm
[2] „Mein alter Professor Chang Hao (
張昊), über den ich hier bereits berichtet hatte [2a], meinte, ich müßte unbedingt, da ich jetzt in Taipei (台北市) war, Herrn Chang Chün besuchen. Damals gab es noch kein Internet oder Wikipedia und ich wußte nicht, wer dies war. Chang Ch’ün (Chang Chun, 張群) war ein führendes Mitglied der Kuomintang und Premierminister der Republik China [2b]. Er wohnte im Norden der Stadt. Ich stieg in der Gegend aus dem Bus und fragte einen Taxifahrer nach dem Weg. Er fuhr mich hin und das waren 200 m und forderte den Grundpreis; dies hat mein Verhalten in der Nutzung von Taxis im späteren Leben beeinflußt. Ein schwuler Sekretär fragte mich zu mein Gesprächswunsch und strich sich dabei über die langen Haare, die einer Warze der Wange entsprangen. Dann führte er mich zu Herrn Chang Chün. Der alte Mann aber wußte nicht, was er mit mir sollte, und ich hatte keine wirklichen Fragen. So tauschten wir ein paar Höflichkeitfloskeln aus und dann begleitete mich der Sekretär wieder hinaus.“ [2c]
[2a] Eine Art biografische Notiz zu Professor Chang Hao 張昊
http://rheumatologe.blogspot.com/2017/01/eine-art-biografische-notiz-zu.html
[2b] „Chang Ch’ün (auch Chang Chun; chinesisch
張群, Pinyin Zhāng Qún; * 9. Mai 1889 in der Provinz Sichuan; † 14. Dezember 1990 in Taipeh) war ein chinesischer Politiker. Er war ein führendes Mitglied der Kuomintang und Premierminister der Republik China. Er starb im Alter von 101 Jahren an Herz- und Nierenversagen im Veterans General Hospital in Taipeh.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Chang_Ch%E2%80%99%C3%BCn
[2c] https://rheumatologe.blogspot.com/2017/01/eine-art-biografische-notiz-zu.html
[3] „A. universalis: vollständiger Verlust der Haare, einschließlich Augenbrauen und Wimpern. Es ist eine fortgeschrittene Form von A. areata.“ „Die Ursache ist eine Autoimmunreaktion, die durch cytotoxische CD8+-T-Zellen hervorgerufen wird, die die Haarfollikel angreifen.“
[3a] https://de.wikipedia.org/wiki/Haarausfall  
[3a] L. Xing, Z. Dai u. a.: Alopecia areata is driven by cytotoxic T lymphocytes and is reversed by JAK inhibition. In: Nature medicine. Band 20, Nummer 9, September 2014, S. 1043–1049, doi:10.1038/nm.3645, PMID 25129481, PMC 4362521 (freier Volltext).
[4] Bildmaterial Lhasa 2018. Die junge Frau vom Lande trägt 108 Zöpfe, die Nonne hat sich den Kopf geschoren.


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Tuesday, May 9, 2023

Die heilige Zahl 108 und das Fastentuch von Gurk

 

Bildausschnitt von einer Wand in einem Kloster - sicherlich mehr als 108 Buddhas


Bis vor einigen Tagen sagte mir Gurk überhaupt nichts. Gurkha, das hätte mir etwas gesagt, nicht zuletzt, weil ich über das Messer der Gurkha eine Geschichte geschrieben hatte [1]. Andere Zeitgenossen mögen an Gurke denken. Aber Gurk ist der Name einer Gemeinde in Kärnten, die sich nach dem Flüsschen Gurk benannte; Gurk kommt von gurgelnd. Eine sehr romantische Namensgebung.

Ich las in dem Buch Wurzeln und Visionen [2]: „... folgte 200 Jahre später die wesentlich schlichtere Umsetzung des Evangelien-Dramas im Gurker Fastentuch – 108 Szenen in 99 Bildfeldern, die 1458 von Meister Konrad von Friesach auf eine über 80 Quadratmeter große Leinwand gemalt wurden, ...“. Das ist nun sehr vereinfachend und inkomplett, denn da finden sich auch Szenen aus dem Alten Testament, aber da waren die Zahlen 99 und 108. Die hatte ich in einer Geschichte meines Freundes Hans Conrad Zander gelesen und zwar in „Der Computer des heiligen Domenikus“ [3]: „Die Sufi-Mystiker brauchten ein Computum mit 99 Knoten und Perlen, um beim Beten keinen der 99 „schönen Namen“ Allahs zu vergessen.“ Aber der Rosenkranz war schon früher in Indien bekannt und im Buddhismus betete und betet man 108mal „Om mani padme hum! „Wie so vieles Heilige, so hat auch die Zahl von 108 Perlen im buddhistischen Rosenkranz einen profanen Grund.“ Die buddhistischen Rosenkranzanbeter konnten nicht sicher sein, „ob ihnen nicht die eine oder andere Perle unbeachtet durch die Finger geglitten war, so beteten sie zur Sicherheit 108 –  ...“.

