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Tuesday, August 5, 2025

The Grand Tour – Moskau, Roter Platz

 


Harry Seidler [1] führt uns in seinem Buch [2] auf sechs Seiten in die Architektur Russlands ein. Seidler widmet dem Roten Platz eine halbe Seite und schreibt: „Moskau, Roter Platz. / Dreh- und Angelpunkt der Stadt. Im Hintergrund die farbig gefassten Türme der Basilikus-Kirche, rechts das Lenin-Mausoleum, vor dem die Besucher anstehen.“ Ich hatte Moskau 2012 besucht und von dieser Reise stammen auch die Fotos hier. Bereits 2012/2013 hatte ich ausführlich von dieser Fahrt durch Moldawien, die Ukraine und Russland berichtet [3]. Jetzt freue ich mich, daß ich damals die Reise gemacht habe, da es auf lange Sicht unwahrscheinlich erscheint, Moskau bzw. Russland erneut zu besuchen. 

Der Rote Platz (Красная площадь) ist einer der bekanntesten Plätze [4], von dessen historischen Bauwerken Seidler die Basilius-Kirche und das Lenin-Mausoleum erwähnt und außerdem den Nikolausturm (Никольская башня) zeigt. Auf diese Bauwerke werde ich gleich eingehen. Das Kaufhaus GUM hat er extra erwähnt und so werde ich das ebenso machen. Das Staatliche Historische Museum, Auferstehungstor und die Kasaner Kathedrale hat er nicht erwähnt und ich spiele mit dem Gedanken, diesen Bauwerken auch einen Blogpost zu widmen. Der Platz ist riesig, von den Ausmaßen ähnlich wie der Naghsh-e Jahan Platz (aka Khomeini Square oder Meidān-e Emām), der in dieser Reihe bereits über die Madsched-e-Imam in Isfahan erwähnt woden ist [5].

Zurück zum Rot in Roter Platz. Das russische Adjektiv красный (krasny) bedeutete in der russischen Sprache ursprünglich neben „rot“ auch „schön“, so daß der Rote Platz eher der Schöne Platz sein sollte. Das kann man auch im Wikipedia-Artikel näher lesen. Dort kann man sich auch eine Zeichnung von Apollinari Wasnezow au dem Jahr 1925 ansehen, die den Roten Platz im 17. Jahrhundert ungefähr in der Perspektive von Seidler zeigt.

Die Basilius-Kathedrale (Храм Василия Блаженного) – der vollständie Name Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kathedrale am Graben (Собор Покрова Пресвятой Богородицы, что на Рву) ist etwas unhandlich – war einst das Hauptgotteshaus der Metropole. Nach Ende der Sovietzeit werden auch wieder Gottesdienste dort gefeiert. An gleicher Stelle stand Mitte des 16. Jahrhunderts eine Holzkirche, die der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht war und dem Platz damals den Namen gab. Heute ist Basilius-Kathedrale wahrscheinlich das am häufigsten fotografierte Objekt am Ort. Basilius bezieht sich nicht auf den Bischof von Cäsarea und Kirchenlehrer Basilius der Große (330-379 n. Chr.) sondern auf den russischen Heiligen Basilius der Selige (Василий Блаженный), der im 15. bzw. 16. Jahrhundert gelebt hat [6]. Hier ist die Gefahr der Abschweifung groß, denn vom Hl. Basilius komme ich auf die Basilisken (Leguanartige), von denen eine immerhin Jesus-Christus-Echse genannt wird, zu Schlangen, zur neunschwänzigen Katze, zu den neun Leben der Katze und schließlich den neun Kirchen, aus denen sich die Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kathedrale am Graben vulgo Basilius-Kathedrale zusammensetzt. Die neun Namen und mehr zur Architektur findet man im Wikipedia-Artikel [7]. Unter den neun Kirchen findet sich auch die Kirche des Einzugs in Jerusalem (Входа во Иерусалим). Wahrscheinlich werde ich in Zukunft den Aachener Dom mit ganz anderen Augen sehen, ob es mich sehr anstrengen wird, angesichts des karolingischen Oktogons nicht an MMA (Mixed Martial Arts) zu denken. 


An der Kremlmauer findet sich das Lenin-Mausoleum, zu dem wir allerdings keinen Zutritt erlangten. Ich ging schon einmal in Richtung Eingang und ein Wachtposten kam auf mich zu, er kam schon fast hervorgesprungen, und rief auf Englisch: „Lenin is closed!“ Wahrscheinlich wurde Lenin wieder einmal aufgefrischt wie alle kommunistischen Führer, die man in Mausoleen besichtigen oder besuchen darf. Ich war mit einem befreundeten Ehepaar unterwegs. Mit den beiden war ich auch in Beijing (北京市) auf einer Reise, aber Mao Zedong (毛泽东) war nicht zu sehen. Ich hatte Mao Zedong jedoch vor etwa vor über 30 Jahren sehen können. Wir sind auch zusammen in Hanoi gewesen und da war Ho Chi Minh gerade nicht zu sehen, aber den hatten meine Freunde Jahre zuvor gesehen. Nun, mit diesen interessanten Erinnerungen über das Sehen und Nicht-Sehen von kommunistischen Führern gehen wir mal schnell darüber weg, daß Lenin nicht zu sehen war. 


Dann kann man noch den 70 m hohen Nikolausturm sehen, der nach dem Hl. Nikolaus benannt worden ist. Am 6. Dezember kommt der Nikolaus. Nikolaus war Bischof von Myra in der kleinasiatischen Region Lykien. Erstaunlich unscharf aber sind seine Lebensdaten, denn er wurde  zwischen 270 und 286 (16 Jahre Ungewißheit) geboren und gestorben ist er am 6. Dezember (aha, s.o., der Nikolaustag), allerdings werden die Jahre 326, 345, 351 und 365 genannt (das sind sogar 39 Jahre Ungewißheit). Also erreichte er ein Lebensalter von 40 bis 95 Jahre [8]. 

Wer weiß, vielleicht treffen wir uns ja nach dem Krieg [9] auf dem Roten Platz.



Links und Anmerkungen:
[1] Wikipedia: "Harry Seidler (* 25. Juni 1923 in Wien; † 9. März 2006 in Sydney) war ein in Österreich geborener australischer Architekt." 
https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Seidler 

[2] Auftakt und Buchbesprechung hier: 
https://rheumatologe.blogspot.com/2022/06/the-grand-tour-buchbesprechung-und.html 

Harry Seidler: The Grand Tour - Reise um die Welt mit dem Blick des Architekten. Taschen GmbH, Köln 2004. ISBN: 3-8228-3871-6. Für den Roten Platz S. 114.
[3] https://rheumatologe.blogspot.com/search/label/Russia  
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Platz 
[5] The Grand Tour – Madsched-e-Imam, Isfahan 
https://rheumatologe.blogspot.com/2022/06/the-grand-tour-madsched-e-imam-isfahan.html 
[6] https://de.wikipedia.org/wiki/Basilius_der_Selige 
[7] https://de.wikipedia.org/wiki/Basiliuskathedrale_(Moskau)#Architektur 
[8] Ich habe u.a. über diese beiden Kirchen geschrieben, die den Hl. Nikolaus als Schutzpatron haben:
Die Kirche St. Nikolaus in Hausen 
https://rheumatologe.blogspot.com/2024/12/die-kirche-st-nikolaus-in-hausen.html  
St. Nikolaus in Daun 
https://rheumatologe.blogspot.com/2024/11/st-nikolaus-in-daun.html 
[9] Frei nach Jaroslav Hasek.

