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Monday, August 11, 2025

Die Eifel, die FDP und der Wolf

 


Welcher Teufel mag die FDP geritten haben, als sie den Wolf zum Wahlkampf-Thema machte? Ich fuhr durch Steinfeld, vorbei an der Basilika und schließlich am Ortsausgang in Richtung Urft und Nettersheim sah ich ein Wahlkampf-Plakat, das mich aufmerken ließ. Die FDP macht den Wolf zum Wahlkampfthema.

Nun, manchmal sind im Wahlkampf die wirklich guten Themen bereits von anderen Parteien belegt und man benötigt ein griffiges Problem oder jedenfalls etwas, was den Wähler oder die Wählerin ängstigen kann, und so zum Thema gemacht werden kann, auch wenn es überhaupt kein Problem darstellt.

Der Wolf ist hervorragend geeignet. Der böse Wolf! Aber Wölfe sind in der Regel scheue Tiere. Ich habe mehrfach in einsamen Gegenden mit Wölfen gecampt. Zuletzt war das vor zwei Jahren in der Mongolei. Was machen die Mongolen, die in der Steppe in ihren Gers (Jurten) kampieren? Auf der schwierigen Strecke vom Ulaagchiin Khar See (Улаагчийн Хар Нуур) zum Muhart Fluß (Мухартын гол), siehe Bericht [1], kamen wir bei Nomaden vorbei, die Tücher an Stöcken um ihr Camp gehängt hatten, um damit die Wölfe abzuschrecken. Auch hier werden Geruch und Geräusche von Menschen Wölfe abschrecken. Aber darüber wird hitzig diskutiert [2].

Wenn man sich über die Google-KI dem Thema nähert, wird man (wie ich) vielleicht folgende Aussage finden: „In Deutschland ereignen sich jährlich 30 000–50 000 Bissverletzungen. Im Mittelpunkt stehen Hunde- und Katzen-, seltener Menschenbisse.“ Oder in der Berliner Morgenpost: „In Berlin wurden vergangenes Jahr mehr als 500 Menschen [von Hunden] gebissen.“ [3] Weltweit gab es in den letzten 20 Jahren knapp 500 Wolfsangriffe, wovon 26 tödlich ausgingen. Das hört sich erst einmal ernst an, aber in Deutschland kam es zu keinen Angriffen. Der letzte bestätigte Fall ereignete sich in der Oberlausitz im Jahr 1904.

Die meisten Wölfe gibt es in Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen. Man hat etwa 1600 Wölfe erfaßt [4]. Der Wolf ist geschützt und darf nicht ohne weiteres bejagt werden. Und an dieser Stelle möchte ich erneut bekunden, daß ich die Hobby-Jägerei verabscheue. „2023/24 waren über 460.771 Personen in Deutschland in Besitz eines Jagdscheins“ und dem gegenüber gibt es nur ca. 1000 Berufsjäger [5]. Je mehr Jäger, je mehr Waffen, umso mehr Unfälle, umso mehr Verletzte und Tote [6].

Die FDP von Hellenthal – in Hellenthal gehe ich häufig Einkaufen, in der Gegend wandere ich oder besuche den Gottesdienst – sieht es so: „Die Möglichkeiten eines regelnden Einflusses auf den Wolfsbestand durch die Jägerschaft in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden muss nach Ansicht der Liberalen in Hellenthal gegeben sein.“ [7]

Halali! Das hatte ich befürchtet!



Der gezähmte Wolf [8]



Links und Anmerkungen:
[1] Mongolia – Rock Gate and Relief between Khar Nuur and Muhart River https://rheumatologe.blogspot.com/2024/04/mongolia-rock-gate-and-relief-between.html 
[2] So z.B. hier: https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/stadtgespraech/stadtgespraech-wolf-102.html – deswegen schalte ich für diesen Beitrag die Kommentarfunktion ab.
[3] Joachim Fahrun: Mehr als 500 Verletzte durch Hundebisse in Berlin  https://www.morgenpost.de/berlin/article408925062/mehr-als-500-verletzte-durch-hundebisse-in-berlin.html 
[4] https://www.tagesschau.de/inland/woelfe-deutschland-108.html 
[5] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/161126/umfrage/anzahl-der-jagdscheininhaber-in-deutschland-seit-1968/ 
[6] https://www.cacciapassione.com/de/Jagdsaisonende-2024-2025-stetige-Entwicklung-der-Unfallzahlen/ 
[7] https://www.fdp-hellenthal.de/index.php/about/der-wolf-ist-in-der-eifel-wie-gehen-wir-damit-um 
[8] Hier sind noch ein paar Bilder von Wölfen im Polar Park (Polar Park Arctic Wildlife Centre in Bardu, Nord-Norwegen).
The Polar Park at Bardu 
https://rheumatologe.blogspot.com/2024/11/the-polar-park-at-bardu.html 

