Friday, January 22, 2021

FreitagsGedichte / #KurzLyrik 22.01.2021




清瑟怨遙夜,繞弦風雨哀。
章台夜思
韋莊
Aus der Ferne seufzt eine Zither (Se) durch die Nacht
Mit der Schwermut von Wind und Regen in den Saiten
Nachtgedanken auf der Zhang-Terrasse
von Wei Zhuang*


Auf Dich
    an den
Rändern
Der
Stadt
Da wo
Die
Nacht
Bereits
Dem
Morgen
Weicht
Werde
    Ich
Warten

Geschmack
    lasse mich
Noch
EinMal
An den
Kristallen
Des
Letzten
Tages
Schmecken
Ob er
Süß war
    Oder
Salzig

Möglichkeiten
    als ich
Aus
Dem
Universum
Der Jugend
Flog
Wußte ich
Eine
WiederKehr
Ist
Nur
In die
SepiaFarbenen
    AbBildungen
Möglich

Rinnsale
    RINNsale
Der
E-RINNerung
Die
Im
VerGessen
VerLaufen
VerSickern
VerTrocknen
    Und
VerSchwinden

Wärme
    woHer aber
Kommt
Die
Wärme
Die
Wie Ballone
Im
Raum
Treibt
Denn
Das Feuer
    Ist
ErLoschen

Träumen
    gebe
Der
Nacht
Den Schlaf
Zurück
Denn
Der Traum
GeHört
Den Wolken
Oden
Den Zügen
Die
Mit
BeLeuchteten
Fenstern
In die
    Ferne
Eilen

Stimmen
    der Wind
Trägt
Stimmen
Mit
Sich
Läßt
Sie
AufHeulen
Im
GeBälk
Und
Jäh ver-
Stummen
Was sagten
    Sie
Noch?

Winter
    der wilde
Wind
Sirrt
In
Kahlen Ästen
Und
Die
Luft
Klirrt kalt
    Am
Haus



Wei Zhuang (韋莊) lebte in der Übergangszeit der Tang-Dynastie zur Zeit der Fünf Dynastien und Zehn Reiche; es wird häufig die Angabe 836-910 gemacht, aber auch 851-909 läßt sich finden. Er gehört jedoch zu den Poeten, deren Gedichte in den 300 Tang-Gedichten kompiliert wurden. Die Zhang-Terrasse gehörte zu einem Palast, den die einen in Hubei und die anderen in Shaanxi vermuten. Fdie Se ist eine große Zither, so groß wie ein Xylophon etwa. Sein Werk besteht aus 20 Bänden; fünf Gedichtbände hatte der jüngere Bruder editiert.

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