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Thursday, July 31, 2025

The Grand Tour – St. Petersburg, Eremitage (Winterpalast), 1754-62



Harry Seidler [1] führt uns in seinem Buch [2] auf sechs Seiten in die Architektur Russlands ein. Seidler widmet der Eremitage insgesamt eine ganze Seite. Er schreibt: „St. Petersburg, Eremitage (Winterpalast), 1754-62. Architekt: Bartolomeo Francesco Rastrelli. Das langgestreckte Gebäude, reich verziert und mit vielen Innenhöfen versehen, blickt auf einer Seite zum Fluss und grenzt an der anderen Seite an den alten, zentralen Platz der Stadt.“  Ich hatte St. Petersburg (Санкт-Петербург) 2012 besucht und von dieser Reise stammen auch die Fotos hier. Bereits 2012/2013 hatte ich ausführlich von dieser Fahrt durch Moldawien, die Ukraine und Russland berichtet [3]. Jetzt freue ich mich, daß ich damals die Reise gemacht habe, da es auf lange Sicht unwahrscheinlich erscheint, St. Petersburg bzw. Russland erneut zu besuchen. 

Seidler hat auf einer halben Seite eine sehr schöne Perspektive durch einen Torbogen gefunden und zeigt auf der nachfolgenden Seite noch zwei kleinere Bilder aus dem Inneren des Palastes. Dies war mir leider versagt, denn der Palast war damals geschlossen. Seidler beschränkt sich au den Winterpalast (Зимний дворец), der das Gegenstück, jedenfalls namentlich, zum Sommerpalast im Sommerpalast darstellt. Zur Eremitage [4] gehören allerdings auch die Kleine Eremitage, eine Gemäldegalerie für Katharina die Große (1775), die sich anschließende Alte oder auch Große Eremitage (1787) [5], das Eremitage-Theater (1787), zunächst nur bis 1796, jetzt aber wieder seit 1989 bespielt, sowie die Neue Eremitage (1839-1852).  

Betrachten wir aber näher die Winterpalast. Es gab bereits 1711 einen Winterpalast [6], der schon 1721 durch einen Neuen ersetzt wurde Dieser wurde dann niedergerissen und zwischen 1754 und 1762 neu aufgebaut durch den bereits erwähnten Bartolomeo Francesco Rastrelli und gilt als eines der Hauptwerke des russischen Barocks, so daß es nicht verwundert, daß es seit 1990 zum UNESCO-Welterbe gehört. Das Gebäude ist dreigeschossig und die Fassadenseiten wechseln in der Ausstattung (z.B. Fenster). Durch die Beschränkung auf drei Stockwerke wirkt es nicht wuchtig, wie man es sonst bei 1000 Räumen hätte erwarten dürfen. Der größte Raum mißt 1103 m² – das ist größer als ein Handballfeld. 1837 brannte der Winterpalast nieder, so daß kaum noch Inneneinrichtung aus der Zeit vor dem Brand überdauert hat. Allerdings waren bereits 1839 die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Umfangreichen Sanierungsarbeiten wurden in den Jahren 1984 und 2005 durchgeführt. Das sollte nun genügen, denn die Wikipedia-Artikel sind sehr umfangreich, so daß man bei weiteren Fragen dort fündig werden dürfte.





Links und Anmerkungen:
[1] Wikipedia: "Harry Seidler (* 25. Juni 1923 in Wien; † 9. März 2006 in Sydney) war ein in Österreich geborener australischer Architekt." https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Seidler 
[2] Auftakt und Buchbesprechung hier: 
https://rheumatologe.blogspot.com/2022/06/the-grand-tour-buchbesprechung-und.html
 

Harry Seidler: The Grand Tour - Reise um die Welt mit dem Blick des Architekten. Taschen GmbH, Köln 2004. ISBN: 3-8228-3871-6. Für den Winterpalast S. 111/112.
[3] https://rheumatologe.blogspot.com/search/label/Russia  
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Eremitage_(Sankt_Petersburg) 
[5] Ein jüngeres Gebäude die Alte Eremitage zu nennen, darauf muß man erst einmal kommen. 
[6] https://de.wikipedia.org/wiki/Winterpalast 

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Tuesday, July 29, 2025

The Grand Tour – Moskau, Kreml, Himmelfahrtskathedrale, 1470

 

 
Harry Seidler [1] führt uns in seinem Buch [2] auf sechs Seiten in die Architektur Russlands ein. Seidler widmet der Himmelfahrtskathedrale oder besser der Entschlafenskathedrale insgesamt eine ganze Seite. Er schreibt: „Moskau, Kreml, Himmelfahrtskathedrale, 1470. Runde Türme mit vergoldeten Kuppeln überragen die Fassade mit ihren harmonischen Dachbögen.“  Ich hatte Moskau 2012 besucht und von dieser Reise stammen auch die Fotos hier. Bereits 2012/2013 hatte ich ausführlich von dieser Fahrt durch Moldawien, die Ukraine und Russland berichtet [3]. Jetzt freue ich mich, daß ich damals die Reise gemacht habe, da es auf lange Sicht unwahrscheinlich erscheint, Moskau bzw. Russland erneut zu besuchen. 

Eine ähnliche Perspektive zeigt Harry Seidler.

Die Entschlafenskathedrale (Успенский собор)  – der Name bezieht sich auf das Entschlafen der Hl. Maria – steht im Kreml und war Krönungskirche der Zaren und Begräbniskirche der Patriarchen  [4]. Sie ist gleichzeitig die größte Kathedrale des Kremls und das älteste Gebäude Moskaus. Sie wurde 1475–1479 durch den italienischen Architekten Aristotele Fioravanti erbaut und ist vom architektonisch Stil her von der Renaissance beeinflußt. Wahrscheinlich gab es schon vorher Sakralbauten dort. Bei Ausgrabungen im Jahr 1968 entdeckte man ein mittelalterliches Gräberfeld und nimmt an, daß sich ab Mitte des 12. Jahrhunders dort eine Kirche aus Holz befunden hat. Die erste sicher nachweisbare Kirche war ein Sandsteinbau, der 1326/1327 erbaut worden war.