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Tuesday, January 2, 2024

Musik statt Böller – Orgelvesper in der Basilika Kloster Steinfeld zum Jahreswechsel 2023/2024


Auch zum Jahreswechsel 2023/2024 besuchte ich die Orgelvesper in der Basilika Kloster Steinfeld, die unter dem Motto Musik statt Böller steht. Seit 2008 habe ich fast alle Orgelkonzerte in der Basilika Kloster Steinfeld zu den Jahreswechseln besucht, also überblicke ich 15 Jahre Orgelkonzerte, wobei es Ausfälle (COVID) gab. Das Format hat sich im Laufe der Zeit geändert. Früher war es ein Neujahrskonzert, das kurz nach Mitternacht begann, jetzt begleitet das Konzert den Übergang vom alten zum neuen Jahr unter dem Motto Musik statt Böller. Um Mitternacht gibt es eine kurze Pause für Neujahrswünsche, Meditation und einen Segen. Das Konzert wurde übrigens auch im WDR3 in einer Morgensendung angekündigt.

Die Basilika Kloster Steinfeld (St. Potentinus, Felicius, Simplicius Steinfeld) wurde zwischen 1142 und 1150 erbaut und ist eine der frühesten Kirchen im romanischen Stil in Deutschland, aber die Innenausstattung der Basilika ist barock und in ihr steht die 1727 von Balthasar König aus Bad Münstereifel vollendete (rekonstruierte) Orgel. Er verwendete für diese Orgel die alten Pfeifenbestände der Orgel aus dem Jahr 1600. „Mit 35 Registern und 1956 Pfeifen besitzt die Basilika Steinfeld die größte noch erhaltene dreimanualige historische Barockorgel des Rheinlandes.“ [1] Ich fand, daß die Orgel etwas anders klang als früher und im Programmblatt wurde ich dann fündig: die Orgelbaufirma Josef Weimbs aus Hellenthal hat im Frühjahr 2020 Überarbeitungen an der Orgel durchgeführt [2]; übrigens hatte ich dieses Gefühl auch schon beim Jahreswechsel 2022/2023. In der Zwischenzeit hatte ich mich näher mit der Notwendigkeit von (kostenintensiven) Arbeiten zum Erhalt der Spielbarkeit von Orgeln auseinandergesetzt [3].

Auf dem Programmblatt fanden sich die Titel der Kompositionen und die Komponisten mit ihren Lebensdaten, denn die meisten Komponisten gehörten der Barockzeit an. Und bei einem waren diese Daten unvollständig – Joseph Schluty (19. Jh.?). So etwas spornt mich an. Es ist nur wenig bekannt – jedenfalls, wenn man nur im Internet und nicht in einer Spezialbibliothek recherchieren kann. Der vollständige Name ist: Jean Joseph Schluty. Er war Elsässer und lebte von 1829-1920. Als Organist war er in der Kirche St. Caprais und später in der Kathedrale von Agen tätig. 1903 schlug man ihn zum Ritter der Ehrenlegion. In der Verwandtschaft finden sich mehrere Organisten [4].

Für diesem Jahreswechsel spielte Jan Van Mol, der früher Titular Organist an der historischen Orgel der Pauluskirche und Lehrer am Königlich Flämischen Musikkonservatorium in Antwerpen war. Er ist aktuell in den französischen Ardennen an der historischen Orgel von Aubenton tätig. Aubenton liegt nahe der Grenze zu Belgien und Teile der Kirche St. Maria-Himmelfahrt stammen aus dem 11. Jahrhundert [5]. Die Orgel dort stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde 1854 und 1917 überarbeitet. Sie ist in schlechtem Zustand („État de conservation (normalisé): Mauvais état“) [6].

Mir gefielen zwei Stücke am besten: Mein junges Leben hat ein End von Jan Pieterszoon Sweelinck (1562 – 1621) und Marcia Notturna von Jacques Cl.A. Miné (1796-1854). Etwas bestürzter war ich bei Toccata und Fuge in d-Moll BWV 565 von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750), denn da gab es den einen oder anderen Mißklang. Das sollte ich allerdings relativieren, denn auch Markus Ziegler, Dekanatskantor im Dekanat Nassauer Land mit Sitz an der Ev. Stadtkirche Nastätten und Dozent an der Kirchenmusikakademie Schlüchtern [7], der zum Jahreswechsel 2022/2023 spielte, erlaubte sich einige Mißgriffe. Insgesamt überwiegten aber in beiden Konzerten die positiven Aspekte und ich würde Konzerte von beiden Organisten erneut besuchen. Markus Ziegler ist für das Konzert zum Jahreswechsel 2023/2024 vorgesehen [8].



