Wednesday, January 13, 2021

LYRIK-Taschenkalender 2017 51. KW 13.01.2021



Michael Braun hat den LYRIK-Taschenkalender 2017 herausgegeben. Dieser Kalender lädt ein zum Annotieren und Assoziieren, zum Erstellen von GegenEntwürfen. Vielleicht so auch ein wenig wie Daniel Spoerris: An Anecdoted Topography of Chance (1966 Something Else Press, New York / Cologne).

Warnung – unten wird es anzüglich – obwohl, eigentlich müsste es auszüglich heißen.


51. KW
Hans Magnus Enzensberger: Eventuell

Ich fühle mich mehr zu Alfred Leobold hingezogen: „Evendöll!“ Genau – Enzensberger harrte aus wie der schwarze NachtFalter. Gibt es eigentlich schwarze Nachtfalter? Sind die nicht von einem bräunlichen Grau? [Ich habe nachträglich recherchiert: es gibt den Schwarzen Spanner und das ist ein Nachtfalter.] „Das „jüngste Gericht“ läßt nur hier auf sich warten. Wahrscheinlich werden in der Ewigkeit die Pforten ins Jenseits zu verschiedenen Zeiten geöffnet aber gleichzeitig durchschritten.

Das Palimpsest des eigenen Textes „Das jüngste Gedicht“ läßt nur hier auf sich warten.

Das Parfüm verduftet unGleich -: erst verSchwinden die OberNoten und die schweren UnterNoten halten länger.


51. KW
Kommentar: Michael Braun

Wenn man die Öffnungen eines Raumes geschlossen läßt, wirbelt der Staub noch kurz, bleibt in der Schwebe, sinkt ab und setzt sich. Auch das Leben wirbelt, bleibt etwas in der Schwebe, sinkt ab und endet in absoluter Stille.

Bei mir kommt immer Arno Schmidt durch -: aus „hinter der Vorhut herzutrippeln“ wird „hinter der Vorhaut herzutrippern“.



(Jetzt ist der LYRIK-Taschenkalender 2017 aber auch abgeschlossen.)


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