Die Entschlafenskathedrale steht auf dem Kathedralenplatz (Соборная площадь), östlich befindet sich der Glockenturm Iwan der Große, südöstlich die Erzengel-Michael-Kathedrale und südlich die Maria-Verkündigungs-Kathedrale, die aber alle sind von Harry Seidler nicht beschrieben worden, so daß ich sie auch außen vor lasse.

Ich habe auch von Innen eine Ansicht ausgesucht, allerdings wird sie der Kathedrale kaum gerecht. Schade, daß man sie aktuell nicht besuchen kann.




Links und Anmerkungen:
[1] Wikipedia: "Harry Seidler (* 25. Juni 1923 in Wien; † 9. März 2006 in Sydney) war ein in Österreich geborener australischer Architekt." https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Seidler 
[2] Auftakt und Buchbesprechung hier: https://rheumatologe.blogspot.com/2022/06/the-grand-tour-buchbesprechung-und.html 
Harry Seidler: The Grand Tour - Reise um die Welt mit dem Blick des Architekten. Taschen GmbH, Köln 2004. ISBN: 3-8228-3871-6. Bild S. 110, Text S. 111.
[3] https://rheumatologe.blogspot.com/search/label/Russia  
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Entschlafenskathedrale_(Moskau) und https://en.wikipedia.org/wiki/Dormition_Cathedral,_Moscow 

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Friday, July 25, 2025

Das WinzHaus als Ort spiritueller Einkehr

 

Andachts- und Wohnort eines Mönches auf ca. 5370 m Höhe in Ladakh



給我一個小小的家蝸牛的家
Gebt mir ein winziges Heim, ein Schneckenhaus [2]
 
Kapitel 19  –  Das WinzHaus als Ort spiritueller Einkehr

Weist die Liedzeile der taiwanesischen Pop-Sängerin Su Rui (蘇芮) in die Richtung eines Ortes spiritueller Einkehr? Ich meine -: Ja. In diesem Kapitel geht es um WinzHäuser als Ort der spirituellen Einkehr. Da dies etwas hochgeschraubt erscheinen mag, möchte ich noch einige Worte zur Erdhaftung folgen lassen. Selbst die Laube im Schrebergarten [3] oder die Jagd- oder Angelhütte können Orte spiritueller Einkehr sein. Wobei ich bei Jagd eher das Schießen von Fotos sehe und beim Angeln das vegane Angeln bevorzuge [4]. Im Zen-Buddhismus kann und soll auch die Toilette ein Ort des Nachdenkens über das Koan sein [5]. Die Toilette ist schließlich nichts anderes als ein WinzHaus mit Herzchen.

Retreat in den Anden

Wer sucht nun einen Ort spiritueller Einkehr? Vielleicht vereinfacht ausgedrückt: der/die EinsiedlerIn. Meine erste Begegnung war Alexandra David-Néel. Ich hatte in Köln vor und während des Medizinstudiums auch Ethnologie studiert. Ich erinnere mich an die Bibliothek des Instituts im Hauptgebäude der Universität zu Köln. Dort gab es einige Bücher über Tibet, für die man auf die Rollleiter steigen mußte. Ich habe nicht nur Bücher von Alexandra David-Néel sondern auch von anderen Entdeckern des abgeschlossen, ja auch verschlossenen Tibets gelesen. Ich habe das Bild von ihr, das mir von damals in Erinnerung geblieben ist, in mehreren Büchern, aber dies hier möchte ich zitieren [6]. Die Bildunterschrift auf S. 73 lautet: „Alexandra David-Néel vor ihrer selbstgezimmerten Eremitage im Gebiet von La-chen (Himalaja 1915)“. Das ist also 110 Jahre her.

Auf der gegenüberliegenden Seite (S.72) las ich: „Wir waren auf unserem Weg zum Saluën [Salwen] hinab gerade an einem der niedrigen Pässe des Kha-Karpo-Gebirges angelangt, als wir hinter uns Glöckchengebimmel hörten.“ Das verführte mich, dort näher nach dem Ort der Eremitage zu suchen, denn ich hatte 2009 auch diesen Weg genommen – und wenn ich die Reiseroute auf S. 120 vergleiche, dann ist sie über weiter Strecken deckungsgleich mit meiner Route. Vor der Kulisse des Khawa Karpo (tib.: kha ba dkar po) hatte ich mit meinen Reisebegleitern Halt gemacht. Der Gipfel ist weiterhin unbestiegen und aus kulturellen und religiösen Gründen wird dies auch noch eine Weile so bleiben [7]. Das liegt ca. 750 km östlich von Lhasa. 


Ich recherchierte weiter zu „Gebiet von La-chen“ und fand den „Nagenla (Lhachen La) Mountain Pass in Damxung“ [8]. Das liegt etwa 120 km NWN von Lhasa. Dort bin ich 1998 gewesen und die Landschaft sah überhaupt nicht so aus, wie das Bild im Buch sie nahelegt.

Ich suchte weiter und fand den Ort über die Jahreszahl. Frau David-Néel befand sich 2015 in Sikkim und die Eremitage hatte sie dort errichtet. Ich war zwar zweimal in Sikkim, aber nicht in Lachen. Das liegt übrigens etwa 320 km südwestlich von Lhasa. Mittlerweile kann man den Ort aber besichtigen [9]. Vielleicht beim nächsten Besuch?

Alexandra David-Néel schrieb wie auch Sven Hedin oder Wilhelm Filchner [11] sehr abenteuerlich über ihre Reisen. Über die Ruhephasen berichtet sie zwar auch, aber deutlich weniger. In ihrer Eremitage hatte sie tibetanische Yogaübungen durchgeführt, sich mit dem Buddhismus beschäftigt, aber ob sie auch Tibetisch konnte, weiß ich nicht. Mit ihrem Adoptivsohn, dem Lama Yongden, hatte sie einen Übersetzer. Andererseits dauerte die Reise von 1911 bis 1925, da war also auch Zeit, Sprache zu erwerben. 

Bleiben wir noch im Himalaya. Tenzin Palmo (geborene Diane Perry) [12] entschloß sich zur Meditation in größtmöglicher Abgeschiedenheit in der Kagyü-Tradition des tibetischen Buddhismus. Während und kurz nach der Kulturrevolution war Tibet selbst keine Option. Sie fand aber eine Höhle im Gebirge und zwar im Lahaul Tal, da liegt etwa 100 km Luftlinie von Dharmasala entfernt und liegt südlich von Ladakh. Im Winter können dort die Temperaturen zwischen -30-40° C liegen. Sie lebte dort in einer Höhle von 3x2 m über 12 Jahre, die letzten drei Jahre im strengen Retreat [13]. Streng heißt unter anderem, die Witterung auszuhalten und nur drei Stunden in der Nacht sitzend zu schlafen. In dem Interview beschreibt sie, daß Glück nicht von den äußeren Umständen anhängig sein sollte („Es ist unsere Aufgabe, uns selber Glück zu wünschen, selber glücklich zu sein.“). 