Links und Anmerkungen:
[1] https://rheumatologe.blogspot.com/2017/01/mitternachtliches-neujahrkonzert-in-der.html und https://rheumatologe.blogspot.com/2019/01/orgelkonzert-in-der-basilika-kloster.html
[2] Vierseitiges DIN-A5-Programmblatt zur Orgelvesper Basilika Steinfeld, letzte Seite.
[3] Orgeln der evangelischen Kirchengemeinde Dellbrück/Holweide in Köln.
[4] http://composers-classical-music.com/s/SchlutyJoseph.htm
[5] https://www.pop.culture.gouv.fr/notice/merimee/PA00115509
[6] https://www.pop.culture.gouv.fr/notice/palissy/PM02000054
[7] https://www.markus-ziegler.com/index.php/biograf.html  
[8] https://www.gdg-steinfeld.de/aktuelles/konzertprogramm-in-der-basilika-steinfeld/

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Wednesday, September 27, 2023

Im Kloster Steinfeld am letzten Sonntag

 


Da ich in Sichtweite vom Kloster Steinfeld wohne, wundert es schon, wenn ich doch noch etwas Neues entdecke. Ich so ich war letzten Sonntag wieder einmal dort und habe doch wieder etwas Neues gesehen.



Das Kloster Steinfeld hat drei  Kirchtürme und normalerweise beschäftigt man sich mit der Basilika  oder der Erhebung der Gebeine des heiligen Hermann Josef [1]. Das hab ich  bereits getan, aber eigentlich ist das ja viel mehr als diese Basilika mit der gewaltigen König-Orgel [2]. Die Anfänge dieses bedeutenden mittelalterlichen Baudenkmales reichen bis circa 920 zurück, aber Kloster wurde es erst im 11. Jahrhundert; 1130 wurde es dann von den Prämonstratensern übernommen. 1802 endete eine Reihe von 44 Äbten durch die Säkularisation im Rahmen der französischen Besetzung.   
1916 wurden die Salvatorianerinnen und Salvatorianer Bewohner des Klosters. 1924 wurde er eine Schule gegründet und heute noch besuchen 700 Gymnasiasten diese Schule. Mittlerweile ist im Kloster Steinfeld ein Gästehaus eröffnet worden, so etwa vor acht Jahren. Und deshalb gibt es auch eine sehr schöne Broschüre [3], denn man kann sich im klösterlichen Stil einmieten. Darüber hinaus gibt es Tagungsräume.




Man kann jetzt die alte Bibliothek, den Kreuzgang oder die Hauskapelle besuchen, wofür man  früher eine Führung benötigte – die liegt bei mir einige Jahre zurück. Auf jeden Fall gibt es hinter den Klostermauern viel zu entdecken – vor den Klostermauern ebenfalls, denn da ist zum Beispiel auch der Garten der Stille oder das Labyrinth, die es wert sind, besucht zu werden.


Links und Anmerkungen:
[1] Erhebung der Gebeine des heiligen Hermann Josef in der Basilika Kloster Steinfeld https://rheumatologe.blogspot.com/2019/06/erhebung-der-gebeine-des-heiligen.html „Jemand erzählte mir etwas über die Entbeinung des heiligen Hermann Josef, ...“
[2] Mitternächtliches Orgelkonzert in der Basilika Kloster Steinfeld zum Jahreswechsel 2022/2023  https://rheumatologe.blogspot.com/2023/01/mitternachtliches-orgelkonzert-in-der.html – Es gibt noch weitere Berichte, z.B. von Neujahrskonzerten mit dem Organisten Andreas Warler, der dann in die Nachbar-GdG [Gemeinschaft der Gemeinden] Hellenthal-Schleiden wechselte.
[3] Über die Homepage der Kloster Steinfeld GmbH & Co. KG https://www.kloster-steinfeld.de/



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Monday, May 1, 2023

Der Maibaum von Diefenbach


Nach dem Kapellenfest und Geburtstagsfeiern als Dorffesttag im letzten Jahr [1], feierten wir die Ankunft des Mais in Diefenbach mit einer Wanderung, einer abenteuerlichen Fahrt mit geteiltem Essen und dem Schmücken und Aufstellen des Maibaums. „Der Wettergott hatte es gut mit uns gemeint“, findet man häufig in solchen Berichten, wie ich ihn gerade schreibe, aber nein, es muss heißen: nach den regnerischen und sehr kalten Tagen vor dem Fest hatten wir strahlend blauen Himmel mit Sonnenschein und später etwas Quellbewölkung.