Kommen wir zurück zum Fastentuch von Gurk. Es ist das älteste und größte dieser Fastentücher und wird nur zur vorösterliche Fastenzeit aufgehängt [4]. Das Fastentuch zeigt auf der linken Tuchhälfte „in 50 Bildfeldern 56 Szenen aus dem Alten Testament und auf der rechten Tuchhälfte in zehn Reihen in 49 Bildfeldern 52 Szenen aus dem Neuen Testament“. Und so kommen die Zahlen 99 und 108 zustande. Der Dom zu Gurk wurde zwischen 1140 und 1200 erbaut und gehört,  „dank der geringen baulichen Veränderungen zu den bedeutenden romanischen Bauwerken in Europa“. „Die mit 100 Säulen gestaltete Krypta ist der älteste Teil der Kirche. Im Jahr ihrer Weihe 1174 wurde das Grab der heiligen Hemma von Gurk dorthin verlegt.“ [5]

Wenn man sich den Artikel „Hundertacht“ auf Wikipedia ansieht [6], dann erfährt man etwas über die religiösen Zusammenhänge in Asien, aber auf das Warum geht der Artikel nicht ein. Immerhin veranlaßte er mich, nochmals in der Lankavatara-Sutra nachzulesen [7]. In Kapitel 2.2. unter 9. (S. 23): „I am Mahāmati, Blessed One, and I am well versed in the Mahāyāna. I wish to ask one hundred and eight questions of thee who art most eloquent.“ Das führt uns aber nicht weiter. Es ist interessant, was alles der Zahl 108 von unterschiedlichen Glaubensrichtungen zugeordnet wurde [8]. Ein Ansatz könnte die Harshad-Zahl sein, denn 108 gehört dazu. Harshad ist Sanskrit und bedeutet Freudenspender. Harshad-Zahlen sind solche, die ihre Quersumme teilbar sind. Aber auch das ist eine Sackgasse. Ich fand folgende Antwort: „Aber warum wird 108 als heilig angesehen? Die Antwort ist, genau wie jede andere Antwort, die man von seinen Eltern bekommen wird, daß es in Mathematik und Naturwissenschaften begründet ist.“ [9] Der Kölner würde treffender sagen: „M'r wesse et nit.“ Swami Sivanandameint meint, man müsse immer eine Mala dabei haben („Rudraksha or Tulsi Mala of 108 beads can be used.“), aber über die Zahl 108 läßt er sich nicht weiter aus [10].

Und damit komme ich wieder zurück zu Hans Conrad Zander. Es ist unklar, wie die Zahl zustande gekommen ist, man kann nachträgliche Begründungen liefern, aber die wahrscheinlichste davon ist, daß man sicher sein wollte, auch die gewünscht Menge erreicht zu haben. Dann wird das Unterfangen (egal welches) heilig, denn man hat 100 und ein paar zerquetschte erreicht.


Der Japa-Beutel mit Zählperlen und die hellen, geschnitzten Holzperlen sind dem Hinduismus zuzuordnen, die dunklere Mala ist buddhistischen Ursprungs.


Links und Anmerkungen:
[1] Wie das Khukuri Messer seinen Namen bekam - eine fast wahre Geschichte https://rheumatologe.blogspot.com/2023/04/wie-das-khukuri-messer-seinen-namen.html
[2] Ernst Trost: Das Stift in Gurk. In: Eckhard Bieger (Herausgeber): Wurzeln und Visionen : auf den Spuren einer lebendigen Kirche. [ZDF , ORF]. Claudius-Verlag, München, Pattloch 1999. ISBN 13: 9783532622476. Hier S. 147.
[3] Hans Conrad Zander: Wie der Erzbischof von Köln heiraten musste. Patmos Verlag, Düsseldorf 1995. ISBN: 3-491-72324-8. S. 64-71. Da die Geschichte „Der Computer des heiligen Domenikus“ mit den 20 Pflaumen und ein paar zerquetschten viel schöner ist, lohnt es sich, sie dort nachzulesen.
[4] Rosmarie Schiestl: Das Gurker Fastentuch - eine kunsthistorische Betrachtung. https://de.wikipedia.org/wiki/Dom_zu_Gurk Hier sind auch alle Einzelbilder/-szenen beschrieben.
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Dom_zu_Gurk Hier stehen noch weitere interessante Einzelheiten zum Dom zu Gurk.
[6] https://de.wikipedia.org/wiki/Hundertacht
[7] Daisetz Teitaro Suzuki: The Lankavatara Sutra: A Mahayana Text. Translated for the first time from the original Sanskrit. G. Routledge and Sons, Limited,  London 1932. PDF-Datei einer späteren Ausgabe: https://terebess.hu/zen/mesterek/Lankavatara.pdf
[8] https://www.thezenlife.com/blogs/news/the-significance-of-the-number-108
[9] Vollständig: https://www.hinduamerican.org/blog/heres-how-the-number-108-binds-us-to-the-universe/ „But why is 108 viewed as holy?  The answer, just like every other answer you will get from your parents, is that it lies in math and science. Vedic sages, pre-dating modern mathematical formulas, had it all figured out! According to Vedic cosmology, 108 is the basis of creation, represents the universe and all our existence.“
[10] Swami Sivananda: Japa Yoga. The Sivananda Publication League, Rishikesh 1939. S. 83 ff.