Kommen wir vom Himalaya einmal zurück nach Europa, bleiben aber im Gebirge. Mönchen und Nonnen in der katholischen Tradition lebten in Zellen der Klöster, aber die Zellen oder Häuschen der Kartäuser ermöglichten dann noch mehr Abgeschiedenheit. Die Kartäuser gehen auf den heiligen Bruno von Köln zurück [14]. Wahrscheinlich kennen die meisten das Getränk Chartreuse, das seinen Namen von den Kartäusern hat, denn die haben den Kräuterliqueur erfunden. Die Chartreuse aber ist eine einsame Gebirgsgegend bei Grenoble (Frankreich), in der Bruno den Orden gegründet hat. Die Kartäuser leben in kleinen Häusern, die mit dem Kreuzgang und der Kirche verbunden sind; hinter der kleinen Wohnstätte lagen Werkraum und Garten. Auf dem Athos existiert die Siedlungsform der Skiten (griechisch σκήτες), wobei in einer der Formen „Kelliá (griechisch κελλιά ‚Zellen‘), Hütten für einen Bewohner“, rund um einen klösterlichen Zentralbau angelegt sind [15]. Diese Form des Mönchstums bildete sich etwa im 9. Jahrhundert heraus. Aber das Wort Skite geht auf die Sketische Wüste Ägyptens zurück, in die im 3. Jahrhundert die Eremiten gegangen waren, zeitweise so viele, daß geregelt werden mußte, wie nah die Zellen untereinander gebaut werden durften [16]. 
Fassen wir diesen Teil zusammen. Die Eremiten wollten Ablenkungen vermeiden, um so in einfachen Lebensumständen zu beten und zu meditieren. Der Rückzug von Menschen in eine Hütte, Höhle oder Zellen (kelliá - κελλιά) kommt dem WinzHaus sehr nah.
 

Wer nicht in den Himalaya reisen möchten, dem rate ich zu einem Besuch der St. Veitskapelle oder Vituskapelle im Isteiner Klotzen [17]. Die Kapelle ist in eine Nische des Isteiner Klotzens gebaut worden. Istein gehört zur Gemeinde Efringen-Kirchen und liegt nahe der Grenze zur Schweiz, weshalb ich dort überhaupt vorbeigekommen bin. Die Kapelle wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert erbaut und gehörte zur Burg Istein. Sie wurde mehrfach zerstört. Warum sie die französische Besatzungsmacht zwischen 1947–1950 zerstörte, erschließt sich mir nicht, als hätten sie nichts besseres zu tun gehabt – z.B. Nazis suchen, aber die Kapelle wurde Ende der 1980iger Jahre durch eine Bürgerinitiative wieder aufgebaut.

Hurtig zurück in den Himalaya! Und zwar nach Bhutan. Der vollständige Bericht zum Tigernest findet sich in der Reisebeschreibung aus dem Jahr 2023 [18]. Während man die St. Veitskapelle über ein paar Treppen erreichen kann, ist der Weg zum Tigernest oder Taktsang steil und anstrengend. Es geht bergauf und wieder bergab und erneut bergauf. Man muss trittsicher sein und wandert auf etwa 3.000 m Höhe. Ich bin im Jahr 2000 und noch einmal 2023 dort hinaufgestiegen. 

Paro Taktsang Dzongkha:
སྤ་གྲོ་སྟག་ཚང་) ist im Westen besser als Tigernest bekannt; weitere Namen finden Sie im Wikipedia-Artikel, aus dem ich weitere Informationen entnommen habe [19]. Padmasambhava (Guru Rinpoche) meditierte und praktizierte in einer der 13 Höhlen (Taktsang Senge Samdup-Höhle). Später (1692) wurde der Klosterkomplex um diese Höhle herum an der Felswand des oberen Paro-Tals errichtet und wurde nach und nach zu einer heiligen Stätte des Vajrayana-Buddhismus im Himalaya. Am 19. April 1998 (2 1/2 Jahre bevor ich Taktsang zum ersten Mal besucht hatte [20]) brach im Hauptgebäude des Klosterkomplexes ein Feuer aus. Die Brandursache ist unklar, aber es wurden ein elektrischer Kurzschluss oder flackernde Butterlampen diskutiert. Danach wurde jedoch alles rekonstruiert.

Wir haben uns gerade mit allen möglichen Schneckenhäusern, WinzHäusern, Hütten, Höhlen und anderen Rückzugsorten als Orte spiritueller Einkehr beschäftigt. Darum: Laßt uns zwei, drei, viele WinzHäuser [21] errichten!





Links und Anmerkungen:
[1] Hinweise auf das Projekt finden sich in der Einleitung: https://rheumatologe.blogspot.com/2024/01/das-winzhaus-einleitung.html 
[2] Die taiwanesische Pop-Sängerin Su Rui (蘇芮) hatte schon zu Beginn ihrer Karriere die Großstadt mit den bedrohlichen Hochhäusern thematisiert; beispielsweise in dem Lied 一样的月光 [2a]. Später veröffentlichte sie eine Interpretation des Liedes Schneckenhaus (蝸牛的家) von Zheng Zhihua (鄭智化). In dem Lied wünscht sie sich ein Schneckenhaus:
給我一個小小的家蝸牛的家
Gebt mir ein winziges Heim, ein Schneckenhaus [2b]
[2a] Derselbe Mond 一样的月光 / #百萬點閱金曲 #蘇芮
1983年,電影《搭錯車》主題曲 https://www.youtube.com/watch?v=ufAtOoMazjw   
[2b] Schneckenhaus  蝸牛的家 / 蘇芮《東方快車謀殺案》專輯 / 1989年 - https://www.youtube.com/watch?v=2XJuKiXqXJU   
[3] Auch das ist ein Thema, das mich schon seit langer Zeit beschäftigt.
Das Shangri-la im Schrebergarten 
https://rheumatologe.blogspot.com/2013/04/das-shangri-la-im-schrebergarten.html 
[4] Veganes Angeln ohne AngelSchein? 
https://rheumatologe.blogspot.com/2024/04/veganes-angeln-ohne-angelschein.html   
[5] Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen hatte, aber immerhin kann man in der Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophie (Dr. phil.) durch die Philosophische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf von Frau Mariko Fuchs (Die Pädagogik des Zenmeisters/ Darstellung und Analyse) die Wichtigkeit der Regelung des Geschehens um die Toilette nachlesen.  
https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-5809/P%C3%A4dagogik%20des%20Zenmeisters.pdf
 