Diefenbach liegt am Kuttenbach, der in der Sistiger Heide entspringt und nach etwa fünf Kilometern zwischen Urft und Sötenich, etwa unterhalb der Stolzenburg, in die Urft mündet. Walther von der Vogelweide hörte die Wasser rauschen („Ich hôrte diu wazzer diezen“), aber wir hörten heute nicht so hin, sondern besahen uns die Reparaturarbeiten an der Bachunterquerung in der Dorfmitte nach den beiden Unwettern vor etwa zwei Jahren [2]. Nun wird es wieder schön aussehen, aber den Querschnitt hat man belassen und so wird die nächste Flut auch ähnliche Schäden haben. Wir – mehr als die Hälfte der Einwohner Diefenbachs - wanderten am Bach entlang und die Natur hat die Schäden, die ich beschrieben hatte [2], schon wieder repariert. Da ist die Natur schneller als die Politik. Wir machten eine Pause an der Wanderhütte zwischen Steinfeld und Rinnen, die im Jahr 2001 von der Ortsgruppe Sötenich aufgestellt worden war [3]. Und von dort liefen wir weiter über die Brücke des Wanderwegs von Steinfeld nach Rinnen über der Kuttenbach zur St. Hermann Josef Quelle und dann nach Urft bis kurz vor das Haus Dalbenden.




Von Urft aus fuhren wir nach Gemünd, das war der noch wenig abenteuerliche Teil der Fahrt. In Gemünd hatten wir im Brauhaus [4] reserviert. Ein Teil unserer Gruppe aß bereits, andere waren noch bei den Getränken und warteten, daß ihre köstlichen Speisen kredenzt würden, aber da bemerkte ich einen stechenden Geruch, wie Teerfarbe, die von der Sonne erhitzt wurde, denn ich saß an einem Fenster, durch das die Sonne schien. Dann wurde der Geruch stärker und ich dachte, durch eines der offenen Fenster käme Rauch von einem Maifeuer herein geweht. Aber es brannte in der Küche. Ein Mitglied unserer Gruppe, der in der Freiwilligen Feuerwehr ist, half bei den ersten Löschversuchen, aber gleichzeitig wurde die Feuerwehr alarmiert. Die Inhaberin Ulrike Geuenich und ihr Team haben vorbildlich das Lokal evakuiert. Und schon kam auch der Brandmeister und dann Löschzüge, Rettungswagen und Polizei. Während wir uns das Spektakel auf den Bänken draußen anschauten, kamen doch Leute vorbei, die davon redeten, die Küche sei explodiert. So entstehen Gerüchte. Nein, da war nichts explodiert. Es hatte gebrannt. Und die Diefenbacher hoffen, daß man den Schaden schnell reparieren kann, denn das Brauhaus hat erst seit etwa zwei Monaten wieder geöffnet, da die Behebung der Flutschäden sich anderthalb Jahre hingezogen hatte. Wir wünschen der mutigen Wirtin und ihrem Team viel Glück!

Es wurde dann umdisponiert und wir fuhren nach Steinfeld. Als ob der Brand noch nicht Abenteuer genug war, verpaßte der Busfahrer die Abfahrt hinter Urft nach Steinfeld und mußte beim Parkplatz zwischen Urft und Bahrhaus – da wo ungefähr der Weg zum früheren Ausweichsitz der Landesregierung NRW gelegen ist – wenden, und so kamen wir schließlich im Gasthaus in Steinfeld an, in dem man teils sehr hungrige Menschen verköstigte.




Später in Diefenbach wurde der Maibaum [5] geschmückt. Die Volkskunde hat einige Theorien zur Entstehung des Brauchs, aber ob es sich um alten germanischen Ritus handeln könnte, wird stark bezweifelt. Für die Eifel und Aachen scheint der Brauch immerhin im 13. Jahrhundert bereits belegt zu sein. Ich sehe in dem frühlingshaften Bunt eine gewisse Nähe zu den Gebetsfahnen in Bereich des Himalaya [6]. Vielleicht schenkt man der Landschaft so etwas mehr Achtung. Das waren allerdings nicht Diskussionen im Anschluß an das Schmücken und Aufstellen des Maibaums. Wir saßen dann, als es kälter wurde, um ein Feuer. Und wer es sich nicht vorstellen kann, der kann einen Asterix & Obelix Band hervorholen und sehen, wie das Dorf am Ende feiert [7] – bei uns allerdings ohne geknebelten Barden und ohne Wildschweinbraten.


Links und Anmerkungen:

[1] https://rheumatologe.blogspot.com/2022/09/20-jahre-marien-kapelle-in-diefenbach.html
[2] https://rheumatologe.blogspot.com/2021/07/diefenbach-und-kuttenbach-wanderung.html
[3] https://www.eifelverein-soetenich.de/index.php/bildergalerie/geschichte  
[4] https://www.ksta.de/region/euskirchen-eifel/schleiden-gemuend/gemuender-brauhaus-eroeffnet-anderthalb-jahre-nach-der-flut-wieder-487962  und https://www.gemuender-brauhaus.com/  
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Maibaum
[6] https://rheumatologe.blogspot.com/2021/05/maibaum-und-gebetsfahnen.html und
https://rheumatologe.blogspot.com/2023/04/pray-flags-in-bhutan.html
[7] https://image.geo.de/30121342/t/2Z/v5/w1440/r0/-/gelage-fuer-berlin-paris-asterix-und-obelix-png--68429-.jpg