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Saturday, April 29, 2023

Prayer Wheels and Prayer Flags


In the Himalaya region, prayer wheels and prayer flags are a common sight. Ladakh, Nepal, Sikkim, West Bengal (Darjeeling), Bhutan, or Tibet. I've already written quite a lot about prayer flags [1]. The terms prayer wheels and prayer flags in Eglish (as well as in other languages like German) is misleading as there aren't prayers but rather mantras written on the flags or on slips of paper inside the wheels or drums to be send out into the world. The mantra most used is: Om mani padme hum, which might be translated as Om in the jewel of the lotus. Prayer flags and prayer wheels are used to spread mantras into all pervading space to promote the good will and compassion [2].

 
Is it very different to Europe? Yes and no. In rural areas you can see crosses being erected after some lucky occasion, but also to remind the passer-by to pray. There is such a field crucifix between the village I am living in (Diefenbach – pop. 70 and still growing) and the next village (Sistig) on a hillcock overlooking a landscape, which might also have attracted Hobbits. Whereas the prayer wheels and prayer flags send mantras into the surrounding world to all living beings, the cross is meant to reach humans only.

There are small, large and very large prayer wheels. The small ones have a handle, which the pilgrims turns. Prayer wheels are cylindrical wheels (Tibetan:
འཁོར་ལོ།, Wylie: 'khor lo') on a spindle usually made from metal [4]. The mantra Om mani padme hum (and occasionally others) is written in Ranjana script or Tibetan script on the outside of the wheel. Inside there are many thousands (or in the case of larger prayer wheels even millions) of mantras, which are wrapped around the core of the cylinder. The pilgrim or practitioner usually spins the wheel clockwise, „as the direction in which the mantras are written is that of the movement of the sun across the sky“. Slightly larger prayer wheels as fixed around temples or monasteries, where the pilgrims circle clockwise and turn the wheels; this circumambulation is called kora (Tibetan: སྐོར་ར, Wylie: skor ra). If you visit Buddhist temples in the Himalaya region you should respect this custom; anything you visit, do it clockwise.
The very large prayer wheels (larger than humans) have separate rooms or are in the open under a roof, and can be set in motion by the pilgrims. Often you might see elderly people sitting next to these large prayer and constantly turning them. A bell sounds as soon as one round of the wheel is completed.





And there are prayer wheels, which are not turned by humans but by flowing water, wind, the heat of candles or butter lamps, and nowadays even electric light. The water will be a blessing to all living creatures in the water as well as the ones living in the fields that are watered by this stream.

Someone setting up prayer wheels or prayer flags wants of course to gain positive karma, but there is an altruistic motive as well -: to promote peace, compassion, strength, and wisdom to all living beings.




Links and Annotations:

[1] Prayer Flags in Bhutan (recent blogpost) https://rheumatologe.blogspot.com/2023/04/pray-flags-in-bhutan.html and Prayer Flags (in Tibet) https://rheumatologe.blogspot.com/2018/08/prayer-flags.html and Maibaum und Gebetsfahnen (Maypole and prayer flags) Text in German https://rheumatologe.blogspot.com/2021/05/maibaum-und-gebetsfahnen.html  
[2] https://en.wikipedia.org/wiki/Prayer_wheel 
[3] Feldkruzifix Em Lengsche zwischen Sistig und Diefenbach
[Translation: Field crucifix Em Lengsche between Sistig and Diefenbach
Today we would write something like: “Anno 1694, October 20th, Pastor Meyer [with] Katharina (Katharein), his housewife, together with the honorary cantors of Sistig, had erected this cross to the glory of God and Mary. Amen."]
https://rheumatologe.blogspot.com/2020/08/feldkruzifix-em-lengsche-zwischen.html
[4] https://en.wikipedia.org/wiki/Prayer_wheel


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Thursday, September 1, 2022

Wer den Bogen beherrscht

 

Tikse kann auch transliteriert werden mit Thiksay,Tiksey or Thiksey
und vielleicht sogar mit Triktse.