[6] Alexandra David-Néel: Mein Weg durch Himmel und Hollen. Scherz Verlag, Bern 1986. [ISBN: 3502191425].
[7] https://de.wikipedia.org/wiki/Khawa_Karpo 
[8] https://mysterioustibet.com/nagenla-mountain-in-damxung-county-lhasa.html  
[9] https://www.sikkimtours.co.uk/hermitage-at-north-lachan 
[10] Sven Anders Hedin (1865-1952) war ein schwedischer Geograph, Topograph, Entdeckungsreisender, etc. pp.
Von ihm hatte ich ziemlich viel gelesen, auch „Abenteuer in Tibet“ (1904) und erst vor wenigen Jahren „Der wandernde See“ (1937).
https://de.wikipedia.org/wiki/Sven_Hedin  
[11] Wilhelm Filchner (1877-1957) war ein deutscher Geophysiker, Geodät, Forschungsreisender und Reiseschriftsteller. 
Ich hatte damals u.a. 
„Das Kloster Kumbum“ (1906) und „Om mani padme hum“ (über die Tibetexpedition 1926–1928) gelesen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Filchner 
[12] Jetsunma Tenzin Palmo (geboren 1943 als Diane Perry) ist eine britische buddhistische Nonne in der Kagyü-Tradition des tibetischen Buddhismus. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Tenzin_Palmo 
[13] Mariette Schürholz: Interview mit Tenzin Palmo. „Wir sind von Natur aus unbefleckt! Das ist die Glücksbotschaft.“ Bhuddismus aktuell 3/2005, S. 27-31. Insbesondere der grau unterlegt Kasten „Die ehrwürdige Tenzin Palmo meditierte zwölf Jahre in einer Höhle“ auf S. 31, aber auch der 
zitierte Wikipedia-Artikel [12].
[14] https://de.wikipedia.org/wiki/Kart%C3%A4user 
[15] https://de.wikipedia.org/wiki/Athos  
[16] Hans Conrad Zander: Als die Religion noch nicht langweilig war. Die Geschichte der Wüstenväter. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2001. ISBN: 3-462-02982-7.
[17] https://de.wikipedia.org/wiki/St.-Veits-Kapelle_im_Isteiner_Klotzen 
[18] https://rheumatologe.blogspot.com/2023/05/the-tigers-nest-or-taktsang-near-paro.html 
[19] https://en.wikipedia.org/wiki/Paro_Taktsang
[20] Glimpses into Bhutan in the Year 2000 – A Travel Diary Part 7 / 15th of October [20a]:
„We were on the way to the Tiger's Nest / Thaktsang Lhakhang. The path was easy [20b], but difficult due to the altitude (3,000 m). We passed the lookout point just before the cafeteria. There I met a young Australian woman from Perth who had a permit for Tiger's Nest. We went on with two pilgrims from Thimphu. The path came close to a waterfall. Women carried stones for the new building. I stopped for a moment at the ceremony in the new walls and didn't go in straight away, listened to the drums and the music. Then I went on with the three women to whom an old monk opened the old Lhakhang, which is shown in J.C. White's book [20c]. I looked at everything in peace, while the Australian completely freaked out and threw herself down. Later she procured a white ribbon for the sanctuary and asked to be allowed to do her Tibetan prostration exercises there. Everything had been certainly very meritorious. At least it got me into the heart of the Tiger's Nest. On the way down I have been stopped by the clerk of the monastery (“I'm also a policeman”). He had previously had a dispute with C. [a friend, who did not want to hike up to Taktsang], which I didn't know at the time. Of course I didn't have a permit. I followed the Australian. I was able to reassure him because I assured him that I didn't want to cause him any trouble. I remember one argument: stones could fall down the mountain. Well, nothing can happen to you if you have a permit.“
[20a] https://rheumatologe.blogspot.com/2020/09/glimpses-into-bhutan-in-year-2000_10.html   
[20b] The new path is strenuous and not easy!
[20c] J(ohn). Claude White: Sikhim & Bhutan: Twenty-One Years On The North-East Frontier, 1887-1908. Edward Arnold (Publ.). London 1909. Reprinted New Delhi 1999. Again available as Paperback, 2012: ASIN: ‎ B00AWKMGQY. The picture of Taktsang is opposite of page 128.
[21] Frei nach Che Guevara.

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Thursday, July 3, 2025

Die Heilig Geist Kirche in Olpe (Rüblinghausen)

 


Der regelmäßige Leser dieses Blogs wird sich jetzt wundern, warum es mich ins Sauerland verschlagen hat, um über eine dortige Kirche zu berichten; normalerweise würde man eine Kirche in der Eifel oder vielleicht noch Köln erwarten. Es hat einen besonderen Grund, denn ich habe eine Führung durch die Architekten des Umbaus sowie den damaligen Projektleiter der Kirchengemeinde bekommen. 

Rüblinghausen hat etwas über 1000 Einwohner und gehört zur Kreisstadt Olpe. Es liegt im Sauerland. Olpe wurde bereits Vierzehnhundertzweiundzwanzig unter dem Namen Rubbelkusen das erste Mal erwähnt, er setzt sich aus einem Personennamen, wahrscheinlich Hriubilo und -inghausen also Siedlung des Hriubilo zusammen [1]. Der Pastoralraum Olpe liegt im Dekanat Südsauerland und gehört zu Erzbistum Paderborn. 

Die Heilig Geist Kirche wurde 1968 als hallenartiger Großraum unter einem großen, offenen Satteldach erbaut [2]. Sie bot 450 Personen Platz. Der Kirchturm hatte eine eigene Konstruktion, war aber in den Bau integriert. Da die (katholische) Gemeinde stark schrumpfte, befürchtete man den Verkauf und Abriß der Kirche. Die Paderborner Diözese befürwortete allerdings einen Teil-Erhalt, der im weiteren Verlauf realisiert werden konnte.

Ich habe mir auch die anderen Entwürfe zum Umbau ansehen können; so viel unterschieden sie sich nicht, d.h. es gab klare Vorgaben, man hatte eine Vision schon vor der Ausschreibung des Projektes. Das Architekturbüro Schilling hat dann mit seinem Vorschlag den Umbau durchgeführt. Prof. Dipl.-Ing. Johannes Schilling war 18 Jahre als Professor für Baukonstruktion an der Münster School of Architecture der Fachhochschule Münster tätig und ist mittlerweile emeritiert, aber er arbeitet weiterhin als Architekt [3]. 

Aus einer Ebene wurden mehrere Ebenen, indem man Teile des Hange abgetragen hat. Vorher hatte man nur kleine Fenster und nur eine große Fensterfront über mehrere Ebenen (Foyer), so daß die Kirche einen Sichtkontakt zur Landschaft bekommen hat, aber andererseits auch die nicht-sakralen Räume Fenster und nicht Lichtschächte haben. Es gibt aber auch noch Räumlichkeiten unter der Kirche, die noch nicht vollständig erschlossen sind. Der Kirchturm steht nun frei.






Der Sakralraum mit der herrlichen Orgel hat fast einen Charakter, wie man ihn eher von evangelischen Kirchen erwartet. Oder ich fand, daß hier eine Symbiose mit japanischer Ästhetik eingangen worden ist. Jedenfalls hat mir dieser moderne Stil sehr gefallen. Der Altar ist Mittelpunkt des Geschehens. So ähnlich habe ich es in der Autobahnkapelle Baden-Baden [4] kennengelernt.