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Sunday, January 1, 2023

Mitternächtliches Orgelkonzert in der Basilika Kloster Steinfeld zum Jahreswechsel 2022/2023

 



„En el órgano suenen las trompetas des Jucio Final para
que el hombre se vaya acostumbrando a ellas.“
Ramón Gómez de la Serna: Greguerías [1]


Seit 2008 habe ich fast alle Orgelkonzerte in der Basilika Kloster Steinfeld zu den Jahreswechseln besucht. Der Organist war in diesen Jahren Andreas Warler, der dann in die Nachbar-GdG [Gemeinschaft der Gemeinden] Hellenthal-Schleiden wechselte. Und danach kam Corona und für mich war es das erste Konzerte nach Abbau der Pandemie bedingten Einschränkungen. Aber auch das Format hat sich geändert. Früher war es ein Neujahrskonzert, das kurz nach Mitternacht begann, jetzt begleitet das Konzert den Übergang vom alten zum neuen Jahr unter dem Motto: „Musik statt Böller“.

Im Inneren ist die Ausstattung der Basilika Kloster Steinfeld (St. Potentinus, Felicius, Simplicius Steinfeld) barock. Und aus dieser Zeit stammt auch die Orgel. 1727 hatte Balthasar König aus Bad Münstereifel die Orgel vollendet. Er verwendete dafür auch die alten Pfeifenbestände, so dass auch heute noch Pfeifen aus dem Jahr 1600 in der Orgel vorhanden sind. „Mit 35 Registern und 1956 Pfeifen besitzt die Basilika Steinfeld die größte noch erhaltene dreimanualige historische Barockorgel des Rheinlandes.“ [2] Ich fand, daß die Orgel etwas anders klang als früher und im Programmblatt wurde ich dann fündig: die Orgelbaufirma Josef Weimbs aus Hellenthal hat im Frühjahr 2020 Überarbeitungen an der Orgel durchgeführt [3].

Das Programm bestritt Markus Ziegler, Dekanatskantor im Dekanat Nassauer Land mit Sitz an der Ev. Stadtkirche Nastätten und Dozent an der Kirchenmusikakademie Schlüchtern, vollständige Biografie hier: [4]. Er spielte Werke von Johann Sebastian Bach (1685-1750), Johann Pachelbel (1653-1706), Dietrich Buxtehude (1637-1707), Georg Friedrich Händel (1681-1759), Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788), Johann Gottfried Walther (1684-1748) und Christlieb Siegmund Binder (1723-1789) sowie eine Eigenkomposition (Rondo-Präludium D-Dur) [5].

Georg Friedrich Händels Menuett II aus der Feuerwerksmusik (HWV 351) und Johann Sebastian Bachs Air aus der Orchestersuite Nr. 3 (BWV 1068) paßten thematisch und von der Stimmung her gut und ich hätte am liebsten mitgepfiffen, aber … für mich bleiben das Orchesterstücke. Offenbar war einem großen Teil des Publikums Johann Gottfried Walthers und Christlieb Siegmund Binders Choral und Choralvorspiel zu „Jesus soll die Losung sein“ unbekannt, so daß es zu einem verfrühten Applaus gekommen ist. Deshalb empfehle, an diese Stelle im Programm ein bekannteres Stück zu setzen.

Das Programm für das Jahr 2023 steht bereits fest [6]. „Musik statt Böller“ soll mit dem „Titularorganisten Jan Van Mol (Frankreich)“ [7] am 31.12.2023 um 23:30 Uhr stattfinden. Bitte vormerken!




Links und Anmerkungen:

[1] „In der Orgel erklingen die Trompeten des Jüngsten Gerichts, damit der Mensch sich schon   an sie gewöhnen kann.“ Eigene Übersetzung des spanischen Originals in: Straelener Manuskripte 1-10. Erstveröffentlichungen zeitgenössischer Poesie des Auslands 1984-1990. Faksimile-Ausgabe, Sammelband, Straelen 2000. ISBN-13‏: ‎978-3891070468.
[2] https://rheumatologe.blogspot.com/2017/01/mitternachtliches-neujahrkonzert-in-der.html und https://rheumatologe.blogspot.com/2019/01/orgelkonzert-in-der-basilika-kloster.html
[3] Vierseitiges DIN-A5-Programmblatt zur Orgelvesper Basilika Steinfeld, letzte Seite.
[4] https://www.markus-ziegler.com/index.php/biograf.html
[5] https://www.gdg-steinfeld.de/aktuelles/veranstaltungen/a-event/Mitternaechtliches-Neujahrskonzert-in-der-Basilika-Steinfeld-mit-Kantor-Markus-Ziegler-Nastaetten/?instancedate=1672525800000  
[6] Der Flyer für das gesamte Jahr 2023 steht zum Download hier: https://www.gdg-steinfeld.de/export/sites/region-eifel/gdg-steinfeld/.galleries/sonstige-Downloads/Flyer-2023.pdf
[7] Weshalb steht denn da Frankreich? Jan Van Mol ist Belgier (was man schon vom großgeschriebenen Van her annehmen könnte) und seine Webseite ist auf Flämisch (Niederländisch)  verfaßt: https://www.janvanmol.be/crbst_8.html.