Aktuell bereitete ich mich vor, über das Gandan Kloster in Ulaanbaatar (Monglei) [1] zu schreiben und stieß dabei auf das Buch „Wer den Bogen beherrscht“ von Karl Heinz Golzio [2].
 
Ich hatte das Buch bereits vor ca. 20 Jahren gelesen und begann nun meine Lektüre beim Kapitel über Tibet, um dann zur Mongolei zu gelangen, da die Mongolei den Lamaismus aus Tibet übernommen hatte. Das ging auch eine Weile gut, ich gelangte zu Milarepa (bei Golzio Mi-la-ras-pa), den er von 1052-1135 leben läßt, wobei die deutsche Ausgabe von Wikipedia 1040-1128 angibt [3]. Ich hatte Milarepas Höhle 1998 besucht und schon einmal kurz darüber berichtet [4]. Auf der folgenden Seite (S. 109) ist nun ein Bild zu sehen, das ich für meinen Blogpost über das Gandan Kloster gerade aufgerufen hatte und zwar nicht in dem Buch von Golzio sondern in einem eigenen Blogpost über Tikse oder besser Thiksay [5]. Karl-Heinz Golzio hat das Bild von Peter Grieder [6] übernommen; der Bildtext lautet: „Von 1410 bis 1440 erbaute Klosteranlage von Triktse. Tibet (Peter Grieder).“ Auch die Bilder auf S. 111 und 128 würde ich eher Ladakh als Tibet zuordnen, aber in Golzios Buch klebt dort überall das Etikett „Tibet“! Golzio: „Ritual eines Schwarzhutmagiers während der Tscham-Mysterien. Tibet.“ - Grieder: „Heute ist diese Tradition [die Tscham-Mysterienspiele] nur noch in den Randgebieten Tibets, in Ladakh, Sikkim und Bhutan lebendig, ...“. 
 
Ich hatte von Gozios Buch mehr erwartet. Und nach dem Teil über Tibet fand ich die eine (1) Seite zum Buddhismus in der Mongolei doch sehr dürftig. Ich stelle jetzt das Buch sehr schnell wieder ins Regal zurück und tröste mich mit Miguel de Cervantes: „No hay libro tan malo que no tenga algo bueno.“


Ich gebe zu, bei diesem Bild hatte ich nicht so ganz den Bogen beherrscht.


Links und Anmerkungen:

[1] https://rheumatologe.blogspot.com/2022/09/mongolia-gandan-or-better.html
[2] Karl-Heinz Golzio: Wer den Bogen beherrscht - Weltreligionen: Der Buddhismus. Patmos Verlag, Düsseldorf 1998. ISBN: ‎3491723329.
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Milarepa oder auch 1028/40–1111/23 in der englischen Ausgabe: https://en.wikipedia.org/wiki/Milarepa
[4] https://rheumatologe.blogspot.com/2016/02/carpe-diem-haiku-tokubetsudesu-no-70.html
[5] https://rheumatologe.blogspot.com/2020/07/a-morning-at-thiksay-gompa.html
[6] Peter Grieder: Tibet – Land zwischen Himmel und Erde. Eine Reise ins Innere. o.O. 1993. ISBN: 9783638913263.


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Tuesday, August 23, 2022

Tibet – Sky Burial

 



As I am preparing to write about Mongolia I remembered having come close to a sky burial in Tibet about 20-25 years ago. To understand better, what I've seen in Mongolia recently, I looked closer at old pictures, I've taken, and my travel notes as well as some newer publications on the internet.


It happened in Gyantse, where I had been hiking in the mountain outside the township. Not very far away, though, as you might see in the pictures. Going uphill I had already been taking deep breaths and my heart was punding when a young woman of about 18 years with rosy cheeks rushed past to retain one of her sheeps. On top of the ridge she went to the right, whereas I took on to the left a little (no, quite some time) later.



First I saw a vulture sailing and the some vultures having trouble to fly higher up, lined up on a cliff (to far apart to show them all, as I've seen five). I climbed down to a rocky hillock an saw some red fluid on the ground. On a caved in rock there were white marks like bones being scaped. And here had been a shelter for a guard. I watched acouple of men climbing down the hillock, which I did later. They had some sacks, which they heaved onto a cart and then moved it away. I guess that the sacks contained the bones of a diseased as a dog came later and yelped while sniffing at the sport, where one of the sacks had touched the ground.



Sky burial isn't limited to Tibet and Mongolia; Mongolia had adopeted the practice with the advent of Vajrayana Buddhism [1]. The Tibetan word for this funeral practice is bya gtor, meaning bird-scattered. In Tibet the ground might be too hard to dig a grave due to rocks or because of being frozen, which also means the remains might not decompose. As the Buddhists believe in the transmigration of the soul, there is no need to preserve the empty vessel. Only high lamas would be cremated as fuel is scarce.