Die alten Fenster [5] von Rudolf Krüger-Ohrbeck haben mir nicht zugesagt, wobei die größeren, interessanteren Fenster der Kapelle nach Paderborn ausgelagert worden sind. Wer an Fenstern des Künstlers Rudolf Krüger-Ohrbeck interessiert ist, der könnte sich das 1957 entstandene Werk am Gymnasium Marianum ín Warburg anschauen, das die Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts so beschreibt: „Allegorische Darstellung der klassisch-antiken Schulfächer. In der Mitte Maria, als Sitz der Weisheit bezeichnet, das Marianum in Händen haltend, umgeben von den Sieben freien Künsten (septem artes liberales). Unten die Wappen des Dominikanerordens, der Stadt Warburg und Westfalens.“ [6]





Ursprünglich hatte die Paderborner Orgelbaufirma Anton Feith die Kirche mit einer Behelfsorgel mit 6 Registern ausgestattet, die erwartungsgemäß für die riesige Hallenkirche unterdimensioniert war. Aber man wollte diesen Zustand schnell verbessern und hatte bereits wenige Jahre später die Orgelbaufirma Gert Weyland aus Leverkusen-Opladen [7] beauftragt, die Orgel zu erweitern. Herausgekommen ist diese Orgel mit 27 Registern,  mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur. „Von den 1758 Pfeifen sind 164 aus Edelhölzern und 1594 aus hochwertigen Zinn-Blei-Legierungen.“ Die Orgel wurde 1981 fertiggestellt und 1999 überholt. Lieder gibt es keine Aufnahmen im Internet, obwohl die Organistin Helga Maria Lange in der Weyland Orgel der Heilig Geist Kirche konzertiert hat.

Kann man die Kirche besichtigen? Meines Wissens dienstags von 15:00 bis 17:00 Uhr und donnerstags von 09:30 bis 11:30 Uhr sowie während bzw. vor/nach den Messen.





Links und Anmerkungen: 
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCblinghausen 
[2] Sämtliche Informationen gehen auf die Führung und diese beide Internet-Texte zurück:
http://www.schilling-architekten.de/index.php?/projekte/heilig-geist-kirche-olpe/ 
https://www.zukunft-kirchen-raeume.de/projekte/heilig-geist-neugestaltung-und-verkleinerung/ 
[3] Z.B. hat das Büro „Schilling Architekten“ die Pläne für die Schule in der Buschfeldstraße (neben der Versöhnungskirche) erstellt. 
In: Barbara Schlei u.a.: Architekturführer Köln - Zeitgenössische und Moderne Bauten und Quartiere. Walther König, Köln 2015. ISBN: 9783863357207. Nr. 094.
[4] Ich hatte eigentlich schon längst über sie berichten wollen.
[5] https://www.glasmalerei-ev-web.de/pages/b4757/b4757.shtml 
[6] Mit Bild! https://www.glasmalerei-ev-web.de/pages/b5751/b5751.shtml 

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Tuesday, February 4, 2025

Der Eifelturm von Rinnen


Nun ist es schon fast offiziell: der Eiffelturm von Paris hat Konkurrenz bekommen, nämlich den Eifelturm von Rinnen. Ich hatte kürzlich von den Bauarbeiten berichtet [1]. Jetzt steht er schon ziemlich stattlich da.

Nennen wir das Kind beim Namen. Der Eiffelturm in Paris ist in die Jahre gekommen [2]; er wurde zwischen 1887 und 1889 errichtet. Zwar besuchen die Touristen den Turm noch, aber sie wollen etwas Neues sehen und da kommt jetzt der Eifelturm ins Spiel. Bald werden große Touristenströme in die Eifel abwandern, um dieses moderne – wie gesagt Kind beim Namen – Weltwunder zu besichtigen. Der Eifelturm besticht durch seine schlanke Form, die silbern das Blau des Himmels ausmißt.

Wir dürfen gespannt sein, was sich die Initiatoren dieses Projektes noch ausdenken. Vielleicht eine Aussichtsplattform, ein Café, ein Aufzug? Man wird sehen und staunen.


Links und Anmerkungen:
[1] Was wird denn da gebaut? Bei Rinnen (Eifel)
https://rheumatologe.blogspot.com/2024/12/was-wird-denn-da-gebaut-bei-rinnen-eifel.html
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Eiffelturm

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Friday, September 6, 2024

The Grand Tour – Peking, Große Chinesische Mauer

 



Harry Seidler [1] führt uns in seinem Buch [2] auf acht Seiten in die Architektur China ein. Die Große Chinesische Mauer (萬里長城) haben er und ich bei Peking (heutiger Gebrauch Beijing 北京) besucht. Er schreibt dazu: „Mit dem Bau der Großen Mauer, einer Verteidigungsanlage gegen Überfälle aus dem Norden wurde in der Zeit zwischen dem 7. und 5. Jahrhundert vor Christus begonnen. Verschiedene chinesische Kaiser ließen sie ausbauen und erweitern, bis sie eine durchschnittliche Höhe und Breite von etwa 7 Metern erreichte. Das monumentale Bauwerk, ein Erdwall auf steinernem Fundament mit Außenmauern aus Ziegeln zieht sich über 6000 Kilometer durch gebirgige Landschaften – eine einzigartige Leistung der Festungsarchitektur.“ Auf einer Doppelseite zeigt Seidler eine sehr schöne Fotografie, ein Stück der Chinesischen Mauer ohne Menschen, was nicht so einfach, jedenfalls schon 1991, in dem Jahr als ich meinen Besuch abstattete. Von damals stammen auch die Bilder, die qualitativ nicht so gut sind.


Es ist nicht falsch, was Harry Seidler zur Großen Chinesischen Mauer schrieb, aber ein wenig genauer möchte ich es doch wissen. Der chinesische Begriff 萬里長城 bedeutet 10.000 Li lange Mauer [3], wobei 長 lang bedeutet, aber 城 nicht nur Mauer sondern auch im Sinne von Stadt gebraucht werden kann, so in 紫禁城 (Verbotene Stadt) oder 城市 (Stadt). Meist wird  萬里長城 zu 長城 verkürzt, was im Englischen zu Great Wall und im Deutschen bisweilen als Große Mauer auftaucht; ich meine aber, daß Chinesische Mauer der geläufigere Begriff ist. Den Teil, den wir heute in der Regel sehen, ist die Anlage, die in der Ming-Zeit (1368-1644) gebaut worden ist.