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Sunday, December 4, 2022

Lebende Krippe und Weihnachtsmarkt im Kloster Steinfeld


Bislang war der Weihnachtsmarkt im Kloster Steinfeld [1] ein Geheimtipp und obwohl keine Busse erschienen waren, waren die Parkmöglichkeiten ausgeschöpft. Wenn Sie nicht da waren, müssen Sie sich ein Jahr gedulden und dann -: wer weiß, ob es dann nicht schon zum Mainstream gehört. Vor dem Eingang und innen am Ausgang standen die Besucher an, denn da gab es Kost und Getränke. Draußen wie drinnen Gedränge, aber dafür war es innen warm, denn draußen lag die Temperatur knapp unter dem Gefrierpunkt.



Eine Reminiszenz an die Reise in die Mongolei [2]


Wieder gab es die lebende Krippe aus Diefenbach. Hauptakteur war sicherlich der Ochse Wilhelm, aber auch die Eselin Nele war nicht ohne. Die Schafe waren sehr mit sich selbst beschäftigt und die echten Diefenbacher Hirten standen nicht nur herum sondern auch Rede und Antwort.





Links und Anmerkungen:
[1] http://kloster-weihnachten.de/
[2] https://rheumatologe.blogspot.com/2022/10/mongolia-staying-in-ger.html und www.mongoliashop.de


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Tuesday, November 23, 2021

Morgen in Diefenbach, Shangri-la

 




出郭曠清曙。
東郊
韋應物
Beim ersten Morgengrauen wandere ich aus der Stadt, um den Geist zu beruhigen Östlich aus der Stadt heraus
Wei Yingwu [1]


Gestern war es naß, kalt (3° C plus), neblig. Heute dagegen war der Morgen freundlich, kalt (-2° C) und die Sonne baded die Wolken in Töne von Orange [2]. Nachdem dieses Schauspiel in sehr kurzer Zeit vorbeigezogen war, ging mein Blick in Richtung Steinfeld [3]. Kloster und Basilika waren noch in Rosa getaucht und die kahlen Bäume stehen auf der bereiften Wiese. Und wenn man genau hinschaut bzw. zoomt, dann kann man auch den Sperber entdecken.




Ich denke oft, daß Diefenbach etwas von Shangri-la hat, natürlich dem fiktionalen Shangri-la [4]  und nicht der post-fiktionalen, Wirklichkeit gewordenen Großstadt in Yünnan [5] – obwohl im Bereich des Klosters gibt es auch den Hauch des Unwirklichen. Auf jeden Fall findet sich etwas von dem Lied der Kinks hier [6], auch wenn dort die Welt der kleinen Reihenhäuser der Arbeiter besungen wurde. Ich besuche häufig Köln, aber jedesmal, wenn ich zwischen Diefenbach/Gillesberg und Wahlen in Richtung Steinfeld unterwegs bin, frage ich mich, ob ich wirklich in den Asphalt-Dschungel von Köln will. Ja, das will ich in der Regel, aber es freut mich auch, nach Shangri-la zurückzukehren; die zwei Kehren der Straße von Urft nach Steinfeld hochfahren ...

Horizont
    dieser
Horizont
Hinter
Dem
Es
WeiterGehen
Soll
Und WoHin
Ich
Nicht
Will
Denn
Das GeStade
    DaVor
Liebe ich


 


