Monday, August 31, 2020

St. Margareta in Frohngau (Eifel)




Die Pfarrkirche St. Margareta in Frohngau gehört zur Gemeinschaft der Gemeinden Steinfeld [1]. St. Margaretha bezieht sich auf die Heilige Margareta von Antiochien; Nebenpatronin ist die heilige Barbara (von Nikomedien).




Wahrscheinlich gab es schon 898 eine Kapelle in Frohngau [2]. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes findet sich in einer Urkunde von 867 (König Lothar II.). Aus dem 15. Jahrhundert stammen die Kirchenglocken (1431) und der Glockentum, der heute noch besteht, aus der Spätgotik (ca. 1350-1530). 1923/1924 wurde die Saalkirche völlig neu gebaut. Die Schäden aus dem 2. Weltkrieg wurden 1947 repariert.



Der Altar stammt wahrscheinlich aus dem 18. Jahrhundert und die Kanzel aus dem 17. Jahrhundert. Die Glasmalereien im Kirchenschiff stellen die Seligpreisungen dar und stammen von Walter Bettendorf (1973) [3]. Im Chor finden sich zwei sehr schöne Fenster mit den Titeln „Tu Recht“ und „Wach auf“, Künster und Herstellungsjahr sind nicht bekannt. Die Orgel mit 12 Registern wurde 1925 eingebaut [4].



Der Heilige Laurentius
er steht auf einem glühenden Eisenrost

Margareta wurde Ende des 3. Jahrhunderts geboren, war eine geweihte Jungfrau, wieß deshalb ihren Richter, der sie begehrte, zurück, wurde gefoltert, aber die Fackeln konnten sie nicht verletzen, so dass sie enthauptet wurde (305) [5]. Sie gilt als eine der 14 Nothelfer, vor allem für Schwangere und Gebärende. Nach einer anderen Überlieferung wurde sie von einem Drachen verschlungen, der aber auf ihr Schlagen des Kreuzzeichens hin zersprang, so dass sie häufig mit Drachen, aber auch mit einem kleinen Kreuz dargestellt wird.




Barbara von Nikomedien war eine ebenso eine

Jungfrau und Märtyrin des 3. Jahrhunderts. Sie wurde grausam misshandelt, so dass ihre Haut in Fetzen vom Körper hing, jedoch heilte Christus ihre Wunden. Dann wurde sie mit Keulen geschlagen, man schnitt ihr die Brüste ab und sie wurde mit Fackeln gefoltert. Ihr Vater selbst enthauptete sie. Der 4. Dezember ist ihr Gedenktag. Sie wurde allerdings bei der Liturgiereformen des zweiten vatikanischen Konzils aus dem römischen Generalkalender gestrichen [6].


 
Der Besuch der Pfarrkirche St. Maragareta lohnt sich. Sie ist leicht zu erreichen über die B477 entweder von Zingsheim oder von Tondorf. Der Ort liegt etwa 500-1000 m östlich der Bundesstraße. Die Kirche steht an der Holzmülheimer Straße im Ortskern.



Links und Literaturangaben:


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