Es stimmt schon, daß zwischen dem 7. und 5. Jahrhundert v. Chr. Schutzwälle gebaut worden sind. Besonders aktiv wurde man unter Qin Shihuangdi (秦始皇帝) ab 214 v. Chr., denn es galt die Xiongnu (匈奴) abzuwehren. Unter Xiongnu [4] verstand man in China einen Stammesverband aus Reiternomaden, die in Zentralasien beheimatet waren. Sie griffen China wiederholt an. In Europa wurde der Begriff teilweise für die Hunnen benutzt, dies ist aber eine veraltete Ansicht; wobei man gestehn muss, daß die Ethnizität der Xiongnu nicht geklärt ist.


In der weiteren Geschichte sind immer wieder Schutzwälle oder Mauer errichtet worden, abr es stimmt nicht, daß schon vor Christi Geburt dieses Werk begonnen und im Laufe der nächsten zwei Jahrtausende fotgeführt wurde. Die Ming-Dynastie folgte der Yuan-Dynastie (元朝) [5] und die war nach der mongolischen Invasion entstanden. Es handelte sich um die erste Fremddynastie in China; China wurde Teil des größten Reiches. Die Dynastie dauerte etwa 89 Jahre an, so daß sich die Ming-Dynastie (明朝) [6] vor weiteren Angriffen schützen wollte. Nach 276 Jahren Mauerbau [7] und Herstellung von Ming-Vasen wurde die Ming-Dynastie von einer weiteren Fremddynastie abgelöst, die Mandschuren hatten China aus dem Norden angegriffen und die Qing-Dynastie (清朝) [8] unter Nurhaci etabliert.


Naben der reinen Mauer besteht das riesige Bauwerk auch aus Türmen. Teilweise wurde dem Mörtel Klebereis begmischt und so die Haltbarkeit verbessert. Durch Rauchsignale zwischen den Türmen konnte man mit einer Art optischen Telegraphiesystems Befehle schneller übermitteln. Das chinesische Amt für Kulturerbe hat im Juni 2012 die Gesamtlänge aller Mauerteile mit 21.196 km angegeben. Die Länge der Mauer, die in Ming-Zeit entstanden ist, ist mit 6260 km benannt worden.

Meine Fotos sind nun etwas über 30 Jahre alt und sie sind damit auch historisch, denn Anfang der 1990er Jahre begann der chineische Inlandstourismus erst zaghaft und hat doch schon für größere Menschenmengen gesorgt.


 
Links und Anmerkungen:
[1] Wikipedia: "Harry Seidler (* 25. Juni 1923 in Wien; † 9. März 2006 in Sydney) war ein in Österreich geborener australischer Architekt." https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Seidler
[2] Auftakt und Buchbesprechung hier: https://rheumatologe.blogspot.com/2022/06/the-grand-tour-buchbesprechung-und.html
Harry Seidler: The Grand Tour - Reise um die Welt mit dem Blick des Architekten. Taschen GmbH, Köln 2004. ISBN: 3-8228-3871-6. Für die Große Chinesische Mauer: Bild S. 166/167, Text S. 165.
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Mauer
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Xiongnu
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Yuan-Dynastie  
[6] https://de.wikipedia.org/wiki/Ming-Dynastie  
[7]„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“ entglitt es 1961 Walter Ulbricht, aber wie damals in China und wie 1961 in der DDR wollte man eine Mauer errichten.
[8] Die Qing-Dynastie wurde bereits 1616 ausgerufen, aber erst 1644 löste sie die Ming-Dynastie ab. https://de.wikipedia.org/wiki/Qing-Dynastie
 
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Tuesday, August 27, 2024

The Grand Tour – Jaipur, Hawa Mahal, 1799

 


Harry Seidler [1] führt uns in seinem Buch [2] auf zwölf Seiten in die Architektur von Indien ein. Von Jaipur zeigt er Jantar Mantar (oder Observatorium) aus dem Jahr 1728, worüber ich vor fast zwei Jahren geschrieben hatte [3]. Aber er berichtet nicht über die Fassade Hawa Mahal (Palast der Winde). Er hat dafür das Parlamentsgebäude in Chandigarh, das ich nicht besucht habe. Das ist umso bedauerlicher, als es von Le Corbusier geschaffen wurde, der wiederum noch in meinem Projekt WinzHaus eine Rolle spielen wird [4]. Warum schreibe ich nun darüber? Weil mich Harry Seidler inspiriert hat und auf der Rückseite des Buches findet sich ein Satz von The Age, Sydney: „Ein Buch für Architekturfans, Studenten, Historiker und alle, die gerne in Gedanken verreisen.“

Hawa Mahal (Hindi हवा महल havā mahal) bedeutet „Palast der Winde“ [5] und ist uns wahrscheinlich über den Historienroman „Palast der Winde“ (The Far Pavilions) von Mary M. Kaye aus dem Jahr 1978 bekannter [6], zudem das Buch auch verfilmt worden ist. Mittlerweile gibt es eine TV-Miniserie und ein Musical. Das Buch hat bereits eine Auflage von über 15 Millionen. Der Roman hat aber überhaupt nichts mit Hawa Mahal zu tun, so daß ich diese Abschweifung beenden kann.

Der Artikel von Wikipedia bezeichnet Hawa Mahal als eine der Hauptsehenswürdigkeiten Indiens. Das Gebäude hat fünf StockWerke, geht aber nur 5-8 m in die Tiefe. Der rote Sandstein macht es besonders auffällig. Das Gebäude wurde errichtet, um es den Frauen im Harem zu ermöglichen, durch die Gitterfenster unbeobachtet die Festumzüge zu verfolgen, die zu Ehren des Herrschers durchgeführt wurden. Durch die Fenster kam es zu einem ständigen Luftzug, so daß daher der Name „Palast der Winde“ herrührt. Hawa Mahal wurde auf Geheiß von Maharadscha Sawai Pratap Singh im Jahr 1799 erbaut. Mit dem Namen Singh müssen wir doch auf die Zahl Fünf eingehen, denn unter Umständen haben die fünf Stockwerke etwas mit den fünf K's oder Kakars [7] zu tun, die ein gläubiger Sikh immer bei sich tragen muss:  Kesh (ungeschnittenes, Haar), Kangha (Kamm), Kirpan (Dolch), Kara (eiserner Armreif), Kachera (knielange Unterhose). Um jetzt von dieser Zahlensymbolik abzulenken, komme ich auf eine andere Zahl: jemand hat die Fenster der Fassade gezählt – 953 – ich habe nicht nachgezählt.