Links, Anmerkungen etc.:
[1] Wei Yingwu (韋應物) lebte von ca. 737 bis ca. 792), von dem 12 Gedichte in die  Anthologie 300 Gedichte der Tang-Zeit aufgenommen wurden.
[2] Bei der Farbe denke ich sofort an den Film „Sommer in Orange“ von 2011, in dem Berliner Bhagwan-Anhänger in die oberbayerische Provinz einfallen. https://de.wikipedia.org/wiki/Sommer_in_Orange
[3] https://rheumatologe.blogspot.com/2019/06/erhebung-der-gebeine-des-heiligen.html Es gibt noch mehr über das Kloster hier auf dem Blog. Hier wird allerdings der Unterschied zwischen der Entbeinung des heiligen Hermann Josef und der Erhebung der Gebeine klar.
[4] Shangri-la ist fiktional und stammt aus dem 1933 erschienenen Buch „Lost Horizon“ von James Hilton, deutscher Titel „Der verlorene Horizont“. Die Menschen leben in einer Utopie im Himalaya, altern kaum, jedenfalls, wennsie den Ort nicht verlassen. https://de.wikipedia.org/wiki/Der_verlorene_Horizont
[5] Man kam, ziemlich sicher von chineischer, offizieller Seite, auf die Idee, die eigentlich tibetische Stadt rgyal thang rdzong (oder in offizieller Transkription Gyaitang Zong) in Shangri-la (香格里拉市 Xianggelila Shi – lautliche Adaptation ins Han-Chinesische / Mandarin) umzubenennen. https://de.wikipedia.org/wiki/Shangri-La_(D%C3%AAq%C3%AAn)
Shangri-la in der Rheinischen Post – hier kann man Großstadt und Kloster sehen
http://rheumatologe.blogspot.com/2012/08/shangri-la-in-der-rheinischen-post-die.html
Ganden Sumtsenling Monastery in Shangri-la – auch hier kann man Großstadt und Kloster sehen, aber nicht identisch
https://rheumatologe.blogspot.com/2018/08/ganden-sumtsenling-monastery-in-shangri.html
Tibet and Railways – für die Weiten des tibetischen Hochlandes, wenn wir schon dabei sind
https://rheumatologe.blogspot.com/2018/09/tibet-and-railways.html
[6] The Kinks: Shangri-La https://l-hit.com/en/72616
Ein gesellschaftskritisches Lied. „Sit back in your old rocking-chair / You need not worry, you need not care“ - so weit muss man es ja nicht kommen lassen.
Letztlich dachte ich auch an das Lied, als ich diesen Text schrieb: Das Shangri-la im Schrebergarten
https://rheumatologe.blogspot.com/2013/04/das-shangri-la-im-schrebergarten.html

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Tuesday, January 12, 2021

Neues vom Pandemie-Kreuz beim Kloster Steinfeld


Es sieht jetzt sehr asymmetrisch aus.


Ich hatte im letzten Jahr vom Pandemie-Kreuz beim Außenaltar für Pilger vor dem Kloster Steinfeld (am Kalvarienberg) berichtet [1]. Jetzt hat man eine der beiden Buchen (?) neben dem Kreuz gefällt. Der Baum hatte einen Nasskern und war teilweise schon ausgehöhlt. Man kann also gut nachvollziehen, dass der Baum aus Sicherheitsgründen gefällt werden musste. Der Baum auf der rechten Seite des Kreuzes ist aber auch nicht gesund. Ich hätte beide gleichzeitig gefällt und würde im Frühjahr neue Bäume neben den Außenaltar bzw. das Pandemie-Kreuz pflanzen. Aber ich bin ja nicht gefragt worden.



Vor etwa sechs Monaten



Links und Literaturangaben:

https://rheumatologe.blogspot.com/2020/08/pandemie-kreuz-beim-kloster-steinfeld.html

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Thursday, September 10, 2020

Alarm in der Eifel

Ja, Alarm in der Eifel. Es ist dies der erste bundesweite Warntag. In den Vorjahren wurde bereits die Erprobung sämtlicher Warnmittel in Nordrhein-Westfalen durchgeführt.

Nach etwas Gartenarbeit saß ich in der Sonne und konnte die Sirenen von Wahlen und Sistig deutlich und von Steinfeld sehr laut hören. Wahlen und Sistig liegen jeweils etwa 1,5 km entfernt, aber hinter Hügeln, während Steinfeld 2,5 km entfernt auf einem Hügel sitzt. Ich hörte wahrscheinlich auch die Sirene von Kall (6 km), wenn nicht Sötenich (4 km) auch eine Sirene hat. Und zwischendrin hörte ich auch die Maschinenkanonen auf dem belgischen Übungsgelände Elsenborn (15-20 km)

War das sehr erregend? Nein. Sinnvoll. Und wie ich profezeiht hatte: die Kirchenglocken läuteten nicht.


Thursday, August 27, 2020

Pandemie-Kreuz beim Kloster Steinfeld



 
Vor dem Kloster Steinfeld am Kalvarienberg ist ein Außenaltar für Pilger. Dort stand seit 1852 ein Kreuz und ich kann dieses Kreuz zeigen, da ich es früher einmal aufgenommen hatte. Dieses Kreuz ist jedoch so stark beschädigt gewesen, dass es ausgetauscht werden musste. Ein neues Kreuz? Nein, denn das Kruzifiv der Kapelle St. Rochus in Wahlen wurde ausgelagert, als die Kapelle wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Dieses Kreuz wurde gerade mit dem alten getauscht. 
 

So sah das Kreuz 2006 aus
 
Das Kreuz von St. Rochus soll auf Vorschlag von Oswald Thurn Pandemie-Kreuz heißen, denn der Heilige Rochus war Patron der Pestkranken.
 