More on the topic is already discussed in the Wikipedia article, but I'd like to direct you to the article of Pamela Logan, who had witnessed sky burials [2]. Another witness of „The Sacred Solemn Funeral Rite of Tibet“ is Mondo Secter of Simon Fraser University, British Columbia (Canada) [3]. If you want to look at pictures, please think before, if you really want to see them, you could go to some Chinese pages [4] or simply google pictures concerning sky burial or 天葬.


I know, I should have reread the Bardo Thödol or „The Tibetan Book of the Dead“ by Walter Evans-Wentz (1878–1965), which is somewhere in an unmarked cardbox in my attic, and this looks like the place where the Ark of the Covenant has been stored accoring to Steven Spielberg [5]. However, one could download a newer English translation by Lāma Kazi Dawa-Samdup [6]. Though you might find out that the book doesn't mention sky burial, it contains valuable background information to the Vajrayana funeral rites.
 


Links and Annotations:

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Sky_burial
[2] https://www.pamela-logan.com/culture/survival-and-evolution-of-sky-burial/
[3] http://www.ciolek.com/WWWVLPages/TibPages/tib-burial.html
[4] https://k.sina.com.cn/article_6270609909_175c1e9f500100luvj.html and  https://www.storm.mg/lifestyle/732635
[5] https://en.wikipedia.org/wiki/Raiders_of_the_Lost_Ark „In a large warehouse, the Ark is crated up and stored among countless other crates.“
[6] https://holybooks.com/the-tibetan-book-of-the-dead-2/

PS. All pictures have been scanned from analogue originals.


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Friday, December 3, 2021

Tibetischer Buttertee

 


Meinen ersten tibetischen Buttertee (oder vielleicht besser Yakbuttertee) habe ich vor über 20 Jahren in einem kleinen Dachcafé mit Blick auf den Barkhor mit Jokhang getrunken. Der Tee schmeckte sauer und stechend und erinnerte mich an Ziegenkäse. Der Tee heißt im Tibetischen: gebutterter Tee (འབྲི་མར།  oder ཇ་སྲུབ་མ) und im Han-Chinesischen heißt er ebenso Buttertee (酥油茶) [1]. Neben Tibet wird Buttertee auch in Nepal, Bhutan, Ladakh, Sikkim und weiteren Orten getrunken.
 


Eine Freundin, die als Reiseleiterin tätig war, sagte mir einmal, nachdem sie in der Mongolei Kumys (fermentierte Stutenmilch) getrunken hatte, daß sie da erst Yakbuttertee zu schätzen gelernt hätte. Ich habe in Kirgistan Kumys getrunken und der hatte mir geschmeckt (und ich bekam auch nicht den angedrohten Durchfall). [2] Und auch vor 20 Jahren war ich vom Buttertee nicht entsetzt. Beim letzten Besuch hatte er mir sogar sehr zugesagt. Ich hatte ihn sowohl in Hotels als auch in ländlicher Gegend getrunken. Ich denke, es hat etwas mit der Qualität der Butter und einer allgemeinen Verbesserung der Hygiene zu tun.


Die großen, gelben Quader sind Yakbutter.

Yakmilch hat einen höheren Fettgehalt und liefert daher mehr Butter als Kuhmilch. Außerdem besteht Yakbutter zu einem höheren Anteil aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren als Kuhmilch. Dies und die früheren Lagerprobleme (kein Kühlschrank, Temperaturunterschied am Tag von Gefrieren bis brütende Hitze plus fehlende hygienische Behälter) lassen die Yakbutter innerhalb kurzer Zeit ranzig und sauer werden. Dies hat sich aber geändert. 

Tee in Shigatse

Normalerweise verwenden die Tibeter ein Butterfass, in die sie Tee, heißes Wasser, Salz und Butter geben. Historisch wurde Tee in Ziegeln nach Tibet transportiert. Der Brauch begann in der Tang-Dynastie. Man hatte grobe Blätter, Zweige, Staub mit Reismehl und Wasser in Ziegel gepresst und dann getrochnet, da so der langwierige Transport (Karawane) bewerkstelligt werden konnte. Es wurde besonders Pu Er Tee (普洱茶) verwendet. Es ist schon lange her, daß ich so einen Ziegel Tee hatte. Heute wird auch schwarzer Blatttee verwendet. Man kann zuerst ein Konzentrat kochen, das dann mit heißem Wasser vermischt wird. Bitte denken Sie daran, dass Wasser in den Höhenlagen Tibets bei niedrigeren Temperaturen kocht.