 


Links und Anmerkungen:
[1] Wikipedia: "Harry Seidler (* 25. Juni 1923 in Wien; † 9. März 2006 in Sydney) war ein in Österreich geborener australischer Architekt." https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Seidler
[2] Auftakt und Buchbesprechung hier: https://rheumatologe.blogspot.com/2022/06/the-grand-tour-buchbesprechung-und.html
Harry Seidler: The Grand Tour - Reise um die Welt mit dem Blick des Architekten. Taschen GmbH, Köln 2004. ISBN: 3-8228-3871-6. Für die Karlsbrücke: Bild S. 4, Text S. 5.
[3] The Grand Tour – Jaipur, Jantar Mantar, 1728 https://rheumatologe.blogspot.com/2022/10/the-grand-tour-jaipur-jantar-mantar-1728.html
[4] Hinweise auf das Projekt „WinzHaus“ finden sich in der Einleitung:  https://rheumatologe.blogspot.com/2024/01/das-winzhaus-einleitung.html
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Hawa_Mahal
[6] https://de.wikipedia.org/wiki/Palast_der_Winde  
[7] https://de.wikipedia.org/wiki/Kakars
 
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Das WinzHaus – Die Diefenbacher Beispiele

 


Kapitel 14 –  Die Diefenbacher Beispiele

Als ich mich mit dem Gedanken beschäftigte, ein Haus in der Eifel zu erwerben, hatte ich bereits die Idee von einem WinzHaus. Das kam nicht vor ungefähr, denn ich brauchte eigentlich, nur so dachte ich damals jedenfalls, neben meiner Wohnung in Köln so etwas wie eine Datsche, ein kleines Haus, eine Laube, eben ein WinzHaus als RückzugsOrt. Wahrscheinlich waren dafür zwei Beispiele in Diefenbach ausschlagGebend:
    * eines war „Das ForstHaus“ meines Bruders und meiner Schwägerin
    * das andere war eine frühere JagdHütte am andern Ende von Diefenbach, das den SpitzNamen HotzenplotzHaus trägt.

Beim Bau Sommer 2005



Kommen wir zunächst einmal zum ForstHaus. Dieser SpitzName ist natürlich eine völlig überzogene Bezeichnung, die ich der Laube gegeben hatte, die insbesondere mein Bruder auf dem Grundstück gebaut hat. Der Zweck war eine ähnliche Überlegung, wie ich sie hatte. Es wurde eine ÜbernachtungsMöglichkeit für kurze ZeitRäume und auch eine Möglichkeit, Regen auszusitzen benötigt. Dafür war diese HolzHütte völlig ausreichend. Damals stand sie in einem FichtenWäldchen, das mehr als die Hälfte des Grundstücks bedeckt hatte. Allerdings waren die meisten Fichten bereits abgestorben und wurden bereits teilweise entfernt. Trotzdem es war noch ein kleines Wäldchen, so daß ich, als die Laube stand, sie ForstHaus nannte. Später wurde ein Haus aus Container-Elementen gebaut, diese Lösung ist auch im Internet zu sehen [2]. Das ForstHaus wurde habe weiterhin, mit immer neuen Funktionen genutzt und hat mittlerweile ein dauerhaftes Dach bekommen. Ich habe dieses diese Laube auch im Winter zum Übernachten benutzt. Und das war auch der initiale Zweck, damit man auf dem eigenen Grundstück nicht im Zelt etwa übernachten mußte. Trotzdem ist eine nicht isolierte HolzHütte eine ziemliche Herausforderung beim Klima der Eifel. Nicht nur die Hütte, auch die Umgebung hat Wandlungen durchgemacht. Zunächst war der Wald völlig verschwunden, da bei Befall mit Borkenkäfer die Fichten gefällt werden mußten, aber mittlerweile ist wieder ein neuer Wald entstanden,   viel schöner übrigens, weil er nicht aus Fichten, sondern aus Buchen und anderem Gehölz besteht. Also ist es für mich immer noch ein ForstHaus.



Das andere WinzHaus steht am anderen Ende von Diefenbach, zwischen Diefenbach und dem Scheidhof. Es etwas einsamer gelegen und trägt vielleicht darum den Spitznamen HotzenplotzHaus. Es war sicherlich früher eine JagdHütte. Wahrscheinlich war es nur kurz als Unterstand gedacht, vielleicht auch zum Ausweiden von Wild. Aber auf jedem Fall ist es kaum ein Ort, der  zum Wohnen geeignet wäre. Es gibt ein UnterGeschoss oder Keller, einen  HauptRaum und darüber einen DachBoden. Damit sind UnterWelt, Erde und Himmel symbolisch dargestellt, wie es Mircea Eliade vor fast 70 Jahren beschrieb [3].

Als Unterkunft für das Wochenende oder als andere kurzfristige Lösung wäre das HotzenplotzHaus denkbar. Es gibt es kein fließend Wasser; ich meine aber ein QuellGrund des Kuttenbaches läge auf oder am Rande des GrundStück. Und eine StromLeitung ist auch nicht zu sehen, aber das Problem kann man mittlerweile mit einem Solar-Panel lösen. Prinzipiell wird das WinzHaus als WochenendHaus genutzt. Ich kann mich in all den Jahren, die ich in Diefenbach zu Besuch war oder wohne nur an ein einziges Mal erinnern, daß ich dort jemanden gesehen hätte. Das Haus ist mit ca. 9 qm Grundfläche selbstverständlich viel zu klein. Und deshalb stehen viele Dinge draußen und es wurde ein Schuppen daneben gesetzt.

Was aber bedeuten mir diese beiden Beispiele? Sie zeigen ganz deutlich, daß  auch ein WinzHaus nicht zu winzig sein darf, um mehr als eine NotUnterkunft  sein zu können. Ein WinzHaus sollte ließend Wasser, AbwasserVerbindung und vielleicht eine StromVerbindung haben. Sicherlich kann man sich wie mit einem GartenHäuschen auch mit einem PlumpsKlo und weniger Hygiene bescheiden,   aber wenn man länger als zwei Tage/Nächte so etwas unternehmen möchte, so zum Beispiel im Sommer, den es auch in der Eifel gibt, dann ist die Lösung so zum Scheitern verurteilt. Trotzdem wird die Idee des WinzHauses, die  Gigantomanie zu verlassen und wieder in kleineren Dimensionen zu denken, durch solche Beispiele voran getrieben.



Links und Anmerkungen:
[1] Hinweise auf das Projekt finden sich in der Einleitung: https://rheumatologe.blogspot.com/2024/01/das-winzhaus-einleitung.html
[2] https://www.archdaily.com/408980/containerlove-lhvh-architekten/51f81912e8e44e3ef700010b-containerlove-lhvh-architekten-photo  So sah es vor ca. 12-14 Jahren aus.
[3] „Der Ruf des Kwakiutl-Neophyten: <Ich bin im Zentrum der Welt!>, enthüllt eine der tiefsten Bedeutungen des heiligen Raums. Wo eine Hierophanie zur Durchbrechung der Ebenen geführt hat, ist zugleich eine <Öffnung> nach oben (in die göttliche Welt) oder nach unten (zu den unteren Regionen, der Totenwelt) entstanden. Die drei kosmischen Ebenen – Erde, Himmel und Unterwelt – sind miteinander in Verbindung gesetzt.“   Mircea Eliade: Das Heilige und das Profane. Vom Wesen des Religiösen. Rowohlt, Hamburg 1957.  S. 22.

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