Vergrößerung des aktuellen Kruzifixes
 

Vergrößerung der Aufnahme von 2006


Links und Literaturangaben:

Neues Pandemie-Kreuz in Steinfeld.
WochenSpiegel, 53. Jahrgang, 26.08.2020, S. 1

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Tuesday, October 8, 2019

Kriegsgräberstätte Steinfeld



Etwa 200 m vom Kloster Steinfeld entfernt liegt die Kriegsgräberstätte Steinfeld. 633 Tote liegen dort und auf einem Teil des Friedhofs. Es sind in der Mehrzahl junge Menschen gewesen, die im Winter 1944/1945 gefallen sind. Kloster Steinfeld diente zunächst als Lazarett und später als Hauptverbandsplatz. Es liegen dort auch russische und italienische Soldaten. Zwei Frauen sind auch darunter: die Fernmeldehelferin Anna Achmed (33 J.) und die Helferin Ellen Kostka (17 J.). Außerdem sind unter den Gefallene auch einige aus dem 1. Weltkrieg.

Der Verein Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat den Friedhof 1950 ausgebaut und gestaltet. Das Hochkreuz trägt die Inschrift: „Lasset erst die beiden Engel der Menschheit, die Menschlichkeit und den Frieden kommen. Was die Sache der Menschheit ist, gedeiht dann gewiß. Amen“



Ein Verzeichnis der Verstorbenen liegt am Eingang aus. Eine Kopie wohlgemerkt, da das Original-Buch mehrfach durch Vandalismus zerstört worden ist. Beschämend!



Bänke laden zum Verweilen ein. Vorsicht bei nassem Wetter – da können die Natursteine glitschig werden.


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Tuesday, June 4, 2019

Erhebung der Gebeine des heiligen Hermann Josef in der Basilika Kloster Steinfeld




Jemand erzählte mir etwas über die Entbeinung des heiligen Hermann Josef, was ich mir so nicht vorstellen konnte, aber mit der Erhebung der Gebeine des heiligen Hermann Josef konnte ich dann etwas anfangen. Die sterblichen Überreste des heiligen Hermann Josef  liegen in einem Sarkophag mitten in der Basilika Kloster Steinfeld in der Eifel.



Am 01. Juni 2019 um 17:30 Uhr fand die Messe mit Erhebung der Gebeine des heiligen Hermann Josef statt. Ich nahm an der Messe teil. Das Festhochamt mit zelebrierte der emeritierte Bischof Dr. Heinrich Mussinghof. Die Patres des Salvatorianer Ordens waren ebenso anwesend.
„Der Gedenktag des Heiligen ist der 21. Mai, das große Hermann-Josef-Fest unter Beteiligung der ganzen Region wird am Sonntag vor Pfingsten gefeiert.“ [GDG Steinfeld]




Wer nun denkt, dass der Deckel des Sarkophags quietschend geöffnet würde, der hat zu viele Hollywood-Filme gesehen. Die sterblichen Überreste des Eifelheiligen Hermann Josef wurden in einem schlichten, gefensterten Holzsarg durch eine Klappe hervorgeholt und dann durch die Basilika getragen. Danach wurde der Sarg auf einem der Seitenaltäre abgesetzt, wo ihn die Pilger, immerhin bis zu ca. 40 km entfernt aus Kalterherberg gekommen, und Gläubigen der Umgebung verehren können.


 
Hermann Joseph von Steinfeld wurde um 1150 in Köln geboren, gilt als Mystiker und gehörte dem Prämonstratenser Orden an. Er starb 1241 im Kloster Hoven bei Zülpich (oder 1252 nach einer anderen Quelle). Da er dem Standbild der Gottesmutter in der Kirche St. Maria im Kapitol in Köln Äpfel als Geschenk gebracht haben soll, werden auch heute noch Äpfel auf den Sarkophag gelegt. Seine Heiligsprechung wurde bereits 1626 beantragt, aber erst Papst Pius XII. hat Hermann Joseph im August 1958 heiliggesprochen; verehrt hat ihn das Volk in der Eifel aber schon bereits seit dem 13. Jahrhundert.




Vielleicht haben Sie im nächsten Jahr Zeit, diesem Ereignis beizuwohnen. Aktuell ist der Sarg des heiligen Hermann Josef noch bis Pfingsten in der Basilika Steinfeld zu sehen



Links:
https://www.gdg-steinfeld.de/export/sites/region-eifel/gdg-steinfeld/.galleries/sonstige-Downloads/Hl-Hermann-Josef-Pilgerbuch.pdf (Download des Pilgebuches, auch mit dem Lied 824 aus dem Gotteslob, Melodie vom langjährigen Organisten der Basilika Br. Anderas Warler SDS)

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