Eine Schale Buttertee in Ladakh

Wie kommt man im Westen auf den Geschmack von Buttertee? Einen Liter Wasser verwenden und zum Kochen bringen, abkühlen lassen, 2 Esslöffel schwarzen Tee wie Assam-/Ceylon-Tee oder sogar Pu Er Tee oder Ziegeltee dazugeben, die Teeblätter herausnehmen, wenn der Tee stark genug ist, 200 ml Milch, vorzugsweise Ziegenmilch, hinzufügen; dann alles zusammen mit Salz, zwei Esslöffel Butter und einem Teelöffel cremigen Ziegenkäse (es sei denn, man bekäme Yakbutter, die einer meiner Brüder vor ca. 1 ½ Jahren zufällig erstehen konnte) in einen Mixer geben. Gut mischen und sofort servieren (um ein heißes Getränk zu sich zu nehmen und bevor Ihre Gäste die Möglichkeit haben, von zu Hause zu fliehen). Nein, man bekommt ein wunderbares Getränk!

Buttertee während der Morgen-Zeremonie (Ladakh)

In Tibet hat Teetrinken auch etwas mit Ernährung zu tun. Geröstetes Gerstenmehl (Tsampa) wurde mit Tee gemischt und zu Kugel geformt und dann gegessen; aber das haben Sie sicherlich bei Alexandra David-Neel [3] gelesen.




Links und Anmerkungen:
[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Butter_tea
[2] https://rheumatologe.blogspot.com/2018/09/yak-butter-tea.html
[3] Alexandra David-Neel: Leben in Tibet. Kulinarische und andere Traditionen aus dem Lande des Ewigen Schnees. Basel 1994. ISBN: 3859143247 – auch in anderen von ihren Büchern!

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Tuesday, May 4, 2021

Maibaum und Gebetsfahnen

 


Ich kam heute an einem Maibaum vorbei und der erinnerte mich an Gebetsfahnen im Wind. Der Wind war heute stark. Ich war im Auto unterwegs und hielt an. Der Wind in den bunten Streifen von Papier oder Stoff erinnerte mich an das Geräusch, das mit Papier durch Luftzug auf einer Raumstation gemacht wurde [1]. Man kann den Maibaum auch weniger ausgeprägt schmücken.

Der Ursprung des Brauchs liegt im Dunkeln, manche vermuten einen germanischen Ursprung, was aber andere Volkskundler ablehnen. Auf der Seite eines Maivereins wird 198 n. Chr. angegeben für die Gegend von Bitburg in der Eifel [2]. Ich halte das für einen Tippfehler und 1198 für wahrscheinlicher. Denn das Aufstellen des Maibaumes ist für das Jahr 1224 bezeugt (Cäsarius von Heisterbach). Im Rheinland und der Eifel ist heutzutage die Birke am wahrscheinlichsten. In Stadtregionen ist es aber verboten, selbst Birken zu fällen oder Teile abzusägen. Die Spitzen sind bunt geschmückt mit Girlanden, Krepppapier-Streifen und weiteren mehr [3].

Gebetsfahnen sind im tibetischen Buddhismus eine gebräuchliche Form, Gebete dem Himmel zu zutragen. Wenn der Wind durch die Fahnen zieht, dann soll er der Überzeugung der Gläubigen die Gebete mitnehmen. Sie sind über die Himalaya-Region verbreitet. Die Fahnen sind rechteckig und bunt. Die Farben stehen für Himmel (Blau), Wind (Weiß), Feuer (Rot), Wasser (Grün – ich könnte mir vorstellen, daß es sich um handelt) und Erde (Gelb). Meistens ist om mani padme hum aufgedruckt. Man findet häufig ein Pferd. Es handelt sich um das Windpferd, einer mythologischen Figur, die einen besonders wirksamen Transfer der Gebete in den Wind nach sich ziehen soll. Gebetsfahne heißt auf Tibetisch rlung rta (རླུང་རྟ་), das bedeutet auf Deutsch: Windpferd [4]. Zu den Gebetsfahnen gibt es einen englischen Blogartikel mit weiteren Bildern [5].



Links und andere Informationen:

[1] Es handelt sich um den Film Solaris (Солярис) von Andrei Tarkowski nach dem Science Fiction Roman von Stanisław Lem aus dem Jahr 1972.
[2] http://www.mghuchem-stammeln.de/ursprung-des-maibrauches/
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Maibaum
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Gebetsfahne
[5] https://rheumatologe.blogspot.com/2018/08/prayer-flags.html

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Saturday, January 23, 2021

Aus der Sammelsurium Küche - #KeinKantinentweet Nr. 46


Ich habe längere Zeit überlegt, wie ich das heutige Gericht nennen soll. Es ist aus der Sammelsurium Küche.

Veganes Schnitzel: kommerziell erhältliches (paniertes) Schnitzel aus Soja und Weizen. In der Pfanne in wenig Olivenöl gebraten.

Tomate: einmal roh und einmal in Olivenöl gebraten.

Petersilienwurzel und Feige: die Persilienwurzelscheibe wurde mit dem westlichen Gemüse und die Feige mit den östlichen Pilzen zusammen gegart. Danach übereinander gelegt.

Westliches Gemüse: Möhre, Kartoffeln, Petersilienwurzel und Porree zusammen dünsten, aber Topf wegen der unterschiedlichen Garzeiten erst nach und nach befüllen. Den Porree habe ich länglich eingeschnitten und mit Sriracha-Sauce gewürzt. Auf die Kartoffeln habe ich Olivenöl und Sriracha-Sauce gegeben. Auf die Möhrenstücke habe ich nur Olivenöl gegeben.

Östliche Pilze: ich habe Shiitake, Baumohren, Seetang und die Feige zusammen gewässert und dann gekocht. Die festen Bestandteile habe ich herausgefischt und mit Olivenöl und Sojasauce angerichtet.

Gerstenschrot nach Tsampa-Art: ich habe das Gerstenschrot zunächst in einer trockenen Pfanne geröstet. Gleichzeitig habe ich schwarzen Tee gebrüht. Dann habe ich das Gerstenschrot mit etwas Salz, Natron und schwarzen Tee im Reiskocher fertig gegart.

Ich wollte nicht nur mit Petersilie garnieren, sondern auch Rettichsprossen dazu geben. Es sah aber so fertig aus, daß ich es vergessen habe. Ich habe die Sproßen beim Essen auch nicht vermißt.


Das vegane Schnitzel war in Ordnung. Petersilienwurzel und Feige paßten zusammen. Das Gemüse und die Kartoffeln blieben blaß. Pilze und Seetang schmeckten anders, weil ich sie sonst zusammen mit Miso und Buchweizennudeln esse. Wie kam es nun zum Gerstenschrot nach Tsampa-Art?

Das, was ich gekocht habe, war allenfalls inspiriert. Es hat mit Tsampa und tibetischem Buttertee nichts zu tun. Über Buttertee habe ich früher schon geschrieben [1], insbesondere wie man ein ähnliches Getränk hier bei uns mangels Originalzutaten herstellen kann.

Ich hatte gestern ein Buch fast zufällig in der Hand, weil es da stand, wo es nicht hingehört. Es war ein Buch von Alexandra David-Neel [2]. Tsampa wird aus Gerste hergestellt, indem die Gerstenkörner zusammen mit Sand erhitzt werden, damit die Gerste nicht anbrennt. Wenn die Gerste geröstet ist, werden die Körner vom Sand getrennt und dann mahlt man die Gerste. Tsampa wird dann mit einem Rest Buttertee verknetet (da nennt man dann Pa) und gegessen. Wie kamen nun die Tibeter dazu, Getreide in Form von Pa und nicht als Brot zu essen? Ich nehme an, daß es sich um ein Erbe des Nomadenlebens handelt. Aus Tsampa ist schnell Pa gemacht. Tsampa ist einfacher als Brot zu lagern; noch besser ist die Gerste als ganzes Korn lagerfähig.

Während man bei uns eher kleine als große Tiere schlachtet, wenn einem Tiere leid tun und man trotzdem Fleisch essen will, ist es in Tibet genau umgekehrt. Besser mit einem Großtier nur eine Seele opfern als mit kleinen Tieren viele.

Nun noch etwas für Freunde von Haggis, Pfälzer Saumagen, Grützwurst und ähnlichen Zubereitungen. So etwas kennen die Tibeter auch. Der Magen des geschlachteten Tieres wird mit Herz, Leber, Nieren und weiteren Bestandteilen gefüllt und zugenäht. Der Inhalt reift dann über Tage bis Wochen. Man bereitet daraus eine Suppe, „die vor allem bei den ärmeren Leuten sehr beliebt ist“. Leider habe ich den tibetischen Namen für diese Speise nicht gefunden; unter den Artikeln, die ich gerade deshalb gelesen habe, fand ich diesen hier interessant [3].




PS. Dieser Blogpost übertreibt im Gebrauch des ß. Aber sonst wird das Doppel-S zu häufig benutzt, wie ich meine.



Links und Literaturangaben:
[1] https://rheumatologe.blogspot.com/2018/09/yak-butter-tea.html
[2] Alexandra David-Neel: Leben in Tibet. Kulinarische und andere Traditionen aus dem Lande des Ewigen Schnees. Basel 1994. Ich weiß auch nicht, was mich damals geritten hat, dieses Buch zu kaufen.
[3] http://factsanddetails.com/china/cat6/sub35/item212.html  


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Sunday, January 3, 2021

#KeinKantinentweet Nr. 42

 


Malve und Gerste


Ich habe das heutige Essen Malve und Gerste genannt, da ich etwas mit Malvenblättern [1] und Gerste, die ich im selben Laden entdeckt hatte, kochen wollte.

Gerste:
die Gerstengrütze (geschrotete Gerste) mit Wasser im Reiskocher aufsetzen und warten, bis sie fertig ist.

Kohlroulade mit Malvenblätter-Füllung:
ich habe in zwei Arbeitsgängen die Spitzkohlblätter und die Malvenblätter (ohne Stängel) blanchiert. In die Kohlblätter legte ich eine Schicht Malvenblätter, würzte mit Pfeffer und Salz, legte Zuckerschoten und Knoblauchstifte obenauf, und packte noch eine Schicht Malvenblätter darüber. Zusammenrollen, fixieren und auf ein eingeöltes Backblech geben. 10 Min. bei 180° C im Umluftherd garen. Ofen ausschalten, auf 140° C abkühlen, dann weitere 10 Min. im Ofen belassen.

Panierter Patty:
ich hatte noch einen Bio-Veggie-Patty auf Weizen- und Soja-Basis, den ich mit Senf eingeschmiert und in Paniermehl gewälzt habe, dann in Olivenöl kross braten.

Trockene Sauce:
zu dem Rest Öl vom Patty habe ich noch etwas Ölivenöl und eine kleingehackte Zwiebel gegeben, angebraten, noch Ras el-Hanout dabei, Salz und zum Schluss zerbröselte Cornflakes.

Die Gerste habe ich auf sehr dünne Tomatenscheiben gesetzt. Garnierung (zum Mitessen gedacht!) mit Petersilie und Salbei.


Gerste (Hordeum vulgare) ist ein altes Getreide und erste Nutzungen sind bis vor ca. 17.000 Jahren belegt [2]. Neben Brot wurde auch Bier aus Gerste hergestellt. In der Gerste sind beta-Glucane (Ballaststoffe) enthalten, die Cholesterin senken können und der Verdauung förderlich sind. Außerdem bremsen beta-Glucane den Anstieg des Blutzuckers (günstig bei Diabetes). Wenn man hier in den durchschnittlichen Supermarkt geht, findet man wenig Gerste. Ich finde das angesichts der Geschichte und des Nutzens verwunderlich. Man findet allenfalls Graupen und das ist rund geschliffene Grütze. Ich war deshalb sehr froh, als ich in dem marokkanischen Supermarkt in Köln Gerste erwerben konnte.

Meine Schwägerin hier in der Eifel dachte sofort an Bulgur. Ich bin ein Fan von Bulgur, aber da sind wir im Bereich von parboiled Getreide. Das Verfahren ist uns vom Reis geläufiger – und das wurde auf Twitter auch vermutet. Ich muss zugeben, dass ich von Geschmack und Mundgefühl sowie dem Kauverhalten diese Gerstengrütze und Bulgur nicht unterscheiden könnte.




Die Tibeter bauen traditionell Gerste an, die geröstet und gemahlen wird. Das Produkt heißt Tsampa und wird mit Buttertee vermischt und gegessen. Der große Sprung nach vorn (大跃进) führte Ende der 1950iger und Anfang der 1960iger Jahre zu Hungersnöten in der VR China mit schätzungsweise 36 Mill. Toten [3]. In die Zeit fällt auch die Flucht des Dalai Lama und vieler Tibeter nach Indien. Zwei wesentliche Gründe führten in Tibet zur Hungersnot: die Bauern mussten in Kollektiven Weizen anstatt Gerste anbauen, und der gedeiht schlecht wegen Höhe und Kälte, und die Nomaden wurden zur Sesshaftigkeit gezwungen und durften das Vieh nicht vor dem Winter schlachten, so dass es dann verhungerte. Heute gibt es wieder Nomaden und die stehen sich nicht schlecht. Es wird auch längst wieder Gerste angebaut. Und wer jetzt Lust hat, der schaut sich den Erntedank in Tibet an [4].




Links und Literaturangaben:
[1] Im #KeinKantinentweet Nr. 34 hatte ich schon über Malvenblätter und andere Blattgemüse berichtet. https://rheumatologe.blogspot.com/2020/12/sofisch-marmorreis-und-malvenblatter.html
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Gerste

[3] http://factsanddetails.com/china/cat6/sub32/entry-4423.html https://www.meltdownintibet.com/f_redgreen.htm https://qz.com/633457/charted-chinas-great-famine-according-to-yang-jisheng-a-journalist-who-lived-through-it/ https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Sprung_nach_vorn
[4] https://rheumatologe.blogspot.com/2018/08/the-tibetan-villagers-thank-for-harvest.html

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